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Thema: Wirklich Wollen

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  1. #1

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    Standard Wirklich Wollen

    Guten Tag ihr Lieben,

    ja, ich komme mit einem Thema an, dass mich zurzeit eben viel beschäftigt und es kann auch sein, dass ich manche deshalb schon nerve :O

    Ich wollte fragen, wie es bei euch war.
    Es kommen mal wieder Zweifel auf und ich wollte erfahren wie es bei euch war/ist.

    Therapie - ein harter Kampf an sich selbst.
    Ein Kampf den man nur führen kann, wenn man es wirklich Will.

    Ja genau darum geht es.
    Kann man 100% sagen, dass man davon los will. Von dem was einen plagt. Denn man hat sich ja eine eigene Welt aufgebaut, mit den verschiedensten Verhaltensweisen.
    Und das soll man alles aufgeben, das was einen die letzten Jahre begleitet hat.
    Als ihr eine Therapie angefangen habt, wolltet ihr es aufgeben (sei es SVV , Drogen, Alkohol , ES, ....) wolltet ihr weg von diesem Zeug oder wolltet ihr, dass es euch besser geht.

    Vielleicht at es bei mir noch nicht klick gemacht. ICh denke immer, ich kann das nicht loslassen, ich kann doch das selbst verletzen nicht loslassen wenn es das war, was mir in so schweren Stunden geholfen hat.
    Vielleich tist das nicht der richtige Start. Vielleicht muss ich es erst richtig wollen.

    Wolltet ihr es. Wolltet ihr das loswerden was euch etwas bedeutet hat oder wolltet ihr ein besseres Leben?

    Ich wür dmich sehr über Antworten freuen und es tut mir leid, wenn ich mitlerweile mit der ganzen Therapiesache jemanden auf die Nerven gehe :O

    Liebe Grüße, schönen Sonntag
    Zyna

  2. #2

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    Hallo Zyna,

    bei mir gings in erster Linie darum, mit dem was ich bin besser umzugehen, sicherlich auch ein paar Verhaltensweisen abändern zu können.

    Aber alles in allem gehts bei ner Thera ja nicht um Gehirnwäsche...-

    Somit wollte ich immer der bleiben der ich bin, nur eben mit mehr Verständnis zu mir selbst...

    LG von nick

  3. #3

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    Standard

    naja, ich habe Tehrapie angefangen, weil ich gemerkt habe, dass ich mit Heroin aufhören muss.
    Sonst wäre ich früher oder später richtig abgesturzt, ich bin keine reiche Erbin und habe keine Millionen auf die Konto, Heroin täglich ist teuer, also ist Absturz vorprogrammiert.

    Also das mit harten Drogen will ich ändern, ich will nicht mehr von irgndwelchem Stoff abhändig sein.

    Wie es mit ES aussieht, das weiss ich noch nicht, sie war jahrelang meine treue Begleiterin, immer, wenn ich zugenommen habe, habe ich mir gesagt: "das kannst du wieder runterhungern/runterkotzen"
    Und wenn ich das nicht mehr kann? Bleibe ich dick?

    SVV will ich um jeden FAll aufgeben, samt meiner Wutanfällen, bei mir kommt es zu SVV nicht aus seelische Schmerzheraus , sondern aus Wut. Bekomme ich meine Wut unter Kontrolle - wird es auch mit SVV aufhören

  4. #4

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    Standard

    Hallo Zyna,

    anfänglich hatte ich immer gedacht, ich brauche niemanden, ich will mit allem alleine klarkommen.
    Ich denke, man redet sich das ja auch selber schön: "alles ned so schlimm, wird schon wieder"

    Was tut man, wenn man sich ein Bein bricht? Und was tut man, wenn die Seele leidet? Ich finde das sehr schade, dass in unserer Gesellschaft eine Therapie immer noch nicht als etwas Starkes, das Mut erfordert, anerkannt wird. Nein, immer noch wird hinter vorgehaltener Hand drüber geredet. Immer noch hat, man das Gefühl, man muß sich rechtfertigen, ist zu schwach, selber klar zukommen. Ich bin für nen Wandel des Ganzen. Damit es normal wird, zum Thera zu gehen, wie wenn man zum Arzt geht, wenn man ne Grippe hat...

    Es ist aber auch schon in den Medien mehr präsent, also ich hoffe, es wird darüber immer mehr geredet.

    Weißt Du, so ne Therapie , in der kannst auch Du das Tempo bestimmen. Was Du erzählen willst, und man muß nicht, kann aber viel
    Diese ganzen Sachen, die bieten Dir ja nur ne Art "falsche Sicherheit", die Du dann gegen was Neues eintauschst. Das muß ja auch nicht hoppla die hopp gehen. Mußt nicht alles von einem Tag auf den andren ablegen. Kannst Dir genug Zeit lassen. Muß sich alles erst entwickeln. 100 % alles loswerden...naja...das geht ja auch nicht...Gibt ja zuvieles was zu tief sitzt. Stells Dir nicht ganz so komplex vor. Ein Ding nach dem andren....

    Hab auch z.B. gelesen, dass eine Depression (also jetzt allgemein als Beispiel)
    die nicht richtig ausheilt, im Leben immer wieder kommt. Kann dann auch sein, dass die Depression zuerst mal abklingt, später aber im Leben wieder auftaucht, da sie einfach nicht richtig bearbeitet wurde.
    Ich seh das schon bei mir so, hätte ich früher mehr Hilfe gehabt, hätte ich mir einiges ersparen können. Also demnach, besser jetzt Hilfe, denn irgendwann holt es einen eh
    wieder ein....

    @Gia: Wie meinst Du das, Deine SVV kommt nicht aus dem Schmerz heraus, sondern aus der Wut? Ist nicht die Wut ein Resultat aus dem Schmerz? Bzw. irgendwo her aus seinem Inneren kommt ja die Wut, hat also einen Grund.

    lg

    eternal

  5. #5

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    hallo Zyna,

    Ich wollte raus aus dem Sumpf der Drogen, der Scene, der Beschaffungskriminalität, der Unehrlichkeit, der Krankheiten, der Geldnot, des sozialen Absturzes,... Ich wollte endlich (wieder?) ein "normales" Leben führen und Verantwortung dafür übernehmen.

    Ich habe das Dope bisher nicht eine einzige Sekunde lang vermisst oder ihm nachgetrauert.

    Ich hatte weniger drüber nachgedacht, was ich aufgeben würde, als eher über das, was ich bekommen würde, bzw. nun auch habe.

    ich kann doch das selbst verletzen nicht loslassen wenn es das war, was mir in so schweren Stunden geholfen hat.
    Zyna, du solltest rausfinden, was genau dir dein Leben bisher so erschwert und schauen, wie du das ändern kannst. Eine Therapie macht wirklich nur dann Sinn, wenn man auch wirklich will, da man nur dann richtig mitarbeitet. Erkenne deine Verhaltensweisen, änder die, die dir dein Leben unnötig erschweren und gib dir selbst die Chance, deine Einstellung einigem gegenüber zu ändern, denn sie ist es auch, die dich immer wieder Dinge schwerer nehmen lässt als wahrscheinilch nötig ist.

    LG, alive

  6. #6

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    hi Zyna,

    ich bin seit 7 Jahren dabei Therapie zu machen.

    Ich hatte das große Glück, mit zwei superguten Theras zu arbeiten.

    Für mich war das irgendwie "selbstverständlich" Therapie zu machen.
    Nur...... jedesmal wenns mir dreckig ging, fragte ich mich,
    warum mache ich das Alles???
    Warum nehme ich diesen harten Kampf immer und immer wieder auf?

    Hildegard Knef hat mal gesagt:

    Es gibt nur zwei Wege mit dem Alter fertig zu werden:
    1. ich bringe mich um
    oder
    2. ich gehe dadurch

    Das habe ich auf meine Situation übertragen und hab 2. gewählt.

    ICH GEHE DADURCH!!

    Ich gehe dadurch, weil, und das ist das Wichtigste daran,
    ich den Hoffnungschimmer habe, nach dieser schweren Arbeit wird es mir besser gehen!

    Lieben Gruß

    Libellchen

  7. #7
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    Hallo Zyna,

    es ist eine wichtige Frage und ich denke nicht, dass du irgendjemanden damit nervst. Mich zumindest nicht!

    Also, als ich mit der ambulanten Thera angefangen hab, da wollte ich einfach nur, dass es mir besser geht, dass ich vieles endlich irgendwie verarbeiten kann. Die stationäre hab ich mehr oder weniger unfreiwillig gemacht, nach meinem Suizidversuch war ich ja zwangseingewiesen und in der gleichen Klinik gibt es auch eine psychotherapeutische Station. Zu dem Zeitpunkt der Einlieferung war mir wirklich alles egal und so hab ich es gemacht, so nach dem Motto "Wenn ich denn schon mal da bin...". Aber ich muss sagen, ich bin inzwischen sehr sehr froh, dass ich die stationäre Thera gemacht hab.

    Aber es ist auf alle Fälle so, man muss schon wirklich wollen, denn so eine Thera ist wirklich harte Arbeit und sonst steht man es nicht durch!

    Liebe Grüße
    rose

  8. #8

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    Standard

    Naja ich hab damals angefangen weil ich wollte dass es mir besser geht. Was das letztlich bedeutet hat war mir auch nicht klar. Mir war ja nicht mal klar, dass ich Dinge an mir ändern muss ganz am Anfang. Naja und so jetzt im Nachhinein find ich den Weg für mic hauch ok. Ich hab halt erstmal angefangen und dann nach und nach begriffen. Und ich denk wirklich, dass es schwer ist Dinge los zu lassen die man schon ewig lang kennt, selbst wenn diese Dinge eigentlich nicht gut sind. Kann dich da echt verstehen, mir gehts grad so ähnlich, weil ich irgendwie was vermisse jetzt wo ich so vieles losgelassen hab. Aber irgendwann im Lauf der Therapie hab ich mich dann immer wieder entscheiden müssen ob ich was ändern will. Aber ich hab nie alles gleich aufgeben/ändern müssen oder können. Den Druck braucht man sich glaub ich auch nicht zu machen wenn man mit ner Thera beginnt. Jetzt inzwischen hab ich vieles geändert, SVV , zwischenmenschliches usw. ES is immer noch da, da bin ich auch noch nicht bereit. Aber trotzdem mach ich Therapie . Arbeite eben an den Dingen, zu denen ich bereit bin. Und für meine Therapeutin ist das ok, sie drängt mich auch zu nichts...

    Liebe Grüße, Ragazza

  9. #9
    Minun

    Standard

    Hi Zyna,

    es ist schon so viel Gutes gesagt worden jetzt. Hm, das Einzige was ich noch sagen möchte ist: Ich glaube man muss nicht 100 prozentig entschieden sein um mit ner Thera anzufangen, die Thera kann ja auch mit Dir daran arbeiten, dass Du zu Deiner Entscheidung kommst.

    GLG

    Minun

  10. #10
    f_s

    Standard

    Überleg dir einfach, was du alles machen kannst, wenn du das los bist. Also was das gleichzeitig für nie gekannte Freiheit bedeuten würde. Du musst dir einfach dieses"was wäre, wenn.." denken.
    Und dann schaust du, wie viel Aufwand die Therapie ist, und ob sich das im Vergleich für dich lohnt.

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