Tagebuch der Nüchternheit

  • Hallo zusammen,

    ersteinmal zu mir ich bin 24 jahre und männlich und habe mir durch meine Kifferei und Trinkerei in letzer zeit sehr viel Kaputt gemacht. Ich habe zwischendurch immer mal wieder für ein paar Monate aufgehört jedoch meist dann nur mit einem vom beidem. Entzugs erscheinung konnte ich bis auf gelegentliche Schlafstörungen noch nicht Feststellen. Ich gehe einer geregelten Arbeit nach und habe auch einen geregelten Tagesablauf.

    Nun habe ich mich endgültig dazu entschlossen beides sein zu lassen und mein Leben wieder Klar zu führen in der hoffnung die Beziehung zu meiner Lebensgefährtin noch Retten zu können. Seit Sonntag habe ich nun nichts mehr Kosumiert und bis jetzt geht es mir damit auch gut nur die Ungewissheit ob und wie es weiter gehen wird mit der Beziehung macht mir zu schaffen.

    Die Hoffnung Stirbt zu Letzt und das passiert hoffentlich nicht

  • Wie viel hast du denn jeweils in Schnitt immer konsumiert?


    Ich könnte mir gut vorstellen, dass schon noch Entzugsymptome auftreten werden.


    Aber generell hast schön mal einen sehr wichtigen Schritt unternommen. Die Frage wird sein, ob es ohne therapeutische Ausarbeitung durchzuhalten ist?

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo, der Consum von Cannabis lag bei ca 1-3 Joints Pro Tag aber auch nicht jeden Tag in der Woche manchmal hab ich auch einfach ein paar Tage nicht geraucht. Alkohol war auch nicht Täglich wenn dann am Wochenende bzw wenn ich frei hatte aber dafür dann zumeist immer bis Oberkante Unterkante. Ich denke ich habe einfach nie den richtigen umgang mit Alkohol gelernt und werde ihn jetzt auch nicht mehr erlernen können. Da jetzt leider die beiden Feirtage waren konnte ich in meiner Lokalen Drogenberatung noch niemanden erreichen die Nummer habe ich mir aber schon rausgesucht und werde morgen dort mal anrufen. Ich hoffe das mir dort ein Psychotherapeut mit Fachrichtung Sucht o.ä empfohlen wird bzw ich dort vielleicht ein paar Nummer und Infos zu Selbsthilfegruppen bekomme.

    Die Hoffnung Stirbt zu Letzt und das passiert hoffentlich nicht

  • So Gestern habe ich dann auch endlich einen Termin bei der Drogenberagtung bekommen allerdings erst in zwei Wochen :( naja kann man nichts machen die haben dort wahrscheinlich auch genug zu tun... Ich bin jetzt seit einer woche komplett clean bis auf Zigaretten und Kaffe/Tee. Ich weiß das ist jetzt noch nicht viel aber immer hin :) Welche Frage sich mir stellt ist wie kann ich die Zwei wochen jetzt sinnvoll überbrücken. Ich hab schon mal nach Therapeuten gesucht aber bis jetzt binn ich noch nicht wirklich fündig geworden. Ich Träume tatsächlich auch wieder zwar nur Schrott aber ich Träume wieder das ist mir in den letzten Jahren nie passiert zu mindestens nicht so das ich mich drann errinnern kann das ich geträumt habe. An den Ihnhalt kann ich mich meist nur bruchstück haft errinern.

    Körperliche Entzugs erscheinungen sind mir bis jetztauch erspart geblieben. Meine Lebensgefährtinn und ich gehen momentan leider erstmal getrennte wege. Psychisch dreht sich bei mir gerade alles um das wie wann und warum. Dazu kommen dann die für mich typischen Ängste vor der Zukunft das gefühl sich beweisen zu müssen und das gefühl das man einfach in seinem Leben noch nichts wirklich zu Stande gebracht hat bzw das alle anderen "besser" sind.

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  • Leider sind die meisten Beratungsstellen komplett überlastet, ein Erstkontakt innerhalb 2 Wochen ist wirklich ok.

    Bei der Therapeutensuche wird es aber vermutlich noch sehr viel schlimmer, da sind Wartezeiten bis zu 6 Monaten oft die Regel.


    Träumen ist gut, das kommt oft las erstes zurück - auch wenn es noch unlogisch erscheint ;)


    Schau dir mal unser Partnerprogramm LdG an ==> Startseite - Lass das Gras / Cannabissucht, Kiffen, aufhoeren, Suchtberatung

    Vielleicht ist das was für dich ...


    Ansonsten, raus in die frische Luft, Sport soweit wie möglich und viel trinken und gesund essen - das sollte dich weiter unterstützen.


    Kannst auch mal deine PLZ via PN senden, vlt können wir dir einige SHG's nennen!

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    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • So Hallo da bin ich mal wieder :) da der erst Kontakt ja Leider noch zwei Wochen hin ist, na gut anderthalb Wochen ;) habe ich heute das Gespräch mit unserm Drogenbeauftragten gesucht und mich lange mit ihm unterhalten. Das hat erst einmal sehr gut getan mich mit jemandem auszutauschen der dieselben bzw ähnliche Erfahrungen gemacht hatt wie ich und das Prozedere kennt. Im Laufe dieses Gespräches wurde mir immer klarer das ein Stationärer Enzug mit anschließender Therapie wahrscheinlich das sinnvolste für mich ist. Außerdem habe ich im Gespräch auch erfahren das es eine Kooperation zwischen unsern Drogenbeauftragten/Firma und einer Klinik gibt wo es für mich eventuell die Möglichkeit einer Therapie gibt wenn das mit meiner momentan bevorzugten Klinik nicht Klappen sollte. Aufjedenfall hab ich mir jetzt als erste bzw zweite maßnahme einen Termin bei meinem Hausartzt besorgt und das Thema auch mit ihm zu erläutern und mit seiner Hilfe vllt schneller bzw überhaupt einen Therapieplatz bzw Entzugsplatz zu bekommen. Momentan versuche ich mich möglichst den ganzen Tag abzulenken sei es mit kochen Spazieren gehen oder ähnliches, meine psyche ist momentan ziemlich im Arsch weiß nicht ob man das jetzt schon als ausgewachsene Depression bezeichnen kann... Aufjedenfall könnte ich sobald es stil um mich herum wird anfangen zu heulen binn niedergeschlagen und einfach Traurig und Ängstlich. Die größte Angst ist die meine "Lebensgefährtinn" vllt für immer verloren zu haben durch meine Sucht, ja ich nen es mittlerweile beim Namen es ist eine Sucht. Als ich mit ihr Telefonierte und merkte wie sehr sie mir wirklich fehlt und wie weh es tut das wir getrennte wege gehen spätestens da war mir klar du bist Süchtig und benutzt Alkohol und Cannabis um Gefühle zu unterdrücken die du dir nicht zu gestehst bzw die du nicht fühlen willst. Nachdem Telefonat wollte ich einfach nur abtauchen den Schmerz nicht mehr fühlen gar nichts mehr fühlen einfach nur betäubt sein. Flüchten vor dem unangenehmen könnte man es nennen. Ich weiß nicht vllt ist es auch eine mischung aus Psychischen Problem die vor der Sucht bestanden und bestehen und der Sucht selbst. Gerade binn ich wirklich froh darüber das ich einen geregelten Tagesablauf habe, ich weiß nicht was ich ohne machen würde, wahrscheinlich nicht mal aus dem Bett kommen und immer weiter in das loch fallen welches mich momentan im Griff hat :(.

    Franz Dank dir für deine Antworten und deine Hilfe stellungen. Zum Thema Selbsthilfegruppen hab ich mich auch schon umgeschaut dank des Internets kann man sowas ja mittlerweile sehr gut herraus finden :) Allerdings fühle ich mich da gerade noch nicht so in der lage zu.

    Ich bin der Hoffnung das mein Hausartzt mir am Montag relativ schnell und gut helfen kann.

    So damit schließe ich dann auch für heute und gehe ins Bett.

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