Hallo an alle,
erstmal..., Uffff, der Text ist länger geworden als geplant.
Aber ich wollte es mir einfach mal von der Seele schreiben.
Ich habe voriges Jahr eine junge Frau kennengelernt. Sie ist Mitte zwanzig, ich Anfang dreißig.
Wir haben am Anfang relativ viel geschrieben und uns dann auch getroffen.
Bis jetzt war jedes Treffen auch ausschließlich freundschaftlich, also kein Dating.
Wir haben uns einfach von Anfang an gut verstanden, hören die selbe Musik, haben den gleichen Humor, lachen viel, usw. ...
Doch beim zweiten Treffen hat sie mir "gestanden", dass sie seid mehreren Jahren Crystal Meth konsumiert.
Ich konnte das Anfangs nicht glauben, da sie überhaupt nicht den Eindruck macht, eine Abhängige von dieser Droge zu sein. Ja, sie ist manchmal eine wenig "überdreht", hippelig und redet ziemlich schnell, sie sagt aber das liegt an ihrem ADHS. Ich persönlich habe das auch nie als störend empfunden, sondern eher als süß, wenn sie irgendwas erzählte und dabei ein wenig aufgekratzt war.
Jedenfalls ging mir diese Frau schon nach dem ersten Treffen nicht mehr aus dem Kopf.
Ihr Auftreten, ihre Ausstrahlung, ihr Charisma, also ihre ganze Art hat mich von Anfang an gefesselt.
Dazu kommt und das muss man natürlich erwähnen: Sie ist einfach unheimlich attraktiv.
Sie ist einfach nur bildschön und sie hat keinerlei körperliche Anzeichen die auf den Konsum hinweisen (ok., sie hat manchmal leichte "Akne" im Gesicht, welche ich aber als normal ansehe, sie sagt aber es kommt von dem Konsum).
Ich, der Crystal Meth Abhängige nur aus Doku's, oder Serien wie Breaking Bad kennt, also dieses "Klischee-Bild" von einem Crystalabhängigen Menschen hat, konnte sich also umso weniger vorstellen, dass sie diese Droge wirklich konsumiert.
Dazu kommt, dass sie sehr eloquent ist, sie redet immer strukturiert und benutzt auch mal Wörter die im Alltagsjargon nicht üblich sind.
Allgemein scheint sie sehr intelligent zu sein.
Sie spricht immer offen und direkt über gewisse Themen, regt sie etwas auf, dann benutzt sie auch Schmipfwörter, geht ihr etwas nah, dann redet sie sehr ruhig und ist in sich gekehrt.
Jedenfalls habe ich angefangen Gefühle für diese Frau zu entwickeln. Ich habe ständig an sie gedacht, sie vermisst und habe mich schlussendlich in sie verliebt.
Irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass aus dieser Freundschaft mehr werden könnte, aber vielleicht täusche ich mich auch und bleibe in der Friendzone.
Aber genau darum geht es in diesem Beitrag, da ich einfach nicht weiß, ob eine "normale" Beziehung mit dieser Frau überhaupt möglich wäre. Deswegen bin ich über jeden Erfahrungsbericht, oder Tipp von Leuten die schonmal in einer ähnlichen Situation waren sehr dankbar!
Das Problem ist: Wir haben zwei komplett unterschiedliche Leben.
Nachdem ich mich in sie verliebt hatte, habe ich mich mit dem Thema Crystal Meth lange auseinander gesetzt und im Grunde trifft so ziemlich alles was man darüber liest auf sie zu.
Z.B. hat sie sich von ihrem normalen Freundeskreis (von Früher) distanziert, da von diesen Menschen "eh immer nur das selbe Gelaber kommt". Laut ihrer Aussage, bin ich wohl eine von ganz wenigen Personen mit der sie sich noch trifft, die nicht abhängig ist. (Wir reden mittlerweile nicht mehr über die Droge, oder den Konsum, sondern über "Gott und die Welt").
Dazu kommen noch andere Nebenwirkungen wie:
⦁ Stimmungsschwankungen
⦁ Depressionen
⦁ Verwirrtheit
⦁ lange Schlafphasen usw. ...
Sie hat mir davon auch ganz offen und detailreich erzählt, eben wann diese Symptome auftreten, was sie triggert, usw. ...
(Bei unseren Treffen habe ich von diesem Symptomen überhaupt nichts gemerkt. Sie war immer gut gelaunt und lustig drauf).
Doch irgendwie scheint sie das alles nicht wirklich zu stören. Sie hat auch nicht vor mit der Droge abzuschließen, zumindest jetzt noch nicht. Irgendwann mal eben...
Sie hat es nie offen kommuniziert, aber "zwischen den Zeilen" merkt man, dass sie ihren Lifestyle mag, vielleicht sogar liebt, aber definitiv daran nichts ändern möchte.
Sie hängt gerne mit Bad Boys ab, also Leute die kriminell sind, darunter auch Knasti's. Natürlich sind diese Leute alle von der Droge abhängig. Um die Droge zu finanzieren wurde sie auch schon straffällig, aber bis jetzt noch nie erwischt. Momentan geht sie arbeiten, obwohl sie da überhaupt keinen Bock drauf hat. Sie lebt mit ihrer Mutter zusammen, aber das meiste Geld was sie verdiehnt geht für die Droge drauf.
Ich frage mich jeden Tag, wie eine junge Frau, die eigentlich Model sein könnte, in so eine Szene abrutschen konnte und ihr das auch noch gefällt (ich kenne die Story, aber trotzdem).
Ich denke wirklich, dass alles was sie mir erzählt hat, der Wahrheit entspricht. Ich hatte nie einen Punkt wo ich dachte: Irgendwas stimmt hier nicht, oder passt nicht zusammen.
Ich bin ein Typ der ganz normal im Leben steht. Ich habe einen guten Job der mir Spaß macht, gehe ins Gym, bin gerne draußen in der Natur, laufe gern, bin lebensfroh, verreise gern..., usw.
Eben das komplette Gegenteil von ihr.
Trotzdem fühle ich mich so sehr zu dieser Frau hingezogen.
Ich möchte sie auch nicht ändern, oder versuchen von der Droge wegzubekommen. Das muss sie selbst wollen, alles andere wäre Zeitverschwendung, dass weiß ich.
Aber ich würde ihr gern (irgendwie) zeigen, dass das Leben so schön sein kann. Auch ohne Drogen. Das meine ich jetzt auch unabhängig von den Verliebtsein.
Unsere Treffen dauern meistens so drei bis fünf Stunden. Danach will / geht sie zu "Freunden". Warum weiß ich, da macht sie auch keinen Hehl drauß.
Eigendlich nur um zu konsumieren, aber ja, ich habe da auch andere Gedanken im Kopf.
Ihr wisst was ich meine und das schmerzt so sehr!
Ich war vor gut fünf Jahren das letzte mal verliebt. Jetzt bin ich es wieder und würde versuchen etwas daraus zu machen. Ich würde gerne den nächsten Schritt machen. Ihr zeigen, dass da von meiner Seite aus mehr ist als nur Freundschaft.
Aber ich weiß nicht ob ich das wirklich will. Ich weiß nicht, ob das funktionieren kann.
Mein Herz sagt ja, mein Verstand sagt nein.
Deswegen möchte ich mir Meinungen einholen.
Vielen Dank im voraus für jeden Kommentar!