Mein Freund und meine Co- Abhängigkeit....

  • Hallo zusammen!


    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen klar zu kommen...


    Zu "unserer" Situation... Ich bin 32, habe eine Eigentumswohnung und bisher keinen Kontakt zu Drogen und auch nicht in meinem nahen Umfeld. Er 28, wohnt noch bei seinen Eltern im Haushalt und hat ebenfalls keine engen Freunde die mit Drogen aktiv unterwegs sind. Er macht Musik und dort und aus früheren Zeiten gibt es den Kontakt mit Drogen.


    Mein Freund hat ein sehr großes Suchtpotential. Wir sind seit über 3 Jahren zusammen und ich bin echt verzweifelt. Kennen gelernt habe ich ihn so, dass er mal einen Joint raucht, womit ich natürlich kein Problem hatte. Nachdem wir etwa 2 Monate zusammen waren, habe ich heraus gefunden das er Pep zieht. Damit war ich nicht einverstanden und ich habe ihn gebeten das zu lassen. Er hat auch kurzweilig damit aufgehört und ist danach aber zum täglichen Kiffen gewechselt, nachdem er seinen Führerschein einen Monat abgeben musste ist er dann zum trinken gewechselt und danach wieder zum Pep und so ging es dann reihum, bzw ist er jetzt an einem Punkt wo er einfach mal alles zu sich nimmt was ihm so gerade in die Finger fällt... Kokain, Amphitamin, THC, Alkohol. Seit 3 Jahren lege ich ihm nun ans Herz bitte eine Suchttherapie zu machen. Mittlerweile bin ich soweit mit den Nerven am Ende das ich ihn nur noch an schreien kann. Er war bei der Beratung und ist dabei Unterlagen für eine ambulante Therapie zusammen zu suchen, der Weg von dem ersten Termin bei der Beratung bis jetzt liegt allerdings auch schon 4 Monate zurück. Er hat eine Bewerbung zur Therapie geschrieben, war bei der KK und beim Arzt um Unterlagen ab zu geben. Er hat mir verspochen diese Woche mit allem fertig zu werden. Trotzdem schaffe ich es nicht mehr ihn an mich ran zu lassen und werde hysterisch und schreie wenn ich es wieder am Kopf kriege und meine ich müsst ihm beweisen das er Drogen konsumiert hat. Ich bitte ihn erstmal Abstand von mir zu nehmen, aber dann droht er mir mit Selbstmord. Schreibe ich ihm nicht zurück, kommt er zu mir. Ich habe ihn gebeten mir zu zeigen das er es wirklich will und dann auf mich zu kommt, aber ich habe keine Luft, er erdrückt mich, setzt mich unter Druck er kann das ohne mich nicht usw. Was soll ich tun? Wenn ich jetzt sage ich bin konsequent und melde mich nicht, mache nicht die Tür auf usw. dann muss ich die Polizei verständigen. Das ist der einzige Weg, denn er kennt immer einen um Kontakt mit mir zu haben und das geht richtig an die Psyche.

  • Hallo FrauCo,


    aus eigener Erfahrung rate ich dir, wenn er mit Selbstmord droht, nimm es ernst. Auch wenn du vielleicht "eigentlich" weisst oder denkst das er das nicht ganz so ernst meint. Nimm seine Drohungen ernst. Wenn er sagt "wenn ich nicht bei dir sein kann (oder was auch immer) dann bring ich mich um" dann ruf zur Not den Notarzt bzw. in ner Institutsambulanz einer Psychiatrie, o.ä. irgendwen, an. Mit so etwas droht man nicht und ich finde man muss, gerade Menschen die einem am Herzen liegen, im Notfall auch auf solche Art zeigen, das sie einem wichtig sind.
    Und wenn er bei dir vor der Tür steht und, wie auch immer, Randale macht, oder du ihn einfach nicht da haben willst, Ja dann ruf die Polizei. Zögern, immer neue Chancen geben mit Bedingungen die nicht erfüllt werden, sich auf Diskussionen einlassen die eh nicht funktionieren (das schreibst du ja selber) das nutzt nichts. Man kann aus deinem Text ja schon herauslesen, dass du so wie es jetzt läuft gar keine Nerven mehr hast, mit ihm zu "verhandeln". Dann tu es auch nicht. Geb ihm vielleicht mit auf den Weg, dass du ihn unterstützt, wenn er in Therapie ist, das du für ihn da bist wenn er seinen Weg geht, das du ihn noch liebst/magst was auch immer - und dann setz deinen Standpunkt und bleibe dabei. Das klingt vielleicht hart, aber ich bin mittlerweile der Meinung, das man sich selber so am meisten Hilft und dem Betroffenen auf Umwegen auch.


    Liebe Grüße,
    Diebin

    drei normale Brötchen,
    und zwei verrückte, Bitte!


    :de:

  • Ich danke dir! Auf dem Standpunkt bin ich auch... Ich habe schon sehr oft gesagt das er doch bitte seinen Weg gehen soll und ich mit gehe sobald er in Therapie ist, dass ich ihn liebe und ich ihm helfen will, aber mich selbst nicht verlieren darf. Wie gesagt... dann droht er sich was an zu tun, verschwindet, sagt er seie unterwegs und sagt niemandem wo er ist. Wo kann ich mich dann am besten melden? Ich kann schlecht den Notruf wählen und sagen dass ich für jemanden Hilfe brauche, aber nicht weiß wo er steckt. Wenn er bei mir ist, droht er mir das Handy weg zu nehmen falls er den Verdacht hat ich verständige jemanden. Zudem bin ich davon überzeugt dass er ein ganz großer Künstler darin ist, der "Hilfe" zu erzählen dass ich einen am Brett habe und er kein Problem. Ich habe aber selbstverständlich sehr viele Texte die darauf hinweisen, oder sogar Selbstmordandrohungen klar deutlich machen von ihm. An wen wende ich mich am besten?

  • Ich denke ich würde mich an deiner Stelle mal bei einer Beratungsstelle melden.. da könen ja auch Angehörige hin (in dem fall wohl so etwas wie Beratungsstelle für Suchtkranke oder allgem. Psychologische Beratungsstelen)
    Die gibts eigentlich recht weit gestreut , egal wo mal lebt. Dort mal einen Termin machen, vielleicht kann man das auch am Tel. klären. Die sollten dir sagen können wie du in dem Falle reagierst und auch an wen du dich dann, wenn nötig, wenden kannst. Das wäre jetzt so das einfachste was man machen könnte denke ich.


    Liebe Grüße

    drei normale Brötchen,
    und zwei verrückte, Bitte!


    :de: