Beiträge von SoccerLady

    • ist schon wieder seit 4 Uhr nachts, weil das Diensthandy ging
    • muss sich wieder angewöhnen das nachts lautlos zu machen
    • hat gar keine Lust auf den Termin gleich, weil man sich mit Besserwisserei und zwar mit falscher rumschlagen muss
    • macht drei x wenn WE ist

    Mein Seelentröster ist ein kleiner Havaneser. Meine Freundin ekelt sich vor Katzen, daher wird es auch in Zukunft keine Katze geben, auch wenn es unseren Arbeitsalltag erleichtern würde.

    Unser Hund kommt auch überall mit hin, auch täglich zur Arbeit und dient vor allem für unsere Klienten als Seelentröster und alle freuen sich immer, wenn er mitkommt. :)

    • ist ein wenig angenervt - erst Hund sich angekackt und dann 10Min vorm Termin ne absage bekommen
    • hätte den Tag dann auch sinnvoller gestalten können
    • muss somit erst wieder um 16.30Uhr zur Arbeit
    • wird mal bisschen Papierkram erledigen
    • hat gestern Abend mal angefangen mit der Planung und Rechnung der 1 Jahres Reise durch Europa
    • ist gespannt, ob meinereiner es schafft in 4 Jahren so viel Geld zu sparen
    • hat heute nen chaotischen Tag
    • wünscht allen einen schönen sonnigen Tag

    Um aufs Thema zurückzukommen, das Unverständnis gilt denen, die das Risiko leugnen, ignorieren oder ihr Vergnügen um jeden Preis ausleben... also unbedingt auf große Events/Partys gehen müssen (schlimmstenfalls noch nach Positiv-Test), in Risikogebiete in den Urlaub fahren, nur weil man ja jedes Jahr dahin fährt etc. - auf privater Seite.

    Ganz genau! Dieser Egoismus nervt mich einfach dermaßen ab!


    Ob hier Jemand zur Familienfeier geht oder nicht, steht ja jedem frei. Aber unnötige Ausflüge, Urlaube oder abends in Kneißen rumhängen, ständig Essen gehen und am besten noch auf Partys rumhängen- darum geht es mir. Ich gehe morgen auch auf eine Hochzeit von der Familie meiner Freundin, die strikt unter Auflagen statt findet. Eigentlich wurden wir ausgeladen, weil Braut und Bräutigam jeweils nur 25 Personen einladen durften. Daher muss ich am Brauttisch sitzen, da an diesem Tisch 2 Personen abgesagt haben. Und ich freue mich da nicht wirklich drüber und tue das meiner Freundin zu Liebe. Denn wenn sie sich infizieren sollte dort, dann habe ich es ja früher oder später auch. Es sei denn, ich würde sie 2 Wochen nach der Hochzeit ausquartieren. Aber wir wissen ja auch alle, dass sowas total unrealistisch ist!



    Würdet ihr das verstehen, wenn ich eure Nachbarin, eure Kollegin oder eure Mitpatientin, eure Patientin wäre? Weil es bei mir eine besondere Situation ist, die vielleicht mehr Verständnis bei euch hervorruft, als die der urlaubenden Kollegin, des unbedachten Vaters usw.? Oder würdet ihr genauso schimpfen über mich?

    Wenn du meine Nachbarin wärst, wäre mir das völlig Wumpe! Ich würde dennoch erwarten, dass du dann die Auflagen des Gesundheitsamt einhälst und ggf. eine vorhandene Hausgemeinschaft im Mehrfamilienhaus informierst. Als Mitpatientin würde ich wahrscheinlich eher meiden, wenn ich wüsste, dass du vermehrt Kontakte außerhalb hast und nicht auf Station getestet wirst. Als PAtientin wäre es einfach mein Berufsrisiko und ich würde mich selbst schützen, auch im Freiem, wenn ich nicht darauf vertrauen kann, dass sich an die Regeln gehalten werden. Als Kollegin wäre ich wirklich sehr skeptisch und würde erwarten, dass du das Team infomierst.

    Aber mein Team ist auch nicht jedes andere Team. Wir arbeiten eng zusammen, auch rämlich eng zusammen. Ein Teil des Teams ist privat gut befreundet und wir machen als gesamtes Team auch mal privat etwas zusammen. Und mich regt meine Kollegin einfach so doll auf, weil wir mit körperlich und geistig behinderten Menschen arbeiten. diese Menschen sind eh schon aufgrund ihrer Behinderung eine Risikogruppe. Dazu kommt, dass viele noch Begleiterkrankungen wie Asthma, Blutdruck oder Diabetes haben. 80% unserer Betreuten würden an Corona wahrscheinlich sterben! Und möchte ich daran Schuld sein?


    Wenn ich im Homeoffice wäre oder nur nen Bürojob hätte, würde ich das sicher alles vielleicht ein bisschen weniger streng sehen und dann könnte es mir egal sein, was meine Kollegen machen. Aber wir arbeiten so nah an den Leuten und viele können aufgrund ihrer Handicaps die AHA-Regel nicht einhalten. Sie verstehen zum Teil nicht was in der Welt los ist und können nicht einschätzen wie gefährlich Corona ist. Soll ich sie dann durch meinen privaten Egoismus hoher Gefahr aussetzen? Sicher nicht! Und wenn das so weitergeht, wird der Tag auch kommen und das wird katastrophale Zustände geben und alle vom Team würden sich Vorwürfe machen, wenn einer von uns Corona in unsere betreute WGs, in die Wohnheime oder zu den Klienten nach Hause bringt...

    Ich muss mich mal wieder aufregen...

    Meine Kollegin meint als Einzige in unserem Team Urlaub im Ausland machen zu müssen. Generell scheint sie Corona auch nicht so Ernst zu nehmen, denn sie schlug gestern vor, dass wir ja für unsere Weihnachtsfeier schon mal einen Tisch im Restaurant reservieren sollten. Sie lebt ihr Leben scheinbar einfach weiter wie vorher. Bei dem Vorschlag stoß sie schnell auf Widerstand und die Hälfte des Teams ist gegen ein Restaurantbesuch im Winter. Das Thema war somit schnell vom Tisch. Ich sprach sie diese Woche 2 Mal darauf an, dass sie sich doch bitte überlegen soll, ob sie wirklich in die Niederlande in Urlaub fährt. Und siehe da, heute morgen kam jetzt auch die Meldung, dass es weitere Risikogebiete gibt. Irgendwann fragte sie mich, ob ich ihr ihren Urlaub nicht gönnen würde. Das ist natürlich völliger Quatsch, soll sie machen, aber doch bitte in Deutschland. Wenn bei uns wer in Quarantäne muss, dann riskieren bald Ich und andere Kollegen nen Burnout. Dann laufe ich bald 6 Wochen auf völliger Auslastung wegen Urlaubsvertretung und dann wegen selbstverschuldeter Quarantäne. Zu mal die Geschäftsführung auch einen riesen Aufstand erproben wird, wenn das eintreffen soll. Ich finds einfach egoistisch dabei auch nicht an seine Kollegen zu denken! Im Gegenteil, da bekommt man noch so nen Spruch "2 Wochen Quarantäne sind dann 2 Wochen mehr Urlaub" ...

    Ich hab paar Bekannte, die CBD rauchen anstatt Gras. Zum einen weil sie keine Lust auf die benebelte Wirkung des Gras haben und zum anderen wegen chronischer Rückenschmerzen. Ich habe es immer mal wieder angeboten bekommen, aber immer abgelehnt. Diese Bekannten nehmen es aber auch in Tropfenform ein bei aktuen Schmerzen. Hab bisher nur positives gehört.


    Unser Hund bekommt seit 2 Wochen auch CBDöl. Bei mir soll es eher zur Beruhigung sein, damit er sich nicht weiter in Ängste reinsteigert. Ob es nun wirklich was hilft, kann ich nur bedingt sagen. Manchmal ist er aktiver, gefühlt angfreier und manchmal einfach nur müde und faul.

    • fühlt sich wenig erholt
    • kann sich einfach nur schwer mit am We arbeiten arrangieren
    • hat morgen einen Termin bei der Heilpraktikerin wegen der Allergie
    • hatte auch gestern Abend noch Allgieanfall von Zitronenmelisse im Essen
    • ist wirklich genervt von dem Allergiescheiß und will Essen und Trinken können, was meinereiner will

    Na Gott sei Dank!


    Bei mir gings dann gestern das erste Mal los, wovor wir bei unserer Arbeit im Herbst/Winter Angst haben.

    Ich stehe auf, fühle mich kränklich. Denke noch, dass es sicher von meiner Hausstauballergie kommt, weil wir mit geschlossenem Fenster geschlafen haben. Fahre dann zum ersten Termin in den Strebergarten meiner Klientin. Währenddessen fühle ich mich erschöpft und meine Konzentration beim Autofahren und bei dem Termin ist kaum vorhanden. Nach dem Termin verfalle ich leicht in Panik und rufe meine Chefin an. Für den Rest des Tages standen noch 2 Termine an. Ein Termin in unserem Büro, bei dem ich durch die Wohnung einer alten Dame muss, die am Sauerstoffgerät hängt und der andere Termin wäre eine Therapiebegleitung in einer Praxis. Wir entscheiden gemeinsam, dass ich keinen Termin mehr machen werde, das Risiko ist zu hoch. Und auch heute geht es mir schon besser, aber 100% fit bin ich nicht. Aber es kann ja auch genauso gut nur ein kleiner Infekt sein, eine kleine Erkältung oder ein Schnupfen. Für uns gibt es bisher keine Richtlinien für Herbst und Winter. Derzeit sollen wir uns draußen treffen, wenn es geht Niemanden im Auto mitnehmen und auf Abstand bleiben. Das Risiko wird im Winter höher sein in geschlossenen Räumen. Es wird jeder von uns selbst das Risiko täglich neu abschätzen müssen. Ich finde es aber extrem schiweirig und denke nicht, dass ich das entscheiden kann, ob ich arbeiten kann, weil ich vielleicht nur einen kleinen Schnupfen habe oder nicht.

    • kommt heute kaum in die Pötte
    • hatte heute morgen 15min vorm Termin ne Absage bekommen
    • muss um 16Uhr dann für 2 Stunden los
    • kotzen solche Tage an
    • hat auch wenig Lust auf Samstag arbeiten diese Woche
    • geht gleich mal den Hund kuscheln

    Dann der Test, ich muss das selbst machen, auf der Straße, also ganz ehrlich - ich verstehe die Sicherheitsmaßnahmen, aber ich kam mir vor wie auf dem Präsentierteller, diskriminiert.

    Ich habe den Test auch vor der Praxis machen müssen. Aber da es ein anderer Hintergrund war, hat der Arzt selbst den Abstrich genommen vor der Eingangstür zum Haus. Bei uns wurde ein Eillabor gemacht und 24 Stunden später kam das Ergebnis per Fax an die Praxis. Ich würde da trotzdem in 2 Tagen mal anrufen.

    Und ehrlich gesagt, bin ich schockiert. Was liest man oder hört man, dass Bayern strikt und gründlich ist....

    Aber mit der Informationsweitergabe an Ärzte und Co. mangelt es überall.

    Ich hatte mich damals an unser Bürgertelefon, welches extra für Corona eingerichtet wurde, und da konnte mir auch keiner sagen, was ich tun soll als bei uns der große Ausbruch im Haushaus in 200m Entfernung war. Unser Bürgermeister laberte in der Pressekonferenz, dass die Anwohner in näherer Umgebung kostenlos einen Test machen können und am Ende konnte mir keiner beantworten wo und wann.


    Generell empfinde ich das Leben mittlerweile als anders. In diesen Zeiten zeigt sich, welche Menschen in der Umgebung Verstand haben und auf welche man verzichten kann. Wir schränken generell vieles ein und sind viel mit unserem Wohnwagen in der Natur unterwegs. Unser Team bei der Arbeit fängt an sich zu spalten, weil eine Kollegin völlig paranoid ist und wahrscheinlich auf Dauer überlegen muss, ob sie so weiter im sozialen Bereich arbeiten kann.