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Thema: Bitte helft mir.....

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  1. #21
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    Liest du was ich schreibe?
    Er kündigt seinen Job um aktiv was tun zu können!! Das reicht nicht? Soll er eingesperrt und gefesselt werden?
    Ja es ist ein Therapeut
    dabei, und nein die Gruppe findet nicht alle zwei Wochen statt sondern jede Woche. Es war nicht anders möglich JOB technisch bisher mehr zu tun!!
    Was ist für dich konsequent? Ohne Trennung geht nichts?

  2. #22
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    Hi AK, ich finde, es ist schon mal ganz gut, was sich bis jetzt getan hat. Ich bin auch süchtig, süchtig nach meinen Pillen. Ich versuche seit einem halben Jahr zu reduzieren und ich schaff es nicht. Ich möchte aber nicht erst ganz unten sein und alles verloren haben und keine Familie mehr haben, um endlich aufzuhören.
    Ich denke mal, Dein Mann muss es irgendwie alleine in seinen Kopf bekommen. Das er zur Gruppe geht, finde ich gut. Weißt du, was ich nicht gut finde ist, daß du da mitgehst. Er könnte vielleicht mehr über sein Innerstes reden, wenn du nicht dabei bist und ich denke, du hast da nichts verloren. Du musst in eine eigene Gruppe gehen, die für Angehörige oder wie ich schon mal Dir schrieb im Internet gibts auch was für Angehörige. Als mein Ex so gesoffen hat, habe ich eine Gruppe der Anonymen Alkoholiker in unserem Ort gegründet, bin immer mit hin, bis mich mal einer beiseite nahm und sagte, ich habe da nichts verloren.
    Nun geht ihr noch nicht lange in diese Gruppe. Gib ihm noch Zeit, das es Klick macht im Kopf. Er ist glaub ich so in der Schwebe, ja er tut was, aber er kann noch ein wenig spielen. Er verspielt ja nun keine Unsummen mehr. Er wird es auch noch merken, daß er ganz aufhören muss. Ich denke nicht, daß du ihm die Trennung androhen musst. Verlange nur von ihm, daß er immer in diese Gruppe geht und wenn er jetzt zuhause ist, dann schickt ihn ambulant zu einem Arzt und Psychologen und sag ihm, du verlangst das von ihm, aber machen muss er es alleine. Es nützt nichts ihn unter Druck zusetzen. Davon kann ich ein Lied singen. Ich habe zwar mal gesagt, daß ein Alkoholiker erst am Ende sein muss, aber diese Meinung vertrete ich nicht mehr so konsequent. Das steht so in den Büchern und ich dacht, es ist richtig so. Mein Ex-hat sich nicht davon beeindrucken lassen. Er war dann aber ganz unten, ich bin auch gegangen, aber nicht, damit er was für sich tut,sondern, damit es mir besser geht. Ich bin in Gruppen gegangen für Angehörige und da habe ich für mich erkannt, das ich nicht mehr mitspiele. Mir war es dann egal, ob er aufhört oder nicht. Ignoriere seine Sucht , sorge für Dich und achte nur darauf, daß er zur Gruppe geht, alleine. Er ist kein kleines kind, das an die Hand genommen werden muss.

  3. #23

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    hmm ich las mich ein wenig ein und ich muss sagen, dass man nicht ein allgemeines Statement machen kann, da doch jeder Fall individuell ist.

    Ich selbst finde es generell nie gut, Leute unter Druck zu setzen, da du, AK ja auch schriebst, dass es ihm zu viel wird, was für mich verständlich ist, da ist die Frustgrenze natürlich schnell erreicht und die Flucht in die Spielwelt schnell da, daher ein zweischneidiges Schwert, einerseits, brauchen manche dne Druck, um ihren Arsch hochzubewegen, andererseits, ist dann dieser Druck, der ja als Antrieb gedacht war, irgendwann contraproduktiv. Ich selbst kann für mich festhalten, dass MIR solch ein Druck in keinster Weise hilft, allerdings ist vll SVV und Spielsucht auch zu unterschiedlich. Im Endeffekt kennst du deinen Mann am besten.

    Was die Gruppe betrifft, so denke ich, kann man nur situativ und individuell entscheiden, ob es gut oder weniger gut ist, als Partner mitzugehen, ich denke, die ersten Male ists ok, als Stütze, weil der Partner dem anderen ja doch Sicherheit suggestiert, und ein Stück weit an die Hand nehmen ist ok. Wenn er sich dann irgendwann so sicher fühlt, dass er alleine hingehen könnte, sollte man dann drauf verzichten....

    Hm wenn er meint, seinen Job zu kündigen, dann denke ich wider aller gesellschaftlichen Richtlinien, dass es ihn vll besser tut, weil er sich dann auf sein Problem konzentrieren kann. Allerdings ists dann auch wichtig,trotzdem einen geregelten Tagesablauf beizubehalten und hier auch wieder die Frage, ist er dafür schon stabil genug.
    Er verheimlicht es ja nicht aus Böswilligkeit, sondern aus Scharm, mach ihm da klar, dass es besser ist, die Wahrheit zu sagen, weil du dich sonst hintergangen fühlst, oder was auch immer Ich denke, dass die Aufrechterhaltung des Dialogs zwischen euch, viel wert ist.

    glg und weiterhin viel Kraft
    SK
    Geändert von Seelenkind (24.02.2010 um 11:17 Uhr) Grund: Schlechtschreibtoifel

  4. #24
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    Hallo Tine,
    du das war gar nicht meine Idee das ich mit zu dieser Gruppe gehe. Er hatte mich gebeten mit zu diesem Beratungsgespräch zu gehen. Und die Therapeutin dort möchte das beide kommen, weil es beide betrifft, auch wenn nicht ich das Problem habe zu spielen. Es finden Einzelgespräche zusätzlich statt bei denen ich nicht dabei bin, wo ich aber auch jederzeit einen Termin kriegen kann wenn ich reden will.
    Ihn macht es fertig, auch das er nur ein "bisschen" Geld verspielt. Er will da raus und weiß nicht wie wegen des Jobs, dann immer wieder beichten usw. Nun will er kündigen, so kann man in alle Richtungen gucken und daran arbeiten ohne das der Job ihm in die Quere kommt, was er ja jetzt eindeutig tut. Denn er ist ja nicht aus einer Laune heraus der Gruppe fern geblieben.
    Ich selber würde gern noch ein Forum für Angehörige finden habe aber leider noch nichts gefunden bisher...ich dachte ich sei hier schon richtig.
    Unter ruck setze ich ihn nicht gern, ich hab dann immer das Gefühl ich nehme ihm seine Selbstachtung...irgendwie ähnlich wie in einer Beziehung wo der eine beim anderen unterm Pantoffel steht. Wisst ihr was ich meine? Blödes Beispiel, aber ich weiß gerade nicht wie ich es schreiben soll. Ich möchte nur das er sicher weiß das ich den Weg bis zum Ende mit ihm gehe, aber,das ich mich nicht verarschen lasse indem er mich hinhält und immer wieder andere Ausflüchte sucht
    . Das hatten wir alles schon, und ich schaffe das mit diesen Bergen der Lügen ( wie am Anfang des Threads beschrieben) auch nicht nochmal!!
    Ich habe jetzt auch Angst vor dem was kommt, ganz klar! Wenn er kündigt, wie es finanziell wird usw. Aber es gibt keine Lösung sonst, er kann sich mit seinem Problem sonst nicht auseinander setzen und helfen lassen. Er ist einmal in der Woche zuhause und das ist am WE, keine Beratungsstelle oder Therapeut der sich mit uns am WE hinsetzt. Zumindest haben wir nichts gefunden. Dazu kommt das er in diesem Job total unglücklich ist, unausgeglichen keine Freizeit mehr hat von den Kids nichts mitbekommt. Ich weiß nicht wie es ist wenn man Abends spät Feierabend macht und in dieser Karre sitzt, Abend für Abend alleine, ohne Kontakt zu Menschen oder irgendeine Form von Abwechslung. Ich kann es mir nur halbwegs vorstellen weil ich ab und an mal mitgefahren bin...und ich möchte auf keinen Fall tauschen!!
    Für einen geregelten Tagesablauf würde ich denken ist er stabil genug. Aus dem Grunde das er im Dezember bis in den Januar rein viel Urlaub hatte, und nicht einmal gegangen ist, auch in der Zeit als er arbeitslos war nicht einmal. Und auch als er zuvor fünf Jahre für eine Firma im Schichtdienst gearbeitet hat --nicht einmal! Erst als das LKW fahren hinzu kam ist es soweit gekommen.


    Ich hab ganz vergessen zu schreiben liebe Tine, das ich es toll finde das du hier bist und dein Problem angehen willst. Du wirst es schaffen, ganz sicher
    Geändert von Franz (24.02.2010 um 20:06 Uhr) Grund: Bitte editieren, kann man 20 Minuten, Doppelpost sind nicht so gern gesehen!

  5. #25
    Carryon

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    Ich denke eben auch ein wenig an Dich. Dir geht es mit der Situation ja auch schlecht. Kein Mensch wird Dich dazu bringen können Dich von Ihm zu trennen wenn Du Ihn liebst, das ist schon klar. Aber Du solltest für DICH selber eine Grenze ziehn. Bis wohin und nicht weiter? Wann wird die Belastung zu groß für Dich?. Vergiss Dich einfach nicht bei dem Problem. LG, Carry

  6. #26
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    Danke AK, ich finde, daß du hier richtig bist, aber zusätzlich noch eine Gruppe suchen solltest oder eben Einzelgespräche in Anspruch nimmst, ohne Deinen Mann, damit du nicht auf der Strecke bleibst. Ich gehe meine Probleme wirklich gut an, aber es sind die seelischen die ich angehe, das mit dem Entzug muss ich später machen. Beides schaff ich nicht, Therapie und Reduzierung. Ich erhöhe ja auch nicht. Morgens und abends eine Tablette. Das schon seit Jahren. Vielleicht ist es ja wirklich gut, daß du gemeinsam mit deinem Mann zur Gruppe gehst. Ich mache ja auch zusammen mit meinem Mann Therapie und es tut uns beiden gut. Mein Mann dachte immer, er habe gar keine Probleme, aber die werden mit aufgedeckt. Auch er ist nicht fehlerfrei.

  7. #27
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    Liebe Carry,
    entschuldige das ich dich heute morgen so angeranzt habe. Du hast Recht, sicher geht es mir schlecht mit der Situation. Meine Grenze ist doch jetzt da!? Ich wollte das er sich Hilfe sucht
    , da habe ich mich hingearbeitet. Nun habe ich festgestellt das nachdem er sich Hilfe gesucht hat, und zusätzlich sein Problem erkannt hat es uns nicht viel bringt wenn er durch den Job bedingt nicht zu dieser Gruppe hingehen kann. Was also nun tun, ich habe wieder deutlich gemacht so geht es nicht, und nun will er seinen Job kündigen um es in Angriff nehmen zu können?
    Ist das nicht konsequent?

  8. #28
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    Hallo,
    nachdem er Dienstag seinen Job kündigen wollte, gestern fast den ganzen Tag Funkstille war sollte ich dann gestern Abend erfahren warum. Gegen 18 Uhr telefonierten wir, und er ließ wieder einmal durchklingen das er sich wegen der Finanzen nun doch nicht sicher ist ob er das tun soll usw. Ich versuchte ihm nochmal klar zu machen das er das ja auch nicht muss, er kann ja auch seinem Chef reinen Wein einschenken und dann sieht er vielleicht das er doch stationär gehen kann oder eben Montag Abends frei bekommt. Das ganze eskalierte dann irgendwann, da er plötzlich wieder der Meinung war das ich ihn unter Druck setze und er einfach nur seine Ruhe will. Ich machte wieder klar das ich will das er Hilfe in Anspruch nimmt weil es so nicht mehr geht. Er solle sich Gedanken machen wie er es nun will. Heute kam dann eine SMS, das er seinen Job behält und das er in Zukunft auch wieder mehr Spesen mitnehmen will, nicht um mehr verzocken zu können sondern damit er nicht wegen Finanz Sorgen zocken geht. Wir könnten das bei der Gruppe Montags belassen und wenn er auswärts schlafen muss dann ist das eben so. Ansonsten müssten sich unsere Wege wohl so trennen.
    Ich schrieb ihm das ich das nicht mitmache, das er mehr mitnimmt und gucke ob das mit der Gruppe wohl klappt oder nicht. Er würde mich hinhalten!
    Und wie sich das wahrscheinlich für einen Co-Abhängigen gehört sitze ich nun hier völlig am Ende! Ist es so richtig? Vielleicht sollte ich doch abwarten? Usw.usw. meine Kinder kommen gleich nach Hause aus der Schule und wieder sitzt Mutti da und man kann kaum was mit ihr anfangen.
    Ich versuche mir einzureden das ich wenn er immer wieder zocken geht auch unglücklich bin, also kann ich jetzt auch unglücklich sein wenn wir uns trennen. Unglücklich darüber oder unglücklich über das andere ist ja auch egal...diese ganzen Gedanken immer nur an ihn, wie es jetzt wird. Ich halts nicht aus.

  9. #29
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    Ach AK, ich weiß gar nicht, was man dir da raten kann. Er versucht dich jetzt auch unter Druck zu setzen. Laß Dich aber nicht unter Druck setzen. Warum läßt er sich nicht einfach krank schreiben und macht eine stationäre Therapie , also er erkundigt sich, wann er die machen könnte und wird dann ganz normal für diese Zeit krank geschrieben. Machen doch so viele. Ob ich den Job aufgeben würde, vielleicht nicht,denn zocken gehen kann er auch,wenn er diesen Job nicht mehr hat. Ich würde mit dem Chef sprechen, damit er regelmäßig an den Gruppen teilnehmen kann. Und wegen dem Geld. Er kann mit seinem Geld machen, was er will. Du kannst es ihm nicht zuteilen, wenn er das nicht will. Ist hart, aber er ist ein erwachsener Mann. Einigt Euch auf eine Summe, aber so, daß du nicht in finanzielle Not gerätst, falls er das verspielt. Ich weiß echt nicht, was da richtig und da falsch ist. Ob du dich trennen sollst oder nicht. Das ist wirklich Deine Entscheidung. Aber einst sollst du wissen, egal, wie du dich entscheidest, hier hast du immer Menschen, die Dir zuhören. Nur Entscheidungen musst du selber treffen. Ich drück Dich in Gedanken. Laß es Deine Kinder nicht so merken, wie traurig du bist.

  10. #30
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    Nachdem ich ihm die SMS schrieb, schrieb er das dann wohl alles gesagt ist. Das ich fair bleiben soll er täte es auch. Auf meine Antwort das es schade ist das eine Frau, Kinder und zwölf Jahre Ehe gegen Automaten verlieren schrieb er nur das wäre meine Sicht der Dinge.
    Für ihn ist in dieser Situation wieder klar, er hat kein Problem, ich rede ihm eins ein. Das merkt man an der Art seines Schreibens. Er wird seinem Chef nicht reinen Wein einschenken, sich stationär behandeln lassen oder sonst was. Ich kann das jetzt so hinnehmen, betteln das er bei mir bleibt oder es durchziehen.

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