Ich habe mich ein bisschen in dieser Unterkategorie eingelesen, da es mir ähnlich geht. Selbsthass bestimmt mein Leben. Ich bin ein Suchtmensch. Dennoch lebe ich. Ich weiß es gibt so viele schreckliche Krankheiten und für die meisten Außenstehende ist die Sucht ein Kontrollverlust - mehr nicht. "Reiß dich zusammen". Ich habe erst eine stationäre Therapie beendet, leider ohne Erfolg. Zuhause bin ich wieder, nach Wochen, rückfällig geworden, schlimmer denn je. Meine Alkoholsucht habe ich seit 13 Jahren im Griff, aber die Spielsucht, eine reine Verhaltenssucht, hat mich wieder voll im Griff gehabt. Ich habe alles verloren. Hab aber auch gemerkt, wie erst jetzt, der Schalter bei mir umgelegt wurde.
Auf Grund von psychischen und körperlichen Krankheiten, Schuld und Scham, auf Grund von einer Suchterkrankung, habe ich mich nie von dieser Schuld und Scham, innerlich befreit.
Jeden Tag sagt mein Kopf mir das ich sterben möchte. Nach außen hin, klar man merkt das ich nicht alles schaffe, aber ich halte die Fassade aufrecht.
Am liebsten möchte ich nochmal eine stationäre Therapie machen, aber meine letzte liegt erst ein paar Monate zurück und ich werde wohl keine neue genehmigt bekommen. Aber ich hasse das, was ich aus meinem Leben gemacht habe. Immer wieder versage ich, bin überfordert, möchte nicht mehr.
Anfang nächsten Jahres werde ich im Therapiezentrum anfragen ob ich eine Anschlusstherapie machen kann. Vielleicht muss ich auch aus meinem Zuhause raus, obwohl es hier viele tolle Menschen in meiner Umgebung gibt, aber ich habe das L auf meiner Stirn. Fühle mich sofort angegriffen, wenn ich meine Lieben in Schutz nehme, und man mir wieder vorwirft das ich nicht alles schönreden soll.
.. Das war jetzt vielleicht viel durcheinander und nicht verständlich, aber ich musste es mal so runterschreiben.