Partnerin mit versteckter Kokainsucht: Hoffnung oder Verdrängung?

  • Hallo ihr Lieben,

    vor etwa vier Wochen hat meine Partnerin mir gestanden, dass sie seit über einem Jahr ein Doppelleben geführt und einen problematischen Kokainkonsum entwickelt hat. Für mich kam das völlig aus dem Nichts.

    Was als soziale Partydroge begann, wurde innerhalb weniger Monate etwas, mit dem sie sich immer mehr zurückgezogen und isoliert hat. Statt gemeinsam auszugehen, konsumierte sie irgendwann allein. Parallel dazu entstand ein Jahr voller Verschweigen, Ausreden und Lügen, von dem ich nichts wusste.

    Seit dem Geständnis zeigt sie viel Einsicht, spricht offen über Suchtdruck und Scham und wir besuchen inzwischen eine Selbsthilfegruppe. Gleichzeitig frage ich mich oft, wie viel Hoffnung realistisch ist und ab wann man sich als Partner etwas vormacht.

    Zusätzlich beschäftigt mich, dass ihre Libido seit Monaten praktisch verschwunden ist. Sie sagt, Sexualität fehle ihr aktuell generell nicht, unabhängig von mir. Für sie scheint das kein großes Thema zu sein, für mich dagegen schon. Meine größte Angst ist nicht einmal die aktuelle Situation, sondern dass sich so etwas irgendwann einfach zum Normalzustand entwickelt, weil nur einer darunter leidet.

    Deshalb würde mich interessieren:

    Wer von euch hat erlebt, dass jemand nach Kokain wirklich dauerhaft die Kurve bekommen hat? Woran habt ihr erkannt, dass echte Veränderung stattfindet? Und wie seid ihr mit der Unsicherheit umgegangen, nicht zu wissen, ob ihr gerade Hoffnung habt oder die Realität seht?

    Vielen Dank fürs Lesen.

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