Aufgehört mit dem Rauchen und Kiffen

  • Hallo,


    ich bin 22 Jahre alt und habe seit 1 Monat mit dem Kiffen und mit den rauchen von Zigaretten aufgehört, zuvor habe ich ca. 2 Jahre tgl. Gekifft und 6 Jahre eine Packung am Tag geraucht.


    In der ersten Woche wo ich aufgehört habe war ich gut drauf und habe begonnen mehr Sport zu machen wobei ich sagen muss das ich schon immer sportlich war und trotz des kiffens regelmäßig Krafttraining gemacht habe nur jetzt auch mehr Ausdauersport betreibe.


    Seit der 2ten Woche bin ich in einem Loch. Habe Depressionen bekommen und Suizide Gedanken. Ich empfinde auch an nichts mehr Freude. Auch habe ich auf einmal einen Hass auf viele Leute in meinem Umfeld und rede nur noch mit wenigen - was mir auch irgendwie weh tut, aber ich kann einfach nicht aus meiner Haut raus. Auch gehe ich fast nicht mehr aus dem Haus, außer zum trainieren und zum Einkaufen.


    Ich bin am überlegen ob ich wieder mit dem kiffen anfange, da wenn ich high war, wurde ich zwar manchmal paranoid und verwirrt, aber ich hatte keine Depressionen und so einen Wut und Hass in mir. Auch bin ich seit 3 Monaten arbeitslos und habe einen abnormen Schlafrythmus was mir auch noch zusetzt. Bin aber aktiv auf der Suche nach einer Arbeit. Der Grund warum ich aufgehört habe ist weil ich wieder ein geregeltes Leben haben will, aber irgendwie ist seit dem Entzug alles schlimmer geworden.


    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht

    und kann mir sagen ob die oben beschriebenen Symptome wieder abklingen und verschwinden oder hat sich bei mir eine Psychose entwickelt?

  • Also ob sich da eine Psychose andeutet, das kann natürlich nur ein Profi diagnostizieren!

    In den meisten Fällen ist dem aber nicht so ...

    Gibt es psychische Vorerkrankungen bei dir oder in der Familie?


    Dir muss erst mal klar werden, du bist einer der wenigen, die einfach mal so das Kiffen aufgeben konnten.

    Auf der anderen Seite, solltest dich um deine depressiven Verstimmungen kümmern und das dürfte nur in Verbindung mit einem Arzt klappen.

    Erst sind körperliche Erkrankungen auszuschließen, also Mangel oder sonst was ...

    Dann muss überlegt werden, warum und in welcher Intensität Suizidgedanken vorhanden sind und was man aktuell dagegen tun kann.


    Aber vielleicht spielt auch deine Arbeitslosigkeit eine viel größere Rolle als dir klar ist!

    Der Rückzug aus dem Umfeld ist nachvollziehbar, welcher MANN zeigt schon gerne Schwäche ;)


    Zwei Dinge, ja, ich denke deine Symptome klingen wieder ab, nur erwarte nicht in 4 Wochen Besserung - du hast deinem Körper Jahre geschunden.

    Das andere, du hast Zeit, also geh zum Doc und lass dich checken und rede ehrlich mit dem.

    Vorübergehend mal eventuell AD's nehmen, was auch immer, das ist kein Beinbruch.


    Nur eines - nichts tun ändert deine Situation nicht und wenn es wirklich eine depressive Episode oder sonst was ist, das geht vermutlich nicht einfach so von allein wieder weg!!

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Ist eine bekannte Reaktion, dass man beim Aufhören von Dauerkiffen aggressiv und labil wird.


    Es ist aber ein guter Schritt, weil Drogenzufuhr Unfreiheit bedeutet. Es ist es wert, da durch zu gehen, weil du dir Handlungsspielräume für die Zukunft erwirbst. Wie soll man unter dem ständigen Drogeneinfluss rein man selbst werden und sein? Wie soll man unter diesem Störfeuer sein ganz eigenes Leben entwickeln und leben?


    Wertvoller Schritt. Glückwunsch. Auch wenn es jetzt mit Schmerzen verbunden ist. Aber normalerweise glaube ich du wirst noch sehr dankbar sein für diesen Schritt.


    Und Rauchen macht die Lunge kaputt und damit Fitness und Freude an Bewegung. So früh damit aufgehört wie möglich - alles richtig gemacht.