Bevor sich mein Leben in Rauch auflöst

    • Ich empfehle euch wenn ihr aufhören wollt nix mit Leuten zu machen die Buffen, egal wie gut ihr seid, weil ich letzten Mittwoch einen mitgeraucht habe. Es hat sich wie nichts angefühlt, wobei ich jez trotzdem nicht mehr den Monat clean bin, der einem das gute Gefühl gibt. Ich arbeite weiter daran, nichts zu nehmen, auch wenn ich selber davon überzeugt bin, nie wieder süchtig zu werden, was niemals zu deuten sein soll, dass ich jez ab und an einen rauche, da ich einfach durch bin damit. Mycro, ich bin jeden Tag durchgängig aggressiv und depressiv drauf. Zwar hab ich einen neuen Job, wo ich mich zusammenraufen und glücklicher wirken muss, sonst bin ich da glaube ich schnell draußen. Nebenbei lerne ich seit Tag eins alles mögliche um mich abzulenken.
    • Tag 59 - Morgen nullt es wieder.

      Über das Gröbste bin ich durchaus hinweg. Ich habe aber teilweise Phasen, wo alles langweilig erscheint, ich mir denke "Ach, jetzt kiffen das wärs mal wieder" und man keine Lust auf irgendwas hat.
      Diese Phasen halten manchmal Minuten, manchmal Stunden und manchmal sogar bis zu mehrere Tage an. Mittlerweile geht's mir aber wieder ziemlich gut. Diese Phasen werden auch immer seltener, man sollte es aber nicht unterschätzen denke ich.

      Und @Philster - Rückschläge sind normal, ich kenne die von meinen vorherigen Entzügen. Wichtig ist, dass du dir nur nicht denkst "Fuck it, jetzt kann ich ja wieder richtig loslegen", sondern dass du weiter machst wie bisher. Sieh es einfach als kleinen Ausrutscher.

      Edit: Die Träume sind immer noch sehr gemischt. Ich träume mittlerweile zu 50% gute Träume und zu 50% schlechte Träume. Sie sind aber mittlerweile nicht mehr so extrem, dass ich schweissgebadet aufwache, sondern eher "Man das war ja n doofer Traum" und ich dann gut aufstehen/weiterschlafen kann.

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    • Philster schrieb:

      Solange du nicht Familienangehörige mit blutunterlaufenden Augen siehst, passt doch alles in den träumen
      Ich habe tatsächlich schon wilderes erlebt.

      Tag 62 - mir geht's mittlerweile sehr gut und ich merke fast nichts mehr vom Entzug. Ich weiß gar nicht was ich noch dazu schreiben soll, aber mir geht es viel besser.
    • Herzlichen Glückwunsch Mycro!!! :top: =)
      Das sind ja fast drei Monate! Drei Monate ist ein viertel Jahr! :thumbsup:
      Ich kenne das, dass das Verlangen mal mehr und mal weniger da ist... ich habe die Hoffnung, dass es irgendwann ganz weggeht. Könnte eine Illusion sein.. Wir werden es sehen. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute! Weiter so! :wink:
    • Was fürn Einfluss meinst du, auf das Konsumverhalten? Hängt davon ab in welcher Beziehung man zu dem Angehörigen steht würd ich sagen.Bei mir isses schwer zu sagen mit der Sucht, ich weiss zwar dass ich süchtig bin aber es ist iwie die meiste Zeit nicht so bewusstseinspräsent dass ich es als Problem empfinde.
      Hey Philster schön ma wieder von dir zu hören aus deinen Beiträgen is immer richtig schön die miese Laune rausgetropft kannst ma kurz beschrieben was sich bei dir seit Konsumstopp vrändert hat? wie lang bist du jetzt nochmals abstinent?
      Glückwunsch an dich und Mycro
    • Vanillakisses schrieb:

      Hey ihr lieben.
      Hätte da auch ein paar Fragen....
      Habt ihr gewusst das ihr ein Suchtproblem habt? Habt ihr es verdrängt? Oder konntet ihr gar nicht dagegen ankämpfen?
      Meint ihr als Angehöriger kann man irgendwie Einfluss haben?
      Bei mir hat es ein wenig gedauert bis ich wirklich realisiert habe, dass ich ein Suchtproblem hab. Davor habe ich es eine lange Zeit lang verdrängt.
    • Mit Angehöriger meine ich mein (Ex)Freund.
      Er hat es zwar ein paar Wochen ohne ausgehalten....aber dann wieder angefangen und total dicht gemacht. Wollte nie darüber reden, hat mich weg geschoben usw. Letztendlich sind wir dadurch auseinander. Hatten sonst nie Probleme. Kam und komme einfach nicht an ihn ran.
      Hab ihn gefragt ober er sich überhaupt Bewusst ist was für ein Problem er hat.... Keine Antwort. Es ist grausam jemanden zu sehen der sein Leben so wegschmeißt.
    • Tag 103 - nun sind wir schon dreistellig! Rückblickend bin ich echt stolz auf das was ich geschafft habe. Trotz exzessiven Konsums und Zweifeln, ob ich jemals wieder ohne Weed kann, kann ich mittlerweile sagen - Ja, ich kann es und es geht mir sogar gut damit.
      Die Illusion, dass ich das Weed brauche, ist verschwunden. Zu lange habe ich mir selbst eingeredet, dass ich rauche, um endlich mal entspannen zu können. Meine Freundin spielte wohl auch eine sehr große Rolle dabei. Wir sind nun über 3 Monate zusammen und mit jedem Tag, den ich mit ihr verbringe liebe ich sie mehr. Sie hat stets zu mir gehalten, egal wie angepisst, schlecht gelaunt oder mürrisch ich mich ihr gegenüber verhalten habe.
      Auch gilt ein großen Dank euch. Kleine Rückfragen oder Feedback hat mich weiterhin motiviert clean zu bleiben.
      Und ich kann nun mit Stolz und ohne jeglichen Rückfall verkünden, dass ich jetzt über 100 Tage ohne ausgehalten habe.