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Thema: Sexualität und Drogen

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  1. #1

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    Standard Sexualität und Drogen

    Hallo Leute,

    bei mir war es leider so, dass Sexualität, THC und Co. immer sehr stark miteinander verbunden waren - also keine Möglichkeit, den Partner "rauschfrei" zu genießen.

    Liebe und Emotionen - wo sind meine Gefühle hin???

    Das ist ein sensibles Thema, aber dennoch wichtig für mich - und gerne "beleuchte" ich die Thematik näher, wie sehr sie mich bewegt.

    Wie sind Eure Erfahrungen???

    Viele liebe Grüsse

    Mickey

  2. #2

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    Standard

    Hey Mickey,

    es ist nicht ungewöhnlich, was du erlebt hast oder noch erlebst. Es geht ja darum, abschalten zu können und sich fallen zu lassen, um die Sexualität zu genießen.

    Wenn man im Alltag ohne Drogen sich in seinen Problemen wälzt und nur nachdenkt, greift man halt schneller zur Droge, um den Kopf "freizukriegen". Und wenn man das jahrelang so ausübt und vor allem die Kombination Sex und Drogen anwendet, gewöhnt der Körper und der Geist sich an diesen Zustand, denn er muss ja im Alltag keine Liebe und Gefühle spüren, denn das bekommt er ja dann mit der Einnahme der Droge. Sprich, du kannst momentan nur "lieben und fühlen" wenn du high bist.

    Aber ich denke, dass man den Prozess wieder umkehren kann

    Liebe Grüße von Pain

  3. #3
    Carryon

    Standard

    Hi Mickey,
    ich kann Dir folgendes dazu sagen. In der Zeit als ich Süchtig war hatte ich an Sex so gut wie kein Interesse. Also ich schlief mit meinem Freund häufig, aber nicht weil ich soviel Lust drauf hatte. Wie soll ich das erklären....es war mir schlicht und ergreifend völlig egal. Demenstprechend machte es auch nicht wirklich "Spaß" bzw, um es ganz deutlich zu sagen hatte ich in dieser Zeit nie einen Orgasmus. Erst als ich wieder clean war kam die Lust auf Sex zurück und ich war total baff was für starke Gefühle sich dabei entwickeln können. Die Gefühle für meinen Freund waren immer da, auch immer gleich stark. Aber das körperliche blieb sehr auf der Strecke. LG, Carry

  4. #4

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    Standard

    Hallo Mickey, als ich frisch clean war, war bei mir auch tote Hose. In der Entgiftung gings noch ziemlich rund, aber anschließend ging überhaupt nichts mehr. Ich bin normalerweise ein ziemlich lustiges Persönchen, aber selbst mir ist die Lust total vergangen, als ich erstmal richtig clean war. Mein Körper musste sich wohl einfach erholen. Nach ca. 6 - 9 Monate sind meine Hormone erst wieder erwacht. Gebe deinem Körper einfach mehr Zeit und hab Geduld, man kann nicht von heute auf morgen wiederbekommen, was man mal fast zerstört hatte.

    LG, alive

  5. #5
    Julchen

    Standard

    Hallo Mickey,

    kann es sein, dass du auch Schwierigkeiten hast nüchtern dich auf Nähe ein zu lassen?

    Ich kann nur bestätigen, dass Sexualität erfüllender ist, wenn man nicht betäubt ist.
    Man fühlt schlicht mehr

    Gib dir Zeit, setz dich nicht unter Druck

    viel Kraft bei der Abstinenz

    LG Julchen

  6. #6

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    Hallo Mickey,

    ich fands auch komisch so ohne Bierchen, und hatte solchen Bammel.....

    Es dauert, ich brauchte ganz viiiiiiiiel Vertrauen und tatsächlich Übung, bis ich genießen konnte.
    Aber es stimmt, die Empfindungen werden deutlich tiefer und stärker.
    Tja, wie alles muss man auch das erstmal clean "lernen" ;-). Das wird!!!!!!!!!

    Und auch heute noch, wenn ich in eher depressiven Phase bin, fehlt mir die Offenheit zu empfinden, tja, ich weiß allerdings, dass das diesmal nicht an Droge oder nicht liegt ....

    (Ich bin ja damals noch nicht mal U-Bahn ohne Bierchen gefahren, selbst zum Duschen habe ich mir ein ins Reagl gestelt - ts,ts,ts usw.)

    Viel Kraft!!!!!!!!!!!! Liebe und nachdenkliche Grüße
    Geändert von herzeken (01.07.2009 um 16:00 Uhr)

  7. #7
    Themenstarter

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    Standard

    Hallo zusammen,

    zunächst danke für die vielen Impressionen und Reflektionen.

    Und ich möchte mich etwas erklären...

    Lange habe ich meine Identität gesucht, und sie im Bereich der Trans-Sexualität gefunden (z. B Christopher Street Day). Im "berauschten" Zustand bekenne ich mich offen dazu - und lebe es dann aus. Wieder nüchtern auf dem Boden der Tatsachen fühle ich mich gespalten.

    Mitlerweile wage ich den Schritt, offen damit umzugehen und mich selbst anzunehmen.

    Dennoch finde ich momentan nicht die Kraft, mich auf Nähe und Bindung bei einem anderen Menschen (ja, eine Frau!) einzulassen, denn Drogen gaukeln eine ganz andere Welt vor. Mit einem gewissren Herzschmerz klebe ich ebenso an meiner alten "Flamme" fest - zwar eine ganz andere Geschichte, aber trotzdem ist sie der Startpunkt für meine Gefühlslage.

    Über die feminine Resonanz in diesem Thread habe ich mich sehr gefreut - ich erkenne mich vielfach in Euren Emotionen wieder,

    viele liebe Grüsse

    Mickey
    Geändert von Mickey69 (01.07.2009 um 17:55 Uhr)

  8. #8
    Julchen

    Standard

    Mickey, was ist es egal, ob du auf Männlein oder Weiblein abfährst mal in erster Linie zählt doch, dass du zu dir und deinen Gefühlen stehen kannst, und eben auch DEINE Sexualität annehmen lernst

    Weiß deine Umwelt Bescheid, Mama Papa? ...

    Ich denke du solltest Thera machen zu dir finden, und du wirst sehen der Rest löst sich in Luft auf

    Viel Spaß im Wald
    LG Jule

  9. #9
    Themenstarter

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    Standard

    Hallo Julchen,

    natürlich treffen Deine Aussagen den Kern.

    Bei mir im Bekanntenkreis gibts eine Psychologin, mit der ich ganz nah an der Problematik dran bin.

    Hinsichtlich Elternhaus existiert nur noch meine Mutter (im Rentenalter) - die natürlich konservativ eingestellt ist (das meine ich jetzt nicht negativ!).

    Meine Partnerwahl wird definitiv auf eine "Frau" (!) fallen - wobei ggf. Bi- und Transsexualität (als Paar/als Beziehung) aufeinandertreffen - der Rest ist rein experimentell.

    Und der Waldspaziergang vorhin - rauschfrei mit Vogelgezwitscher - war jedenfalls mega!

    Liebe Grüsse

    Mickey
    Geändert von Mickey69 (01.07.2009 um 21:04 Uhr)

  10. #10
    Julchen

    Standard

    schön ... auch deine Arbeit mit dir

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