Seite 1 von 5 1 2 3 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 50

Thema: Neuer hat Frage zur Tablettensucht, Hilfe..

Text vergrößern Text verkleinern
  1. #1
    Muehlpforte3

    Standard Neuer hat Frage zur Tablettensucht, Hilfe..

    hallo erst einmal,
    bin neu im forum und habe eine frage.
    zur erklärung: meine frau ist tablettensüchtig. sie hat zwei entzüge und auch eine mehrwöchige therapie hinter sich vor zwei jahren. sie war arzthelferin und hat sich bedienen können wie sie wollte.. ihr konsum war extrem, hat 3 arbeitsstellen verloren. sie hat shmerzmittel, schlaftabletten und narkotika in rauen mengen genommen. seit einem jahr hat sie nicht mehr den direkten zugriff, lässt sich aber vom hausarzt ( zwei verschiedene in unserem ort) verschreiben. aktuell tilidin und zopiclon .
    nun meine frage:ich war bei einem arzt von ihr und hab ihn gebeten meiner ehefrau keine tabletten mehr zu verschreiben, er sagte das er das jetzt wo er von ihrer sucht weis, das nicht mehr darf. er macht es aber weiter. hab das privatrezept von montag dieser woche im müll gefunden. was kann ich tun dagegen? darf er einfach weiter die sachen ihr geben obwohl ich ihn von ihrer sucht der letzten jahre erzählt habe?
    es waren koabhängigungs jahre die furchtbar waren. wer selber das erlebt hat weis wovon ich rede. ..
    kann ich dem arzt das verbieten? ok ich weis, sie geht dann zu einem anderen, aber ich finde das unverantwortlich! am besten wäre ein eintrag auf ihrer versichertenkarte:suchtkrank..

    danke das ihr mir "zugehört" habt , vielleicht hat jemand ein tip...

  2. #2
    Mitglied SuS e.V. Administrator
    Registriert seit
    03.07.2005
    Ort
    München - Bayern
    Alter
    46
    Geschlecht:
    Beiträge
    21.047

    Standard

    Hallo Muehlpforte3,

    als erstes, ich hab den 2. identischen Thread geschlossen, weil sonst weiß man ja nicht, wo man antworten soll

    Zu deiner Frage an und für sich, ich denke schon, dass du da was machen kannst.
    Ich hoffe du hast das Rezept noch, heb es mal gut auf, wer weiß.
    Du solltest den Arzt per eingeschriebenen Brief drauf hinweisen, dass er gegen das Arzneimittelgesetz verstößt und wenn das nicht sofort unterbleibt, du das so der Ärztekammer melden wirst und Strafantrag stellen wirst.

    Schwieriger wird es wegen deiner Frau, nur deine Idee mit der Versichertenkarte. Ich habe eben gelesen:
    Entweder er laubt sie den Zugang zu einer elektronischen Krankengeschichte, oder sie enthält selbst die wichtigsten Gesundheitsdaten der Patientin, des Patienten
    wie Medikamente, Allergien etc.
    Das bedeutet für mich, möglich wäre es, also frag bei der Krankenkasse nach oder zieh einen vertrauenswürdigen Arzt zu Rate.

    Was deine Frau angeht, da kann man leider wenig machen, wenn sie das Problem nicht sieht. Soll heißen, wenn sie nicht erneut eine Therapie machen will, dann kannst wenig machen.
    Natürlich bleib eine Zwangseinweisung ein Mittel, wenn ihre Sucht so schädliche Züge mit sich bringt, dass sie sich selbst schädigt oder gar in Lebensgefahr bringt.

    Wie steht deine Frau denn zu ihrer Sucht ?
    Was sagt sie zu einer erneuten Therapie ?

    Solltest mit dem Dealer -Arzt nicht weiter kommen, dann wende dich bitte erneut via PN oder Mail an mich, dann können auch wir mal ein offizielles Schreiben bei dem absetzen
    Ich hasse so was, Privatrezepte ausstellen, das gleicht für mich zu 100% einem ganz normalen Drogendealer - nur das Gewand ist eben ein weißer Kittel.

    LG Franz

  3. #3

    Registriert seit
    07.01.2006
    Ort
    Hessen
    Alter
    41
    Geschlecht:
    Beiträge
    3.897

    Standard

    hallo Mühlpforte,

    was genau erhoffst du dir von deinem Vorgehen? Da deine Frau süchtig ist, wird sie nicht einfach so mit den Pillen aufhören, nur weil sie sie von ihrem Arzt nicht mehr erhält. Klar, ist der Arzt nix anderes als ein Dealer, aber deine Frau handelt so wenigstens nicht kriminell. Sie wird sich nun eben andere Ärzte suchen und wenn das auch nicht mehr klappt, wird sie eben kriminell und sich ihre Mittel auf dem Schwarzmarkt besorgen, ist dir das denn lieber?

    Ich muss dir aus eigener Erfahrung ehrlich sagen, dass es rein gar nichts bringt, wenn man nicht freiwillig mit dem Konsum aufhört, sondern dazu gezwungen wurde.

    LG, alive

  4. #4
    Mitglied SuS e.V. Administrator
    Registriert seit
    03.07.2005
    Ort
    München - Bayern
    Alter
    46
    Geschlecht:
    Beiträge
    21.047

    Standard

    Da hat alive natürlich vollkommen recht, aber ich will schon auch sagen, solchen Ärzten gehört das Handwerk gelegt!

    So wie es sich anhört, da muss man auch wirklich mit Nachdruck auf eine Therapie verweisen!

    LG Franz

  5. #5

    Registriert seit
    07.01.2006
    Ort
    Hessen
    Alter
    41
    Geschlecht:
    Beiträge
    3.897

    Standard

    Solche Ärzte handeln absolut unverantwortlich. Aber noch schlimmer finde ich, wenn sie (die Ärzte) erst ihre Patienten drauf bringen und dann irgendwann merken, dass sie abhängig sind und sie deshalb im Regen stehen lassen und einfach nichts mehr verschreiben. Das kanns auch nicht sein. Der Patient steht dann völlig allein und hilflos da. Das Suchtverständnis bei den Ärzten sollte sich mal von Grundauf ändern. Ein Arzt muss verstehen, was er da anrichtet, wenn er leichtfertig z.B. Tramal oder Benzodiazepine ,... verschreibt und vor allem, wie sich das auf einen Süchtigen auswirken kann. Wenn ihm vorher nicht klar ist, dass der Patient Suchtprobleme hat, muss er wenigstens hinterher wissen, wie man vorgeht und darf doch nicht einfach das Medikament verweigern. Soweit mir bekannt ist, werden gerade diese Dinge gern verschrieben, zu oft ohne den geringsten Hinweis darauf, wie abhängig sie machen können.

  6. #6
    Kassandra

    Standard

    Mich regt das auch immer wieder auf. Zumal das keineswegs Ausnahmen sind. Ich finde man sollte da viel massiver und konsequent gegen solche Ärzte vorgehen, sonst ändert sich da überhaupt nix.
    Durch die Fahrlässig-und Verantwortungslosigkeit mancherr Ärzte rutschen viele in so eine Abhängigkeit, die vorher nie was mit Drogen zu tun hatten.
    Ich verstehe einfach nicht, warum Ärzte da nicht ihrer Aufklärungs- und Kontrollpflicht nachkommen. Warum Patienten mitunter da aber auch sehr naiv reinschlittern, is mir genauso ein RätselDie Fakten stehen auf jedem Beipackzettel ganz oben dabei.

  7. #7

    Registriert seit
    07.01.2006
    Ort
    Hessen
    Alter
    41
    Geschlecht:
    Beiträge
    3.897

    Standard

    Damit hast du schon auch Recht, Kassi, Patienten sollten da normalerweise schon auch Eigenverantwortung übernehmen, allerdings muss ich sagen, dass man doch leider bei Ärzten allzuoft am liebsten wie ein unmündiger Bürger behandelt wird, zumindest in Deutschland. So kommt es mir zumindest vor. Arztbriefe werden am liebsten gar nicht erst dem Patienten ausgehändigt, sondern nur per Post an den Kollegen geschickt. Wenn man ein Duplikat möchte, wird man lang ausgefragt, wozu man es benötigt,... Wenn ein Patient nachfragt, um welche Behandlung es genau geht, was da exakt geschieht, usw. erntet er oft genervte Blicke,... Die lieben Ärzte halten sich halt leider oft selbst für Götter in Weiss und wollen meist nicht hinterfragt werden. Es gibt da natürlich auch Ausnahmen. Andere Erfahrungen habe ich da übrigens in Österreich gemacht, wo im Normalfall jeder Patient alle Unterlagen erhält.

  8. #8
    Muehlpforte3

    Standard

    Als ich vor paar monaten bei dem arzt war, sagte er: wenn ich ihr nichts verschreibe dann verliere ich eine patientin. ich hätte ihm am liebsten eine.. ich bin gegangen mit der hoffnung das andere ärzte nicht beim ersten mal schlaftabletten verschreiben , sich erst mal nach einer möglichen ursache erkundigen. aber das ist wahrscheinlich zu viel verlangt.
    es kommt auch nicht so oft vor, einmal im monat drei, vier tage dann ist wieder paar wochen gut. in ihrer Glanzzeit hat sie 20 diazepan oder zopiclon an einem abend genommen, als das nicht mehr reichte propofol . ich habe sie dann an einem abend einweisen lassen, was dann auch zur wirkung hatte das sie monate nichts genommen hat. davor hat es 2 jahre überzeugung gekostet bis sie eine therapie gemacht hat, was aber auch mehr wie urlaub war und leider leider auch nur paar monate abstinent bedeutete. ich habe einfach angst , das es wieder so schlimm wird wie vor zwei jahren, das sie immer mehr braucht. für sie ist es nichts schlimmes sich alle paar wochen ab zu schiessen. und zugeben? na ja ihr wisst das da nichst zugegeben wird, ist ja auch ohne belang. man ist als partner echt hilflos. ich kann auch nicht einfach nur zusehen und nichts tun. beschäftige mich jetzt 5 jahre mit dem thema und ich bin eigentlich immer ratloser und verzweifelter. eine selbsthilfegruppe kommt nicht in frage weil sie sich dann runter gezogen fühlt. ihre sitzungen mit einem therapeuten hat sie auch abgebrochen, bringt ihr nichts. also was tun ausser zugucken?

  9. #9
    Mitglied SuS e.V.
    Registriert seit
    16.08.2009
    Alter
    45
    Geschlecht:
    Beiträge
    2.375

    Standard

    Hallo und guten Tag
    ich würde auf jeden Fall gegen den Arzt vorgehen. Das hört sich bei mir schon an wie unterlassene Hilfeleistung und Körperverletzung. Er verweigert ihr die nötige Hilfe, nur um keine Patientin zu verlieren. Das ist echt schäbig.

    Wie du Deiner Frau helfen kannst, weiß ich nicht so genau. Kann Dir nur mal sagen, was mein Bauchgefühl sagt. Ich war lange mit einem Alkoholiker verheiratet und auch mein Vater war Alkoholiker. Mir wurde gesagt, sie müssen erst ganz unten sein, um aufzuwachen und alles verlieren. Ich teile zwar nicht ganz so die Meinung von den Therapeuten, aber mir wurde geraten, meinem Ex-Mann die Pistole auf die Brust zu setzen, daß ich das nicht mehr mitmache, das es mich nervlich kaputt macht und ich für mich sorgen müsse. Wenn er nicht aufhören will, dann würde ich ihn verlassen, um mich zu schützen.
    Sag ihr das doch so und sag ihr aber auch, daß wenn sie sich helfen läßt, daß du dann für sie da bist, aber du gehtst auf die Dauer kaputt und brauchst selber Hilfe. Die sollteste Dir auch holen. Versuch es doch auch für Dich mit einem Therapeuten. Co-Abhängigkeit ist nicht ohne.

  10. #10
    Kassandra

    Standard

    .....vielleicht doch eine Trennung in Erwägung ziehen?
    Auch wenn es sich hart anhört, aber es geht ja immer mehr an Deine eigene Substanz.

    @alive
    Arztbriefe werden am liebsten gar nicht erst dem Patienten ausgehändigt, sondern nur per Post an den Kollegen geschickt. Wenn man ein Duplikat möchte, wird man lang ausgefragt, wozu man es benötigt,... Wenn ein Patient nachfragt, um welche Behandlung es genau geht, was da exakt geschieht, usw. erntet er oft genervte Blicke,...
    Klar, habe ich auch schon erlebt, aber kann ich so jetzt nicht bestätigen, ich bekomme alles ausgehändigt, war schon mit kompletten Krankenhausakten unterwegs Aber gut, ich habe auch alleine durch meine RA, eine wahre Ärzte-Odyssee hinter mir. Es hat sehr lange gedauert bis ich Ärzte des gegenseitigen Vertrauens gefunden habe. Da muß man einfach hartnäckig bleiben und weitersuchen, wenn man an den falschen gerät.

Seite 1 von 5 1 2 3 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Neuer hat frage zu tablettensucht, hilfe!
    Von Muehlpforte3 im Forum Medikamente
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 08.01.2010, 00:26
  2. ERLEDIGT TV-Beitrag über Tablettensucht
    Von Together_Productions im Forum Externe Anfragen
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 31.08.2007, 15:38
  3. Tablettensucht
    Von sweety im Forum Stoffgebundene Süchte
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 26.02.2006, 13:06
  4. Tablettensucht???
    Von Beamaus17 im Forum Stoffgebundene Süchte
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 12.02.2006, 21:05

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65