Mein Sohn nimmt täglich Cannabis zu sich

  • Hallo alle zusammen.Ich bin noch ganz neu hier und muss mich erst einmal ein wenig eingewöhnen.Warum ich hier bin? Mein Sohn ist 21 Jahre alt, und nimmt täglich mehrfach cannabis zu sich. er fing vor ca. 3 Jahren damit an, weil er es brauchte um runter zu kommen. Zu diesem Zeitpunkt hat er seine Ausbildung gemacht, und konnte ab dem 2. Ausbildungsjahr seinem Ausbilder nichts mehr recht machen.Egal wie er es machte, es war falsch. Ich habe versucht mit seinem Ausbilder zu sprechen, aber es machte keinen Sinn.Mein Sohn hat seine Ausbildung noch zuende gemacht und wurde für 1 Jahr übernommen. In dieser Zeit war mein Sohn sehr oft krank.Durchfall, Magenkräpfe, Schlafstörungen, Migräne usw.Ich denke mal es war seelisch bedingt.Er hat versucht das Jahr durch zuhalten und wollte sich nebenbei etwas neues suchen. Hat es aber nicht getan.Jetzt ist er seit Juli 2016 arbeitslos, und zuhause.ist für die ersten 3 Monate auch als arbeitssuchend eingetragen worden, war aber nicht vermittelbar, laut Untersuchung vom Gutachter des Arbeitsamtes, sondern sollte sich krank schreiben lassen und sich einen Psychotherapeuten suchen und eine Therapie auf grund seiner seelischen Symtome machen.Vom Cannabis wusste der Gutachter nichts.Jetzt steht mein Sohn auf der Warteliste eines Therapeuten.Was mir so zu schaffen macht ist, er hat sich von seinen Kumpels und von seinen sozialen Kontakten total zurück gezogen.Sein Handy ist ständug aus, er schläft tagsüber und ist nachts am Pc und zockt. Er isst kaum etwas, raucht und nimmt das grüne Zeugs über eine Blubber. Er lebt in seinem Zimmer, wie in einer Müllhalde.Der Fussboden liegt voll mit Schmutzwäsche, Teller mit Essensreste, kann nichts weg schmeissen, egal was es ist, es landet auf dem Fussboden. Er lüftet kaum, in seinem Zimmer schimmelt es schon und er lässt sich gehen.Ewig nur pc an und ansonsten nur kurz etwas zum essen rein holen, aber nichts rausbringen. Und wenn ich ihn anspreche, ist er ewig genervt.Er bewegt sich nur nach draussen vor die Tür, wenn er zum Arzt muss, um sich weiter krank schreiben zu lassen.Einkaufen will er auch nicht mit mir zusammen, ich gehe ja eh einkaufen, also ist es doch ein Abwasch, wenn ich seins mit bringe,und ich habe ja schliesslich ein Auto, meint er.Wir halten es essenstechnisch getrennt seit seiner Ausbildung.Er wollte kein Kostgeld abgeben, da er so günstiger weg komme, wenn er nur seine Sachen essen würde, die er möchte.Zusammen essen tun wir schon länger nicht mehr.Er will immer nur vor seinem Pc essen und dann zu Zeiten, die echt nicht normal sind. Somit habe ich das kochen für uns aufgegeben.Ab und zu habe ich es doch mal gemacht , und gebe ich etwas ab, worüber er sich sehr freut. Der Teller steht dann auch tagelang in seinem Zimmer und die Essensreste trocknen an. Ich mag so nicht mehr. Es geht nicht vorwärts bei ihm und ich mache mir wirklich Sorgen.Das einzige was klappt ist, da er Krankengeld bekommt, beteiligt er sich etwas mit an der Miete und bezahlt sein eingekauftes. (Lebensmittel). Hat jemand von euch evtl auch einen Sohn oder Tochter, wo es ähnlich ist? Ich wohne mit meinem Sohn übrigens alleine..Also alleinerziehend gewesen.
    Lg. pedy

  • Hi,


    wegen was wird er denn aktuell immer krank geschrieben?


    Es schein ja nicht eine klare Cannabissucht zu sein, eher eine Mehrfachsucht, wenn m,an den PC miteinbezieht.


    Ist schon absehbar, wann die Therapie beginnen kann??
    Wenn möglich, würde ich mal den Beginn der Therapie abwarten - wenn es nicht gleich Monate dauern wird, bis es los geht.
    Eventuell könnte dort auch ein Familiengespräch stattfinden, wenn dein Sohn damit einverstanden ist.


    LG Franz

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Franz, er wird zur Zeit immer wieder krank geschrieben,wegen seiner Angststörungen,die sich während seiner Ausbildung und während seiner Festanstellung (war die gleiche Firma) aufgebaut haben.Da er ja Therapie machen soll.laut Arbeitsamt ist er so nicht vermittelbar und soll erst einmal Therapie machen.Daher die Krankschreibungen.So braucht das Arbeitsamt nicht zahlen,sondern er bekommt Krankengeld.Nun steht er auf der Warteliste einer Therapeutin die Verhaltenstherapie macht.Zur Zeit schaut er ab und zu mal in seinen Mailorder ob sie vielleicht geschrieben hat.Er rafft sich auch nicht auf,weitere Therapeuten anzurufen.Sondern wartet ab.Mich nervt es,daß er so die Ruhe hat weg hat.Ansonsten zockt er ständig oder schläft.Und wenn ich ihm was sage,ist er ewig genervt.Am liebsten will er Zuhause bleiben und mit YouTube Videos Geld verdienen.Er stellt ab und zu etwas rein,was auch schon einige Klicks hat.Aber er begreift nicht,daß er davon nicht sein Leben finanzieren kann.Er will einen Job,wo er glücklich ist und gut Geld verdient.Hab ihm gesagt,er hat es doch in der Hand.Mach eine neue Ausbildung.Dann kommt; mal schauen. Ehrlich gesagt habe ich Angst, das die Krankenkasse irgendwann sagt,er bemüht sich nicht und zahlt nicht mehr.Ich kann und will ihn nicht finanzieren,verdiene selber nicht viel Geld.Familiengespräch?LG.

  • Hi hab so bisschen mitbekommen und mich würde es interessieren wie sein Kanal heißt. Zudem wollte ich dir noch sagen das du mehr an seine Ziele glauben solltest eine Perspektive sieht jeder selber in sich und kein anderer. Vielleicht solltest du ihn Unterstützung garantieren wenn er zwei gleisig fährt also eine neue Ausbildung anfangen und du sponserst ihn Kameraequipment oder so aber das eine zu verteufeln wird ihm nicht gerecht.

  • Hallo Gesasta
    Ich würde ihn super gerne unterstützen,wenn er eine 2. Ausbildung anfangen würde.Das andere kann er ja gerne nebenbei weiter aufbauen.Aber zur Zeit kann mein Sohn sich halt irgendwie zu nichts aufraffen.Sorry,aber den Kanal von ihm mag ich hier nicht so gerne preis geben.Er würde mir den Kopf ab reissen, wenn er wüsste,daß ich mir hier Hilfe suche und über ihn schreibe.

  • Hallo pedy1502,
    um nochmal das Youtube Thema anzusprechen.... Das scheint ja wirklich etwas zu sein, was ihn begeistert. Vielliecht könntest du ihn dazu bringen, dass er sein Geld nicht für Cannabis verschwendet, sondern spart um es dann in eine gute Ausrüstung zu investieren. Als Belohnung könntest du ihm ja versprechen einen Teil dazu beizutragen, wenn er es schafft. Wie finanziert er denn eigentlich seine Sucht?

  • Hallo Andocie,
    Dankeschön für deine Antwort. Er finanziert seine Sucht durch sein Krankengeld.Er hat mir gesagt, als er damit anfing, bzw. Ich es entdeckte,daß er es zu sich nimmt, er braucht es um runter zu kommen.wenn ich ihn jetzt frage :warum er es immer noch nimmt,er brauche doch nicht mehr runter zu kommen,da er seinen Stress bzw.den Ärger nicht mehr in der Firma hat?dann sagt er mir ganz deutlich;er wird es immer weiter nehmen.besser als wenn andere Alkohol trinken.Deine Idee ist aber eine Möglichkeit oder eine Idee.Ich werde drüber nach denken in wieweit ich es ihm nahe bringen kann.Denn sowie ich das Wort cannabis oder kiffen sage,reagiert er ganz aggressiv. Es könnte ja ein Nachbar in der anderen Wohnung hören.