Borderline

  • ok...ich habe viel gelesen...mich informiert, vielleicht kann ich diese Diagnose ja doch annehmen, auch wenn es Angst macht.
    Es trifft sogut wie alles auf mich zu, außer den Wuranfällen. Die Wut, meine Aggressionen richte ich eigentlich ausschließlich auf mich selber...
    Es ist als ob ich Angst davor habe den Menschen meine negativen Gefühle mitzuteilen. Auch habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass andere mich ganz anders erleben, als ich wirklich bin. So fühle ich mich manchmal traurig, und machtos, und doch wirke ich auf mein Gegenüber wütend...
    Vielleicht öffnet es mir ja auch Chancen?... es ist eine Krankheit, ich bin nicht verrückt...
    ..trotzdem fühle ich mich so. Kann mich nicht wirklich verstehen. Ich hab solche Angst, gibt es da einen Weg raus...Kann das Leben auch normaler sein?

    lg Julchen

  • Hallo Julchen,

    ich bin Borderlinerin, also ich habe Borderline und zwar die Selbstverletzende Sparte, d.h. ich habe mich des öfteren einfach "ohne Grund" geschnitten.
    Das heißt: Sobald ich Schmerz empfunden habe und das Blut bei mir lief empfand ich es als Genugtuung.--Jetzt sagst dir bestimmt, die Neue kann viel erzählen, das stimmt doch alles nicht. Wenn du mir nicht glaubst frage deinen Arzt, ob Schmerz = Genugtuung.

    LG
    Gabi 123

  • Hi du jap ich habe auch einige Therapieerfahrung...aber mit dieser Diagnose mußte ich mich erstmal abfinden...ist schon was anderes als wennst halt magersüchtig bist.
    Mittlerweile gehts aber ganz gut...
    Das Schneiden ist mein Ventil, zum Druck ablassen.
    Ich kämpfe zeitweise dagegen an, weil ich gerne ohne frische Schnitte in die Klinik gehen würde, und weil ich immer denke, überliste ich meinen eigenen Kopf...ich mache mich aber eigentlich auch nicht mehr soooo fertig, wenn ichs doch wieder getan hab, mei...

    aber sag, wennst auch Bl bist, kommst dann auch in die SHG Borderline? Da könnten wir noch welche brauchen, glaub ich (bin nicht mehr so auf dem neuesten Stand), damit diese Gruppe auch starten kann...

    lg Julchen

  • Naja, ich sehe ich bin nicht allein. Akzeptieren wollte ich es noch nie, aber es passt schon alles zusammen. Früher kam ich aus der ssv-Sparte, bin jetzt mittlerweile bei der Magersucht gelandet.

    mich tät mal eins interessieren- wie haltet ihr (vorrausgesetzt ihr habt eine) eure Beziehung aufrecht? Das ist ganz schön schwer man nicht gerade den tolerantesten Freund hat... Ich meine, wer kann schon verstehen, was in einem vorgeht, der so eine störung hat ...

  • ...ein alter Beitrag, und doch sehr aktuell ....

    :frowning_face: ich weiß es nicht, bin grad innerlich am Schluss machen, weil es kann keiner verstehen, und man/frau liefert den perfekten Opferstatus ...Schild am Hirn kleb :wall: ich bin schuld-alles klar ...

    Zu anstrengend ...keine Ahnung ... kostet Kraft, die man anderweitig braucht?

    LG Julchen

  • Hallo Julchen,

    ich war auch geschockt als ich Diagnose "Borderline" bekam. Inzwichen aber hab ich mih mit abgefunden. Man sagte mir damals hier im Forum, das ich ja deshalb nicht anders bin als vorher und ich muss sagen, sie haben Recht behalten.

    Das Problem mit dem Scheiden hb ich allerdings auch. Mal kämpfe ich an, mal lass ich dem Druck seinen Lauf nehmen ...

    Liebe Grüße
    sweety

  • Auch wenn ich mir die Diagnose grad mehr oder weniger selbst "eingebrockt" habe... wirklich wohl fühl' ich mich damit nicht.
    Das war bei meiner Depressionen-Diagnose anders, da wusste ich innerlich, dass es passt und somit war es auch kein Problem.

    Ich hab' auch schon überlegt, ob es daran liegt, dass ich da irgendwas verschiebe.. und zwar in Richtung "an MIR / meiner Person" is' was falsch... Heißt ja nicht umsonst Persönlichkeitsstörung :winking_face: ... Aber auch wenn ich mich manchmal wirklich so fühl, als sei ich als Person quasi falsch, weiß ich trotzdem, dass es das nicht ist, was mich diese Diagnose so unstimmig finden lässt.

    Es ist halt einfach so, dass ich mich in den gängigen Diagnose-Kriterien nicht wirklich wiederfinde. Ausgenommen dem 'SVV, wenn es auch nicht mehr aktuell ist.
    Allerdings sind wiederum bestimmte Themen, die es im Laufe einer Therapie bei einer Borderline-Störung zu bearbeiten gilt (z.B. Emotionstoleranz), auch bei mir Thema - Und daher passt es irgendwie doch auch trotzdem irgendwie.

    Und gerade auch weil die "Schublade Borderline" immer auch an diese Diagnosekriterien gebunden ist - und die eben für mein Empfinden nicht ganz passt - wehre ich mich auch ein stückweit dagegen. *denk*

  • Hi Fibra,
    was heißt denn, du hast dir die Diagnose selbst eingebrockt?
    Und wann hast du die bekommen? Vor paar Jahren? Als das mit dem SV so aktuell war? Ich mein, du bist jetzt noch jung, warst also vor paar Jahren noch jünger (meine Logik *g*), ne was ich sagen will, es gibt ja dummerweise viele Ärzte die diese Diagnose viel zu schnell geben. Und bei jungen Mädels ist das echt ein Problem. Und manchmal isses eben so, dass es heißt "SV? Na dann hat sie BL"
    Und wenn die Diagnose wirklich schon älter ist und du findest, dass sie nicht passt, dann würde ich da an deiner Stelle schon nochmal mit nem Arzt oder so drüber reden. Denn es gibt zwar immer wieder Menschen, die Schwierigkeiten haben ne Diagnose zu akzeptieren...aber ich glaub dann innerlich wissen sie doch, dass es stimmt. Und bei dir hab ich das Gefühl, dass du es schon akzeptieren würdest wenn du es stimmig finden würdest.

    LG, Ragazza

  • Hey Fibra,

    lassen wir mal die Meinungen der Anderen raus, also was könnte passieren, wenn du diese Diagnose hast, und wieder mal einen Theraplatz suchst, oder einen neuen Arzt. Diejenigen, die dich in diese Schublade stecken, und nach Schema F behandeln kannst mal eben eh vergessen, denk ich.

    Was macht diese Diagnose mit dir....es war ja auch deine Entscheidung, diesen Weg zu gehen....nicht irgendwer ist gekommen und hat gesagt, aus den und den Gründen sehe ich bei ihnen das Borderlinesyndrom.
    Du nutzt sie um deinen Weg weiter gehen zu können, um endlich für dich klar zu werden.
    Ich denke mal es ist egal, was auf dem Antrag für die Kasse steht, entscheidend ist doch deine Einstellung zu dir.
    Klar kannst du sagen, ich habe diese Diagnose, also darf ich in die Sucht rutsche, SV ist ein Symptom, also fange ich wieder an....usw. ...aber überlege mal, ob da nicht andere Dinge sind, die dich tatsächlich betreffen.

    ...eventuell das Gefühl einsam zu sein
    ....es immer anderen Recht machen zu müssen
    ...Kontrolle für sich auf andere abgeben...

    keine Ahnung, das kannst nur du selber für dich überlegen.

    Mich hat diese Diagnose nicht verändert, ich bin immer noch dieselbe, aber ich kann seitdem besser mit diesen Extremen umgehen, nicht ich bin crazy, sondern eben krank... obwohl dieses krank aufgrund der Diagnose Borderline zu akzeptieren fällt mir immer noch schwer....

    oje ich lass dir mal dieses Buch zukommen, vielleicht kannst du da Unsicherheiten beim Lesen abbauen...

    LG
    Julchen

  • @ Ragazza

    Zitat

    Und bei dir hab ich das Gefühl, dass du es schon akzeptieren würdest wenn du es stimmig finden würdest.


    Genau das ist der Punkt, so schätze ich das bzw. mich nämlich auch ein. Aber es passt halt irgendwie nicht und.. Na egal, ich würde mich an dieser Stelle dann jetzt nur wiederholen. :winking_face:

    Also es is' so, dass mein vielleicht zukünftiger Therapeut ein wenig damit liebäugelt als Verdachtsdiagnose Borderline in den Kassenantrag zu schreiben. (Was genau nun drinstehen wird, steht noch nicht fest). Nur hab' ich das Thema von mir aus angesprochen, aber schon in die Richtung, dass es schon zum Teil zutrifft (mehr als 'ne andere Diagnose), ich aber nicht finde, dass es passt. Dann hat er ein paar Bereiche angesprochen, in denen man dann in der Therapie so arbeiten könnte, und das passte dann soweit auch.
    Na und irgendwie hab' da jetzt das Gefühl, wenn er da wirklich Borderline reinschreibt, dass ich das einerseits absolut nicht will, weil ich es nicht stimmig finde. Und zum anderen is's doch im Grunde einfach nur doof, die Diagnose zu "missbrauchen" um eine Therapie bewilligt zu bekommen. Ich meine, wenn's für mich passen würde, okay - Aber so hab' ich das Gefühl das Krankheitsbild.. auszunutzen.. und das kann doch nicht Sinn der Sache sein. Und vorallem ist es Betroffenen gegenüber auch nicht die feine Englische *find*

    So viel zum Thema "selbst eingebrockt". *grins*
    Es steht also noch nich' mal wirklich fest - Aber ich mach' mir da so meine Gedanken. :winking_face:


    @ Julchen
    Wahrscheinlich macht die Diagnose real nicht mal was mit mir, ich weiß es nicht.. bzw. wahrscheinlich kann man das im Vorfeld nicht wirklich wissen. Ich kann halt nur von meinen Erfahrungen ausgehen, und daher vermute ich den "Freibrief zum "Gehenlassen"" bei der Borderline-Diagnose ebenso, wie ich die Depressionen-Diagnose in dieser Hinsicht bei mir / für mich erlebt habe.
    Und was die Schublade angeht, kann oder darf ich ja eigentlich niemandem was vorwerfen. Das Witzige oder eher Unschöne daran ist, dass ich dieses Schubladendenken in Bezug auf mich selbst nämlich auch habe. Bei Anderen is' das was anderes, da gibt's Unterschiede. :14:
    Mal schauen, was nun letztliche rauskommt, und vielleicht bin ich ja entspannter, wenn das "was is' wenn das da draufsteht" erledigt is'...

  • Ah jetzt weiß ich wie die Lage bei dir ist. Naja und da muss ich sagen find ich es gar nich so schlimm. Also es ist ja dann eine VERDACHTSdiagnose. Und klar muss der Therapeut was auf den Antrag schreiben erstmal. Er kann ja nich schreiben "Ich-weiß-nich-was-sie-hat-aber-ich behandle-sie-einfach-mal"...Und Verdacht heißt ja, dass er dann schon noch im Gespräch mit dir feststellen wird, was wirklich mit dir ist. Und dann werdet ihr beide ja auch Sicherheit darüber bekommen ob die Diagnose doch stimmig ist oder eben nicht.
    Weißt du, ich denk vor allem nich, dass du ne Diagnose ausnutzen würdest oder so. Wenn du jetzt irgendwelche Symptome vorspielen würdest oder irgendwas, nur damit dann die Diagnose auf dem Antrag steht, dann wäre das was anderes. Aber so ist es ja was ganz anderes. Und klar, der Thera muss halt irgendwie was auf den Antrag schreiben. Aber dann in der Therapie werden ja eh die Symptome/Ursachen/Probleme behandelt und nicht die Diagnose.
    Also mach dir da nicht so viel Gedanken, noch ist es ja auch keine gesicherte Diagnose, dann wäre es ja wirklich was anderes.

    Lg, Ragazza

  • Hallo Fibra,

    also bei mir ist das so, dass ich bis heute im Endeffekt keine richtige Diagnose habe. Der eine sagte so, der andere wieder so und am Ende war ich so schlau wie davor.
    Ich mag das überhaupt gar nicht bei mir, wenn bei der Krankenkasse irgendwelche Diagnosen von mir stehen, die so überhaupt nicht stimmen. Es gibt Tage, da nervt mich das, meistens denk ich da aber nicht mehr darüber nach. Klar, ich hätte schon auch mal gerne gewußt, was ich eigentlich habe. Naja, kann mir scheins keiner so recht beantworten bzw. es wird dann über kurz oder lang eh wieder alles über den Haufen geworfen. Weil es kann sich ja auch das ein oder andere Sympthom wieder bessern oder auch gar nicht mehr so Vorrangig sein, wie jetzt z.B. bei dir die SV.

    Ich seh das selber schon nicht mehr so, das z.B. jetzt BL unheilbar wäre, oder ich da nen riesen Schock bekomme würd. Es passt mir nur ganz und gar nicht, als "psychisch krank" oder sowas angesehen zu werden. Für mich hat das aber auch was mit meiner Vorgeschichte zu tun, oder aber auch wie meine Eltern auf soetwas reagieren. Dass sie mich da als "blöd" einstufen und deswegen kann ich das absolut überhaupt gar nicht leiden....:face_with_rolling_eyes:

    Es ist halt so, dass ich emotional naja verkümmert erzogen wurde und es demnach kein Wunder ist, wie ich in manchen Dingen reagiere. Ob das alles nun so oder so heißt, ist mir langsam egal, da da eh keine Einigkeit drüber herrscht. Aber recht passt mir auch nicht, was da alles bei der Krankenkasse steht, was nicht mal stimmt.....

    eternal

  • hey! :smiling_face:
    erstmal könnt ihr alle meiner meinung nach schon mal ziemlich stolz sein: den 1. schritt, den gang zu nem psychologen, haben sicher viele von euch schon gemacht!(= ich hab da immernoch Angst vor/ ne aversion gegen, weil ich sehr genau weiss, das viel dinge ans licht kommen werden und VIEL arbeit auf mich zukommt!
    mit dem "stempel" "psychisch krank" an sich hab ich kein problem..viel eher mit dem vorherigen "mit wem reden müssen", was bei mir, ähnlich wie wahrscheinlich bei dir, eternal, auch mit früher zusammenhängt..über emotionen wurde bei uns nicht viel geredet, weil das nicht ins heile bild gepasst hätte und ich hab recht früh das funktionieren gelernt! naja..und irgendwann merkt man, wie lange sowas klappt!(=

  • Hallo finni,

    Zitat

    über emotionen wurde bei uns nicht viel geredet, weil das nicht ins heile bild gepasst hätte


    So ging es mir auch, war bei mir genauso. Aber das lernt man mit der zeit und wenn man beim Psychologen ist, kommt das mit der Zeit auch! Du schaffst das auch!!!

    Liebe Grüße
    rose

  • Hallo Rose...
    woran merkt man eigendlich das man Borderline hat?Mir hat jemand gesagt,das es sein könne,das ich das auch habe...was habe ich dann eigendlich nicht,wäre da die Frage,Angststörung,Essstörung,Zwangsgedanken und Depressionen und wieviel habe ich schon an die Kinder abgegeben,weil mein Sohn ADS hat und auch ein merkwürdiges Verhalten hat..
    Wäre dankbar für jede Antwort..

    Es grüßt,
    der Blaue Engel

  • hallo Blauer Engel,

    ob du Borderline hast oder nicht, merkst du selbst nicht, das wird vom Arzt diagnostiziert! :winking_face: Du kannst zwar Tests im Internet machen, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Wie bei allen Krankheiten gibt es natürlich bestimmte Symptome, die darauf schließen lassen, aber so eine Diagnose kann man nicht selbst stellen, sondern nur der Arzt!

    Liebe Grüße
    rose

  • danke liebe Rose,
    ich werde es beim nächsten Arztbesuch erfragen und schauen wie ich mit all dem umgehe.Gerade geht es mir nicht gut..gedanklich.

  • blauer engel: ich schreib hier auch (bis jetzt) nur interesse halber was dazu ...das einzige, was ich selber "diagnostizieren" kann, is ja mein SVV und ..naja..ich hab wieder mal nen termin sausen und mir nun ne ärztin von ner freundin empfehlen lassen..allerdings ist der termin erst in 4 wochen: ich hoff, dann weiss ich mehr! jedenfalls geht sowas, wie ja schon gesagt, nur professionell! :winking_face:
    und rose: na hoff ich doch auch..jedenfalls fühlt sich das jetzt besser an als der termin vorher. der war allerdings auch bei nem arzt, jetzt ist es ne ärztIN ..kann daran liegen!:)

  • ja das mit dem Termin verschieben kenne ich auch...jedesmal wenn er da war,sagte ich wieder ab....
    Bei der Form der Erkrankung habe ich ja gelesen,das es zu Selbstverletzung kommt,ich mache es seit meiner Kindheit...wenn ich nervös bin reisse ich meine Nagelhaut ab,bis es blutet.....und jeder der das sieht schimpft mich dann....aber es kommt einfach,ich mache es automatisch.

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