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Thema: Betreute Wohngruppe

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  1. #1

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    15.07.2006
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    Standard Betreute Wohngruppe

    Guten Tag zusammen,

    so,... langsam geht mein stationärer Aufenthalt zu Ende und für danach, hab ich noc so gut wie keine Pläne.
    Bin etwas ratlos und hab Angst vor der Zeit danach.

    Habe mir nun Gedanken gemacht, ob es vielleicht sinnvoll wäre in eine betreute Wohngruppe zu ziehen.
    Da ich die Befürchtung habe, danach so richtig auf die Schnauze zu fallen. Das heißt, dass ich wieder des öfteren zum Alk greif, das ich ein erlentes, akzeptables Essverhatlen wieder über den Haufen werf und zu allem Greif, was mich einen Moment aus dem Alltag holt und das will ich nicht!

    Deshalb denke ich, brauch ich danach noch unterstützung und da kam mir eine solch ebtreute WG in den Sinn, nur leider hab ich keine wirkliche Vorstellung wie sowas abläuft (hab zwar hier noch einen Termin mit einer Sozial-Dingens-Frau, aber würde gern was von "Betroffenen" mit Erfahrung hören) und deshalb wende ich mich an euch.
    Bisher hab ich eigentlich nur schlechtes gehört .. *Seufz*

    Was habt ihr für Erfahrungen, ob positiv oder negativ?!

    Lieben Gruß
    Zyna

  2. #2
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    Standard

    Hallo Zyna,
    zum Thema betreutes Wohnen kann ich Dir ein paar Worte sagen, da mich die Ämter schon seit ein paar Jahren in solch eine Einrichtung stecken wollen.
    Erst einmal grundsätzlich, natürlich gibt es verschiedene Arten der betreuten Wohngruppen. Die Idee, die aber hinter all diesen WGs steckt ist einfach die, daß eine Bezugsperson , die eigentlich auch Vertrauensperson sein sollte, zu gewissen Zeiten in dieser Gruppe present ist.
    In besseren Gruppen ist rund um die Uhr jemand da. Problematisch wird es, wenn man sich mit dieser Bezugsperson nicht versteht.
    Oft, und deshalb wehre ich mich so dagegen, gibt man auch ein großes Teil an Selbstbestimmung ab. Auf der anderen Seite kann das in bestimmten Bereichen und zu gewissen Zeiten hilfreich sein.
    Gibt es für dich vielleicht die möglichkeit, mit jemanden von deinem stat. Aufenthalt, ein oder mehrere solcher WG makl zu besuchen und reinzuschnuppern? Da könntest du ja mit den Anderen mal reden, und hören, wie es denen in dieser WG geht.

    Egal, welchen Weg du einschlägst, ich wünsche dir, daß es der richtige ist, und die Kraft, ihn weit zu gehen

    dunge

  3. #3
    Julchen

    Standard

    Hey Zyna,

    für mich klingt das nach einer ganz tollen Idee.
    Ich selber habe keine Erfahrungen damit, aber ich kenne einige die sowas gemacht haben, bzw.noch machen.

    In der Regel wohnst du mit anderen zusammen, wie in einer WG, aber es ist eben auch oft ein Sozialpädagoge anwesend, oder zumindest immer erreichbar....
    Es finden Gruppengespräche und Therapie statt, erkundige dich mal, kannst auch mal googeln.

    Hier in München bieten verschiedene Oganisationen das an. Die ich von früher kannte, waren alle bei ANAD und da auch sehr zufrieden.

    Die Ex von meinem Exmann ist auch nach der Klinik, in eine betreute WG gezogen, am Ostbahnhof.
    Sie bringt mir am Sonntag M. wieder, dann frag ich sie mal ok

    LG Julchen

  4. #4
    Carryon

    Standard

    Hallo Zyna,
    ich schließe mich Julchen an, ich denke das ist im moment bestimmt eine gute Lösung für Dich und muss ja nicht für ewig sein. Aber gerade direkt raus aus dem stationären kommt bestimmt ne Menge gleich wieder auf Dich zu. Da wäre es bestimmt nicht schlecht Ansprechpartner in der Nähe zu haben. Wichtig ist natürlich das Du Dich in der Gruppe wohl fühlst und ganz wichtig wie Dunge auch schon meinte das Du mit der Vertrauensperson auf einer Wellenlänge liegst. Ich würd an Deiner Stelle erst mal versuchen reinzuschnuppern, Dich mit den Bewohnern unterhalten und sehn wie Die sich dort fühlen. Alles liebe Dir, Carry

  5. #5

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    Hi Zyna,

    also ich war von März05-Dez05 in betreutem Wohnen in einer mir fremden Stadt, und ich muss ehrlich sagen, mir hat es überhaupt nicht gefallen. Die Bevormundung durch die tagsüber anwesenden Soz.Päds hat mich schon ziemlich aufgeregt. So übel wie ich es mir da mit Haschisch besorgt habe, habe ich es mir fast noch nie besorgt. Bin auch mit meinen Mitbewohnern nicht sonderlich gut klar gekommen. Das war eine bunte Mischung aus Schizofrenen, Schmerzpatienten und Deprigeplagten. Da waren Leute dabei, die einem wegen jeden Mist bei den Soz.Päds angeschissen haben. Gut dass ich damals noch in einem Tagwerk gearbeitet habe, also wo nur psychisch Kranke arbeiten. Da habe ich wirklich gute Freunde gefunden, mit denen ich auch außerhalb der WG des Öfteren was unternommen habe. Habe z.T. noch heute Kontakt mit denen. Aber vorrübergehend ist das vielleicht keine schlechte Lösung. Ich bin damals direkt nach meinem einzigen stationären Aufenthalt in einer Nervenklinik dahingegangen. Hab mir das von den Leuten in der Klinik aufschwätzen lassen. Im Nachhinein war es auf jeden Fall ein Fehler. Ich persönlich würde da auf keinen Fall mehr hingehen. Höchstens ich wüsste nicht, wo ich sonst hingehen sollte.

    mfg
    kara

  6. #6
    unbekannt_1

    Standard

    hallo zyna, ich war damals für kurze zeit in einer betreuten frauen-wg. auch wenn es für mich letztlich nicht gepasst hat, so war es doch den versuch wert. niemand wird es vorher wissen ob es passen kann. sie können einen unterstützen. bei mir gab es zwei bezugsbetreuer welche einmal in der woche nen festen termin mit mir ausgemacht haben. hatte meinen eigenen bereich (also wie ne eigene kleine wohnung mit bad und küche). hatte dennoch immer die möglichkeit mit anderen dort wohnenden in kontakt zu treten wenn es mir nicht gut ging. hatte auch lange später noch mit ein zwei leuten von da kontakt.

    probier es aus wenn du eine wg findest die für dich passen kann.

    lg keks

  7. #7

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    hallo zyna,
    ich war damals direkt nach stat. therapie auch in betreutes wohnen. es hatte seine vor- aber auch seine nachteile für mich.
    vorteile: -ich war nicht von heut auf morgen komplett allein
    -1xmal pro woche hatten wir eine zusammenkunft aller, um zu reden wie es einem geht, was es für probleme gibt
    -es wurden stichprobenartig alk-tests und uk´s gemacht
    -konnte mit meinen mitbewohnern auch mal was unternehmen
    -ja es war halt irgendwie noch ne "halbe käseglocke", wenn du verstehst

    nachteile:-ich war die einzigste frau unter 5 männern
    -musste irgendwelche machenschaften und rückfälle mitbekommen, die mir dann des hirn gefickt haben, wiel da wohnten ja nur drogisten....
    -ich hatte wirklich nie meine ruhe
    -es gab immer stress wegen des haushaltes

    ja aber allgemein war es schon für mich rihctig gut. ich war da 3 monate und konnte mich in der zeit en stück weit an die normalität gewöhnen im geschützten rahmen....
    und wie unbekannt_1 gesagt hat, man kann es vorher nie wissen, wie es wird ;-)

    LG

  8. #8
    Themenstarter

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    Standard

    Hui, guten Tag zusammen,

    herzlichen Dank für die vielen Antworten. Meine kommt dafür etwas später.
    Bisher habe ich auch gemischte MEinungen gehört und auch in der Zwischenzeit mir eine solche therapeutische Wohngruppe angeschaut. Den Eindruck, den ich dort vermittelt bekommen hab, war eigentlich recht gut.
    Mal schaun, was da noch kommt. Da wären ab Oktober zwei Plätze frei...
    Naja... wenn jemand nichts zu tun hat, kann er ja mal Daumen drücken

    Schlussendlich, wie hier auch schon erwähnt wurde, muss ich die Erfahrung wohl selbst machen.
    Aber danke, dass ihr mir einen Einblick in die Sache gegeben habt!

    Wünsch euch nen ruhigen Sonntag
    Gruß, Zyna

  9. #9
    Themenstarter

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    Standard

    Schwieriges Thema und scheint ein wenig Hoffnungslos.
    Hab mich nun bei ein paar beworben und Termine bei Caritas hinter mir, wo es eben um eine therapeusiche Wohngruppe geht.

    Heute die erste sichere Absage. Mit der Begrüundung, ich bräuchte ne intensivere Wohngruppe, mit mehr Struktur .. bla bla bla. Ist nicht einfach
    Es zieht sich so ewig bis ich eine Antwort bekomm, bis sich was entscheidet. Ich frage mich, woher ich die Kraft nehmen soll, dabei will ich doch endlich eine doofe Veränderung ...

    Musste nur grad irgendwie raus.
    Würde jetzt denke ich gern ne Runde heulen, aber irgendwie hab ich schon wiedr gelungen alles Gefühle weggeschoben und nur nen doofen Druck in mir.

  10. #10

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    Hi Zyna,
    tut mir leid für die Absage. Aber Kopf hoch, wirst bestimmt noch was passendes finden, drück dir die Daumen 3Gut Ding brauch Weile!Haste noch andere Bewerbungen laufen?

    Aber ich kenn das mit dem innerlichen Druck und der Ungeduld, ich denk das ist en typisches Merkmal von uns. Mir hilft dann Bewegung, meinetwegen auch mal nur 10 min. voll den Puls hochtreiben. Naja gut, soll ja net so gut sein fürs Herz, so von 0 auf 180, aber danach ist der Druck erstmal bissel weg. Aber dieser Tip, weisste bestimmt slebst...hm.

    Liebe Grüße, pInK

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