HILFE! Cannabisentzug- Was ist mit mir los?

  • Hallo ich hoffe ihr könnt mir hier Klarheit verschaffen und meine Fragen beantworten:
    Ich habe mit 16 angefangen zu kiffen. In den ersten Jahr vielleicht 2 mal im Monat. Im zweiten Jahr dann jedes zweite Wochenende und seitdem ich 18 bin, also seit ca. 5 Monaten jedes Wochenende. In den letzen 3 Monaten bin ich immer alleine nach Enschede gefahren. Ich habe mich im coffeshop auch mal mit anderen Leute unterhalten und sonst einfach videos geguckt.
    Mein Problem ist nun: Ich wollte am 07.01.2017 aufhören. Plötzlich brach alles zusammen.. Ich hatte nie das Gefühl das ich Cannabis brauche, habe ich immer noch nicht. Hatte auch immer mal 2 Monate Pause gemacht und in dieser Zeit ging es mir auch gut. Sonst habe ich 1mal die Woche gekifft und war auch für die restliche Woche zufrieden und glücklich.
    Das Problem ist nur, dass ich immer daran gedacht habe "Jetzt 2 Monate Pause um mir selbst zu zeigen, dass ich nicht abhängig bin. Dann geht es wieder weiter".
    Ich konnte nur noch durch Cannabis glück lich werden. Als ich nun am 07.01.2017 nach den Ferien eine schlechte Klausur bekommen hatte wollte ich aufhören. Ich dachte das ich mir durch Cannabis nicht mein Abitur versaue und meine Eltern und mich unglücklich mache. Doch plötzlich fragte ich mich, was überhaupt der Sinn des Lebens ist. "MAcht das überhaupt sind was ich gerade tue?" Eine sehr depressive Stimmung. Habe dann nach 3 Wochen wieder angefangen zu kiffen. Bis letze Woche wieder jedes Wochenende.
    Nun bin ich fest davon überzeugt, dass es noch andere Sachen gibt die mir Lebensfreude bereiten können.


    Seit ich ungefähr 17 bin hatte ich den Traum mein Leben lang zukiffen. Hab mir vorgenommen BWL zu studieren und während dessen jeden Tag zu kiffen. Wollte einen "BüroJob", damit ich jeden Tag nach der Arbeit kiffen kann. Weil es mich einfach glücklich gemacht hat und ich mir dachte, dass ich mein ganzes Leben so glücklich sein will. Ich habe mich auch immer extrem gesund ernährt, wollte bloß nichts "ungesundes essen" damit ich möglichst lange leben kann und lange kiffen kann.


    Nun fühle ich mich sehr depressiv. Das verstehe ich nicht. Soviel habe ich ja nicht gekifft, kann sich wirklich schon etwas in meinem Gehirn verändert haben.
    Wirkliche Freunde habe ich auch nicht denen ich das anvertrauen könnte und meinen Eltern will ich das auch nicht erzählen.


    Diese innere unruhe und diese depressive Stimmung macht mich total fertig. Ich kann mich nun noch weniger auf die Schule konzentrieren.
    Gebt mir bitte Tipps und Vorschläge wie ich mit dieser Situation umgehen soll.

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  • Es wäre zu einfach, wenn man sagen würde, ich konsumiere so viel/wenig und deswegen kann ich ja gar nicht abhängig sein ...
    Die Auswirkungen von Cannabis ist einfach bei jedem anders!


    Oft dämpft man auch vorhandene Depressionen mit dem Cannabiskonsum und wenn man dann aufhört, ist es klar, dass die Depris heftiger durchschlagen.
    Da du ja beschreibst, dass du nur mit Cannabis glücklich warst, ist das schon ein Fingerzeig, dass da eine "versteckte" Depression vorhanden sein könnte.


    Als Vater würde es mich stolz machen, wenn mein Sohn mit seinen Problemen zu mir kommt. Sicher wäre es erstmal ein kleiner Schock, aber trotzdem dürften deine Eltern noch am meisten zu dir halten - da du ja schon schreibst, Freunde gibt es keine wirklichen.


    Auf der anderen Seite bist du ja Volljährig und kannst daher selbst aktiv werden - ob nun Arztbesuch oder Beratungsstelle.
    Nur unternimm irgendwas, egal mit oder ohne Eltern, wobei ich ersteres sinnvoller halte ;)

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Ein anderes Problem ist das ich mich immer mit allen vergleiche. Die andere trinken jedes Wochenende, dann kann ich doch jedes Wochenende kiffen. Is ja mein leben.
    Aber nun denke ich viel zu viel nach. Fühle mich für alles verantwortlich.