Nasenspraysucht

  • Hey Leute,
    ich muss einfach mal über ein ernstes Thema sprechen: Ich bin Nasenspraysüchtig.
    Ich setze mir mindestens einmal täglich den Schuss. Alle wollen mich davon abhalten, sie haben Angst dass ich mich in dieser Sucht verliere, keine Wege aus der Sucht mehr zu finden vermag... Und Leute, ich bin ehrlich..... Ich weiß nicht, ob ich da noch rausfinden kann.
    Seit ca. einer Woche habe ich nun auch noch die schreckliche Diagnose erhalten.... NASENSPRAYAIDS... ich bin am Boden zerstört.
    Die im Internet empfohlende Ein-Loch-Therapie zeigt keinerlei Wirkung.
    Oma´s Kuchen rieche ich seit Monaten nun nicht mehr.... ich versuche dies vor allen möglichst zu verstecken, doch manchmal sehen sie mich dann doch sniefen, wenn der Druck mich überkommt.
    Ich habe wirklich ALLES versucht! Mit meinem Arzt habe ich einen Ausstieg geplant, aber die Entzugserscheinungen waren schwerer und ich bin wieder rückfällig geworden.


    Hat jemand weitere Tipps und Ideen?

  • Am besten zu einem Suchtexperten, der kann dir helfen.
    Eventuell könnte für den Anfang auch ein HNO helfen, wenn er offen für das Thema ist.
    Hinsichtlich Entzugserscheinungen sollte sich zusammen mit dem Profi auch was finden lassen.


    Aber vielleicht beschreibst du mal genauer wie sich der Entzug entwickelt hat ...

    Seit ca. einer Woche habe ich nun auch noch die schreckliche Diagnose erhalten.... NASENSPRAYAIDS... ich bin am Boden zerstört.

    Eine Diagnose mit dem Fachbegriff Nasensprayaids ist mir nicht bekannt, wer hat diese Diagnose gestellt?

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Ich war auch jahrelang Nasenspray süchtig. Bin sogar morgens, auf dem Weg zur Arbeit, wieder umgedreht, weil ich es daheim vergessen hatte, und nahm lieber in Kauf zu spät zu kommen, als kein Nasenspray dabei zu haben. Ich dachte auch lange, dass ich da nicht wieder rauskomme. Bemerkte irgendwann einen komischen Geruch, von dem ich nicht sagen konnte, ob er von ausserhalb kam, oder direkt aus meiner Nase. Jemand sagte mir, es gäbe eine sogenannte Stinknase, klingt lustig, ist es aber nicht. Das passiert, wenn die Schleimhäute irgendwann durch das dauernde Spray kaputt gehen und anfangen zu stinken. Das schlimme ist, nicht nur du selbst riechst es, sondern auch andere.
    Davor hatte ich Angst, aber aufhören ging auch nicht. Hab es mal übers Wochenende probiert, Nasenspray war alle, hab kein Neues gekauft. Meine Nase ging dann zu, und sie blieb es. Ich bekam Kopfschmerzen und einen trockenen Hals, weil ich dauernd durch den Mund atmen musste. Sonntags war ich so mit den Nerven am Ende, dass ich kilometer weit zur Notdienstapotheke fuhr, um mir Spray zu kaufen.


    Als ich in der Schweiz war, jemanden besuchen, ging mir auch dort das Nasenspray aus und ich kaufte mir dort welches. Es war eine Flasche, die man aufschrauben konnte, etwas, was es bei uns damals nicht gab. Zum aufschrauben gab es nur Nasentropfen und die wollte ich nicht. Aber dieses Spray aus der schweiz, bzw die Flasche, hat mir geholfen, davon loszukommen! Nachdem die Hälfte raus war, hab ich die Flasche mit Wasser wieder aufgefüllt. Und immer so weiter. Irgendwann habe ich dann gesagt, dass ich mir eigentlich nur noch reines Wasser in die Nase sprühe, welches gegen verstopfte Nase gar nicht hilft. Also habe ich es weggelassen, und kam auch ohne klar!


    Inzwischen gibt es auch hier Flaschen zum aufschrauben, einfach in der Apotheke fragen. Wenn ich es wirklich mal brauche, was selten geworden ist, seit ich es nicht mehr dauernd nehme, hole ich auch immer eins mit aufschraubbarer Flasche. Meistens muss ich gar nicht lange verdünnen, sondern komme auch so wieder davon los.