Beiträge von WrongByDesign

    Ach, überrannt hin, überrannt her... kaufmännische Angestellte werden immer gesucht und man hat da auch gute Chancen, wenn man mal ein wenig "out-of-the-box" denkt. Mit diesem eCommerce-Boom ist der Bedarf an kaufmännischen Kräften enorm gewachsen, so dass du da auch nicht den Kopf in den Sand stecken musst. :)


    Was hast du denn studiert? Je nach Fachrichtung besteht auch immer die Möglichkeit zum Quereinstieg ohne Studium. Mal davon ganz abgesehen gibt es auch genug Berufsfelder die sehr quereinsteigerfreundlich sind und wo es AG mehr darauf ankommt, dass bis hierhin überhaupt etwas gemacht wurde. Ein Scheitern im Studium ist beileibe kein Weltuntergang. Gerade heutzutage, wo so viele aus Prinzip an die Uni strömen, weil sie glauben, dass sie das müssten, entwickelt man als AG eine gewisse Toleranz gegenüber solchen Lebensläufen. ^^

    Servus und hypochondrische Grüße ;)


    Ich habe schon ewige Jahre allerlei merkwürdige "Symptome". Heuer ist es für mich relativ simpel geworden: Ich bin noch relativ jung, die Ärzte finden nichts, ergo bin ich wohl gesund. Interessanterweise haben die merkwürdigsten und unangenehmsten "Symptome" oft die banalsten und harmlosesten Ursachen. Was du da mit dem rohen Ei beschreibst, kann auch gut von Verspannungen im oberen Rückenbereich herrühren. Wenn es sich häuft, einfach mal beim Arzt vorstellig werden und nach gelaufener Diagnostik in die Akte "Spuk" einordnen. ;) Und nebenher können körperbetonte Sportarten enorm hilfreich sein. :)

    Ist das eine tiefenpsychologisch-fundierte Therapie? State-of-the-art bei [lexicon='Depressionen'][/lexicon] ist [lexicon='Verhaltenstherapie'][/lexicon]. Das ganze Gelabber macht es oft einfach nicht besser. Ne, ganz im Gegenteil erleben das viele Depressive eher als zusätzliche Belastung.


    Zum Thema "Nichts macht Spaß": Ja, kann ich gut nachvollziehen, nur besonders bei Depris gilt, dass der Appetit erst nach dem Verspeisen der halben Mahlzeit kommt. Was hast du denn in deiner Freizeit vor deinem Klinikaufenthalt gern gemacht? Wichtig sind vor allen Dingen Struktur und ein halbwegs vollgepackter Tagesrhythmus mit wenig Freiraum zum Rumgrübeln und zum Versacken.

    Schwierig,


    triebgesteuert? Tier? Pardon, aber jedwede Emotion, also auch das Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung findet auf der gleichen primitiven Ebene statt wie auch der Sexualtrieb. ^^ Ich finde das schon etwas abwertend denjenigen von uns gegenüber, die gern Sex praktizieren. Mal davon ganz abgesehen sind wir nun einmal Tiere, auch wenn eine hauchdünne zivilisatorische Deckschicht uns manchmal die Illusion gibt, wir wären etwas Besseres. ;)


    Irgendwo liebst du ihn? Und dann sind da ja auch noch die pragmatischen Gründe zusammen zu leben? Hört sich für mich persönlich nicht so prall an, hm? Auf dieser Basis wollte, könnte und würde ich keine Beziehung führen.


    Mal anders herum gefragt: Was glaubst du, hält ihn bei dir? Was würde er denn auf diese Frage antworten?


    Man ist manchmal auch einfach nicht zueinander kompatibel, und ich könnte mir nicht ausdenken, mir die prickelnden Erfahrungen meiner frühen Zwanziger durch die Lappen gehen lassen zu haben. Klar verhält sich das Ganze anders, wenn Zwei unter der Grundbedingung zueinander finden, dass sexuelle Intimität kein Bestandteil ihrer Beziehung sein soll. Blöd wird die Angelegenheit immer dann, wenn das Verhältnis allzu asymmetrisch wird, und man auf einer anderen Basis zueinander gefunden hat.


    Not meant to offend. Sind einfach nur so meine Gedankengänge zu der Thematik.

    Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung, Sport, Sport, Sport. ;) Ist zwar nicht das Allheilmittel, aber kann einen riesigen Unterschied machen. [lexicon='Angst'][/lexicon] passiert, [lexicon='Angst'][/lexicon] kommt vor, geht aber auch wieder vorbei, und eigentlich sind Angstgefühle absolut nichts, wovor man sich fürchten müsste. Hat dir die Psychologin Entspannungsübungen wie [lexicon='PMR'][/lexicon] oder [lexicon='Autogenes Training'][/lexicon] ans Herz gelegt? Das kann auch ziemlich hilfreich sein und dich unterstützen.

    Und? Wie war dein Psycho-Termin?


    Klingt jetzt banal, aber: Mach dir mal nicht so eine Platte. Depersonalisationserscheinungen können im Rahmen eines [lexicon='THC'][/lexicon]-Entzugs durchaus auftreten, vor allem, wenn man in jüngerem Alter angefangen und etliche Jahre täglich gerußt hat. Man lernt sich schließlich neu in einer anderen Version kennen und stellt sich da auch schon mal grundsätzlich zur Disposition. Dass das [lexicon='Angst'][/lexicon] machen kann, ist klar.

    Was ich dir damit sagen möchte, ist, dass ich keinerlei Grund hätte, irgendetwas herunter zu spielen, du hier keineswegs mit jemandem redest, der zum "verständnislosen Umfeld" gehört, oder irgendetwas in der Richtung. Ja, Erfahrungen sind unterschiedlich, und mein Umgang mit diesen Erfahrungen ist scheinbar auch ein anderer.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg, viel Glück und all sowas. :8::fv:

    Mhmm... herunterspielen? Nö. Mein Umgang mit dem Thema ist über die Jahre nur wesentlich entspannter geworden. Ich kenne mich aus eigener Anschauung mit Burn Out, [lexicon='Depressionen'][/lexicon] und damit zusammenhängenden [lexicon='somatoformen'][/lexicon] Störungen ganz prima aus. Ich habe ne [lexicon='ADHS'][/lexicon], bin Migräniker und habe seit einem Wirbelkörperbruch beständige Rückenschmerzen. ;) Reicht dir das als Liste?


    Ich habe gefragt, was bei dir therapeutisch gegenwärtig so läuft, und nicht, was gelaufen ist. Und doch, vielen Depri-Erkrankten muss man den Hinweise, dass sie mit ihrem Problem nicht allein da stehen, immer und immer wieder geben. Du weißt ja dann mit Sicherheit genau so gut wie ich, dass Depressive oft keinerlei Zugang zu vorherigen Erfahrungen haben, die ihrem momentanem Selbstempfinden nicht entsprechen, so eben auch zu der Erfahrung, mit ihrem Problem nicht allein da zu stehen.

    Servus,


    na, Depris sind ja generell erst einmal nichts soooo Seltenes. Und mangelnde Fähigkeiten hinsichtlich der Gedächtnisleistungen sind bei Depris nun wiederum nichts sooo Seltenes. Klar, in der IT ist das schon blöd


    Was läuft bei Dir denn so in Sachen Depressionsbewältigung? Therapie? Sport? Etc.?

    Hallo Peter,


    nehme ich recht an, dass du selbstständig bist? Dann: Willkommen im Club.


    Einerseits bleibt dir als Ansprechpartner trotzdem dein Hausarzt, andererseits gibt es auch ambulante, suchtmedizinische Anlaufstellen. Bei Inkaufnahme verlängerter Wartezeiten lassen sich meist Termine auch so legen, dass sie halbwegs mit dem Tagesablauf vereinbar sind, und nicht soooo viel Zeit fressen.


    Sieh es mal so: Was nutzt du deiner Firma, wenn man dir vielleicht irgendwann den Führerschein aus der Hand nimmt?


    Ob gravierende körperliche Beschwerden auftreten ist teils dann doch ziemlich individuell und nicht so einfach abschätzbar. Hast du denn schon einmal probiert, zu verzichten oder zu reduzieren?


    Beste Grüße

    @paulkiffte
    Verstehe ich inhaltlich nicht so ganz. Auf welche Abhängigkeiten beziehst du dich? Soziale Einbettung? Geld? Meine Putzfrau? Joa, juckt mich nicht. Mag ich heutzutage alles sehr gern. Am besten aus voller Kelle. Auf Kosten meiner Gesundheit? Ne, nie wieder. ^^


    Dumm und falsch? Klingt mir irgendwie zu sehr nach Heilslehre. Mit grenzenloser Toleranz hab ich's im Übrigen auch nicht so. Meiner Toleranz sind sogar ziemlich enge Grenzen gesteckt.

    Hiho,


    Zitat von Letifold

    Also bei den Arztgesprächen war sie eigentlich immer dabei, das ist dort auch "erwünscht", so weit ich das mitbekomme.


    Ich traue mich auch irgendwie nicht etwas zu sagen, meine Mutter meint eben, dass ich diese Art von Arzt brauche... .

    Dämliche [lexicon='Psychiater'][/lexicon] gibt es immer und überall, gerade die alteingesessenen Vertreter dieser Spezies, die Jahrzehnte im dörflichen Milieu auf dem Buckel haben, sind oft ein Graus. Und ganz ehrlich: Du kannst getrost die Bohne darauf geben, was deine Frau Mutter meint und nicht meint. Gerade von den nächsten Angehörigen ist - verständlicherweise - oft kaum Verständnis und im besten Fall Küchentischpsychologie zu erwarten. Letztlich geht es um dich und dein Leben, und ihre Hilflosigkeit darf die Erwachsene bei dieser Angelegenheit gern mit sich ausmachen. ^^




    Zu meinem Klinikaufenthalt, ich war in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamm. Die Station war gemischt geschlechtlich und für verschiedene "Krankheitsbilder". Ich wurde als Akutaufnahme aufgenommen.

    Also eher das Allgemeingedöns. Fachkrankenhäuser haben oft akutpsychiatrische Sprechstunden, an die du dich auch im Alleingang ohne weiteres wenden kannst. Ich habe diese Sprechstunden eigentlich als sehr positiv und hilfreich erlebt, wenn es um die Weitervermittlung in entsprechend spezialisierte Angebote geht. Selbige sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln zumeist gut erreichbar. :)

    @Zyklotrop


    Das Bild von "dieser Entmündigung" entspringt zu Teilen nur deiner verständlichen [lexicon='Angst'][/lexicon]. Hockst du erst einmal drin, und kannst dich vielleicht drauf einlassen, vergeht das Gefühl vielleicht auch wieder. Und aus einer anderen Perspektive: Abseits der Drogen hast du ja scheinbar permanent pflichtgemäß Verantwortung für dich und deinen Spross übernommen. Warum jetzt nicht einmal übergangsweise einen Teil der Verantwortungslast andere tragen lassen?


    @paulkiffte
    Stereotype sind mitnichten Quatsch und erfüllen in unserem Alltag durchaus ihren Nutzen. Sie sind nur belanglos, wenn es darum geht, therapeutische Hilfe zu suchen, eben weil die Suchttherapie grundlegend immer ähnlichen Mustern folgt, egal wegen was du dort bist.


    Deine Perspektive, dass ein Ablassen von Drogen abseits gravierender Lebensprobleme "dumm" wäre, teile ich nicht. Im Zweifelsfall darf auch das Erkennen der persönlichen Unfreiheit gern als Abstinenzbegründung herhalten. Oder wie in meinem Fall in Bezug auf Gras: Es bekam mir schlichtweg nicht mehr sonderlich. Im Übrigen hatte Drogenkonsum für mich herzlich wenig mit "Glück auf Knopfdruck" zu tun, diente mehr der Lebens- und Leistungsoptimierung. Und da habe ich seinerzeit eine Menge Süchtiger gekannt, die es mir gleich gehalten haben. Jeder bekämpft seine ureigenen Dämonen im Rausch. ^^

    Hiho,


    mach dich wegen der Suizidgedanken jetzt nicht so sehr verrückt. Wenn es einem gerade nicht so prall geht, reagiert man schon manchmal mit solchen Gedanken. Du hast eingangs ja geschrieben, dass du eigentlich keinen Grund siehst, dich aus dem Leben zu nehmen, wenn ich mich jetzt recht entsinne. Manchmal ist das auch ein Ventil und eine Entlastung. :) Vielen hilft in diesen Momenten auch das Schreiben. Wilhelm Busch war zum Beispiel so jemand. :) Und Pauls Verweis auf das Aufschreiben und umdeuten deiner Gedanken ist so verkehrt nicht. Zumindest bis du adäquate Hilfe bekommst, kann das für's Erste gut entlasten, und ist zumindest etwas, was man selbst ohne größeren Aufwand machen kann. Das Konzept findet im Übrigen auch in der Kognitiven [lexicon='Verhaltenstherapie'][/lexicon] bisweilen Anwendung, und ist kein Hokus-Pokus. :)


    Ich verstehe nicht so ganz, was deine Mutter eigentlich bei deinen Arztgesprächen zu suchen und zu tun hat? Das geht die überhaupt nichts an, und ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum dein [lexicon='Psychiater'][/lexicon] das nicht unterbindet.


    Auch wenn du noch keine 18 bist, hast du weitestgehende Handlungsfreiheit, was deinen therapeutischen Verlauf anbelangt. Die Einverständnis eines Erziehungsberechtigten ist letztlich nur bei Themen wie Klinikaufenthalten von Nöten. Viele Krankenkassen haben heuer auch entsprechende Beratungsangebote, wo du dich über deine Rechte informieren kannst. Ich weiß zum Beispiel von der AOK, dass diese bundesweit ein psychologisch-psychiatrisches Kompetenznetzwerk unterhält.


    Wie war das denn eigentlich mit deinem stationären Aufenthalt? War das ein spezifisches Angebot in einer spezialisierten Einrichtung/Station oder eher so ein Allgemeingedöns?


    Beste Grüße
    WbD

    Hrm... je nach Testverfahren lassen sich labortechnisch mittlerweile auch Nachweiszeiten von mehreren Wochen realisieren. Aus Kostengründen kommen bei solchen Sachen wie Therapieaufnahme jedoch üblicherweise wenig sensitive Streifen- oder Kassettentests zum Einsatz, so dass die genannten 3 Tage Maximum vollkommen korrekt sind.
    Zum 12.01. ist dein Urin blütenrein. :)

    Hmm... die Frage nach Unterschieden ist auch immer die Frage nach der Perspektive. Ich glaube, dass man sich durchaus darauf einigen kann, dass unterschiedliche Substanzklassen spezifische Probleme mit sich bringen, es dennoch nicht den Archetypen des Koksers schlechthin gibt. Und diese Unterscheidungen können tatsächlich relevant sein. Sie sind es aber nicht, wenn es darum geht, die Finger vom jeweiligen Suchtmittel zu lassen und entsprechende Hilfsangebote anzunehmen. Und ich kann auch durchaus die Berührungsängste zu anderen Abhängigen und ihrer individuellen Problematik nachvollziehen. Und das kann ich gerade deshalb, weil ich eine nicht unerhebliche Zahl "Junkies" und "Knackies" näher kennengelernt habe, und ich den Umgang miteinander nicht immer einfach fand. Du solltest dir vielleicht nur vor Augen halten, dass das Gros der Suchtkranken - genau wie du - eher funktionierende Suchtkranke sind, dir die dysfunktionalen Individuen jedoch viel präsenter sind.


    Auch wenn das vielleicht einige anders sehen mögen: Ich halte einen möglichst geraden Lebenslauf ohne die typischen Ausfälle wie Straffälligkeit, Schulden, etc. einer positiven Prognose nicht für abträglich. Warum auch? Ich finde nicht, dass das eigene Leben einem Scherbenhaufen gleichen muss, um ausreichend Motivation aufbringen zu können, um sich nachhaltig von Suchtmitteln zu befreien.


    Ich war auch ein Jahrzehnt massiv auf Crystal und ein paar Jährchen länger auf Gras. Von erstem bin ich in ein paar Tagen seit neun Jahren runter, von letzterem seit fünf. Ich könnte weder behaupten irgendeinem Stereotyp sonderlich entsprochen zu haben, oder dass mein Leben in Trümmern darnieder gelegen hätte. Nein, noch anders: Bei den mir in der heutigen Berichterstattung präsentierten Crystalopfern kommt keinerlei Möglichkeit der persönlichen Identifikation auf. Die Frage ist doch letztlich einfach nur, wie bereit man ist, sein Leben nachhaltig zu verändern.

    Aaalso,


    zuallererst: persönliche Erfahrungen habe ich da nicht wirklich vorzuweisen.


    Aber: Über die Jahre sind hier ja schon so einige frustrierte Damen aufgeschlagen, die das vollkommen normale Verhalten ihres männlichen Partners als [lexicon='Sucht'][/lexicon] verkaufen wollten. Deine Geschichte hört sich demgegenüber mal wirklich nach Suchtverhalten an.


    Das Problem ist, dass vollkommener Verzicht in eurem Alter wohl kaum eine gangbare Option sein dürfte, und das Problem so über kurz oder lang nur verschlimmern würde. Zuerst einmal müssen die Pornos aus der Gleichung raus. Das wäre wohl schon einmal ein riesiger Teil der Miete. Klingt für mich im Übrigen so, als würdet ihr viel in der Bude hocken? Raus an die frische Luft! Muss ja nicht unbedingt Sport sein, aber ein bisschen Bewegung wäre wohl nicht gerade übel.


    Wie lange seid ihr denn eigentlich liiert?

    Ehm... sieben Monate sind absolut keine Zeit, wenn es darum geht, das Vertrauensverhältnis wieder gänzlich zu kitten. Und ehrlich gesagt fände ich das Nachkontrollieren weit weniger unangenehm, als Ignoranz.


    Suchtgefährdet bleibt man letztlich ein Leben lang, zu Zeiten mehr, zu Zeiten weniger. Wer einmal den Beweis angetreten hat, mit Suchtmitteln nicht sonderlich positiv umgehen zu können, sollte sich gut überlegen, ob er es noch einmal darauf ankommen lassen möchte.


    Bei mir sind es fast 9 Jahre ohne C und 5 ohne Kiff und ich persönlich würde mir nicht über den Weg trauen, wenn ich von einem von Beidem einen anständigen Beutel in der Schublade hätte, und das würde meine bessere Hälfte auch nicht. ^^


    Und ne: Du musst weder mit der Entzugsproblematik, noch mit der Vertrauensproblematik auf Dauer leben, wirst dennoch sowohl als auch Geduld aufbringen müssen.

    Wieso nicht?

    Vielleicht weil zwei Jahre eine verdammt lange Zeit sein können, du noch jung bist, und dir selbst bei Mittellosigkeit nach dem Studium keine Lebensträume platzen? Wenn ich so auf mein Dasein zurück blicke, tut mir vor allem die schöne Lebenszeit leid, die ich mit derlei Trara vergeudet habe, und die ich auch gut und gern in Besseres hätte investieren können.


    was mich nicht umbringt macht mich bloß stärker

    Lustigerweise treten die realen Gegebenheiten immer wieder den Beweis an, dass dem nicht so sein muss. Schmerz sensibilisiert oft nur für weiteren Schmerz und macht dich anfällig dafür.

    Ich habe meine Ausbildung abgeschlossen und Arbeite festangestellt. An eine eigene Wohnung hab ich auch schon gedacht aber weil ich eh in 2 Jahren zum studieren weit weg muss gleich wieder vergessen. Wenn ich jemanden hätte (einen Freund oder Freundin) könnte ich ja zu ihr/ihm fahren aber weil ich keine Freunde habe geh ich so oft wie möglich nach der Arbeit ins Training. Zuhause bin ich nur zum Essen und schlafen, Versuche meinen Eltern ausm weg zu gehen was schwierig ist auf einem Hof wo meine Hilfe gebraucht wird:( und den ich übernehmen muss

    Ich kann dir nur ein paar Dinge aus meinem Leben erzählen:


    1. Wurde alles bedeutend besser und angenehmer, als ich mein Heimatkaff verlassen habe, und auf mein Eigenheim verzichtet habe.
    2. Habe ich meiner kompletten Mischpoke den Finger gezeigt, und bin damit höchst zufrieden.
    3. Würde ich im Leben nicht mehr zwei Jahre auf Ereignis XY warten, um irgendetwas zu unternehmen, von dem ich glaube, dass es mir gut tut.
    4. Können sich alle Mann ihren ganzen Kram in die Haare schmieren, insofern Bedingungen an irgendetwas geknüpft sind.


    Mal so gefragt:
    Was willste denn mit dem Hof, wenn der an nem Ort ist, wo du keine Freunde hast, wenn da deine Eltern mit rumhängen, die dich die ganze Zeit malträtieren und du dich nicht wohlzufühlen scheinst? Wegen der paar Penunzen die das Ding Wert hat? Studier was dir Spaß macht! Da kommt das soziale Umfeld von ganz allein...