Beiträge von aufwachender

    ich versuch mein problem mal bildlich darzustellen


    nachts mehrmals aufwachen
    I
    gedankenkreise/ schiss den tag nicht zu schaffen
    I
    kopfschmerzen stressbedingt
    I
    blackout/ leere im kopf (dadurch unsicherheit/ innerliche verärgerung)
    I
    leere im kopf
    I
    leere erzeugt depressive verstimmung
    I
    depressive verstimmung (dadurch unsicherheit/ innerliche verärgerung)
    I
    gefühl eigentlich gehts mir gut, aber immer wieder der ausbruch
    in den depressiven bereich
    I
    abends die (unnötige) Angst ohne Kiffen nicht einschlafen zu können
    I
    zusätzlich ärger über einen selber das der tag ja doch zu
    schaffen war - enttäuschung über sich selber und das gedanken
    machen
    I
    einschlafen


    und dann gehts eben wieder von vorne los....

    @ ganesha

    ein guter ansatz den ich mir aufschreiben werde - danke dafür.

    die ungeduld bzw. der eigene druck den ich mir grad mache setzt mir wohl
    zusätzlich zu. einfach mal etwas laufen bzw. so zu akzeptieren wie es grad
    ist war eh nie meine stärke.


    aber da heut mal wieder ein richtig komischer - oder besser mich irritierender -
    tag ist schreib ich einfach mal was ich heut so "gefühlt" hab:

    heut morgen erzählte mir ein kollege eine eigentlich belanglose situation (mein
    chef hatte mit ihm unter anderem auch über mich gesprochen). hinzu kam eine
    aufgabe die ich evtl. übernehmen sollte - mich aber aufgrund meiner "wackeligkeit"
    grad nicht in der lage seh das zu schaffen.

    das ende vom lied war das totale chaos (stress=panik?) im kopf und ein gefühl innerlich wie paralysiert zu sein, unfähig normal zu denken, geschweige denn angemessen darauf zu reagieren. erst ein gespräch im laufe des tages über den
    inhalt des chefgesprächs und guten (beruhigenden) tips von anderen kollegen
    brachten mich einigermassen wieder zur ruhe.

    das schlimmste für mich ist grade das all das wissen (war bisher im bereich computer
    und allgemeinwissen super fit) grad "weg" ist. auch an einfache dinge wie bestimmte
    abläufe im beruf die ich seit 6 jahren immer aus dem "eff-eff" wusste sind einfach blockiert. dadurch werde ich unsicher und fühle mich mal einfach ausgedrückt grad wie ein doofele - oder mit respekt vor den wirklich kranken - wie als wenn einer all
    das wissen aus meinem kopf genommen hat. und je mehr ich mich versuche zu erinnern (computerbefehle, etc.) desto weniger kommt dabei raus.

    das zusammen hab ich das gefühl erbringt dann erst wieder das abgleiten in die
    depressive verstimmung - wahrscheinlich weil ich enttäuscht bin.

    so, das solls mal gewesen sein - musste einfach drüber reden :cu:


    ***************************


    @ franz:

    hab eben erst deinen beitrag gesehen - hier mal mein normaler tagesablauf:


    6.00 uhr aufstehen, duschen, kaffee
    7.00 uhr zur arbeit fahren (zug) beginn 8.00 uhr
    12 - 12.45 mittag
    16.00 uhr arbeitsende

    von 17 uhr bis ca 19 uhr teils freunde/ familie besuchen, einkaufen - 2x die woche fitnessstudio

    mein job ist relativ stressig da ich viele bereiche betreu in einer funktion als springer. muss
    normal also den job von ca.5 leuten auf anhieb im kopf haben und es sollte dabei möglichst
    alles passen.
    hinzu kommen eben im privaten die gedanken das sich jetzt alles ändert - quasi ich nicht mehr
    ich bin da ich nichts mehr so fühle wie vorher und mir das irgendwie Angst macht - da ich ja
    "nur" das Kiffen weg haben will - und nicht gleich ein neues leben in allen bereichen anfangen
    will. hab ich ja eingangs schon beschrieben.... :dg:

    20.00 - 22.30 fernsehen

    @sigfried:

    die frage stellt sich glaub jeder mal im rahmen des entzugs da der gedanke "..vorher wars einfacher und ich hatte diese beschwerden nicht" ja meist der grund für rückfälle ist.

    was die frage nach der zeit angeht ist es so das mich die bisherigen 7 wochen enorm viel kraft un teils auch selbstvertrauen gekostet haben und das gepaart damit das gott bei mir die zutat 'geduld' regelrecht vergessen hat überfordert mich teils ganz schön.

    hallo wolke,

    danke für deine aufbauenden worte..

    manchmal ist es grad so das ich mich frag "warum tu ich mir das eigentlich an"...

    doch der wille aus diesem 20 jährigen sumpf mal raus zu kommen, nicht mehr abends schnell heim zu müssen um ja einen zu rauchen - dieses ganze risiko beim autofahren usw. los zu sein macht mich immer wieder tapfer.

    du meintest es hat länger gedauert als 3 monate - kannst du so ca. sagen in etwa wie lange? vor allem interressiert mich ob es in der intensität der beschwerden (kopfschmerz, stress-resistenz, launen usw.) weniger wird - oder auf einmal weg ist.

    so wie das bei dir klingt bist du danach wieder der "alte" mensch gewesen - nur eben ohne das kiffen? ich hab irgendwie grad schiss das ich danach ein komplett anderer mensch sein werde, so vom wesen usw. her - und das belastet mich zusätzlich sehr.

    den sozialen rest krieg ich glaub selber wieder hin - war eigentlich immer gesellig und im moment ist es wohl eher das ich mich komisch fühl und denke alle anderen merken das.


    vielen dank fürs aufbauen, hat seeehr geholfen zu wissen das ich nicht für immer so "komisch" bleib ,-)

    ps. eine frage noch: wie war dein konsummuster?

    Hallo zusammen,

    ich bin m, 35 Jahre alt, seit 7 Wochen Ex-Kiffer nach 15 Jahren Hardcore Konsum und seit 6 Jahren nur abends eine Bong zum einschlafen...

    Ich will euch nicht mit den anfänglichen harten Entzugserscheinungen langweilen - denke die hat jeder mehr oder minder, ich eben mehr.

    zur Übersicht vielleicht stichpunktartig:

    - depressive Verstimmung
    - Ängste/ Panikattacken
    - Ein/ und vor allem Durchschlafprobleme

    Aber nun um was es mir eigentlich geht:

    Ich will und werden den Entzug auf jeden Fall weiter durchhalten!

    Inzwischen hab ich mich viel belesen und weiss das mein Kopf im Moment sich wohl
    komplett "neu programmiert". Dabei ist immer die Rede von Synapsen die frei werden, das es ca. 3 Monate dauert -> und der wichtigste Satz:

    "All diese derzeitigen Missempfindungen gehen wieder weg."

    Nach mittlerweile echt harten 7 Wochen ist mein Geist an der Grenze das zu glauben und eben abzuwarten. Deshalb meine Frage an Euch inwiweit ihr das erlebt, gefühlt habt,...
    Einfacher ausgedrückt such ich Motivationskraft um weiter durchzuhalten *trauriggugg*

    Die derzeitigen Mussempfindungen sind der Intensität nach:

    - Kopfschmerzen die unter Stress schlimm werden (teils mit Schwindelanfällen)
    - ab und zu leichte Panikattacken
    - Gefühl mal "happy" zu sein, dann wieder Depressiv verstimmt
    - weiche Knie/ Beine
    - Konzentrationsschwäche
    - Erinnerungsprobleme
    - Gedankenkreise
    - soziale Kontaktschwierigkeiten

    Ich bin seit gestern bei einem VH-Therapeuten und der meinte das aufgrund des
    Konsummusters usw. er von ca. einem halben Jahr ausgeht bis ich wieder "normal"
    bin - oder anders ausgedrückt mich wieder wohl in meiner Haut fühle.


    Wie gesagt, es wäre toll ein paar Erfolgsberichte bzw. Erfahrungen zu lesen...