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Thema: Themenchat "Dissoziative Störungen"

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  1. #1
    Mitglied SuS e.V. Administrator
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    Standard Themenchat "Dissoziative Störungen"

    Liebe Mitglieder und Mitleser,

    am Sonntag, den 27.09.2009, ist um 20 Uhr ein Themenchat mit dem Überbegriff Dissoziative Störungen !
    Wie immer dauert der Chat etwa 2 Stunden, was bedeutet, solange wird moderiert - natürlich kann auch um 22 Uhr noch weiter gemacht werden.

    Ort: Themenchatraum und wer sich nicht für das Thema interessiert, der sollte nicht dort hinwechseln, nur weil da paar Leute zum chatten sind

    Für die Moderation sind jeweils die zuständigen Teamis aus dem gleichen Board im Forum verantwortlich.
    Das bedeutet, wir werden nun wieder regelmäßig jeden Monat einen Themenchat machen, jeweils als Thema unsere Fachforen im Hauptbereich.

    Wäre schön, wenn sich einige dazu entschließen könnten, weil wir ja wirklich versuchen wollen, euch auch was im Chat zu bieten.
    Zudem nehmen sich auch einige Leute aus dem Team da die Zeit, bereiten das auch noch vor und da ist es schon toll, wenn dann auch Besucher in den Chat kommen

    Umfragen wie früher sparen wir uns, oft hat es eh nicht gepasst und die Leute kamen doch nicht
    Natürlich kann man trotzdem hier sagen, hey, ich komme am Sonntag.

    Derzeit kann man noch Fragen für ein eventuelles Interview posten, es würde sehr helfen, wenn da noch einiges an Fragen kommen würden

    Interview ==> Dissoziative Störungen

    LG Franz

  2. #2

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    Standard

    huhu Franz,

    meine Fragen kann ich ja dann im chat stellen, denn wie du weißt, fällt mir ja nie etwas alleine ein. ;-)
    Sollten sich die anderen natürlich hier noch blicken lassen von uns, habe ich ihnen schon geschrieben, dass sie diese auch vorab hier reinstellen können.
    Aber du weißt ja noch aus der Vergangenheit, dass erst dann meistens Fragen bei uns auftauchen, wenn uns wirklich etwas intressiert.
    Werden uns wahrscheinlich eher zur Verfügung mit halten, im Falle von euch weiß mal einer keiner Antwort, doch wo wir sie wissen.

    LG Johanna

    LG Johanna

  3. #3
    Mitglied SuS e.V. Administrator
    Themenstarter

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    Standard

    Nur zu, das heißt also, dass du für den Chat zusagst

    LG Franz

  4. #4
    Verlorene Seele

    Standard

    Also, ich werde auch im Chat sein und mitfragen so ist es ja nicht (einem fallen ja die meisten fragen ein wenn man grad so schön dabei ist )

    Lg
    Nessy

  5. #5

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    Standard

    Huhu Franz,
    aber mit Sicherheit. Wenn es schon einmal um ein Thema geht, wo ich nicht nur mitlesen kann, wie kannst du da denken, dass ich mich da fern halte.
    Habe doch schon extra das ding hier eingestellt, dass ich erinnert werden möchte.
    Zur Sicherheit ist ein Vermerk hier auf unserem Schreittisch und auch noch einer in unserem online TGB.
    Und damit wirklich nichts schief geht, hat amanda einen extra großen Zettel nur für mich allein, schon von Innen an die Zimmer Tür geklebt, dass sich ja keiner wagen soll, am kommenden sonntag mich an meiner chat Zeit zu hindern.DDD

  6. #6
    Julchen

    Standard

    Mal ne ganz eigene Idee ...

    Frage von mir, die ich diesen Chat für euch moderieren möchte

    Habt ihr Anregungen, und Wünsche, wie ihr euch den Chatverlauf vorstellen würdet?

    eine über jede Anregung dankbare
    Jule

  7. #7
    Julchen

    Standard

    Zum Themenchat Dissoziation , am 27.9.09 von 20.00 Uhr bis 22 Uhr




    Hallo ihr, nun da leider das Interview ausfallen musste, dachte ich ich geb euch mal einen kurzen Einblick ins Thema, freu mich auf den Themenchat am Sonntag, und über euer zahlreiches Erscheinen

    ... und auf zwei Stunden anregender Diskussionen


    LG Julchen




    .. ein bisserl Theorie


    Eine Dissoziation stellt eine Abwehr- und Bewältigungsstrategie dar, vor ansonsten zu schwerwiegenden Gefühlserfahrungen.


    Das Ereignis, und das dazugehörige Gefühl werden voneinander gespalten.


    Zu dissoziativen Störungen zählt man

    • dissoziative Amnesie
    • dis. Fugue
    • (psychogene) Bewegungsstörung
    • dis. Krampfanfälle
    • dis. Indentitätsstörung = Multiple Persönlichkeitsstörung



    weitere nicht weiter klassifizierte dis . Phänomene



    • Derpersonalisation.... Veränderung der Selbstwahrnehmung, das Gefühl fremd zu sein, im eigenen Körper. Körpergefühle und Sinneswahrnehmungen sind gestört. Es scheint, als wenn man sich selber von außen beobachtet. Trotzdem erfolgen angemessene Reaktionen auf die Umwelt.


    • Derealisation ….Gefühl der Unwirklichkeit. Die Unwelt wird als fremd, verändert wahrgenommen.

    Die beiden Phänomene treten selten isoliert auf, meist als Symptom anderer Störungen (zB der Panikattacke)


    • Licht- und Geräuschempfindlichkeit
    • Tunnel- oder starrer Blick
    • Gefühle, der Körper fühlt sich breiter an, exoandiert
    • Gefühle, der Körper schrumpft ein, ist winzig proportioniert
    • Zeitverlust – Erinnerungslücken
    • stationäre Gegenstände scheinen sich zu bewegen


    Solcherlei Abwehr birgt die Gefahr, das sich grundlegende Veränderungen des Selbst- und Identitätsgefühles entwickeln.
    Störungen der Funktionen des Gedächtnisses, und der Selbst- und Umweltwahrnehmungen können entstehen.

    Auch bei Disoziationen gibt’s den schon fast normalen Bereich, bis hin zu schwerwiegenden pathologischen Dissoziationsstörung.

    NORMAL < DISSOZIATION > pathologisches Dissoziationsphänomen


    Es werden drei Formen unterschieden


    PRIMÄRE Dissoziation ….. normale, integrative Gedächtnisanteile sind beeinträchtigt; isolierte Gedächtnisanteile entstehen
    Wiedererinnern/ Wiedererleben von belastenden Ereignissen = affektive, somato-sensorische, und visuelle Intrusionen (Bilder, Flashbacks, Alpträume)

    Sekundäre/ peritraumatische Dissoziation ….. Bezeichnet Bewusstseinszustände, die vom Gefühl der Depersonalisation , bis zum Gefühl des Austretens aus dem eigenen Körper reichen.
    Das erlebende/handelnde Selbst spaltet sich ab, vom beobachtenden.

    Tertiäre Dissoziation ….. stellt eine Reaktion dar, auf immer wieder kehrende traumatische Ereignisse.
    Als Resultat werden mehrere verschiedene Persönlichkeitsanteile ausgebildet, die ganz verschiedene Muster auf affektiver, kognitiver, und der Verhaltensebene ausbilden.

    Dies stellt die schwerste Form der dissoziativen Störung da, die dissoziative Identitätsstörung, oder auch Multiple Persönlichkeitsstörung.


    Im therapeutischen Bereich wird die Fähigkeit des Menschen dissoziieren zu können aber auch genutzt, als therapeutische Technik eingesetzt ….


    Durch Dissoziation soll ein wegkommen erreicht werden, vom identifizierten Erleben, auf die Metaebene (Metaposition).
    Sich selber von außen betrachten, um Gefühle, oder mentale Vorgänge wertfrei beobachten zu können.

  8. #8
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    Standard

    Hallo Julchen, ich habe etwas Angst davor. Daß ich an Dissoziationen leide, ist mir nun seid ein paar Wochen bekannt und wurde noch richtig verstärkt durch die theoretische Einführung von Dir. Ich war noch nie in einem Chatroom.

    Das Thema interessiert mich wirklich. Macht ihr eine Zusammenfassung, die man sich dann als Hilfe und Leitfaden ausdrucken kann. Wäre für mich eine Hilfe. Lg. Tine

  9. #9
    Julchen

    Standard

    Tine, wir fresse dich nicht, trau dich einfach, je mehr Leute zum Reden da sind, desto besser der Austausch ....

    bis morgen freu mich
    LG Julchen

  10. #10

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    Standard

    Hallo zusammen,

    hm, irgendwie bin ich gerade vom ganzen Therad hier etwas irritiert.
    Ich dachte ihr hättet hier einen Therapeuten (oder einen anderen Gast arrangiert) der an diesem Abend teil nimmt. Also auf unsere Fragen eingehen könnte, da er sie aus seiner eigenen Arbeit kennt. Zumindest klang das am Anfang des Therads noch so für mich danach.
    Doch gerade finde ich den Therad wieder, lese die ganzen neuen Nachrichten und bin nur noch verwirrt.

    Gut das alles was Franz hier netter Weise reingeschrieben hat, ist auch richtig, doch das alles ist nur die theoretische Form, die jeder dissozierende auch in den Fachbüchern finden kann. Doch die Realität sieht niemals so aus. Ich weiß es, denn ich mache bereits seid 10 Jahren diese anstrengende Therapie . Menschen, die mich in diesem Forum noch von früher kennen, wissen, wie ich damals in meinen Anfängen war. Ich stellte alles in Frage. Ich zweifelte an allem gelesenen und gehörten, denn erst einmal wollte ich doch nur ich selbst sein. Doch das jetzt am Sonntag, was ihr jetzt hier angestrebt habt, hat für mich irgendwie gar nichts mit einem Interview zu tun.
    Entweder verstehe ich gerade nicht mehr meine eigenen Gedanken, oder aber, ich verstehe es nicht.

    Wie kann ich Fragen an einen Admin stellen, der sich zwar zu DISS/ MPS belesen hat, gut rechachiert hat, jedoch noch nicht erfahren konnte, wie es ist so zu leben, wie Menschen mit dieser Störrung?

    Wie soll dieser Chatmoderator auf unsere Fragen eingehen können, wenn er noch nie die Realität kennen lernen musste?

    Wie kann er uns erklären, wenn er selbst noch nie in einer EMDR war, was Menschen mit dieser Spaltung dort tatsächlich erwartet?

    Alles gerade sehr wirr in mir und auch die anderen hier sind gerade ziemlich... ja weiß nicht wie ich das sagen/ schreiben müsste...

    Ja, ich fehlte lange hier, da habt ihr Recht. Doch wisst ihr, in dieser Zeit durfte ich verschiedene Sachen real erleben, nicht weil ich es wollte... NEIN, weil wir mussten, weil wir sonst unsere realen Kinder verloren hätten.

    Doch dieser Chat, so wie er jetzt stattfinden soll/ kann/ wird, wird einige nur zurück werfen, andere vielleicht nur irritieren... und wieder andere, wird er verunsichern.
    Sorry, wenn ich euch das hier ehrlich schreibe, aber wir haben es durch, durch unsere eigene Zeit.
    Schade, dass wir zumindest eine andere Vorstellung von diesem Chatabend hatten, als wahrscheinlich andere die mit ihrer Störrung vielleicht noch in den Anfängen stecken.

    Wollte das gerade nur mal los werden, was mich gerade hier so beschäfftigte, auch wenn ich jetzt mit einer anderen Vorstellung an diesem Abend kommen werde. Bitte nicht böse sein, aber unsere Devise ist, Angst / Wut/ Frust usw. heute nach jahrelanger Therapie lieber raus zulassen, als mit diesen ins Innere abzutauchen, wo es der Host mehr schaden könnte, als wenn man es seinem Gegenüber mitteilt, wie man selbst gerade empfindet.

    Sorry sagt Johanna mit Anhang

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