Dana

    • [FONT=&quot]Dana, 31 Jahre alt, arbeitet seit einigen Jahren in einem großen Unternehmen als Abteilungsleiterin. Sie ist als Respektsperson bekannt, und keiner der Angestellten würde sich wagen, sich einer Anweisung von ihr zu widersetzen. Natürlich arbeitet sie nicht nur, sondern sitzt nach Feierabend gern in ihrer großen Wohnung mit den zwei Fluren und dem geräumigen Wohnzimmer und chattet gerne mit Freunden. Allerdings achtet sie immer darauf, dass sie nur unter ihrem Chatnahmen „Kuschelbärchen“ bekannt ist. Schließlich, das weiß sie, ist sie ja nicht die einzige, die sich im Internet so umguckt.

      Eines Tages wollte sie Feierabend machen. Wie üblich verschloss sie alle Schränke und machte sich auf den Weg zum Auto, als sie plötzlich von hinten einen Schlag auf ihren Kopf spürte. Die Welt wurde schwarz um sie herum.

      Als sie wieder aufwachte, traute sie ihren Augen nicht! Das konnte doch nur ein Alptraum sein! Sie war in einem Kinderzimmer, genauer, in einem Zimmer für kleine Babys. Das war deutlich zu erkennen an der Tapete mit den lustigen Teddys. Was sie aber am meisten erschreckte… Sie lag in einem Laufgitter und hatte so ein blödes weißes Riemengeschirr um. Dazu trug sie auch noch einen Strampler… und als sie aufstand, fühlte sie, dass ihre Beine von etwas Weichem weit auseinandergedrückt wurden. Sie konnte kaum stehen, geschweige denn gehen.

      Sofort fing sie an zu toben und versuchte, sich von den Riemen zu befreien. Die jedoch hielten der Attacke stand und lösten sich keinen Millimeter. Dafür aber fühlte sie, wie sich plötzlich Wärme zwischen ihren Beinen ausbreitete. Sofort war ihr klar, was passiert war. Sie hatte eingepullert.

      Nun kannte ihre Wut keine Grenzen mehr. Sie rüttelte wütend an den Stäben vom Laufgitter in der Hoffnung, dass die zerbrechen könnten. Den Gefallen aber taten sie ihr nicht. Weinend saß sie nun da und wartete, was nun passieren würde…

      Dana hörte, wie sich die Zimmertür öffnete. Sofort drehte sie ihren Kopf. Schließlich wollte sie ja wissen, wer da reinkam. Leider aber konnte sie ohne ihre Brille nur verschwommene Umrisse erkennen. Die Stimme aber klang irgendwie vertraut. Plötzlich bekam sie Angst. Das durfte doch nicht sein, dass ein Bekannter sie SO sah! Schließlich war sie doch die erfolgreiche Abteilungsleiterin! Was sollte werden, wenn bekannt würde, dass sie nicht nur einen Strampler anhatte, sondern auch noch die Windeln benutzt hatte, die sie trug? Das durfte nicht passieren.

      Die Stimme sagte leise: "Hab keine Angst, kleine Dana. Ich tue dir nichts. Leg dich noch etwas hin, sonst sind deine Äuglein nachher ganz müde. Nachher erfährst du alles."

      Dana glaubte ihren Ohren nicht zu trauen! Die Stimme bezeichnete sie als KLEINE Dana? Und wagte sich auch noch, sie zu duzen? Und verlangte, sie solle sich einfach so hinlegen? Und schlafen?

      Dana setzte zu einer Antwort an, als plötzlich die Stimme in scharfem Ton sagte: "Keine Widerrede! Hinlegen und den Nuckel in den Mund!"

      Vor Schreck pullerte Dana noch einmal los. Gehorsam aber nahm sie den Nuckel, der neben ihrem Kopfkissen lag und legte sich hin. Ganz leise wurde die Stimme, die ihr fremd und doch irgendwie vertraut war, als sie sagte: "Schlaf gut, kleine Dana." Irgendwie schlief sie ein...

      Als sie irgendwann wieder aufwachte, versuchte sie sich umzusehen. Aber sie sah immer noch nur alles verschwommen. Schließlich hatte sie ja ihre Brille nicht nur zum Spaß!

      Irgendwie kam ihr das Zimmer bekannt vor. Sie konnte es jedoch noch nicht einordnen. Auch die Stimme der Frau, die sie als 'kleine Dana' angesprochen hatte, war irgendwie vertraut. Trotzdem kam sie noch nicht auf die Lösung.

      Plötzlich öffnete sich die Tür, und eine fremde Frau betrat das Zimmer. Sie stellte sich ans Gitterbett und sagte: "Hallo, kleine Dana. Ich bin die Tante Mary und werde dich erst einmal frisch machen."

      'Sollte das meine Chance sein, abzuhauen?' dachte Dana bei sich. Die Frau, die sich als Mary vorgestellt hatte, öffnete einfach eine Tür im Gitter. Sofort warf Dana sich der Frau entgegen. Ihr Pech: Die weißen Riemen, die sie bereits völlig vergessen hatten, rissen sie zurück.

      Enttäuscht ließ Dana ihren Tränen freien Lauf. Mit allem hatte sie ja gerechnet... aber niemals damit, so hilflos zu sein wie ein Baby!

      Die Frau beugte sich herunter und fragte: "Hast du dir wehgetan, kleine Dana?" Dana nickte, denn sie hatte sich ja mit aller Gewalt in die Riemen geworfen. Die Frau streichelte Dana, was diese sich nur zu gerne gefallen ließ. Aller Widerstand war erloschen.

      Die Frau machte sich am Strampler zu schaffen, und Dana merkte, wie ein kühler Luftzug ihre Beine streichelte. Schnell war ihr klar, was "Tante Mary" getan hatte - nämlich einfach die Beine vom Strampler irgendwie geöffnet.

      Mary zog Dana die Gummihose aus und nahm ihr die nasse Windel ab. Anschließend reinigte sie das Gebiet mit Feuchttüchern und verpackte Dana in eine neue Windel. Nachdem sie den Strampler wieder geschlossen hatte, nahm sie Danas Hände in ihre eigenen und sagte: "Oh, die sind aber doch recht kühl!" Mit diesen Worten zog sie Dana noch ein paar rosafarbene weiche Fausthandschuhe über, die einen kleinen Verschluss hatten.

      Dana lag nur noch da und hatte den Mund halb offen - aber nur so lange, bis die Frau ihr eine Nuckelflasche an die Lippen hielt. Gierig trank Dana den kühlen Früchtetee. Kurz darauf fielen ihr die Augen zu, und sie bekam nicht einmal mehr mit, wie Mary das Zimmer leise verließ.

      Als Dana irgendwann wieder erwachte, brauchte sie einige Zeit, um sich zu erinnern, wo sie war - nämlich in einem Babyzimmer, in dem keine Uhr war, das so bunte Kindertapete an den Wänden hatte, in dem ein Gitterbett stand, in das Dana mühelos reinpasste...

      Dana grübelte, wie sie sich befreien könnte. Als erstes kam ihr der Gedanke, einfach laut zu schreien. Schließlich hoffte sie darauf, dass Nachbarn eventuell etwas hören könnten und die Polizei rufen würden. Also schrie sie laut um Hilfe.

      Dana merkte erst zu spät, dass sie ja nicht nur eventuelle Nachbarn auf sich aufmerksam machen würde, denn schon stand "Tante Mary" neben dem Bett. Sie fragte, ob Dana einen Sinn darin sehen würde, sich durch ihr Brüllen die Stimme kaputt zu machen. Stattdessen hätte doch auch ein Flüstern gereicht. Damit deutete "Tante Mary" auf ein kleines Kästchen.

      Dana begriff sofort, dass es sich nur um ein Babyphon handeln konnte. Wegen der Vergeblichkeit ihres Versuchs brach sie wieder in Tränen aus und ließ sich bereitwillig ein Fläschchen Tee verabreichen, worauf sie erneut einschlief.

      Dana wachte auf, als sich jemand an ihrem Strampler zu schaffen machte. Noch schlaftrunken rieb sie sich die Augen mit ihren Fäusten. Dabei merkte sie, wie ihr wieder die Windel gewechselt wurde. Als sie aber gerade etwas sagen wollte, bekam sie einen Nuckel in den Mund geschoben.

      Wild saugend versuchte Dana, sich von den Fausthandschuhen zu befreien. Das aber war ein vergeblicher Versuch, wie sie schnell feststellte, denn die Handschuhe saßen bombenfest an ihren Händen. Und mit den Zähnen konnte sie auch nichts machen, denn der Nuckel war eine wirksame Sperre. Rausziehen konnte sie das Teil aber nicht wegen der Handschuhe. Ein Teufelskreis!!!

      Dana beschloss, dass abwarten im Moment die einzige Option war, die Sinn machte, denn vielleicht war ja doch alles nur ein Traum?

      "Tante Mary" ging zum Fenster und zog eine Jalousie hoch. Die Sonne schien in das Zimmer, und Dana entdeckte vieles, was ihr Herz schneller schlagen ließ. Sie lag in einem großen Laufgitter, war mit weißen Riemen gefesselt und konnte ohne ihre Brille vieles nicht genau erkennen. Was sie aber sah, reichte ihr auch schon. Da saß in einer Ecke ein großer Teddybär und sah sie an. An einer Seite lagen Bilderbücher aus Schaumstoff, und sie sah in einer anderen Ecke Würfel aus Schaumstoff. Was Dana aber am meisten ärgerte, war die Höhe vom Laufgitter. Denn das schien fast zwei Meter hoch zu sein. Somit hatte sie also keine Chance, rauszuklettern.

      Endlich nahm "Tante Mary" die weißen Riemen ab. Sofort wollte sich Dana auf die Frau stürzen, hatte aber ihr dickes Windelpaket vergessen. Also fiel sie auf ihren Windelpo. "Tante Mary" sagte: "Kleine Dana, solange du dich nicht benimmst, kann ich dir noch nicht helfen. Erst wenn du ruhiger geworden bist, wirst du alles erfahren!"

      Mit diesen Worten nahm "Tante Mary" ein Babyfläschchen, nahm Dana den Nuckel heraus und hielt ihr das Fläschchen an den Mund.

      Zuerst wollte Dana zwar nicht trinken, denn sie erinnerte sich genau, dass sie danach immer sehr müde wurde. Aber der Durst ließ ihr keine wirkliche Wahl. Also war das Fläschchen schnell leer, und "Tante Mary" ging wieder aus dem Zimmer, nachdem sie das Laufgitter zugemacht hatte.

      Schweißgebadet schreckte Dana hoch, als die Sonne sie weckte. Verwirrt sah sie sich um und erkannte ihr Schlafzimmer wieder. Sie sann ihrem Traum nach, den sie gerade so plastisch erlebte.

      Sie fühlte sich nicht gut, und als sie sich bewegte, bemerkte sie dass ihr Bett nass war. Erschrocken stand sie auf und sah sich die Bescherung an. Das durfte doch nicht wahr sein! Sie hatte so intensiv geträumt, dass sie nicht bemerkte, wie sie eingepullert hatte. So etwas war ihr lange nicht passiert!

      Dana zog ihr Nachthemd aus und ging ins Bad. Im Spiegel sah sie, dass ihr Gesicht regelrecht glühte. Sie ging trotzdem schnell unter die Dusche und zog anschließend ein frisches Nachthemd an. Dann zog sie das Bett ab und steckte die Wäsche gleich in die Waschmaschine. Leisten konnte sie es sich, denn es war ja Sonnabend. Also brauchte sie auch nicht zur Arbeit.

      Weil sie sich so elend fühlte, legte sie sich aufs Sofa und schlief erneut ein...

      Unruhig wälzte sie sich hin und her, und schon nach kurzer Zeit wachte sie wieder auf. Sie war völlig durchgeschwitzt. Als sie aufstehen wollte, drehte sich alles vor ihren Augen. Sofort legte sie sich wieder hin.

      "Ich bin krank!" schoss es ihr durch den Kopf. Jetzt war guter Rat teuer. Schließlich hatte sie ihrer Nachbarin, einer älteren alleinstehenden Dame, doch versprochen, mit ihr einkaufen zu gehen. Aber so wie sie sich fühlte, war daran nicht zu denken.

      Sie griff zum Telefon und rief Frau Irmisch an. Die meldete sich auch sofort. Als sie hörte, weshalb Dana anrief, versprach sie, gleich rüber zu kommen.

      Schon eine Minute später stand sie in Danas Wohnzimmer, denn sie hatte für den Notfall einen Wohnungsschlüssel.

      Besorgt sah sie Dana an und sagte: "Ich glaube, du musst erst einmal zur Ruhe kommen und ausschlafen!"

      Sorgfältig deckte sie Dana zu und sagte leise: "Schlaf gut, kleine Dana!"

      Dana sann noch kurz den Worten nach, während ihr bereits die Augen zufielen...

      Während Dana schlief, hörte Frau Irmisch die Waschmaschine piepsen. Natürlich ging sie nachschauen und hängte die Wäsche über den Trockner. Dabei überlegte sie kurz und ging anschließend in Danas Schlafzimmer. Hier sah sie auf der Matratze die Bescherung. Ohne großes Nachdenken holte sie einen Eimer mit Seifenlauge und wischte die Matratze ab. Dann fing sie an zu überlegen, als sie Dana im Wohnzimmer hörte.

      Als Frau Irmisch neben Dana stand, konnte sie sie nur streicheln. Dana war völlig verzweifelt, denn jetzt war auch das Sofa nass. Frau Irmisch sagte mit ruhiger Stimme: "Komm, zieh dich aus und geh erst mal unter die Dusche. Dann sehen wir weiter." Ohne Widerspruch befolgte Dana die Anweisung, während Frau Irmisch in ihre Wohnung ging, um einige Dinge vorzubereiten.

      Frau Irmisch kam schon nach kurzer Zeit wieder mit einem kleinen Bündel. Dana war währenddessen noch immer im Bad. Wasser hörte Frau Irmisch nicht mehr laufen, dafür aber unterdrückte Schluchzer. Sie ging nachsehen und sah Dana, wie sie auf dem Wannenrand saß, die Haare nass und wirr durcheinander, das Gesicht ganz verweint - einfach ein Häufchen Elend.

      Frau Irmisch setzte sich neben Dana auf den Wannenrand und streichelte sie sanft. Dabei sagte sie leise: "Wenn du möchtest, kann ich dir helfen, bis du wieder gesund bist." Dana sah mit großen Augen Frau Irmisch an und schluchzte: "Mir kann keiner helfen! Ich habe zweimal an einem Tag eingepullert, meine Firma hat mich für die nächsten drei Monate in den Urlaub geschickt wegen fehlender Aufträge, ich habe doch niemanden hier in der Stadt..." Erneut brach Dana in Tränen aus.

      Frau Irmisch sagte: "Bisher habe ich dir doch immer geholfen, wenn du Probleme hattest. Und dass du eingepullert hast, wissen doch auch nur wir beide. Stimmt's?" Dana nickte mechanisch.

      "So, kleine Dana, bis du dich wieder im Griff hast, werde ich mal das Zepter in die Hand nehmen. OK?" Frau Irmischs Stimme war nicht lauter geworden. Trotzdem fühlte sich Dana plötzlich in ihre Kindheit zurückversetzt. Das störte sie aber nicht, denn zugleich fühlte sie sich sicher. Schließlich brauchte sie ja dann keine Entscheidungen zu treffen.

      Frau Irmisch nahm das große gelbe flauschige Badetuch mit der großen Ente vom Haken und wickelte Dana ein. Dana wurde innerlich immer kleiner.

      DAS hatte seit 20 Jahren keiner mehr mit ihr gemacht, sie einfach so eingehüllt und dazu leise gesummt... und sie trockengerubbelt... und sie an die Hand genommen... und schon waren sie im Schlafzimmer.

      Sie musste sich vor ihre große Frisierkommode setzen, während Frau Irmisch anfing, ihr die Haare zu fönen. Und plötzlich brach Dana erneut in Tränen aus. Denn für sie war es so... so... unbegreiflich... dass Frau Irmisch sie so behandelte... wie sie es sich heimlich erträumt hatte...
      [/FONT]

      [FONT=&quot]Während sich Frau Irmisch an den Haaren der jungen Frau zu schaffen machte, fragte sie: "Was hast du jetzt vor? Wie willst du in deinem Zustand die nächsten Tage überstehen?" Dana blickte mit großen Augen die vor ihr stehende Frau an und sagte leise: "Ich weiß es nicht!" Dabei füllten wieder Tränen ihre Augen.

      Frau Irmisch nahm ein Taschentuch und hielt es wortlos Dana hin, die es nahm und sich wie mechanisch die Nase putzte. Immer noch wurde ihr schmaler Körper von Schluchzern durchgeschüttelt. Dann sprach sie leise: "Ich wollte ihnen ja nichts sagen, weil ich nicht möchte, dass sie sich Sorgen um mich machen. Ich komme schon irgendwie klar."

      Frau Irmisch nahm jetzt einfach Danas Gesicht in beide Hände und fragte: "Hast du mal darüber nachgedacht, dass ein beruflicher Wechsel hilfreich sein könnte? Ich wüsste da eine Firma, die eine Geschäftsführerin sucht. Die Besitzerin will ja auch mal mit 60 in den wohlverdienten Ruhestand gehen."

      Erstaunt hörte Dana zu. Doch dann kam ihr wieder die Erinnerung an das nasse Bett und das Sofa und dass Frau Irmisch ja nun ALLES wusste. Röte überzog Danas Gesicht, denn von ihrer Blasenschwäche hatte sie nie jemanden erzählt; und in den letzten 20 Jahren war ja auch ihr Bett trocken geblieben - zumindest die meisten Tage. Aber nun saß sie vor der älteren Frau, die ohne zu fragen ihr Auswege aus der Misere anbot. Wie sollte sie so viel Selbstlosigkeit begreifen?
      [/FONT]

      [FONT=&quot]Danas Gedanken schweiften ab in eine Zeit vor mittlerweile 6 Jahren. Damals war sie nach einem gewaltigen Krach zu Hause ausgezogen. Da sie aber hier in der Stadt ihre Arbeitsstelle hatte, hatte sie sich auch eine kleine Wohnung gemietet. Viel Platz brauchte sie ja auch nicht, da sie die meisten Sachen bei ihren Eltern im Haus lagern konnte. Das ging nun aber nicht mehr, und ihre Eltern hatten ihr ein Ultimatum gestellt, bis sie ihre Sachen alle rauszuholen hatte. Daher begab sie sich auch sofort auf Wohnungssuche und wurde schnell fündig.[/FONT]

      [FONT=&quot]„Suche Mieterin für ein Appartement in ruhiger Stadtrandlage. Mietpreis verhandelbar“. [/FONT]

      [FONT=&quot]Als Dana sich damals auf den Weg zu dem Haus machte, sah sie, dass es sich um eine große alte Villa handelte, die von einem Garten umgeben war. Sofort verliebte sich die junge Frau in das Haus. Bei den Mietverhandlungen musste Dana dann aber doch schlucken – mit so wenig Geld hatte sie nicht gerechnet. Und dass die Eigentümerin, eine Frau Irmisch, ihr anbot, auch die Möbel mit zu übernehmen…[/FONT]

      [FONT=&quot]Sofort griff Dana die Gelegenheit beim Schopfe, denn ihre Jugendzimmermöbel im Elternhaus brauchte sie auf diese Weise nicht mitzunehmen. Und so zog also eine junge Frau bereits zwei Wochen nach der Besichtigung in eine Flucht von 4 Zimmern und eigenem Bad ein…[/FONT]

      [FONT=&quot]Der jungen Frau fiel es immer schwerer, die Augen offenzuhalten. Frau Irmisch bemerkte es natürlich. Schnell nahm sie das mitgebrachte Bündel, das sich als Matratzenschoner entpuppte. Ohne viel Federlesens überzog sie das Bett frisch. Anschließend ging sie an den Kleiderschrank, um einen Schlafanzug herauszunehmen.[/FONT]

      [FONT=&quot]Das, was Frau Irmisch hier entdeckte, ließ sie einen Moment nach Luft schnappen. Sie fand nicht nur die Schlafanzüge. Aber was für welche! Es waren alles besonders flauschige Einteiler. Und alle waren sie in Pastellfarben. Damit hatte Frau Irmisch nun wirklich nicht gerechnet. Außerdem entdeckte sie noch einen Karton ohne Aufdruck. Diskret, wie sie nun einmal war, interessierte sie sich aber nicht dafür. [/FONT]

      [FONT=&quot]Jetzt nahm sie einen der Schlafoveralls heraus und hielt wieder die Luft an. Ganz groß war auf der Vorderseite "Arielle" zu entdecken.[/FONT]

      [FONT=&quot]Frau Irmisch ging mit dem Overall zu Dana hinüber und hielt ihn ihr zum Einsteigen hin. Mechanisch ließ Dana es geschehen, dass Frau Irmisch den Rückenreißverschluss bis oben hin zuzog. Das Hatte sich Dana bisher nicht getraut, weil sie an den Reißverschluss schlecht herankam. Nun aber fühlte sie sich rundum eingehüllt in den weichen Flausch, und auch die angearbeiteten Füßlinge mit den kleinen Rutschnoppen wärmten sie.[/FONT]

      [FONT=&quot]Gehorsam ließ sich Dana jetzt an die Hand nehmen und ging mit zum Bett. Hier wurde sie noch richtig zugedeckt, und mit einem leisen "Schlaf gut, kleine Dana" verließ Frau Irmisch das Zimmer, nachdem sie noch das Rollo heruntergelassen hatte. Nur ein kleines Nachtlicht brannte noch. Erschöpft schlief Dana ein...[/FONT]

      [FONT=&quot]Schweißgebadet wachte sie auf. Diesmal war es noch rechtzeitig. Frau Irmisch hatte scheinbar einen siebten Sinn, denn sie stand vor dem Schlafzimmer, als Dana mit schnellen Schritten herausstürmte. Frau Irmisch öffnete schnell den Reißverschluss, und Dana rannte auf die Toilette.[/FONT]

      [FONT=&quot]Erleichtert saß die junge Frau nun da und überlegte, woher Frau Irmisch wissen konnte, dass es gerade jetzt so eilig war. Sie kam aber zu keinem Ergebnis.[/FONT]

      [FONT=&quot]Weil der Overall völlig durchgeschwitzt war, beschloss Dana, sich eine Dusche zu gönnen. Dieses Vorhaben wollte sie gerade in die Tat umsetzen, als ihr plötzlich schwarz vor Augen wurde. Sie bekam nicht einmal mehr mit, wie ihr Körper auf dem Boden aufschlug.[/FONT]

      [FONT=&quot]Frau Irmisch hörte das Geräusch von Danas fallendem Körper und ging sofort nachsehen. Sie fand eine ohnmächtige Frau vor der Wanne. Sofort beugte sich Frau Irmisch zu dem leblosen Körper und fühlte nach dem Puls. Erleichtert atmete sie auf, als sie das Schlagen spüren konnte.[/FONT]

      [FONT=&quot]Nun war guter Rat teuer. Wie sollte sie Dana aus dem Bad bekommen?[/FONT]

      [FONT=&quot]Sie überlegte nur kurz. Dann holte sie zwei Decken. Auf die eine rollte sie Dana, mit der anderen deckte sie sie zu. Unter ihren Kopf schob sie noch ein Nackenkissen. Dann konnte sie nur noch abwarten, bis Dana wieder ihre Augen aufschlagen würde. Das dauerte glücklicherweise nicht lange, und Frau Irmisch atmete deutlich hörbar aus.[/FONT]

      [FONT=&quot]Dana wusste im ersten Moment nicht, wo sie war und wie sie ins Bad gekommen war. Dann aber fiel es ihr ein. Schuldbewusst sah sie Frau Irmisch an und sagte leise: „Entschuldigung!“ Frau Irmisch aber wehrte mit einer kurzen Geste ab und sprach: „Kleine Dana, jetzt nehme ich endgültig das Zepter in die Hand! Ich verspreche dir, dass alles unter uns bleibt. Bis du aber wieder gesund bist, wirst du dich an einige Regeln halten. OK?“[/FONT]

      [FONT=&quot]Dana sann kurz den Worten nach, dann nickte sie. Sie wusste ja selbst, dass sie ernsthaft krank war. Und Frau Irmisch kümmerte sich so rührend um sie… Und während Frau Irmisch noch mit Dana sprach, hielt sie ihr einen frischen Overall hin, in den Dana hineinstieg. Diesmal war es ein gelber, der einen großen Teddy auf der Brust hatte. Und auch hier zog Frau Irmisch den Reißverschluss zu.[/FONT]

      [FONT=&quot]Dana richtete sich mit Frau Irmischs Hilfe auf. Dabei bemerkte sie, wie fest die ältere Frau zugriff und sie zum Schlafzimmer dirigierte – nein, am Schlafzimmer vorbei! Denn am Ende des Flures war noch ein Zimmer, dessen Tür stets verschlossen war.[/FONT]

      [FONT=&quot]Als Frau Irmisch die Tür öffnete, glaubte Dana ihren Augen nicht zu trauen. Das Zimmer war eingerichtet, wie man sich ein Prinzessinnenzimmer vorstellt. Alles in verschiedenen Rosa- und Fliederfarben. Und die Farben verliefen teilweise ineinander.[/FONT]

      [FONT=&quot]Dana stand der Mund weit offen. Von so einem Zimmer hatte sie als kleines Mädchen geträumt. Und willenlos ließ sie sich zu dem Himmelbett führen. Dann aber erwachte sie kurz aus ihrer Traumwelt und sagte: „Was ist, wenn ich wieder…?“ Tränen stiegen ihr in die Augen. Frau Irmisch aber sagte nur: „Darum können wir uns später Sorgen machen. Jetzt schlüpf unter die Decke und schlaf gut, kleine Dana.“[/FONT]

      [FONT=&quot]Dana konnte es kaum fassen. Wieder hatte Frau Irmisch sie überrascht! Und mit einem glücklichen Lächeln schlief Dana ein…[/FONT]

      [FONT=&quot]Mitten in der Nacht erwachte Dana. Völlig schlaftrunken rieb sie sich die Augen und merkte dabei, dass ihre Hände sich irgendwie flauschig anfühlten. Im Licht der kleinen Nachtlampe sah sie die Fausthandschuhe, die so schön weich waren. Erstaunt bewegte Dana ihre Finger in den Handschuhen und wunderte sich, wann sie die denn angezogen hatte. Sie konnte sich einfach keinen Reim darauf machen.[/FONT]

      [FONT=&quot]Nun überlegte sie, wie sie es anstellen sollte, den Reißverschluss vom Overall zu öffnen, denn sie musste auf Toilette. Also zog sie erst einmal die Handschuhe aus, um dann mit den Fingern nach dem Reißverschluss zu tasten. Da fühlte sie, dass ein Bändchen angebracht wurde. Erleichtert zog Dana daran, und schon öffnete sich der Overall.[/FONT]

      [FONT=&quot]Als sie von der Toilette wiederkam, schlüpfte sie wieder unter ihre Bettdecke, nachdem sie mit Hilfe des Bändchens den Overall wieder sicher geschlossen hatte. Nun noch schnell die Handschuhe angezogen, und die junge Frau fühlte sich wieder sicher und geborgen.[/FONT]

      [FONT=&quot]Gedanken aus ihrer frühen Jugend zogen durch ihren Kopf, durchsetzt mit Erinnerungsfetzen. Da war zum Beispiel der Kauf ihres ersten Overalls mitten im Winter gewesen. Damals hatte ihr Vermieter einfach die Heizung abgestellt. Sie hatte gefroren – selbst unter der Decke. Da hatte sie dann am nächsten Tag im Internet geguckt und auf einer Website die Strampler gesehen. Die gefielen ihr so gut, dass sie einen zur Ansicht bestellte. Der kam auch nach kurzer Zeit, und schon war das nächtliche Frieren Vergangenheit.[/FONT]

      [FONT=&quot]Natürlich blieb es nicht bei dem einzigen Kleidungsstück. Es folgte eine kleinere Kollektion an Kleidung. Natürlich achtete sie immer darauf, dass sie nur Kleidung bestellte, die nicht zu sehr auffiel. Denn auch, wenn sie später eine Plattform fand, die sie interessierte und bei der sie sich als „Kuschelbärchen“ anmeldete, hatte sie Angst vor einer Entdeckung.[/FONT]

      [FONT=&quot]Ja, die Schlafoveralls… sahen einerseits zwar sehr kindlich aus, aber ihr gefielen sie. Und natürlich hatte sie sich nicht nur die Overalls angesehen, sondern sich als „Kuschelbärchen“ im zugehörigen Forum angemeldet. Sie war dort zwar überwiegend stille Leserin. Dennoch hatte sie aufgepasst, dass sie nichts von sich preisgab. Dies war umso wichtiger, als sie bereits zwei bekannte Namen im Forum entdeckt hatte.[/FONT]

      [FONT=&quot]Nun aber war sie krank und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Schließlich konnte sie ja nicht für immer im Prinzessinnenzimmer bleiben. Und so beschloss sie, morgen mal mit Frau Irmisch zu reden, wie es weitergehen sollte.[/FONT]

      [FONT=&quot]Am nächsten Morgen wachte Dana auf und war erleichtert, dass das Bett wieder trocken war. Schnell streifte sie die Handschuhe ab und öffnete den Overall. Anschließend ging sie ins Bad, um zu duschen. Aber was war das? Am Haken neben der Dusche hing ein schönes flauschiges Handtuch mit „Arielle“ darauf. Daneben hing ein weißer Bademantel, der auch kuschelig aussah. Grübelnd stieg die junge Frau in die Duschkabine und ließ eine Weile das warme Wasser auf ihren Körper prasseln. Erst nach einer langen Zeit kam sie wieder heraus und trocknete sich mit dem Badetuch ab, bevor sie in den Bademantel schlüpfte. Den Overall ließ sie einfach auf dem Hocker im Bad liegen. Schließlich würde sie den ja heute Abend wieder anziehen.[/FONT]

      [FONT=&quot]Dana wählte diesmal den Weg zu ihrem Zimmer, um sich anzuziehen. Verblüfft war sie, weil auch nach dem Drücken der Klinke die Tür nicht aufging. Scheinbar hatte Frau Irmisch abgeschlossen. Warum, konnte sich Dana nicht erklären. Also ging sie wieder ins Prinzessinnenzimmer und sah in die Schränke. Darin war jedoch keine Kleidung, sondern nur verschiedenes Spielzeug. Der große Kleiderschrank aber war verschlossen. Grübelnd ging Dana also ins Bad und zog den Overall wieder an. Auf die Handschuhe aber verzichtete sie.[/FONT]

      [FONT=&quot]Nun überlegte sie, was sie jetzt machen sollte. Ihre ganze Garderobe und auch ihr Geld… einfach alles war ja in ihrer Wohnung, in die sie aber nicht hereinkam. Und an Frau Irmischs Schlafzimmer klopfen? Das wollte sie auch nicht. Also ging sie wieder zurück ins Prinzessinnenzimmer und nahm sich aus einem der Schränke ein Buch. Es war zwar ein Titel, den sie als zehnjährige gerne gelesen hatte. Nun aber wollte sie auf diese Weise Zeit totschlagen. Schon nach kurzer Zeit aber nahm die Handlung sie wieder gefangen, und so legte sie sich auf den Bauch ins Bett und las. Dabei bekam sie jedoch nicht mit, dass Frau Irmisch leise lächelnd in der Tür stand, die Dana vorhin nur angelehnt hatte.[/FONT]

      [FONT=&quot]Leise lächelnd trat Frau Irmisch leise in das Zimmer, ohne dass die Leserin etwas von ihrer Umgebung mitbekam. Erst als sich die ältere Frau herunterbeugte, blickte Dana auf. Sofort schossen ihr hundert Fragen durch den Kopf, und sie wollte gerade herausplatzen, als Frau Irmisch lächelnd sagte: „Guten Morgen, kleine Dana. Hast du gut geschlafen?“ Dana nickte und strahlte die Wohnungseigentümerin an.[/FONT]

      [FONT=&quot]Plötzlich wurde sie sich bewusst, dass sie ja noch immer ihren Schlafoverall anhatte. Sofort bekam sie einen roten Kopf, und sie sagte, dass sie sich schnell waschen und anziehen wolle. Dazu würde sie aber ihre Sachen benötigen.[/FONT]

      [FONT=&quot]Frau Irmisch hörte zu. Dann sagte sie mit ihrer ruhigen Stimme: „Zur Zeit kann ich dich nicht auf die Straße lassen! Stell dir mal vor, dir wird unterwegs schlecht! Das müssen wir nicht haben. Also bekommst du nach dem Frühstück zwar etwas anderes zum Anziehen. Aber das Haus verlässt du erst wieder, wenn du gesund bist. OK?“[/FONT]

      [FONT=&quot]Dana nickte mit halboffenem Mund. Für sie hörte es sich so an, als ob sie sich keine Gedanken machen musste. Trotzdem hatte sie einen Einwand: „Und wer soll einkaufen?“ Die Antwort verblüffte sie: „Wir lassen uns alles liefern. Das ist kein Problem. Also mach dir darüber keine Gedanken! Und meine Lieferanten sind alle sehr verschwiegen, weil sie mich als Kundin nicht verlieren möchten. Also kannst du völlig unbeschwert gesund werden.“[/FONT]

      [FONT=&quot]Dana war erleichtert! Schließlich machte sie sich ja noch immer Vorwürfe, weil sie ja sonst für und mit Frau Irmisch einkaufen gewesen war. Plötzlich fiel ihr aber auf, dass sie ja meistens nur Brot und Kuchen und ganz gelegentlich mal etwas Wurst mitgebracht hatte. Dass ihr das bisher noch nicht aufgefallen war![/FONT]

      [FONT=&quot]Frau Irmisch streckte die Hand aus, die Dana nur zu gerne nahm. Sie fühlte sich im Moment so unbeschwert wie schon lange nicht mehr. Willig ließ sie sich ins Bad führen. Frau Irmisch zog ihr den Overall aus und schickte Dana unter die Dusche. [/FONT]

      [FONT=&quot]Während die junge Frau das warme Wasser auf ihren Körper prasseln ließ, hörte sie mit halbem Ohr, wie Frau Irmisch rausging und kurze Zeit später wieder reinkam. Als die ältere Frau aber die Tür zur Dusche öffnete, lief Dana doch rot an. Sie hatte sich nämlich in die Duschwanne gesetzt und mit einer kleinen Plastikente etwas gespielt, die dort gelegen hatte. Frau Irmisch lächelte wieder leise und stellte das Wasser ab. Dann reichte sie wieder die Hand, und Dana ergriff sie wieder gerne. Sie war völlig verwirrt. Schließlich hatte sie noch nie jemandem eingestanden, dass sie eigentlich noch ganz gern mit Kinderspielzeug spielte und eigentlich auch gerne einen großen Teddy gehabt hätte. Aber… durfte eine erwachsene Frau solche Wünsche haben?[/FONT]

      [FONT=&quot]Völlig in ihren Gedanken versunken ließ sich Dana abtrocknen. Eher mechanisch ließ sie sich dann auch anziehen. Erst als Frau Irmisch ihr die Haare kämmte und bürstete, erwachte Dana aus ihrer Starre. Sie hielt aber still, bis Frau Irmisch sie wieder an die Hand nahm und zur Küche führte.[/FONT]

      [FONT=&quot]Unterwegs kamen sie an dem großen Wandspiegel im Flur vorbei. Hier blickte Dana eine junge Frau entgegen, die ein rosafarbenes T-Shirt anhatte und eine Latzhose mit vielen Applikationen. Dana konnte sich an dem Bild nicht satt sehen, denn sie gefiel sich in der sehr verspielt wirkenden Kleidung.[/FONT]
    • Die beiden Frauen gingen Hand in Hand ins Esszimmer. Ein Beobachter hätte denken können, eine Mutter mit ihrer halbwüchsigen Tochter wäre unterwegs. Dana verstärkte diesen Eindruck noch, indem sie beim Laufen immmer wieder hüpfte. Ja, sie fühlte sich einfach gut. Endlich einmal völlig ohne Sorgen. Endlich mal den ganzen Stress und Ballast der letzten Wochen abwerfen! Einfach nur Kind sein!

      Am Frühstückstisch angekommen, sah Dana, dass auf ihrem Platz ein Plastikdeckchen lag, auf dem zwei kleine Häschen saßen. Sofort fing die junge Frau an zu lächeln, denn sie fand es einfach nur süß.

      Frau Irmisch lächelte wieder leise, als sie Dana so beobachtete. Dabei gingen der älteren Frau so einige Gedanken durch den Kopf, die sich alle um Dana drehten.

      Beim Frühstück bekam Dana große Augen! Sie hatte nicht nur ein frisches Brötchen auf dem Teller liegen, sondern es stand auch eine kleine Schale mit Müsli auf ihrem Platz. Zu trinken bekam sie auch keinen Kaffee, sondern Kakao. Verwirrt fragte sich Dana, woher Frau Irmisch das wissen konnte.

      Am besten gefiel Dana das Geschirr. Es war ebenfalls mit kleinen Häschen verziert. Wieder überlegte sie, woher Frau Irmisch wissen konnte, was ihr gefiel. Sie kam aber zu keinem Ergebnis. Also fing sie an zu essen.

      Natürlich hatte Dana jetzt viele Fragen. Es sprudelte nur so aus ihr heraus, dass sie jetzt noch weniger wise, wie es nun weitergehen sollte. Vor allem aber war ihr die Frage wichtig, wie sie den Einsatz der älteren Frau wieder gutmachen könnte.

      Geduldig hörte Frau irmisch dem Wortschwall zu. Wieder überzog das leise Lächeln ihr Gesicht. Sie sagte: "Mach dir keine Sorgen, kleine Dana. Im Augenblick ist es doch so, dass es dir gutgeht. Und was morgen wird, sehen wir später!"

      Dana saugte die Worte regelrecht auf. Zu schön war die Aussicht, allen Kummer hinter sich lassen zu können.

      Die junge Frau aß vergnügt ihr Frühstück. Scheinbar zu vergnügt! Gerade als sie die Tasse mit dem Kakao in der Hand hielt, verschluckte sie sich, und sie begann zu husten. Dabei schwappte Kakao aus der Tasse und traf nicht nur das Shirt mit Arielle, sondern auch noch die Hose. Erschrocken saß Dana da, als Frau Irmisch sagte: "Macht doch nichts. Das kriegen wir schon wieder hin!" Dankbare Blicke waren die Antwort.

      Nach dem Frühstück wollte Dana ihr Geschirr in die Küche bringen, als sie von Frau Irmisch gebremst wurde. Sie sagte, dass sie beide miteinander sprechen müssten. Verwirrt setzte sich Dana wieder und hörte zu, was Frau Irmisch zu verkünden hatte.

      "Dana, ich mache dir ein Angebot, das du annehmen kannst, ebenso aber auch ablehnen. Zwischen uns ändert sich dadurch nichts! Es ist nur so, dass ich nicht jedem dieses Angebot unterbreiten kann!

      Ich kenne da eine Firma, die eine fähige, kluge und aufgeschlossene Geschäftsführerin sucht. Es handelt sich hierbei um eine Firma mit Kontakten und Absatzmärkten weltweit. Dabei ist die Kundschaft sehr an Diskretion interessiert, ebenso wie an Qualität der Produkte. Einiges stellt die Firma selber her. Andere Sachen werden eingekauft und runden das Angebot ab.

      Reich wird man nicht unbedingt. Die Firma hat sich zum Ziel gesetzt, nur Preise für die Produkte zu verlangen, die angemessen sind. Daraus resultiert natürlich auch, dass die Gehälter zwar etwas über dem Markt liegen, ohne jedoch utopisch zu sein.

      Wenn du möchtest, kannst du dir gerne nachher die Firma ansehen. Danach entscheidest du irgendwann, wie es mit dir weitergehen soll.

      Bis du wieder richtig gesund bist, werde ich dir allerdings nicht gestatten, zu arbeiten. Ich werde dich pflegen wie meine Tochter. Ist das so in Ordnung?"

      Dana bekam kein Wort heraus. Ihre Lippen fingen an zu beben, und eine kleine Träne bahnte sich den Weg ins Freie. Alle Probleme, die sie hatte, wären wie weg geblasen.

      Sie stand auf und ging zu Frau Irmisch und legte ihr die Arme um den Hals.

      Plötzlich gab es kein Haolten mehr. Frau Irmisch merkte, wie Danas Körper geschüttelt wurde, und auch die nass werdende Schulter entging ihr nicht. Sie streichelte sanft Danas Kopf und hielt sie einfach nur fest. Zwischendurch hörte sie, immer wieder unterbrochen von Schluchzern, Danas Stimme, die fragte, wie sie das verdient habe. Eine Antwort gab sie aber nicht.
    • [FONT=&amp]Nach einiger Zeit hatte sich Dana wieder beruhigt. Mit noch tränennassen Augen sah sie Frau Irmisch an. Sie suchte im Gesicht der älteren Frau nach Hinweisen, wie sie das gemeint haben könnte mit dem „pflegen wie meine Tochter“. Diese Worte konnte sie kaum fassen! Schließlich war sie doch gewohnt, auf eigenen Beinen zu stehen! Nun aber sah es ganz so aus, als ob sie eben doch darauf angewiesen war, dass sich jemand um sie kümmerte! Aber… konnte sie denn zulassen, dass Frau Irmisch, ihre Vermieterin, sie einfach so pflegte? Immerhin war doch Frau Irmisch auch nicht mehr die jüngste! [/FONT]

      [FONT=&amp]Ein Gedankensturm tobte durch das Gehirn der jungen Frau, dem sie einfach nicht gewachsen war![/FONT]

      [FONT=&amp]Frau Irmisch blieb natürlich nicht die Verwirrung verborgen, denn Danas Gesicht drückte sie ja sehr deutlich aus. Also nahm Frau Irmisch Dana einfach wieder in den Arm und hielt sie fest.[/FONT]

      [FONT=&amp]Dana fühlte sich plötzlich wieder wie ein kleines Kind. Wie sie festgehalten wurde… und das sanfte Streicheln über den Kopf… und nichts sagen müssen… einfach nur fallen lassen… einfach nur die Situation genießen… und sie schlief in den Armen der älteren Frau ein, die wieder nur leise lächelte.[/FONT]
    • [FONT=&amp]Irgendwann später wachte die junge Frau auf. Das erste, was ihr auffiel, war, dass die Sonne schon recht tief stand und sie auf dem Sofa im Wohnzimmer lag. Wie sie da hingekommen war, blieb ihr allerdings ein großes Rätsel, denn sie konnte sich nur noch daran erinnern, in den Armen der Frau Irmisch gelegen zu haben. „Oh, da habe ich ja den ganzen Tag verschlafen!“ dachte sie. [/FONT]

      [FONT=&amp]Plötzlich aber merkte sie, dass ihr wieder ein Missgeschick passiert war! Nein, das durfte nicht sein! Nicht auf dem Sofa, auf dem sie gerade erwacht war! Nein! [/FONT]

      [FONT=&amp]Erschrocken sprang die junge Frau auf die Füße. Ihre Kleidung war völlig durchnässt! Aber das Sofa… nanu, das hatte ja eine Unterlage drauf. Sollte Frau Irmisch wieder hellsehen können? Oder wie kam es, dass sie immer das genau Richtige zur rechten Zeit tat?[/FONT]

      [FONT=&amp]Frau Irmisch stand bereits neben Dana und nahm sie an die Hand. So gingen die beiden Frauen in das Badezimmer, wo sich Dana wie ein kleines Mädchen ausziehen und waschen ließ. Anschließend bekam sie frische Sachen an. [/FONT]

      [FONT=&amp]Als Dana sich im Flurspiegel betrachtete, da stiegen ihr Freudentränen in die Augen. Sie sah richtig wie eine Prinzessin aus! Woher Frau Irmisch, die jetzt auch in den Flur kam, die Sachen wohl hatte? Und woher wusste sie überhaupt Danas Größe? Die Sachen, die sie bis jetzt von Frau Irmisch bekam, passten ihr nämlich wie angegossen! Wie mochte die ältere Frau das wohl hingekriegt haben?[/FONT]
    • [FONT=&quot]Frau Irmisch fragte leise, ob sie Mittag essen wollten. Natürlich sagte Dana ja. Also gingen beide Frauen ins Wohnzimmer. Hier sollte Dana sich auf einen Stuhl setzen, was sie auch nur zu bereitwillig tat. Aus der Küche duftete es verführerisch, und Dana sog die Luft schnüffelnd ein. Ein „Mhmmmm“ verließ ihre Lippen, wozu Frau Irmisch wieder lächelte.[/FONT]
      [FONT=&quot] [/FONT]
      [FONT=&quot]Die ältere Frau ging in die Küche und kam kurz darauf mit zwei dampfenden Teller wieder. Auf dem einen war neben den Kartoffeln ein Hühnerbein zu sehen. Den Teller aber stellte Frau Irmisch auf ihren Platz. Dana bekam den anderen. Und die junge Frau war wieder erstaunt, wie ihre Gedanken erraten wurden. Sie sah nämlich auf ihrem Teller kleine Dinos neben den Kartoffeln. Dankbar sah sie Frau Irmisch an, die gerade einen Latz in die Hand nahm und ihn Dana umlegte.[/FONT]
      [FONT=&quot] [/FONT]
      [FONT=&quot]Vergnügt aßen die beiden Frauen. Natürlich hatte Dana sich Ketchup genommen. So mochte sie ihr Essen nun mal. Frau Irmisch schien das nicht zu stören – auch nicht, dass die kleine Prinzessin sich vollkleckerte. Sie lächelte nur immer leise in sich hinein.[/FONT]
    • [FONT=&amp]Nach dem Essen räumten beide Frauen den Tisch ab. Dana huschte schnell in den Flur, um sich im Spiegel zu betrachten. Sie konnte sich ein Grinsen nicht verbeißen bei dem Bild, das ihr aus dem Spiegel entgegensah. Da stand sie nun, angezogen wie eine kleine Prinzessin, hatte einen Latz um, der deutliche Spuren vom Ketchup zeigte, der sich auch rund um ihren Mund verteilte… Also ging sie schnell zu Frau Irmisch, die ihr den Latz abnahm und sie ins Bad schickte zum Hände und Gesicht waschen. Dana hüpfte und hopste eher, als dass sie lief.[/FONT]

      [FONT=&amp]Erst im Bad kam ihr das Skurrile und Sonderbare der Situation zum Bewusstsein. Sie, die strenge Abteilungsleiterin, benahm sich plötzlich wie ein Kind! Und sie fühlte sich auch noch wohl dabei! Sie ließ sich nur zu gerne behandeln wie ein kleines Mädchen von vielleicht vier oder fünf Jahren! [/FONT]

      [FONT=&amp]Was sollte das? Wie war das möglich? Schließlich war sie doch erwachsen. Sie war doch die erfolgreiche Abteilungsleiterin! Sie gab doch sonst die Anweisungen! Wieso aber ordnete sie sich so einfach einer wildfremden Frau unter?[/FONT]

      [FONT=&amp]Eher mechanisch wusch sich Dana Hände und Gesicht. Immer wieder sah sie dabei in den Spiegel. Was sie sah, konnte sie nicht so wirklich einordnen. Irgendwie wirkte ihr Gesicht… weicher? Kindlicher? Wie war das möglich!? Sie konnte sich einfach keinen Reim darauf machen.[/FONT]

      [FONT=&amp]Noch immer tief in Gedanken versunken ging sie langsam zur Küche zurück, wo Frau Irmisch sie einfach in die Arme nahm. Dana nahm die Einladung nur zu gern an und kuschelte sich ganz eng an die ältere Frau. Die wiederum stand einfach nur da und hielt Dana fest, ganz fest. Dazu sagte sie leise: „Komm, kleine Dana, wir machen uns einen schönen Nachmittag.“ Damit führte sie Dana in das angrenzende Wohnzimmer, das Dana nur ganz selten betreten hatte. Sie setzte die junge Frau auf die Couch und legte anschließend eine DVD ein. [/FONT]

      [FONT=&amp]Dana konnte sich einfach nicht sattsehen an dem Barbiefilm. Schließlich mochte sie ja die Puppen noch immer sehr und spielte heimlich mit ihr. Das war ja bisher auch kaum ein Problem gewesen, da sie ja allein wohnte. Nun aber hatte Frau Irmisch ihr Geheimnis scheinbar entdeckt. Eigentlich hätte die junge Frau beunruhigt sein müssen. Das Gegenteil aber war der Fall. Sie fühlte sich sicher und wohl – wie es wohl nur kleine Kinder können.[/FONT]

      [FONT=&amp]Nach dem Film ging Frau Irmisch in die Küche und kochte für sich Kaffee. Für Dana aber machte sie eine kleine Kanne Kakao fertig. Wieder stahl sich ein leises Lächeln über ihre Lippen, wenn sie daran dachte, wie Dana wohl gucken würde, wenn sie den Kakao bekommt.[/FONT]

      [FONT=&amp]Dana ahnte natürlich noch nichts von der Überraschung, die auf sie wartete. Sie starrte wie gebannt auf den Fernseher, weil da gerade eine Werbung für Barbie lief. [/FONT]

      [FONT=&amp]Frau Irmisch stand in der Tür. Ihr entging nicht, wie gebannt Dana war. Wieder lächelte sie leise vor sich hin. Dana würde sich noch gewaltig wundern.[/FONT]

      [FONT=&amp]Plötzlich sprang die junge Frau auf und rannte zur Toilette. Uff! Gerade noch so geschafft! Ihr war es nämlich sehr peinlich, obwohl Frau Irmisch nichts weiter sagte. Keine Kritik, kein Meckern, nichts dergleichen. Nur immer die mütterliche Fürsorge.[/FONT]

      [FONT=&amp]Dana ging ins Wohnzimmer, wo Frau Irmisch bereits den Kaffeetisch gedeckt hatte. Und wieder war die junge Frau nicht in der Lage, zu begreifen, was sie da sah. Sie hatte ein Platzdeckchen mit Barbie drauf, dazu ein Kindergeschirr mit lustigen Teddys, und in der Tasse dampfte Kakao. Auf dem Teller sah sie Schokokekse.[/FONT]

      [FONT=&amp]Dana konnte nicht anders! Sie stürmte auf Frau Irmisch los und umarmte sie ganz fest. Dabei kullerten ihr vor Freude die Tränen. Sie hatte ja mit so vielem gerechnet, aber doch nicht damit, dass Frau Irmisch ihre geheimen Gedanken erraten konnte.[/FONT]

      [FONT=&amp]Frau Irmisch wischte mit einem Taschentuch Danas Tränen weg und nahm sie an die Hand. So gingen beide Frauen zu dem Tisch, wo Dana spielerisch auf den Stuhl kletterte wie ein kleines Kind. Frau Irmisch konnte sich ein Auflachen nicht verbeißen. Das Bild sah aber auch zu herrlich aus: Eine junge Frau, der es eigentlich nicht schwerfallen dürfte, sich einfach hinzusetzen, krabbelt wie ein kleines Kind auf den Stuhl… und die Zungenspitze guckt dabei aus dem Mund… und dazu noch ganz große Augen, die zu fragen scheinen, ob sie das darf…[/FONT]

      [FONT=&amp]Frau Irmisch hielt Dana nur ganz leicht am Arm. Sie wollte verhindern, dass die junge Frau vom Stuhl rutschte.[/FONT]

      [FONT=&amp]Endlich saßen beide am Tisch. Dana nutzte die Gelegenheit, um Frau Irmisch einen Keks an den Mund zu halten. Diese begriff auch sofort, was die fragenden Augen bedeuteten und biss ab. Anschließend wurde Dana von ihr mit Keksen versorgt. Und Dana? Der machte es einfach Spaß, sich wie ein kleines Kind behandeln zu lassen. Sie fand nichts falsches mehr dabei. Auch als sie den Kopf plötzlich an Frau Irmischs Schulter legte und daraufhin gestreichelt wurde, war alles so in Ordnung. Die ältere Frau schien eben genau zu wissen, was Dana mochte und brauchte.[/FONT]

      [FONT=&amp]Ganz kurz streifte ein Gedanke die junge Frau. Woher konnte Frau Irmisch das eigentlich alles wissen? Bevor Dana aber den Gedanken richtig zu fassen bekam, war er auch schon wieder weg. Dazu war die Situation einfach zu schön.[/FONT]
    • Hi Rudi,

      ich bin mir jetzt nicht sicher, ob du direkt in diesem Thema Rückmeldungen wünscht, oder ob dir ein durchgängiger Textfluss lieber wäre. Wenn es dich stört, kann ich meinen Beitrag auch gern wieder raus löschen. Da du ja publizierst, kann ich mir aber gut vorstellen, dass dich erste Rückmeldungen möglicherweise interessieren.

      Ich weiß auch nicht, in welchem produktiven Stadium der Text gerade hängt, ob nun Grobentwurf, oder weiter fortgeschritten, aber hier mal ein paar Gedanken aus meiner Perspektive:

      Für meinen Geschmack zu viele kurz aufeinanderfolgende Namensnennungen und inflationärer Gebrauch von Pronomen. Zusammen mit der stellenweise ausgeprägten Parataxe kommt eine telegrammartige Wirkung auf, und der Text beginnt zeitweilig arg zu holpern. So entsteht auch mehr der Eindruck einer zeitlichen, abrissartigen Beschreibung, wohingegen ich aber das Gefühl habe, dass du mehr auf das Situative hinaus willst. Ich komme in das Setting nur schlecht rein.
      Wendungswiederholungen sind mir auch ein paar ziemlich nahestehend ins Auge gefallen, und an einigen Stellen passen die Zeitformen nicht.

      Vielleicht schaust du mal, ob der durchgängige Präsens dem Text gut bekäme, und die situationsimmanente Komik womöglich besser herausstellte.

      Und hey, nicht als Abwertung verstehen. Ich bin pingelig, und auch wenn man gemeinhin dem ollen Goethe einen durchgängig perfekten Gebrauch der deutschen Sprache unterstellt, finde ich auch da immer etwas zum Meckern. :)

      In dem Sinne: Dranbleiben. :)

      LG
      WbD
      Schlangenöl ist auch weiterhin eine begehrte Ware, lässt sich Dank der modernen Technik nunmehr aber beliebig vervielfältigen und von selbsternannten Heilsbringern in die gierigen Schlünder kippen. Wohl bekomm's!
    • Hallo, WbD, das ist praktisch die erste Version des Textes, also noch nicht "gebügelt". Daher kann man es sehr wohl als Rohfassung verstehen. Wenn der Text mal richtig fertig ist, dann kann man ihn mit Sicherheit auch als Büchlein finden. ;) Von daher nur zu, wenn Kritik angebracht ist. Denn Kritik ist ausdrücklich gewünscht, ebenso wie Meinungen.

      Als Abwertung verstehe ich deinen Post überhaupt nicht, da du ja sehr konstruktiv schreibst. Also weiter so. ;)
    • [FONT=&amp]Frau Irmisch kam aus dem Lächeln nicht mehr heraus. Dana wirtschaftete wie ein kleines Kind. Sie griff die Kakaotasse mit beiden Händen, um zu trinken. Und als sie die Tasse wieder absetzte, hatte die junge Frau einen Schokoladenschnurrbart. [/FONT]


      [FONT=&amp]Als beide Frauen fertig waren mit Essen und Trinken, schmiegte sich Dana wieder ganz eng an Frau Irmisch. Große fragende Augen sahen die ältere Frau an, als ein dünnes Stimmchen fragte: „Woher weißt du…“ Lächelnd blickte Frau Irmisch in Danas Gesicht und fragte: „Ist es so gut für dich?“ Natürlich hatte sie bemerkt, dass Dana statt dem förmlichen Sie das Du gebraucht hatte.[/FONT]

      [FONT=&amp]Die junge Frau nickte eifrig, während sie immer noch die ältere Frau umklammerte. Leise fragte Frau Irmisch, ob Dana auf Toilette müsste. Dana lief sofort rot an, sprang auf und verschwand in Richtung Bad. Nachdenklich räumte Frau Irmisch den Tisch ab.[/FONT]

      [FONT=&amp]Als Dana wieder ins Wohnzimmer kam, saß Frau Irmisch auf dem Sofa und klopfte mit der flachen Hand leicht auf den freien Platz neben ihr. Dana verstand auch sofort und setzte sich neben die ältere Frau. Diese legte einfach den Arm um Danas Schultern, und die junge Frau kuschelte sich wieder eng an ihre Vermieterin, die ihr innerhalb kurzer Zeit bereits so viele wunderbare Momente geschenkt hatte.[/FONT]

      [FONT=&amp]Frau Irmisch fragte leise, ob sie ein Video gucken wollten. Dana nickte. Also schaltete Frau Irmisch den Fernseher an. Dana erstarrte, denn ohne zu fragen, hatte die ältere Frau Danas Lieblingsvideo eingelegt. Sie konnte nicht anders, als mit großen Augen immer wieder in das Gesicht der Anderen zu blicken. Und immer wieder kam der Gedanke hoch, woher eine Fremde wissen konnte, was sie brauchte und wollte.[/FONT]
    • [FONT=&amp]Dana konnte die Augen nicht mehr offen halten. So schlief sie ein. Sie bekam nicht einmal mehr mit, als Frau Irmisch zum Telefon griff und jemanden anrief. Wenn Dana das Gespräch mit angehört hätte, wäre sie mit Sicherheit aber nicht so ruhig geblieben, denn es ging eindeutig um sie! Die ältere Frau erklärte ihrem Gesprächspartner, dass sie die passende Frau gefunden habe und sie auch mitbringen werde. Hierzu aber würde sie für morgen früh einen unauffälligen Firmenwagen zu benötigen. Dann würden verschiedene Schwierigkeiten beseitigt werden. Schließlich legte sie auf.[/FONT]

      [FONT=&amp]Als die junge Frau nach einiger Zeit wieder ihre Augen aufschlug, musste sie sich erst orientieren. Dann aber sprang sie auf und rannte ins Bad. Frau Irmisch blickte ihr nur lächelnd hinterher.[/FONT]

      [FONT=&amp]Als die junge Frau nach einiger Zeit wieder ins Wohnzimmer kam, sagte Frau Irmisch, dass sie miteinander reden müssten. Dana bekam einen Schreck und fragte, ob sie etwas falsch gemacht hätte. Lächelnd verneinte die ältere Frau. [/FONT]

      [FONT=&amp]Dana war erleichtert! Sie hatte ja immer noch Angst davor, was zurzeit mit ihr passierte, auch wenn sie es genoss, wie ein Kind behandelt zu werden. Andererseits aber… sie war doch die erfolgreiche Abteilungsleiterin! Na ja, im Moment wurde sie ja regelrecht kaltgestellt. Und wie lange sie noch in dem Unternehmen tätig war, stand in den Sternen.[/FONT]

      [FONT=&amp]Als beide Frauen auf dem Sofa saßen, fragte Frau Irmisch Dana, ob sie sich vorstellen könne, morgen in die Firma zu fahren, um sich dort umzusehen. Dana fragte, was das denn eigentlich für eine Firma sei. Lächelnd sagte Frau Irmisch, dass sich die junge Frau überraschen lassen solle.[/FONT]

      [FONT=&amp]Dana sah traurig zur älteren Frau. Sie mochte ja einerseits, wenn sie überrascht wurde, war aber auch ganz aufgeregt. Schließlich ging es ja darum, ob sie eine gute Perspektive haben würde.[/FONT]
    • [FONT=&amp]Natürlich sah die ältere Frau sofort, was in Dana vorging. Es war ganz deutlich in ihrem Gesicht abzulesen. Dennoch verriet sie nichts, sondern nahm die junge Frau einfach in die Arme.[/FONT]

      [FONT=&amp]Dana ließ sich nur zu gerne fallen. Es war für sie einfach viel zu schön, vor allem, als Frau Irmisch ihr leise Kinderlieder vorsang. Dana stimmte mit ihrer hellen Stimme mit ein. Schließlich kannte sie ja die Texte von ihren Kinder-CDs. Ihr fiel nicht einmal auf, dass Frau Irmisch scheinbar genau wusste, in welcher Reihenfolge die Lieder auf den CDs waren.[/FONT]

      [FONT=&amp]Nachdem sie so einige Zeit noch gesessen hatten, stand die ältere Frau auf und sagte: „Nun werde ich erst einmal Abendbrot vorbereiten. Heute kannst du nicht so lange aufbleiben. Schließlich haben wir morgen ja viel vor.“[/FONT]

      [FONT=&amp]Aufgeregt lauschte die junge Frau. Sie fühlte sich wieder in ihre Kindheit zurückversetzt, als ihr ihre Mutter gesagt hatte, wann sie ins Bett zu gehen hatte. Damals hatte sie immer protestiert. Warum aber diesmal nicht?[/FONT]
    • [FONT=&amp]Dana half beim Tisch decken. Sie war so eifrig dabei, dass sie nicht merkte, dass sie mit jedem Teil einzeln ins Wohnzimmer lief. Anschließend holte sie dann das nächste. Frau Irmisch hingegen bemerkte es natürlich, und wieder umspielte das leise Lächeln ihr Gesicht, als sie zusah, wie Dana wirtschaftete.[/FONT]

      [FONT=&amp]Zum Abendbrot gab es Nudeln mit Tomatensoße. Die ältere Frau fragte, ob es nicht vielleicht günstiger wäre, wenn das Kind einen Latz umbekäme. [/FONT]

      [FONT=&amp]Dana blieb wieder der Mund offen stehen. Woher konnte denn ihre Vermieterin das alles wissen? Und wieso hatte sie alles bereits da? Wie konnte es denn sein, dass Frau Irmisch die Wünsche und Sehnsüchte der jungen Frau ahnte? Es war ja fast so, als ob die ältere Frau immer genau wusste, was Dana sich für den Moment wünschte, was sie brauchte, was sie wollte! Konnte sie etwa Gedanken lesen?[/FONT]

      [FONT=&amp]Dass die Lösung viel einfacher war, konnte Dana zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht wissen. Hinzu kam, dass sie vor lauter Aufgeregtheit gar nicht so wirklich zum Nachdenken kam. Es war ja auch so viel passiert in der letzten Zeit, dass sie gar nicht mehr wusste, wie es eigentlich anfing.[/FONT]

      [FONT=&amp]Frau Irmisch füllte Danas Teller. Als die junge Frau nach der Gabel greifen wollte, merkte sie, dass sie sich selber nur einen Löffel hingelegt hatte. Aber was für einen! Unten auf dem Stiel stand „Dana“ eingraviert – und dazu noch ein kleiner Teddy! Woher kam der Löffel? Wieder war sie einfach nur überwältigt.[/FONT]

      [FONT=&amp]Viele rote Flecken zierten den Latz schon nach kurzer Zeit. Das aber konnte die beiden Frauen nicht stören. In aller Ruhe aßen sie sie weiter. Anschließend räumten sie gemeinsam den Tisch ab.[/FONT]

      [FONT=&amp]Frau Irmisch nahm Dana an die Hand und ging mit ihr ins Bad – das heißt, Frau Irmisch ging, Dana hüpfte verspielt. Schnell war ein Schaumbad vorbereitet und die junge Frau im Wasser. Wohlig räkelte sie sich. Anschließend spielte sie mit den Schaumflocken und machte sich einen Bart. Frau Irmisch lachte hellauf, als sie Dana beim Spielen zusah.[/FONT]

      [FONT=&amp]Als die ältere Frau nach einiger Zeit bat, doch wieder herauszukommen, tauchte diese einfach nur unter. Lachend griff Frau Irmisch zu und erntete ein: „Bitte noch ein kleines bisschen, Mama“. Lächelnd sagte die ältere Frau: „Komm, kleine Dana, es ist doch gleich Schlafenszeit.“ Widerwillig stand Dana auf und ließ sich abtrocknen. Anschließend bekam sie wieder einen einteiligen Schlafanzug an. Heute war es ein hellblauer mit einem großen Teddy drauf. [/FONT]

      [FONT=&amp]Dana konnte nicht anders! Sie musste einfach zum großen Spiegel im Flur rennen und sich bestaunen. Das Bild, das sie sah, gefiel ihr sehr gut. Vergnügt lächelnd ging sie zusammen mit Frau Irmisch in ihr Prinzessinnenzimmer. Schnell kletterte sie in ihr Gitterbett und ließ sich zudecken. Mit ganz kleiner Stimme fragte sie leise: „Dana noch eine Geschichte?“ Natürlich wurde ihr der Wunsch erfüllt, und friedlich schlummerte die junge Frau ein.[/FONT]
    • [FONT=&amp]Sie träumte davon, dass sie wie eine Prinzessin in einen Spielzeugladen gefahren wird – natürlich in einer Kutsche mit weißen Pferden. Im Laden sieht sie alle möglichen Spielsachen. Am besten gefällt ihr aber das Barbiehaus. Das ist eine riesige Puppenstube über 5 Etagen. Und vor dem Haus ist ein Swimmingpool. Natürlich fehlt auch das Cabrio nicht mit Ken am Steuer.[/FONT]

      [FONT=&amp]Dana wachte auf, als ihr die Sonne die Nasenspitze kitzelte. Sie hatte so fest geschlafen, dass sie nicht einmal bemerkt hatte, dass Frau Irmisch bereits neben dem Bett stand. Sie fragte auch sofort: „Hast du gut geschlafen, kleine Dana?“ Eifrig nickte die junge Frau. Dann schoss es ihr durch den Kopf: Heute wollten sie doch eine Firma ansehen! Schnell sprang sie also auf und ließ sich den Strampler aufmachen. Dann hüpfte sie ins Bad und duschte ausgiebig.[/FONT]

      [FONT=&amp]Als sie wieder ins Zimmer kam, sah sie einen Berg von Sachen. Neugierig sah sie sich die Kleidung an. Es war ein Traum für ein kleines Mädchen. Enttäuscht aber war sie, als Frau Irmisch sagte: „Komm bitte hierher.“ Da sah sie, dass auf dem anderen Stuhl ebenfalls Kleidung lag. Neugierig ließ sich Dana anziehen, um gleich darauf wieder zu dem großen Spiegel zu rennen. [/FONT]

      [FONT=&amp]Was sie sah, verblüffte sie. Wie hatte Frau Irmisch das wieder hinbekommen, dass die Sachen perfekt passten? Und vor allem… es war eine hellblaue Jeanslatzhose, die auf dem einen Bein eine Meerjungfrau hatte, auf dem anderen Bein einen kleinen Delphin. Auf dem Latz war eine große Tasche in dunkelblau. Dazu hatte sie ein fliederfarbiges T-Shirt an. [/FONT]

      [FONT=&amp]Dana konnte sich an dem Bild nicht satt sehen. Immer wieder drehte und wendete sie sich vor dem Spiegel, bis Frau Irmisch sie zum Frühstück rief.[/FONT]

      [FONT=&amp]Schnell nahm sich Dana einen Latz und ließ ihn sich umbinden, denn sie wollte doch keinen Fleck auf ihrer Kleidung haben.[/FONT]

      [FONT=&amp]Heute bekam sie Kakao und Müsli. Wieder war Dana erstaunt. Woher konnte Frau Irmisch das alles wissen? Wieso hatte sie einfach alles da, um sie so zu verwöhnen?[/FONT]

      [FONT=&amp]Nach dem Frühstück zog sich auch Frau Irmisch an. Im Unterschied zu Dana aber hatte sie ein helles Kostüm. Sie reichte der jungen Frau noch eine weiße Handtasche, die auch sehr gut zu den weißen Schuhen und den weißen Söckchen passte.[/FONT]

      [FONT=&amp]Plötzlich klingelte es. Dana bekam einen Schreck! Sie fragte sich, wer da wohl geklingelt haben könnte. Als Frau Irmisch die Tür öffnete, stand ein junger Mann vor der Tür in einer dunkelblauen Uniform. Irgendwie fühlte sich Dana an ihren Traum erinnert. [/FONT]

      [FONT=&amp]Beide Frauen gingen zu dem Auto, dass genau vor der Tür parkte. Der junge Mann hielt die Tür auf und ließ Dana und Frau Irmisch hinten einsteigen.[/FONT]

      [FONT=&amp]Dana war wieder erstaunt! Von außen war es ein ganz normales Auto. Aber die Innenausstattung! Alles in hellem Leder! Und es war auch kein normaler Sicherheitsgurt, den der Fahrer jetzt Dana anlegte. Vielmehr war es ein Gurtsystem wie bei einem Kindersitz. [/FONT]

      [FONT=&amp]Als Frau Irmisch Dana einen Teddy in die Hand drückte, lief die junge Frau knallrot an. Leise sagte sie, dass es doch nicht alle Welt erfahren müsse. Lächelnd sagte Frau Irmisch: „Keine Sorge, kleine Dana! In einer Stunde wirst du vieles verstehen. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen!“ [/FONT]

      [FONT=&amp]Dana beschloss, einfach der älteren Frau zu vertrauen. Immerhin hatte die ja in den letzten Tagen bewiesen, dass sie doch sehr gut ihre Wünsche und Träume kannte. Also lehnte sich Dana entspannt zurück und genoss die Fahrt.[/FONT]