Ich hasse koks ...aber es hat mich im Griff

  • bin 41 Jahre und bin 20 Jahre Drogensüchtig.......in den letzten 5 Jahren hat sich mein Körper aber auf Kokain eingeschossen......Ich muss aufhören aber wie ist die Frage....ich konsumiere 1 bis 2 mal die Woche......körperlich bin ich schon so stark angeschlagen das Spätfolgen wohl nicht zu verhindern sind.

    Meine Nasenscheidenwand hat sich fast aufgelöst. Mittlerweile habe ich Schmerzen im Mund und Gaumen und Rachen bereich...... ich traue mich momentan nicht mal zum Zahnarzt da deutlich zu sehen ist das da was nicht stimmt.....Ich stehe mit beiden Beinen im Leben,Job ,Kind 21 Jahre .....die nie was von meinem Problem mitbekommen hat.Meine Freunde denken ich habe es im Griff habe ich aber nicht....... Nur mittlerweile macht mich der Konsum Krank ,man könnte denken ich habe Dauergrippe......Gibt es hier jemanden der es geschafft hat alleine aufzuhören?.......Meine Freundin mit der ich meist zusammen Konsumiert habe wurde Schwanger vor zwei Jahren das war wohl ihr Glück......wobei die auch heute immer och kämpfen muss und das verlangen immer wieder hoch kommt.......ich bin so verzweifelt....ich hasse dieses Rauschgefühl mittlerweile aber nein sagen ist trotzdem schwer....Ich muss schnell eine Lösung finden ansonsten habe ich bald ein Loch im Gaumen........Schleimhäute habe ich nicht mehr in der Nase......nur ein großer Hohlraum..... ..... Meine Lebensfreude schwindet man ist nur gesteuert von diesem scheiß Koks.....immer wenn ich ein Paar Tage nüchtern bin denke ich ja jetzt klappt es.....ich spüre wie es mir von Tag zu Tag besser geht....und plötzlich kommt der Gedanke wieder.....ach nur heute hast ja schon ein Paar Tage nicht......und jeden Tag danach denke ich wieso hast du das getan.... Ich bin Schmerzpatient weil ich einige Operationen hatte am Rücken....ich denke deswegen ist mir auch erst nicht aufgefallen wie schlimm es mit meiner Nase ist. Seit kurzen wurden meine Medikamente abgesetzt und damit begannen auch die Schmerzen im Gesicht und Mund..... 😢


  • Servus melsche,


    es gibt sicher einige die es alleine geschafft haben, nur warum so eine unsichere/schwere Art wählen, wenn es so viele Möglichkeiten von Unterstützung gibt?


    Dein Schmerzmittel konntest du einfach so absetzen?

    Um welche Medikamente handelte es sich hier?


    Was bedeutet 20 Jahre Drogen und jetzt seit 5 Jahre Koks? Was war davor?


    Um ehrlich zu sein, nach so langer Abhängigkeit kommt selten wer einfach so ganz allein davon weg.

    Hast du schon mal an Hilfe annehmen gedacht?

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Den Schein wirst du nicht viel länger wahren können. Sich zahnärztlich selber versorgen oder gar nicht versorgen muss man schon sehr wollen... Willst du das? Wenn du ein Loch im Gaumen kriegst, willst du das dann so lassen?


    Diese Entscheidungen wirst du treffen.


    Wenn du aus dieser Nummer rauskommst, dann mit großem Schaden jetzt. Alternativ bestenfalls mit sehr viel größerem Schaden in ein paar Jahren.


    Man könnte auch sagen, jetzt sind dir von den Fellen die Hälfte weggeschwommen, demnächst bleiben halt nur ein, zwei, oder gar keins mehr.


    Entweder steh zu deiner Lage, arbeite an dir und besiege diese Sucht, oder bleib beim Koks und akzeptiere deinen körperlichen Verfall, umarme die schweren Folgen, die angefangen haben, einzusetzen. Auch dann wirst du übrigens dazu stehen müssen.


    Hinausschieben, Augenzumachen, Weglaufen, ja kann man noch kurze Zeit. Ist aber de facto nichts anderes wie die gerade genannte zweite Option.

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzungen, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

  • Hallo melsche,


    Wie es scheint setzt du dich mit dem Thema auseinander und hast dein Suchtproblem akzeptiert. Das ist sicher ein super Start in ein neues Leben, ohne das Zeug.

    Ich denke was dir fehlt sind Strategien den Suchtdruck zu überwinden und standhaft zu bleiben.

    Also warum nicht professionelle Hilfe suchen um einen Weg aus der Sucht zu finden. Lass dich dich doch beraten, damit du den besten Weg für dich finden kannst.


    Mein Ex hat damals eine Langzeittherapie gemacht, was ihn auch weitergebracht hat.Allerdingst konsumiert er heute THC und ist Alkoholiker. Wenn es sich ergibt konsumiert er auch wieder Kokain. 😟


    Hab bitte keine Scheu zum Arzt zu gehen, und dich behandeln zu lassen.


    Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.