Dannach fing ich halt an, mir
Tavor 
und
Diazepam 
einzubauen, was mir natürlich sehr viel gebracht hat. Doch nachdem ich dreimal kalt entzogen hatte, war ich körperlich und geistig so am Ende, dass ich oft tagelang nur noch geheult habe und sowas wie einen Dauer-Burnout hatte.
Da ich aber trotzdem noch leistungsfähig bleiben wollte, begann ich damit, mein Medikinet (=
Ritalin 
- für die Laien

) regelmäßig überzudosieren.
Ich zog es mir durch die Nase und ab einer bestimmten Dosis fühlte es sich wirklich an wie
Koks 
.
Zwei Wochen war ich dann nur noch auf Medikinet, schlief, aß und trank fast nichts mehr, bis ich nicht einmal mehr meinen Alltag bewältigen konnte und ich schon fast ernsthafte paranoide Zustände bekommen habe.
Ich meldete mich daher auf Entgiftung an und da Medikinet ja unter's BTMG fällt, musste ich auf eine Drogenentzugsstation.
Dort lernte ich natürlich die "richtigen" Leute kennen und da ich zu dieser Zeit am liebsten gestorben wäre, als diese grausamen
Depressionen 
noch weiter auszuhalten, tauschte ich einmal mit einem Mitpatienten meine Medikinet mit seiner
Subutex 
.
Es war also auf der Toilette einer Entgiftungsstation, in der ich mir meine erste Line
Subutex 
zog... (Das muss man sich erst einmal geben

) ...
Nach etwa 45 min sah die Welt dann plötzlich vollkommen anders aus und obwohl ich logischerweise wusste, wie gefährlich das Zeug doch ist, wollte ich diesen Zustand niewieder missen.
Was der Verstand sagte, spielte keine Rolle mehr, denn ich hatte einfach nicht mehr die Kraft dazu diese
Depressionen 
weiter zu ertragen.
Das
Subutex 
hielt mich davon ab, mir das Leben zu nehmen, was mir zu jener Zeit als das einzig erstrebenswerte noch auf dieser Welt erschien.
Aber da ich das meinen Eltern und meinem Freund nicht antun wollte, entschied ich mich letztlich für die Droge - womit ich im übertragenen Sinn meinen
Selbstmord 
nur aufgeschoben hatte...
Also blieb ich bei meinem
Subutex 
, besorgte es mir nach der Entgiftung regelmäßig auf dem Schwarzmarkt. Später kam Morphium mit dazu und dann auch Shore.
Aber da ich dann immer größere Mengen gebraucht habe und mir das einfach nicht mehr finanzieren konnte, überlegte ich mir, mir das Zeug intravenös zu verabreichen, um an Menge etwas zu sparen.
Diese Überlegung war dann letztendlich der Punkt, weshalb ich mich dazu entschlossen habe, wieder auf Entgiftung zu gehen.
Vielleicht könnt ihr jetzt verstehen, warum die Substi für mich der einzige Ausweg gewesen wäre...