Hallo miteinander đ
ich hab mich viel durchgelesen und konnte mich oftmals allein dadurch etwas regulieren in dem ich mir bewusst gemacht habe dass ich nicht allein mit der Problematik des Entzug da stehe.
Jetzt hab ich mir nach meiner aktuellen mittlerweile kleineren Panikattacke ĂŒberlegt auch einen kleine Beitrag zu leisten und zu erzĂ€hlen wie und was bei mir passiert ist.
Vor ungefĂ€hr 7 Monaten hab ich mit dem regelmĂ€Ăigen kiffen angefangen zugleich ich in eine Beziehung gekommen bin in der auch meine Partnerin geraucht hat.
Auch vor dieser Beziehung gab es Zeiten wo ich ab und zu einen geraucht aber nur gelegentlich 2-3 mal im Monat. Habs nie gebraucht oder eine Drang dazu gehabt. Wie dem auch sei hab ich es mir angewöhnt zusammen mit meiner damaligen Partnerin Abends zu rauchen weil der Alltag schon sehr stressig war in einer Patchwork Familie wo auĂer mir alle ADHS hatten. Ich war immer froh Abend endlich zur zu kommen
In den letzte zwei Monaten der Beziehung also August + September ging es los dass ich nach dem kiffen angefangen leicht Ăngste zu bekommen, diese haben sich meist auf mein Herz bezogen da mein Puls etwas erhöht war und ich aufeinmal sehr achtsam wurde.
Irgendwann bin ich zu dem Entschluss gekommen diese Beziehung zu beenden weil ich anscheinend nicht mit dem ADHS klar gekommen bin, was wahrscheinlich wichtig zu sagen wĂ€re ist dass ich nur ungern jemanden enttĂ€usche oder verletze also war das eine psychisch sehr belastende Aufgabe fĂŒr mich. Aber ich habâs durchgezogen und bin erstmal zurĂŒck zu meiner Mutter gezogen ( vorĂŒbergehend)
An diesem Tag am Abend hab ich dann einen halben geraucht bevor ich ins Bett gegangen bin und dann gingâs richtig los
Ich konnte mich nicht mehr davon abhalten mich auf mein Puls zu konzentrieren, es ist so schlimm geworden dass ich ihn Kraft meiner Gedanken sehr steigen hab lassen und dann bin ich in Panik verfallen weil Angst hatte zu sterben.
Um mir Hilfe zu holen bin mit ganz schweren FĂŒĂen die Treppen runter meine Mutter darum zu Betten so schnell wie möglich den Notruf zu Alarmieren
Bei Ankunft der SanitĂ€ter gingâs noch mal schlimmer los meine Panik wurde so schlimm dass ich im liegen eine Puls von 170 hatte und als sie mir sagen das er jetzt langsam runter geht hab ich wieder durch Psyche verursacht dass er auf 30 gesunken dann gabâs einen inneren Schock und er sprang wieder auf 150
Ich war erlich zu den Sanis und bekam dann etwas starkes zum sedieren.
Nach 1-2 Stunden konnte ich mich beruhigen. Das war fĂŒr mich aber der ausschlaggebende Punkt auf der Stelle mit dem kiffen auf zuhören.
Was ich zu dem Zeitpunkt absolut nicht beachtet habe war , dass ich mich auf einen kalten Entzug mit möglichen entzugsymptomatiken eingelassen habe.
Die nĂ€chste Nacht musste ich mich durchgehend entleeren gefĂŒhlt ist jeder Schluck Wasser den ich getrunken direkt wieder raus. Ich habâs dem Stress vom Vortag geschuldet weil es mir nicht klar war.
In der nĂ€chsten Nacht gingâs los dass ich zwar einschlafen konnte aber nicht durchgeschlafen habe was auch dem geschuldet war, dass ich mein Bett komplett durchgeschwitzt habe. Auch fĂŒr dass hatte ich tatsĂ€chlich keine erklĂ€ren.
Am 3 Tag ging ich einkaufen. Und wĂ€hrend dem einkaufen bemerkte ich das mein linkes Bein irgendwie schwĂ€cher beim auftreten war und meine Gedanken waren gleich wieder beim allerschlimmsten, ein kurzer Stich in der brustgegend und natĂŒrlich wieder Panik bekommen. Hab schnell den Kontakt zu meinem bestens Freund aufgesucht um ihn davon zu berichten und mir auf eine Art und Weise helfen zu lassen weil ich immer noch der Ansicht war dass meine PanĂkattacke und alle Entzugserscheinungen das Resultat meiner toxischen Beziehung war.
Er schickte mir zu einer Heilpraktikerin.
Diese musste mich nur berĂŒhren und ich fing an zu weinende der BegrĂŒndung dass ich einfach weiter leben möchte .
Die Therapiestunde war wirklich gut ich musste fast 2 Stunden durchgehend weinen habe danach aber ein groĂartiges GefĂŒhl des loslassens gehabt. Ein Tipp den ich noch zusĂ€tzlich bekommen habe war , dass ich jeden Morgen 100 positive Affirmationen anhören solle was ich bis jetzt immer noch mache.
Nun gut es ging mir besser und ich musste wieder zur Arbeit fahren 300 km weit. Unter dem Auto fahren fingen meine HĂ€nde an kalt zu werden und schwitze und mein Puls machte sich wieder bemerkbar. Durch beruhigende Podcast habe ich probiert dieses GefĂŒhl zu ĂŒberspielen aber als ich an der Autobahn Ausfahrt gesehen habe dass in der NĂ€he ein Krankenhaus steht war der Drang dahin zu fahren und mich zu checken immer stĂ€rker, also nahm ich diese. Umweg in Kauf und umso nĂ€her ich dem Krankenhaus gekommen bin umso mehr verschlimmerte sich meine Panik. Die letzte paar Meter bis zur Info konnte ich kaum noch gehen und wurde umgehends aufgenommen.
Alle meine Werte wurden in 4 Stunden sehr grĂŒndlich durchgecheckt und die waren alle Im sehr guten Normbereich. Ich muss dazu erwĂ€hnen dass ich auch regelmĂ€Ăig Sport mache. Nach dem ich meine Werte gesehen habe und zusĂ€tzlich eine Tavor bekommen habe war ich so erleichtert dass ich mein Weg zum Arbeitsort Problem los fortsetzen konnte. Das war im Ăbrigen Tag 6 ohneTHC was mir aber da noch nicht bewusst war . In meiner Unterkunft hab ich die vergangenen Tage Revue passieren lassen. Ich wollte wissen was passiert, wieso hab ich diese Panik. Ich bin gesund meine Werte sind super . Ich hab mich aus der etwas schwierigen Beziehung befreit, ich hab aufgehört zu kiffen ⊠Ahhh ich hab aufgehört zu kiffen
Wie ein Geistesblitz ist mir der Gedanke gekommen und ich hab angefangen zu suchen was bei einem kalten THC Entzug so vorkommt und auf einmal ist mir so viel klar geworden. Es war erleichternd aber auch etwas beĂ€ngstigend weil ich erst bei Tag 6 war. Vor mir stand eine arbeitswoche von 6 Tage ( 2 Tagdienst 4 Nachtdienst) meine Symptome bezĂŒglich dem Herzrasen hatte einigermaĂen unter Kontrolle dank meiner Erkenntnis dass es dem fehlenden THC zuschreiben war und die symptomatiken kamen meist erst gegen Abend wo ich frĂŒher immer geraucht habe um runter zu kommen. Also waren die zwei Tagdienste recht gut zu bewĂ€ltigen da erst zu Feierabend eine gewisse NervositĂ€t aufkam , aber als ich in die Nachtschicht wechselte bemerke ich etwas neues dass ich mir nicht zuordnen konnte ein seltsames Brummen im Kopf leichte Zuckungen im Kopf und spannungsschmerzen auf der kopfoberflĂ€che. Ich verfiel wieder in Panik aber da ich im medizinischen Bereich arbeite hatte ich dass GlĂŒck eine tolle Kollegin zu haben die im Moment richtig gehandelt hat und mit mir ĂŒber positive Ergebnisse gesprochen hat, viele TrĂ€nen sind meiner Seite geflossen und wir haben ausgemacht dass ich die restlichen 3 Tage psychisch nicht packe und somit fuhr ich nach dem Dienst wieder heim.
Als ich an 11 meines Entzuges daheim gingâs mir relativ gut tĂ€gliche Routinen und positive Affirmationen haben mir sehr geholfen. Am Abend als ich ins Bett bin gingâ dann wieder etwas los was mich sehr beunruhigt hat ich hatte gefĂŒhlt eine Blitzeinschlag im Kopf der mich komplett aus der Bahn gebracht hat⊠hab ich jetzt ein Schlaganfall erlitten ??
Das passiert noch 2 -3 mal jedesmal wenn ich mich beruhigt habe und probierte einzuschlafen. NatĂŒrlich kam wieder die Angst auf also fuhr Mitternacht zur notaufnahme . Alle Werte gut Puls und RR etwas erhöht durch die Panik aber ansonsten stabil. Nach der Gabe einer Tavor und etwas Zeit wurde entlassen und konnte mĂŒde und erleichtert nachhause fahren und auch gut schlafen .
Tag 12-14
Jegliche Symptomatiken kommen ab und vor mal tagsĂŒber mal nachts aber alle sind gut zu bewĂ€ltigen. Weil ich weis wo es herkommt und dank dieser Seite weiss ich auch dass es nichts aussergewöhnliches ist.
Von meiner HausĂ€rztin habe ich Tavor verschrieben bekommen nur fĂŒr den allerhöchsten Notfall um nicht wieder ins KH fahren zu mĂŒssen
Ich bin jetzt Tag 15 fĂŒhle mich soweit gut bis auf die Entspannungsphasen das spielt mein Kopf noch verrĂŒckt und lĂ€sst mich zusammen Zucken aber ich bin zuversichtlich dass auch dass in den nĂ€chsten Tagen Wochen abschwĂ€cht .
Viel Text ich weiĂ aber es hilft mir auch enorm es mir von der Seele zu spreche und vielleicht findet sich der ein oder andere darin. Es ist nicht leicht aber es ist machbar. Durchhalten ist die Devise ![]()
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