Wie schon erwähnt haben wir mit unserem Therpeuten gesprochen. Ich habe nun auch wieder Post bekommen von den Schwiegereltern. Diese haben jetzt ganz offen mit ihrem Sohn über die Sache gesprochen und das wir auch der Meinung sind, daß unsere Steffi hilfe braucht. Ihm fiel ein Stein vom Herzen, da er geglaubt hatte, daß wir ihr bis zum äußersten beistehen und sie von ihm wegholen, weil sie einfach weglaufen will. Da wir ja die Eltern sind, hätten wir das auch so gemacht,aber wir sind ja selbst davon überzeugt, daß es ein Fehler wäre, wenn sie wegläuft. Sie liebt ihren Freund und weiß scheinbar nicht was sie machen soll und da will sie halt zu uns. Aber es würde sich hier nichts für sie ändern.
Die Schwiegereltern und Jens haben nächste Woche eine Beratungsgespräch bei einer Suchtberatungsstelle und wir alle wollen versuchen, daß sie eine stationäre Therapiemacht. Aber wie sagen wir ihr das. Die Schwiegereltern und Jens wollen es ihr dann nach dem Beratungsgesräch sagen und auch gleich einen Termin machen mit der Beratungsstelle, so daß Steffi dort hin kann. Sie wird es aber nicht einsehen und sich dann an uns wenden. So nun kommt das beschissene. Wir müssen ihr inden Rücken fallen und haben Angst
davor. Wir müssen ihr sagen,daß wir sie bei den Umzugsplänen nicht unterstützen werden. Allein kann sie das nicht, weil ihr die finanziellen Mittel fehlen. Die eigenen Eltern fallen ihr in den Rücken. Das kotzt mich schon an, aber anders gehts ja nicht. Sie wird dann merken, daß wir alle schon Kontakt hatten wegen dem Problem, nur sie wußte nichts davon.
Was ist, wenn sie ausflippt, das wird sie. Sie wird mit niemanden mehr sprechen, wird uns beschimpfen. Eventuell haut sie ab zu ihrer richtigen Mutter, was eine Katastrophe wäre. Dann müßten wir handeln und den Kleinen per Jugendamt schützen. Wir müßten sogar Jens unterstützen, weil er dann besser sich um den Kleinen kümmert und seinen Eltern. Sie müßte alleine weg. Ihre richtige Mutter ist Alkoholikerin und den ganzen Tag betrunken. Dort herrscht häusliche Gewalt. Ihr jetziger Mann schlägt sie. Da können wir doch nicht mit ansehen, daß Steffi mit dem Kleinen dort hin zieht. Ach, wenn sie es doch einfach nur einsehen würde, daß sie Hilfe braucht. Wir sind alle ganz schön durcheinander. Wir wollen ihr auch keine Vorwürfe machen. Na mal sehen, was bei der Beratungsstelle rauskommt.





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