Beiträge von grany

    Guten Abend, Malina84,


    Drei Tage war ich in der Ferienwohnung ganz allein, während er auf Tour war.

    Und es verbleiben noch zwei Tage? Vielleicht findest du eine Ersatzhandlung, die trotzdem urlaubig ist, statt auf den Berg zu gehen und dich zu überfordern Vs. im Opfermodus unter Selbst- und Fremdvorwürfen in der Wohnung zu "verharren" oder gar "erstarren" in dem derzeit überregten Zustand. Wellness? Ausflug ins Tal? Ohne Freund, nur für dich. Er sorgt für sich - du für dich?


    Der Unfall hat wohl, wie ich das rauslese, dein Gefahrensystem aktiviert, getriggert, wenn man so will - was nicht verwunderlich, seltsam oder überempfindlich ist, meiner Meinung nach - sondern völlig normal für PTBS und/auch für gesunde Menschen. Bei PTBS ist eben diese Überregung des Systems dann erstmal wieder aktiviert nach solchen Vorfällen und das Drängen/Unverständnis deines Partners verstärkt das wohl noch zusätzlich.

    Die Situation zu verändern wäre ein möglicher Ausstieg und z.B. deinem Partner, sobald du wieder auf einem besseren systemischen Level bist, zu erklären, wie deine Reaktion kausal im Zusammenhang mit PTBS steht und das körperlich eigentlich in dem Sinne auch eine natürliche Reaktion ist und wenn da deine Grenzen übergangen ist, der traumatische Gehalt verstärkt wird und schlimmstenfalls mit ihm verkoppelt. Also nur, wenn das für dich passt, als Input.

    Wäre schade, wenn der ganze Urlaub von dem beeinträchtigt wird, kann sein, dass sich dass dann natürlich auf Berge, Urlaube und eure Partnerschaft übergeneralisiert überträgt.

    Hallo suchenachzen,

    Es könnte klappen, aber es gibt ein Problem. Ich denke wenn ich diese Person die ich glaube zu sein aufgebe/ mich von allem abspalte und einfach nur Bewusstsein bin, alle anderen denken werden ich sei verrückt. Deshalb trenne ich mich nicht und versuche bewusst diese Person zu sein. Die Alternative wäre alles zuzulassen, das was ich aktuell dazu tue (also den Konsum) zu unterlassen

    hier komme ich nicht ganz mit. Wieso ist die Aufgabe deines Egos/Anhaftung an Identität (wenn ich das so richtig verstanden habe?) mit dem Konsum/Nichtkonsum gekoppelt? Soweit ich dein Glaubenssystem nachvollziehen kann, liegt doch in dieser Argumentation des entweder A mit B -oder C ein dualistisches Denken vor? Aber was hat denn Kiffen, die Angst vor dem, was andere Denken und das Ego aufgeben kausal miteinander zu tun? Und wieso musst du genau entgegengesetzt zu deinem Ziel handeln, wenn du kiffst, also bewusst diese Person sein - wieso geht nicht etwas dazwischen? Das wiederum widerspricht doch deinem Ziel der Nichtanhaftung? Korrigiere mich?


    Bei mir kommt, wenn ich dich lese, eine große Bedürftigkeit nach Reinheit und sowas wie kindliche Naivität an. Ich frage mich, ob das vielleicht mit deiner PTBS gekoppelt ist?


    Weisst du woher deine Angst kommt, für verrückt erklärt zu werden? Viele Buddhisten und Hinduisten "geben auch ihr Ego auf" und versuchen nicht anzuhaften und werden nicht für verrückt erklärt. Wer sind denn die anderen, die dieses Urteil fällen konkret? Wer fällt dir da ein?


    Wieso ist es eigentlich zwingend nötig, dass du dich sofort deinen größten Ängsten stellst, wenn du mit Konsum aufhörst? Wäre nicht erst ein gemäßigterer Weg, z.B. einfach mal eine Weile den ersten Schritt zu gehen, naheliegender? Weil das klingt danach, als würdest du eine Herausforderung wählen, die viel zu schwer ist, für den Ausgangspunkt. Wieso keine Zwischenschritte? Ja, bei mir kam an, dass du wissen willst, wie Konsum dich und deine Selbstfindung (oder -Lösung, in dem Fall) beeinträchtigt und auch deine Heilung - aber ist das echt dein Weg und nicht keine Überforderung, die wieder zu Konsum oder einigen Tagen gefühltem Weiterkommen und dann wieder zu Konsum führt? Das ist doch Teil des Kreises, solche rießen Dinge zu versuchen?

    Hallo SecretMe,


    weisst du, wie das entstanden ist? Welche Gedanken du vor dem Hass hattest? Meistens kommt vor Selbsthass Schuld oder Scham - was oft gar nicht wahrgenommen wird.

    Vielleicht magst du ja erzählen, was das erzeugt hat?


    Aber auf jeden Fall gut, dass du dich hier mitgeteilt hast, dann bist du nicht ganz alleine damit. Ich hoffe, das hat mittlerweile nachgelassen und du warst diese Nacht sicher.

    Hallo TimmNichtKing,


    puh, das klingt nach vielen turbulenten Erfahrungen. Dennoch... finde ich es sehr sehr bedenklich, von einer Erfahrung mit einer Beziehung, wo der Partner vielleicht (diagnostiziert?) Borderline hatte da kausale Schlüsse für alle Borderliner zu ziehen! Das sind schon ganz schön heftige vorurteilhafte Pauschalisierungen, finde ich. Da besteht sicherlich eine Korrelation... aber eine Kausalität? Alle Diabetiker werden doch auch nicht zu Furien, wenn sie unterzuckert sind, oder?


    Es tut mir leid, dass du solche Erfahrungen machen musstest und dich sehr angestrengt hast, wie es klingt, das abzufangen. Aber dennoch bedeutet das doch nicht, dass alle Borderliner wie deine Freundin sind?! Wie kommst du darauf? Was verstehst du unter Borderline?

    Das ist eben immernoch eine Auffangdiagnose, die total mit Vorurteilen behaftet ist. Schade, dass es scheinbar so viele pauschale Ansichten dazu gibt, die fast in die Richtung gehen, dass Borderliner alle gleich sind. Borderline ist keine Idenität. Es ist eine Erkrankung - welche natürlich Einfluss hat, aber nicht kausal für all diese Beziehungs- und Bindungsaspekte sein muss und sich absulut individuell äußert. Man kann nicht von einem Borderliner auf alle schließen - bzw. kann man schon, ist aber ein logischer Fehlschluss. Meine Meinung.


    Sorry, aber das macht mich traurig. Dabei sind es doch angeblich die Borderliner, die schwarz-weiß denken. Aber hier begegnet mir das öfter... Schade. Ich weiss auch nicht, wie diese Erfahrung jemanden in einer individuellen Beziehung helfen soll. Schon allein die Frage.... kann man einem Borderliner vertrauen? ... schade. Aber natürlich auch nachvollziehbar, wenn solche Bindungserfahrungen vorliegen. Erscheint mir aber sehr vereinfacht, das alles hier in die Schublade Borderline zu stecken... wie gesagt.. schade. Ich habs lieber bunter, als schwarz-weiß. Die Menschen mit Borderline werden sich dann auch entsprechend verhalten... self-fullfilling... schade. Echt.

    • wünscht auch ein schönes WE und alle Arten von Erträglichkeiten für alle
    • sitzt gerade an meinereiners 2. nagelneuem Ultrabook
    • erstes hat es nicht überlebt
    • hat den ganzen Tag aufgespielt und eingerichtet
    • hofft, das nicht nochmal tun zu müssen

    Dankeschön :S


    Ups, war eigentlich nur froh, dass ich mich der Lebenslaufsache nicht stellen muss und wollte das teilen. Wollte keine Gratulationswelle starten. Mir ging es nur drum, dass ich nix über mein Leben schreiben muss. Der Job.. naja, ist nur eine Station von mehreren die noch kommen. Und so richtig darauf angewiesen war ich auch nicht. Es gab andere Optionen und Angebote. Also nicht wirklich was besonderes. Will sagen: muss man mir nun echt nicht für gratulieren :8:

    Ist eh noch einige Monate hin.

    Jetzt weiß ich nicht, ob es okay wäre, wenn ich das für mich behalte, oder, ob es doch besser wäre, es meiner Betreuerin zu sagen

    Naja, im Grund ist das ebenfalls SVV. Nur eben eine andere Form.

    Ich möchte auch nicht, dass sie meiner Therapeutin davon erzählt.

    Warum willst du eigentlich nicht, dass deine Thera davon weiss?

    Hallo vitaminklar,


    sorry, einen Generaltipp habe ich da nicht. Falls es noch weitere Beratungstermine gibt, das direkt ansprechen. Ganz oft hören und sich selbst sagen: Es war nicht deine Schuld.Versuchen, innerlich, stopp zu sagen, sobald die Suche wieder losgeht. Das braucht aber auch: Zeit.


    Alternativ kannst du auch eine stationäre Krisenintervention in einer psychosmoatischen Klinik andenken. Das dauert 1-2 Wochen und ist genau für sowas da.

    Hallo SecretMe,


    leider habe ich davon erst jetzt gelesen.


    Meine Thera hat mir die Aufgabe gegeben einen Brief an Papa zuschreiben... Den will sie dann morgen durch gehen... Aber ich will nicht, dass sie ihn Liest. Ich will das für mich behalten. Muss ich ihr den geben?

    Diese Frage ist hier "falsch". Und auch diese Aussagen. Weiss du warum? Genau diese letzten Sätze solltest du deiner Thera gesagt haben. Du solltest sie fragen, wozu? - So läuft Therapie. Das ist nicht wie Schule. Es geht darum, dass du immer beurteilen können sollst, was gut für dich ist und was nicht und dass du lernst, dafür auch die verantwortung zu übernehmen. Es wird oft zu solchen Momenten kommen in der Therapie. z.B. verliebt sich ein Großteil der Klienten manchmal in den/die Therapeuten. Ist ja auch klar, das ist eine leere Projektionswand. Was ich sagen will: die meisten sprechen niemals darüber, es beeinflusst die Beziehung, ohne dass klar ist warum -> Therapie wird nur noch gespielt. Dabei ist es genau das, was Therapie ausmacht: man bekommt z.B. die Aufgabe einen Brief zu schreiben und ihn mitzubringen - jetzt geht es vorallem darum, zu schauen, was das mit einem macht. Und genau das sollte dann an den Thera zurückgemeldet werden. Es ist genau das, worum es in der Therapie geht - zu schauen, was die Dinge mit einem machen. Auch direkt in einer sichereren therapeutischen Beziehung. Die Therapie-beziehung ist nur ein Symbol für alle eigenen zwischenmenschlichen Beziehungen. Und: man selbt bringt die Dinge mit rein.. wenn man verliebt ist - wieso? Was hat das ausgelöst? Man kennt den Therapeuten/in ja nicht in echt. Also wieso passiert sowas, man kann da gemeinsam mit dem Therapeuten hinschauen, dann löst sich das sofort auf und man versteht, wie man selbst funktioniert.

    Und bei dir es eben der Brief. Wieso frägst du hier und nicht deine Thera - was sagt das über dein Bindungs- und Konfliktlösungsverhalten aus? Warum willst du ihn ihr nicht geben? ... etc. - als das ist was, was du mit ihr besprechen kannst, ohne den Brief jemals übergeben zu müssen. Du solltest ihn nur übergeben, wenn es dir hilft. Und dazu brauchst du die Infos, wieso die Thera denkt, dass es hilft. Es geht um dich. Nicht um sie.

    Habe ehrlich gesagt gar keine Lust mehr morgen azf den Friedhof zu fahren...

    Wieso ist das ein Pflichttermin? Wie ist es dir damit ergangen?

    Hallo LostOfHorizont,


    vielleicht ist es echt Zeit, zu würdigen, was du bisher alles versucht hast. Du suchst nach Möglichkeiten, aber du bist schon der Experte für dich und kennst dich aus, was du schon auprobiert hast. Was hilft zum Beispiel nicht? Was macht die Depression noch schlechter bei dir? Musik und Sport - erzähl doch mal, was machst du, wie machst du und machst du regelmäßig? Du bist von der Suche und dem Kämpfen erschöpft - das lese ich so. So viel Mühe und dann eben doch wieder das. .... Natürlich kommt jetzt ein ABER ;)

    Es macht keinen Sinn sich was zu ändern, ist nur eine Frage der Zeit bis der gute Freund sich meldet. Es ist einfach frustrierend und verzweifelnd,dass man einfach solch Umstände regelmässig im Leben durchmachen muss.

    Das ist wirklich nachzuvollziehen. Aber es ist auch die typische Denkweise in einer Depression das Leben zu betrachten. Was wäre denn jetzt, wenn du in einer nicht-depressiven Phase wärst? Wären es die gleichen Sätze?


    Man kann es ja auch umdrehen. Gerade weil einem diese dunklen Zeiten ein Teil Leben weg nimmt, sollte man den Rest so gestalten, wie man es kann und diesen Teil möglichst klein halten, soweit es in der eigenen Macht steht. Weil sonst wächst dieser Teil und die eigene Kraft wird noch weniger und noch mehr Leben wird genommen. Trotzdem ist wohl eines klar: Pausen... braucht es und dürfen sein!!! Vielleicht brauchst du gerade mal eine von der Kämpferei. Zu viel des Kampfes oder zu viel Verbissenheit ist ja genauso wenig forderlich. Es ist ein langer Kampf mit mehr als einer Schlacht, es gilt langfristig zu agieren.

    Hallo vitaminklar,


    ich möchte dir sagen, dass du ganz normal reagierst. Es ist so: Wenn man durch das eigene Verhalten Einfluss nehmen kann (hätte können), suggeriert einem dass, das man nicht völlig hilflos und ohnmächtig war, sondern einen Fehler gemacht hat und eigentlich Kontrolle/Macht hat. D.h. der Täter hat diese Macht nicht, sondern man selbst. Deswegen reagieren die meisten Menschen damit, zu suchen, wo ihr Fehler war, was sie anders hätten machen können, etc. Das ist besser zu ertragen, weil man sich weniger hilfos und ohnmächtig fühlt, weil dann kann man etwas ändern und gefühlt auch im Nachhein an dem Vergangen etwas ändern. Und nein, das ist nicht das Stockholm-Syndrom, aber Teil einer akkuten Belastungsreaktion. Ganz normal. Auf Dauer gilt es aber, in die Akzeptanz zu kommen, dass man ausgeliefert war und dass es Situationen im Leben gibt, wo man keine Kontrolle hat. Aber das muss keine Bedrohung sein, es ist nicht mit schrecklichen Erlebnissen automatisch verbunden. Leider ist es oft so, dass man nur durch diese "radikale Akzeptanz" ein Trauma in das eigene Leben integrieren kann. Das ist nämlcih das was bei einem Trauma passiert: etwas wird aus dem eigenen Leben ausgegliedert. Und manchmal bekommt man es wieder zusammen, später, manchmal nie. Manche wollen es versuchen und manche leben lieber damit, nicht "ganz" zu sein.


    Du kannst dich ruhig auch an deine Beraterin wenden. Je mehr du in einem Netz bist, dass dir hilft damit umzugehen, desto besser.

    Wegen einer Anzeige... geh bitte erst zum Weißen Ring o.ä. - wie Franz schon sagt, gibt es da viel zu Bedenken. Du hast keine Verantwortung, den Typ anzuzeigen - jetzt geht es erstmal um dich, nicht um ihn. In einem Anzeigeverfahren/Gerichtsverfahren ist es einfach zumeist so, dass das Opfer nochmal zum Opfer wird. Die breite Öffentlichkeit hat einfach keine Ahnung, wie sowas im realen Leben abläuft/ablaufen kann und das die Opfergesundheit während des Verfahrens nicht berücksichtigt wird, wenn es schlecht läuft. Aber es gibt auch Gründe, sich dafür zu entscheiden. Z.B. Zugang zur Opferentschädigung, ggf. "recht" zu bekommen, etc - ist für manche hilfreich. Bitte lass dich einfach beraten, wenn dir diese Frage, ja, nein, vielleicht, weiss nicht Kapazitäten zieht. Das muss dich nicht auch noch zusätzlich belasten und verunsichern!


    Es wird sicher der schwerste zu verabeitende Teil sein, niemals richtig Klarheit über diese stunden zu erhalten und das nicht richtig einordnen zu können in deine eigene Lebensgeschichte. Aber mit der Zeit lernt man sowas. Gib dir die Zeit und dein Freund scheint dabei ein guter Begleiter zu sein.

    • lebt definitiv ganz woanders als PixelDiebin und Franz
    • grüßt alle Nachteulen und natürlich auch alle Tages... -was-auch-immer-das-Pendant-zur- Eule-ist
    • ist müde
    • hat aber gerade Schreibflow
    • muss das arbeitsmäßig nutzen
    • fühlt sich mal wieder falsch, wie ein Alien auf der Welt

    Ein bisschen fange ich schon an, zu antworten, später vielleicht mehr.


    Zunächst mal finde ich es sehr mutig und stark von dir, selbst das Gespräch offensiv zu suchen.


    Was es mir ein wenig schwer zu antworten macht, ist die Darstellung der Kompetenzen die du über Hunde hast. Ich glaube dir, dass du kompetent bist. Sofort. Aber ich glaube es gibt nicht nur die "eine Wahrheit und Kompetenzen" an Ansichten bezüglich Hunden.


    Ich verstehe nicht, wieso nicht beides möglich sein sollte. Eine emotionale Beziehung zu Tieren zu haben und sie artgerecht zu halten. Einige Rassen sind haben sich ja auch so verändert (oder wurden es leider), dass sie den Menschen deutlich zugewandter sind. Ich persönlich finde es auch nicht toll, wenn Hunde vermenschlicht werden. Aber das setze ich nicht mit einer emotionalen Bindung gleich. Tiere sind für mich definitv Familienmitglieder - aber dennoch keine Menschen. Und ich denke, Hunde können sehr wohl in einer Stadtwohnung gehalten werden, wenn sie genügend (und zwar wirklich genügend) Input und Auslauf, etc. erhalten. Es gibt Leute die fahren dann halt 3x täglich mit ihrem Hund raus und gehen 3-4 Stunden mit ihm durch die Gegend oder treffen sich zu einem "Rudel" und wechseln sich ab.


    Für mich liest es sich eher so, als wäre da eine Distanz/Hemmung eine zu emotionalen Bindung einzugehen. Trauer und Verlust gehört zum Leben dazu. Auch für Tiere. Ob es jetzt dem Hund gut geht, wenn man um ihn trauert und er den "Emotionen" des Menschens ausgeliefert ist - das halte ich nicht für ausgeschlossen, aber ich glaube, man kann emotional mit Tieren verbunden sein, ohne sie zu verzwecklichen für die eigenen Emotionen. Und das ist für mich auch deutlich von Individum Hund abhängig. Für mich sind sie auf ihre Art kompetent und gar nicht so "ausgeliefert". Ich glaube nicht, dass man wirklich auf den Punkt festnageln kann, was "artgerecht" und gut für den Hund ist. Ich glaube, das muss immer im Kontext stehen. Es kommt auf den Hund und den Menschen an.


    Ich empfand es auch als sehr hart, was du in dem betreffenden Postfach geschrieben hattest. Auch weil ich nicht verstanden habe, wieso du das zu dem Zeitpunkt in ein Postfach als Antwort auf Trauer um ein Tier und sonstige schwierige Situationen geschrieben hast. Dass das deine Meinung ist ist doch völlig okay. Und so wie du es begründest auch nachvollziehbar. Und ich merke, dass du dir sehr um das Tierwohl Gedanken machst. Aber der Zeitpunkt, die Art und der Ort dies kundzutun war für mich da auch komplett falsch. Hier ist das für mich völlig angemessen und mutig und ich find es richtig cool, dass du das machst.

    • freut sich für dissolution
    • glaubt das wird gut, sobald das "beschnuppern" rum ist
    • ist mega müde
    • muss gleich los zum Sport
    • mag nicht so richtig
    • muss heute wieder viel arbeiten

    Guten Abend,

    Mir gehts wieder so schlecht und ich denke wieder an Suizid. Ich weiß nicht, was ich mit den Gedanken machen soll. Die sind so anstrengend auszuhalten....

    Habe gesehen, was du so bei SecretMe is listening gepostet hast. Kleiner Tipp am Rande: nicht die Stimmung mit Musik/Videos zusätzlich füttern, das wirkt verstärkend. Auch wenn es einem normal erscheint, Dinge zu tun, die der Stimmung entsprechen, kann man sich davon leichter distanzieren, wenn man sie nicht "füttert" oder sogar entgegengesetzt handelt.


    Ist kein Patentrezept. Manchmal ist es auch besser, Emotionen zu durchleben und sich nicht mit Zwang davon zu distanzieren. Aber wenn du so oft in der Stimmung festhängst, kann das ein Skill sein. Apropo Skills: was hilft dir sonst so? Was sagt eigentlich deine Thera zu diesen Gedanken und Gefühlen und dass du sie schwer aushalten kannst?

    Niemand wird mich schräg anschauen? [...]Außerdem sagen viele ich sei Fett.. Meine Oma, meine Brüder, mein Onkel.... Ich glaub ich sollte mehr dort essen,y dann ekel ich mich wieder mehr und esse gleichzeitig wieder weniger.

    Deine Familie zählt nicht als Feedbackgeber zur Untermauerung deiner Wahrnehmung. Sie sind es ja, woher die (meiner Ansicht nach nicht stimmige) Wahrnehmung stammt. Kinder übernehmen Körperschemata durch ihre Primärfamilie, zumal bei so einem Feedback. Das war dein altes Bezugsystem. Es wird wirklich Zeit für ein neues. Frag mal deine Betreuerin und Thera und einen Arzt, was sie über deinen Körper und Gewicht denken. Das sind Fachleute. Die Meinung sollte mehr zählen als die von den Menschen, die für dich - ich schreib es jetzt mal aus - schädlich sind. Meiner Meinung nach.

    Deine Reaktion ist auch verständlich. Ist eine Form der Gegenwehr. Erste-Hilfe-Maßnahme sozusagen. Aber dadurch fütterst du leider die Einstellung deiner Familie und übernimmst sie weiter und leidest und ekelst dich. Und kriegst eine Essstörung. Behaupte ich zumindest.


    Du wirst sicherlich noch mit deiner Thera daran arbeiten, dich von der Meinung deiner Familie abzugrenzen und dich als erwachsene Person von dem anerlernten Mist zu distanzieren. Bis dahin mein Tipp Nr. 2: gib denen nicht diese Macht über dich. Lass dein Handeln und das was du über dich denkst nicht davon bestimmen, was andere, die dich schädlich behandeln, über dich denken. Als erstes nur ein Gedanke. Danach zu handeln ist vielleicht noch zu schwer, aber den Weg gedanklich zu spannen ist der erste Weg dahin, deiner Familie diese Macht über dich zu nehmen. Es ist ganz egal, wer oder wie du bist: es wird immer etwas geben, das nicht an dir passt in den Augen deiner Familie. Du kannst dich nicht gesund verändern, damit du da rein passt. Einfach, weil das "da rein" krank ist. Euer Familiensystem ist krank. Um da anerkannt zu werden, musst du krank werden. Destruktivität fällt nicht vom Himmel, das kommt aus der Familie. Diese Anerkennung ist aber auch keine echte, sondern nur eine verdeckte weitere Aberkennung.... Ich wünsche dir, dass du es schaffst, dich selbst anzuerkennen und dir dein Helfernetz da die notwendigen ERfahrungen und Feedbacks nachliefert, dass du passt, wie du bist.


    So, das war jetzt ein bisschen lang. Aber dein Weg erinnert mich da ein bisschen an mich. Ich hätte mir gewünscht, dass mir jemand diese Gedanken aufzueigt und ich nicht Jahre gebraucht hätte, sie selbst zu entdecken.

    Deswegen die Länge. Schau, was für dich passt.

    • wünscht (un)genervten Nachteulen eine gute Nacht
    • ist angespannt
    • wandert jetzt dennoch ins Bett
    • kommt aber immerhin mal voran mit der Arbeit

    Naja, du musst dein Gewicht keinesfalls nennen und wenn das sowieso ein sensibles Thema ist, solltest du schauen, ob es für dich hilfreich ist überhaupt darüber zu schreiben. Du kannst z.B. schreiben, ob du unter-, über- oder normalgewichtig bist nach BMI. Bei Normalgewicht ist ein Selbstekel, der womöglich gar in Selbsthass übergeht nämlich eher nicht mit der Fremdperspektive und der Wahrngehmung anderer zu vereinen, sondern vielmehr mit der (eigenen) wahrgenommenen Wahrnehmung durch andere. Natürlich aber auch von Personen und Kultur, etc. abhängig.

    Wie erlebt man mich denn?

    Ich erlebe dich als jemand, der gerade in einem schwierigen Übergang steckt. Einerseits alters- und sozialbedingt, andererseits durch eine Krise aufgrund des familiären Bezugssystems verstärkt. Du schreibst oft von Selbstverletzung, Suizidgedanken, Destruktivität, Isolation, dem Einfluss der Wahrnehmung anderer auf deine Gefühle, etc. ich lese heraus, dass du dich im Entwicklungsschritt zur Ablösung von deiner Familie und Identitätsfindung etc. befindest und das sehr schwierig aufgrund des (traumatischen) Schicksalschlag und der ungünstigen familiären Verstrickungen ist. Was es auch schwierig macht, gesunde Bindungen zu anderen zu erlernen/führen. Oft kommt bei mir ein großer Leidensdruck und viel Dynamik an. Ich lese aber auch jemand, der ehrgeizig ist, Freunde hat, Menschen eigentlich zugewandt ist, kämpft, sich entwickelt, Mut hat, sich verändern will und kompetent ist. So und mit noch viel mehr Aspekten nehme ich dich wahr. Heisst aber nicht, dass du so bist! Heisst nur, dass Ich - aufgrund meiner eigenen Wahrnehmung, Lebensgeschichte, Themen, etc. - das von dir Geschriebene so wahrnehme und Rückschlüsse ziehe, die aber auch nicht unbedingt auf dich als reale Person und auf deine Wahrnehmung zutreffen müssen.

    Wer sind denn "die anderen"? So pauschale Begriffe bewirken meist, auch wenn man selbst weiss, wer gemeint ist, dass "die anderen" ganz schnell zu "alle anderen" werden.


    Deine Wahrnehmung entspricht gerade deinem Gefühl. Soll heißen: wahrscheinlich nimmst du es so wahr, weil du dich so fühlst. So nicht heißen: die anderen reden über dich wegen deines Gewichts, deswegen fühlst du dich so. Letzteres ist zwar nicht vollkommen ausgeschlossen, aber wenn man mit sich selbst zu kämpfen hat, ist es ziemlich unwahrscheinlich. Zumal fraglich ist, ob du nicht normalgewichtig bis (bist ja auch sportlich) und nur dein Körperschema in der Wahrnehmung gerade verzerrt ist, wesegen auch die wahrgenommene Wertung der anderen über dich womöglich verzerrt ist. Muss nicht so sein, ist aber, nach dem, wie man dich hier erlebt auch nicht ganz abwegig.


    Nennt sich auch spot-light-effect (z.B.: Spotlight-Effekt) und das haben fast alle Menschen mit Selbstwertproblemen. Das schöne daran ist: weiss man um diesen Effekt und die eigene Verzerrung unterliegt man ihm nicht mehr so oft. Und man hat mehr Mut, sich Feedback dazu einzuholen, um so den eigenen Eindruck zu überprüfen.


    Vielleicht kannst du das mit jemanden deines Vertrauens nochmal anschauen. Auch was dein Körpergefühl des Selbstekeles in Zusammenhang mit deinem Gewicht betrifft. Ich denke, es lohnt sich, weil sowas sind auch erste Schritte in eine Essstörung.


    Vielleicht kannst du mir das jetzt nicht glauben. (Vielleicht stimmt es tatsächlich auch nicht für dich). Aber vielleicht überprüfst du es trotzdem mal für dich. Das beinhaltet die Chance in diesem Bereich etwas weniger zu leiden. Und ich glaube, zu Leiden hast du gerade genug, sodass du nicht noch mehr davon brauchst.