Beiträge von grany

    Hi,


    viele die hier mitlesen sind wohl aufgrund von Konsum, Medikamention, Erkrankung, mehrere Sexualpartner oder auch SVV vom Spenden ausgeschlossen, denke ich. Allerdings besteht dann dennoch die Möglichkeit das Blut für Forschungszwecke zu spenden.


    Ich war phasenweise regelmäßig Blutspenden. Das ist bei mir wichtig und ich werde auch sehr häufig kontaktiert, da ich eine sehr seltene Blutgruppe habe und mein Blut zudem irgendwie besonders zum Spenden ist. Letzteres hat sich nach einer Blutspende rausgestellt, wo etwas nicht im Parameter gemessen werden konnte und ich Post von der Blutspendestelle bekam, mit einem Messset und der Bitte zum erneuten Blutabnehmen beim Hausarzt, der dann wiederum die Proben an die Forschungsstelle des Blutspendedienstes einschickte. In meinem Fall wird daher abgewogen, ob mein Blut doch verwendet wird. Da bin ich dann auch immer 100% ehrlich, wie es in letzter Zeit aussah mit Ausschlusskriterien. Und hab immer ein wenig schlechtes Gewissen, der Allgemeinheit gegenüber, wenn ich nicht gehen kann.


    Ich hab mit Blutspenden null Probleme, abgesehen davon, dass es manchmal schwer ist, eine geeignete Stelle zu finden. Ich habe bereits selbst Blutkonserven benötigt und bin froh, dass es sowas gibt. Von daher ist es auch meine Verantwortung, das zu unterstützen.

    Hi 6tati5,


    die Telefonseelsorge hat inzwischen auch Seelsorge per E-mail. Das ist übrigens überkonfessionell.


    Ansonsten gibt es natürlich auch die Möglichkeit z.B. über deinen Hausarzt. Oder du wendest dich an deine Krankenkasse zwecks einer therapeutischen Sprechstunde oder direkt an Therapeuten, die eine anbieten. Dann kannst du erstmal reinschnuppern, ob du dir eine Therapie vorstellen kannst und bekommst professionelles Feedback, ob das für dich ein Weg wäre. Das ist erstmal unverbindlich.

    • freut sich sehr über pamuks good vibes
    • hofft Fenellas kommende Woche wird besser
    • war gerade wählen im leeren Lokal
    • kämpft sich so durch

    Hallo nochmal,


    Nein, mein Sohn weiss nicht dass ich hier schreibe. Es ist anonym, also wo ist das Problem.

    Kein Problem. Das hatte ich nachgefragt, weil ich wissen wollte, ob es vielleicht einen Handlungsauftrag/-bitte von deinem Sohn an dich gab.


    Manchmal kann es helfen, die Ebenen ein bisschen zu differenzieren. Es geht ja (beispielsweise so ausdifferenziert) um

    - deinen Enkel als Person

    - reale Hilfsmaßnahmen für ihn

    - die Beziehung zwischen Vater und Sohn (und Mutter)

    - die Folgen und das Erleben für/des Vaters als Person

    - die Beziehung zwischen dir und deinem Enkel

    - die Beziehung zwischen dir und deinem Sohn

    - um dein Erleben.

    Oder?


    Und da du hier schreibst, wollte ich einfach mehr zu den Sachen wo man über dich am meisten Bezug hat - zu deinem Erleben, zu der Beziehung zu deinem Sohn und Enkel etwas erfahren, nachdem du schon was zum Rest gesagt hast.


    Dein Erleben hatte ich nur indirekt durch das Schildern über die anderen Ebenen aufgenommen, deswegen habe ich es nochmals direkt erfragen wollen. Manchen hilft es ja manchmal, z.B. hinzuschauen, wenn dein Sohn dir davon erzählt und dir sein "Leid" zeigt, was das mit dir ganz genau macht. Z.B. erzählt er dir von deinem Enkel informativ oder will er (unbewusst) Rat oder Trost oder Rettung o.ä.?

    Und was macht das dann in so einem Gesprächsmoment mit dir? Und wie kannst du für dich da sorgen. Z.B. hast du das Bedürfnis hilfreich zu sein, deinen Sohn zu schützen, fühlst du dich ohnmächtig und das alles gleichzeitig, oder oder oder? Und kannst du dann real auf der Handlungsebene was tun. --> Das war meine Frageintention. Hast du ja aber auch schon z.T. beantwortet. Und muss für dich ja nicht unbedingt hilfreicher sein, das so zu zerlegen. Ich war mir nur nicht sicher, ob du auch bei dir bist und nicht nur bei Sohn und Enkel, aber den Zweifel hast du nun ausgeräumt.


    Ich finde es gut, dass du hier schreibst, so wie du es beschreibst ist das ja auch schon eine Art Selbstfürsorge, denke ich. Du kümmerst dich dadurch ja auch um dich. Und bist somit ein gutes, gesundes Vorbild für deinen Sohn und Enkel. Vielleicht gibt es noch mehr, was dich da "angstfreier" macht?


    Ich drücke fest den Daumen, dass es durch die neuen Entwicklungen eine entscheidende Wende gibt.


    Rabert : Wenn dir eine Antwort auf deinen Post wichtig ist, schlage ich vor, wir machen am Wochenenden einen neuen Thread im Offtopic auf und ich nehme dazu Stellung, o.k.? Ich möchte mich dir nicht entziehen, ich hab das in die Runde geworfen. Für mich könnte ich es auch mit dem jetzigen Dissens belassen.

    Hallo,


    zwar habe ich keine große Lust auf eine Grundsatzdiskussion, allerdings sprechen wir hier immernoch von Minderjährigen. Und da muss ich quasi aus beruflicher Perspektive antworten. Sonst plagt mich nachts mein Gewissen, weil mein innerer Beschützerinstinkt, geprägt durch meine Arbeitserfahrungen rauskommt ;)


    Den in Analogie gestellten Kausalschluss von "dem Bösen" bei Menschen - hier bei Kindern und Jugendlichen in den Raum zu stellen, aufgrund von drei Quellen, die nicht gerade für den geschilderten Fall einschlägig sind und vor diesem Grund eine Handlungsempfehlung zu äußern kann ich nicht unkommentiert lassen.


    Gut der ein oder andere hat wohl ein Weltbild, das dem entsprechen mag. Aber generell hilft es niemanden von einem FAll auf den anderen FAll und dessen Verlauf zu übertragen. Wir Menschen neigen ab und an dazu die gemachten Erfahrungen auf andere zu übertragen, was gut und was schlecht sein kann. Allerdings ein "Kind" oder einen "Jugendlichen" als quasi unheilbar schädlich für die Eltern darzustellen, per Ferndiagnose, halte ich für ausgesprochen - tja, tastächlich gefährlich. Gefährlich, weil es eine Einstellung stützt die suggeriert es gäbe eine "Schuld". Gerade wenn es um Mode-Ferndiagnosen z.B. des "Narzissmus" geht. Wer weiss den schon, was eigentlich passiert ist? Vielleicht gab es Missbrauch oder ein Trauma oder die Bindungsprblematik oder sonstwas. Natürlich keine Entschuldigung dann andere zu "terrorisieren", auch nicht durch die eigene Destruktivität. Aber es ist immer Aufgabe der Erwachsenen, erwachsen zu bleiben. Und im Falle einer Überforderung oder (Selbst-)Gefährdung sich entsprechend Hilfe zu holen. So ein Fall ist nie hoffnungslos, auch wenn es so aussehen mag. Professionelle Anlaufstellen können durchaus damit umgehen und helfen. Es muss nur die passende Hilfe sein. Das kann u.U. bis dahin gehen, dass Sorgerecht freiwillig abzugeben. Das Kind als Zerstörer der Eltern - sorry, das gibt es nicht. Beruflich hatte ich noch niemals einen einzigem Fall, wo bei sowas das Familiensystem oder die Erziehung "gesund" verlaufen wäre. Wie gesagt, keine Entschuldigung, aber Kontexte darf man nie außer Acht lassen und schon gar nicht isolierte pauschalisierte Aussagen über Kinder treffen. Da werd ich sauer. Ich seh zu oft, was mit solchen Kids passiert. Es gibt Hilfe und Distanz für solche Fälle. Man muss den Kids wirklich nicht den Stempel des Narzissmuses, der Schuld oder des "bösen" aufstempeln. Zumal man sie gar nicht persönlich kennt. Klar, hilft es sich schneller davon zu distanzieren, aber ansonsten ist das eine etwas einfache Wirklichkeit. Und wenn wir als Gesellschaft so eine Kultur der Abstempelung mittragen, was macht dass dann mit Kindern generell? Das ist eine Art von Mobbing. Mobbing durch Erwachsene. Und wenn da tatsächlich dann ein ganz anderer Kontext dahintersteht, als es für Außenstehende sichtbar ist kann es ganz schlimm werden. Aber selbst wenn kein Kontext dahintersteht, muss man sich mal vor Augen halten: ist es denn normal, dass sich ein 15 jähriger derart selbst schädigt, indem er die Zukunft an den Nagel hängt? Macht er das, weils ihm so viel Spaß macht? Und er gerne seine Eltern und die Insitutionen ärgert? Es mag sein, dass ihm alles egal ist, ... aber dann ist er sich selbst am allermeisten egal. Das muss überhaupt nicht damit einhergehen, dass man z.B. assoziale oder dissoziale Tendenzen hat. Davon kann ich hier nicht die Spur erkennen. Das geht in die gleiche Richtung, wenn ein Kind sich lasziv verhält und ein Erwachsener nicht die erwachsene Rolle übernimmt und sich davon abgrenzt. Ist das Kind dann auch schuld? Klar, ein krankes Kind kann zu viel für eine Familie sein.


    Das Kind, das seine Eltern zersört ist schuld, dass die Eltern kaputt sind ist eine Hexenjagd. Eltern sind nicht Opfer ihrer Kinder. Außer sie machen sich selbst dazu. Es gibt immer ein Gefälle zwischen einem Erwachsenen und einem Minderjährigem. Klar gibt es auch schon Kinder, die sind sehr krank, unbeschulbar, gewalttätig, etc. - allerdings sind sie niemals unheilbar krank oder gar böse. Das ist kein unabwendbarer, unheilbarer Stauts. Und Eltern müssen sich deswegen auch nicht "terrorisieren" lassen. Sie müssen "nur" der elterlichen Verantwortung nachkommen und sich entsprechend Hilfe holen! Nicht nur für die Kids, auch für sich selbst.



    Aus der Perspektive der Oma, ist es natürlich, sich um den Sohn zu sorgen, wenn beim Enkel so viel schief läuft. Aber das ist längst kein Grund, den jungen Mann zu verteufeln. Der Sohnemann ist Erwachsen. Und anscheinend bereit, seine elterliche Rolle weiter einzunehmen. Das was man indirekt von ihm faktisch zugetragen wird, ist die Sorge um die finanzielle Belastung, Hilflosigkeit und Überforderung. Der Sohn ist allerdings weder für Beziehung noch für die Boutique noch für die Lebensführung der Kausale Grund. Vielleicht hat er damit zu tun, ja. Aber es gibt ausreichend Unterstützung, wenn man mit der elterlichen Rolle überfordert ist, diese Überforderung geringer zu halten. Der Sohn hat ja schon entsprechende Maßnahmen ergriffen. Vielleicht wäre es sinnvoll, dass hier eine Therapie oder eine Elternberatung oder ähnliches stattfindet, damit diese Belastungen in der Elternrolle aufgegriffen werden kann. Vor einer finanziellen existenziellen Bedrohung - da lässt sich, wie Franz schon angedeutet hat, auch einiges machen.



    Ich frage mich, Erbsbohne, was möchtest du eigentlich? Wie geht es dir damit, diese Szene zu betrachten? Weil bisher versuchst du Hilfe für deinen Sohn zu suchen, so wirkt es zumindest? Aber weiss er überhaupt, dass du hier schreibst? Und wie viel hast du eigentlich mit deinem Enkel zu tun?

    Vielleicht hilft es, einfach auch bei der Sache zu bleiben. Und nicht über dich, über deinen Sohn über deinen Enkel zu sprechen... - Du machst dir doch Sorgen um deinen Sohn und möchtest für ihn Entlastung erreichen? Es geht hier doch mehr um Angst um den Sohn und um den Umgang damit, denn um die reale, auf Fakten beruhende Situation, oder?

    Wie gehst du mit diesen Sorgen um? Was macht das mit dir? Glaubst du, dein Sohn bekommt das alleine hin? Wie gehst du damit um?

    Hallo KarolaK,


    du hast ja gerade einige Beziehungsstürme auszusegeln. Wenn du so arge zwischenmenschliche Probleme hast, denkst du nochmal über eine Therapie nach? Ich denke, professionelle Hilfe kann es dir da etwas Entlastung bringen, glaubst du nicht auch?


    Grundsätzlich kannst du auch mal überlegen, ob deine aktuelle "Beziehung" nicht der Auslöser ist, sondern an für sich schon SVV. Was ist denn an der Beziehung noch konstruktiv? Und wenn sie destruktiv ist - wozu dient diese Destruktivität (Schutzfunktion, o.ä.)?


    Die Spanne in deiner aktuellen "Beziehung" ist ja rießengroß zwischen dem, was deine Wünsche und Intentionen sind und dem was aktuell passiert.


    Wieso kannst du eigentlich nicht Bindungsangst haben UND diese "Beziehung" ist schlecht für dich? Muss ja nicht schwarz oder weiss sein.


    Für mich liegt glasklar auf der Hand, was du eigentlich möchtest, wenn man deinen Text so liest. Auch wenn die "Beziehung" schön wäre - heisst das ja nicht, dass du sie führen musst.


    Du kannst ja auch mal an eine "Auszeit" von der "Beziehung" denken: das wäre erstmal ein Zwischenschritt und ließe noch die Optionen offen, würde dir aber vielleicht Zeit geben, wieder etwas mehr bei dir anzukommen. Sozusagen eine kurze Windstille im Sturm ;) - Wäre das was?


    Viele Grüße,

    grany

    Hallo Elyursa,


    deinen Post habe ich gelesen und ich mag zumindest schon mal auf diesen Teil eingehen.

    Was mache ich jetzt um wieder besser gelaunt und motivierter zu sein da ich eigentlich für die Prüfungen lernen müsste, es aber einfach nicht kann da ich mich nicht konzentrieren kann und ich vor allem danach keinen Alltag mehr habe und --- ---- Ablenkung durch die Schule da ich ja bis Oktober "frei" habe.

    -> Werde ich jetzt trotzdem wagen zu ihm hochzuziehen um ihm näher zu sein und ihn vlt mal an paar Tagen für ein paar Stunden besuchen kann. Oder studiere ich bei mir, wobei ich mir sowieso wahrscheinlich eine eigene Wohnung suchen werde.

    -> Wie überstehe ich die Zeit ohne komplett verrückt zu werden? Ich meine wir halten die ganze Zeit alleine durch das zocken dann Kontakt aber das ist nochmal etwas anderes.

    Struktur und Alltag sind bei so Sachen wie lernen und Ablenken ja relativ wichtig. Und auch fürs Studium sollte man sich selbst sehr gut strukturieren können. Vielleicht hilft es dir, dir selbst einen Alltag mit lernen zu geben. D.h. z.B. feste Zeiten zum Aufstehen/Schlafengehen, Essen, Lernen und Zocken, etc.

    Und vielleicht magst du die Zeit nach den Prüfungen bis Oktober mit etwas füllen. Du kannst jobben, reisen (und jobben), oder z.B. schon ein Praktikum in deinem gewünschten Beruf machen.

    Das Zusammenziehen oder zumindest in die Nähe ist eine große Sache. Du kannst auch jederzeit dein Studium woanders fortführen. Dein Freund und du ihr habt momentan einen eher unbestimmten Status. Du willst ihm näher sein? Aber will er das denn? Und musst du dafür echt deinen Studienort zu ihm verlegen? Es wirkt nicht so, um ehrlich zu sein, als würde er das wollen, was auf mich auch nicht unvernünftig wirkt. Zusammenziehen oder in die Nähe ist ja ein sehr großes Ding. Rein auf gut Glück, um jemanden näher zu sein, der das vielleicht so gar nicht möchte ist wahrscheinlich nicht so gut, wie sich selbst etwas eigenes aufzubauen und den anderen einzuladen daran teilzunehmen ohne den Druck durch so ein "naheziehen wegen dir" aufzubauen. Du kannst während des Studiums ja jederzeit den Wohnort wechseln. Für Besuche gibt es Wochenenden, viel "freie Zeit zum Lernen" und Semesterferien. Ist ja keine Entscheidung, die für die nächsten Jahre Bestand haben muss. Erstmal nur ein Anfang.

    Ansonsten, wenn du es schaffst, ins Lernen reinzukommen und nicht aufgibst, dich damit zu befassen und immer wenn ablenkende Gedanken aufkommen dir mental ein Stopp gibst - kann das Lernen super sein, um nicht verrückt zu werden und sich abzulenken. Vielleicht hast du ja auch noch Leute vor Ort, Freunde oder andere Hobbies als das Zocken, wo du in Kontakt kommst und was dich ablenkt? Oder wo du innerlich auch mal zur Ruhe kommen kannst? Was machst du sonst so, wenn du unter Stress stehst, z.B. bei Prüfungen?

    Es stehen ja insgesamt sehr viele Umbrüche an. Umso schwieriger wahrscheinlich für dich, jetzt auch mit deinem Freund einen unklaren Status zu haben. Aber vielleicht hast du noch andere Ziele, wie etwa dein Studium oder einen anderen Anker, der dir da zusätzlich etwas Halt geben könnte?

    Ja, das zählt zu SVV. Du verletzt dich dadurch ja genauso.

    Vielleicht wäre es auch gut, wenn du versuchst, es nicht als "Beichte" anzusehen. Du beichtest deinem Hausarzt ja auch keine Erkältung. Das bringt nur unnötig Druck und macht dich klein. Entspricht es denn nicht deinen Zielen, die Wahl zu alternativen Handlungen, denn zu SVV zu erlernen? Du erzählst es ihr so gesehen freiwillig und um an dir zu arbeiten, nicht weil ihr ausgemacht habt, dass du "musst".

    Kleiner Unterschied, der aber erheblich hinsichtlich der Aufrechterhaltung der Krankheit sein kann.


    Mein Tipp aus eigener Erfahrung ;)

    Hallo Batzili,


    herzlich willkommen noch hier ;)


    Grundsätzlich kann ich mich Franz nur anschließen. Dieser Tipp mit dem "nicht kritisieren" ist ...äh....mit Vorsicht zu genießen ;)


    Vielleicht hilft es dir, wenn ich einen Perspektivwechsel anbiete.


    „böswilligen“ Phase

    Was kann ich mir darunter vorstellen? Wie stellst du dir denn eine solche böswillige Phase vor?


    Das Nähe-Distanz-Thema ist immer groß bei Bordis. Wenn der Partner da jedesmal mitschwingt oder leidet, endet das meiner Meinung nahe zu immer in Co-Abhängigkeit (muss nicht, nur meine Erfahrungswerte).


    Dein fast-Freund läuft derzeit wahrscheinlich nicht in ganz rationalen Phasen. Und das wird nicht das letzte Mal sein. Du hast normale, angemessene Bedürfnisse, euren Status zu klären und erlebst die Zurückweisung durch Nicht-Reaktion. Okay, ich überlege, wie ich das am besten jemand "Normales" erkläre, wie das bei Bordis so läuft. Wobei Borderline ja auch hochindividuell ist - es lohnt sich also sowieso da mal grundsätzlich mit deinem Freud drüber zu reden, wenn er in einer zugewandten Phase ist. Ihn zu fragen, was für ihn hilfreich ist.


    Ich versuche die stereotypen Beziehungssituationen bei Bordis nachvollziehbarer zu machen: Er ist gerade in einer Distanz-Phase. D.h. er nimmt dich und eure Bindung unter Umständen gänzlich verzerrt wahr. Diese Verzerrung wirst du durch nichts auflösen können. Umso wichtiger, dass du als "gesunder" Part in dieser Phase gesund bleibst. Du wirst vielleicht keine Reaktion auf deine Bedürfnisse nach Klärung und "Hilfreichsein" bekommen - aber es ist wichtig, dass du sie trotzdem benennst, sonst gehst du ja mit der Krankheit mit. Dennoch ist es auch wichtig, die Krankheit nicht zu ignorieren - geht ja auch schlecht.


    [...]Distanz Problem nicht untypisch dafür ist, da die Angst vor dem Verlassenwerden oder dem Verlust der Liebe so groß ist. Am Abend habe ich ihm dann nochmal geschrieben, dass ich ihn nicht verlieren möchte und sich für mich nichts geändert hat!

    Ja, die Angst vorm Verlassenwerden mag groß sein, aber bei dir ist diese Angst ja auch gespiegelt worden, du hast nun ebenfalls Angst ihn zu verlieren und schwingst sozusagen mit der Krankheit mit (meine Interpretation, check das für dich gegen!). Genau das kann noch mehr Dynamik hervorrufen. Wenn du in einer Bordi-Beziehung gesund überleben willst, geht es praktisch darum, gut für dich zu sorgen, normale Konflikte nicht zu vermeiden und trotzdem zu sagen: hier ist das Bindungsangebot, egal welche Konflikte da sind - ohne dass das gleichzeitig Druck ausübt oder zu Not bei beiden Seiten führt. Du leidest gerade ja mit. Er braucht gerade Distanz und oft löst das auch die Falle des "Liebesbeweises" aus. Hm.. wie erklär ich das nun? Diese Erlebenslücke zwischen dem was bei dir da ist und dem was bei ihm ankommt, wirst du in solchen Phasen nicht schließen können. Also, du kannst die Lücke stopfen, indem du ihm deine Liebe und Zuwendung "beweist" wie eben mit deinen Nachrichten. Ja. Und das mag auch oftmals funktionieren, für kurze Zeit. Fördert aber eben auch die Krankheitsdynamik und wird am Problem nichts ändern. Und eher dazu führen, dass du ständig in "Bringschuld" des Liebesbeweises kommst, was ihn dann immer auch unter Druck setzt und auch zu schlechtem Gewissen seinerseits führen kann. Aber das ist ja keine gesundes Liebesbeweisbedürfnis. Es ist ja etwas verzerrtes. Jedesmal darauf mit Dynamik und Verlustangst zu reagieren, sprich miteinzusteigen - wird nicht hilfreich sein. Für keinen von euch. Die Bindungsunsicherheit wird sich nicht dadurch bessern, dass du bindungsmäßig sein Defizit überkompensierst.


    Besser ist sowas dann zu sagen: das Nichtmelden löst das und das bei mir aus, und ich bin verunsichert weil mir der Kontakt zu dir wichtig ist und das für mich neu ist. Bei mir löst das"nichtmelden" das Bedürfnis xy aus und ich mag das benennen, weil ich dir auf Augenhöhe begegnen und gut für mich sorgen möchte (=gesundes Vorbild). Allerdings heißt das nicht, dass du auf meine Bedürfnisse reagieren musst - ich benenne sie, aber es ist kein Handlungsauftrag an dich, sofort darauf zu reagieren. Ich bin da, lasse dir aber Raum wenn du ihn brauchst. Ist okay, wenn du dich nicht meldest. Wenn ich etwas tun kann, was hilfreich für dich ist, sag mir Bescheid, was. Ich bin da, wenn du das möchtest. Wenn nicht, lasse ich dir Raum. Du bist mir wichtig. Ich möchte dir keinen zusätzlichen Druck machen und brauche noch etwas Übung darin mit meiner Verunsicherung umzugehen. Vielleicht hast du irgendwann ein paar Tipps für Phasen, wo du Abstand brauchst für mich? - Sowas.


    Durch sowas kannst du was für ihn tun, ohne mit seiner Krankheit mitzuschwingen. Kannst du es aushalten, ihm Raum zu lassen, ohne dass da jetzt eine Reaktion kommt? Und kannst du das immer wieder aushalten?

    Vielleicht könnt ihr zukünftig auch einfache Zeichen ausmachen, wo er sich nicht groß erklären braucht und bei ihm kein Druck auslöst in solchen Phasen. Nur ein pieppiep zum Beispiel.


    Nur ein paar Impulse. Vielleicht ist was für dich dabei.

    Hallo SecretMe,


    in Prüfungszeiten ist das ganz "normal", dass man sehr unter Druck innerlich gerät. Du hast ja auch starke Umwälzungen hinter dir, das braucht alles mehr Zeit um sich zu setzen und zu regulieren. Hab Geduld mit dir. Auch wenn die Abiprüfungen vor der Tür stehen, noch mehr Druck, nicht krank zu werden und Selbstzweifel, weil du nicht "stabil genug bist" helfen da eher weniger, als wie mal einfach eine Runde Yoga oder sanfter Sport. Du musst ja nicht gleich joggen gehen. Hilft dir vielleicht mehr, aber es muss auch nicht immer ganz oder gar nicht sein.


    Ich drücke dir fest die Daumen für die Prüfungen und v.a. für den Druck der auf dir lastet, in jeder Hinsicht. Ich finde es super, wie du kämpfst!

    Hallo LisaM,


    herzlich willkommen hier!


    Ein Stück weit ist die Angst vor der Sterblichkeit der Eltern und Ablöseprozesse ja ganz normal, aber du beschreibst da schon einen deutlichen Leidensdruck.


    Kannst du dich von deinen Ängsten noch distanzieren, d.h. du bemerkst du hast Angst und weisst aber, dass das ein Gefühl ist und es dich nicht völlig vereinnahmt oder überwälzt?


    Vielleicht ist es auch mal gut, zu schauen, worin du noch abhängig von deinen Eltern bist, unabhängig von Gefühlen. Wo kommst du nicht alleine klar? Und wie kannst du besser für dich sorgen? Welche Kompetenzen bräuchtest du? Nur theoretisch - es kann ja auch Angst machen, da hinzuschauen, weil das in die Tat umzusetzen, würde dich von deinen Eltern ablösen und vielleicht ist da eine Angst mitgekoppelt. Dann kann es sein, dass dich das schnell überfordert. Also nur als Gedankenspiel, erstmal.


    Es gibt ja mittlerweile das Sprechstundenprinzip, wo dir ein Psychotherapeut/in Ratschläge gibt, ob es Sinn macht, eine Psychotherapie zu beginnen und mit dir überlegt, was helfen könnte. Das ist relativ unkompliziert und zeitnah. Du kannst dich alternativ auch an den Hausarzt oder deinen Krankenkasse wenden.


    Viele Grüße,

    grany

    Hallo ihrs,


    das Thema habe ich optimistisch unter "professionelle Hilfe" verortet. Einerseits ist es ja nichts anderes, als eine Hilfe, die wirklich sinnvoll ist. Andererseits auch der erste Schritt zur krankheitsbedingten Kündigung. Eine Ablehnung des "freiwilligen Termins" kann ebenfalls rechtlich als Begründung einer Kündigung dienen. Als AN kennt man die Richtung des AG ja auch nicht. Macht er das nur, weil er gesetzlich dazu verpflichtet ist, helfen will... oder weil eben doch eine Kündigung im Raum steht?


    Hat jemand Erfahrung mit dem BEM?


    Ich habe eine Einladung bekommen und denke ich werde den Ersttermin wahrnehmen.


    Kann das aber nicht so recht einschätzen. Ich weiss, ich stehe bei meinem AG im Pool für eine eventuell leitende Funktion. Allerdings hatte ich einen Klinikaufenthalt letztes Jahr, der meinen AG nicht als solcher bekannt ist, da ich von meinem Hausarzt ohne Diagnose krankgeschrieben wurde. Mein AG weiss nichts von den psychischen Erkankungen. Da hier keine gute Gesundheitsprognose vorliegt, ist fraglich, ob ich mich da offenbaren sollte. Und überhaupt darüber sprechen kann. Andererseits soll ja festgestellt werden, was den Fehlzeiten zu Grunde liegt.


    Eine Abhängigkeitserkrankung liegt bei mir derzeit nicht vor, sodass auch der Betriebsarzt kein Problem ist. Andererseits hätte ich auch das Anrecht auf Bewilligung einer Schwerbehinderung - aber da überwiegen die Nachteile noch für mich, da mein derzeitiger Beruf eigentlich nur als Übergang gedacht ist und ich gerne eine normale Stellung hätte.


    Ziemlich schwierige Kiste. Rechtlich empfiehlt es sich eher den Termin wahrzunehmen. Ich kann es auch so darstellen, dass die Arbeitssituation ein Faktor für die häufigen Fehlzeiten ist. Da das auch stimmt und ich deswegen regelmäßig krankgeschrieben bin, allerdings für diesen einen langen Zeitraum eben nicht.


    Ich bin da ein wenig orientierungslos. Man darf ja eine Person z.B. von der MV oder einen Vorgesetzten, oder eine Vertrauensperson etc. mitnehmen. Aber da gibt es niemanden, der da für mich passen würde. Macht mich nervös, um ehrlich zu sein.


    Tipps? Erfahrungen? - wären deswegen hilfreich.

    Bei meiner Freundin waren Entzugserscheinungen mitzuerleben. Daneben hatte sie auch deutliche Abstürze körperlich und geistiger Art, sobald die Wirkungsdauer vorbei ging. Die Einnahme hat sich sozusagen "gerächt". Ein dauerhaftes Level zu halten ist sehr schwer, da der Gewöhnungseffekt sehr schnell und intensiv einsetzt. In der Folge waren es also nur zeitlich intensivierte Effekte, die dann aber wieder ins Gegenteil umschlugen, wodurch sich das Ganze wohl kaum lohnt, wenn man nicht wirklich unter Narkolepsie leidet. Meiner Erfahrung nach kommt man mit einem normalen Leistungs-Durchschnitt ohne Konsum deutlich besser hin.


    Bei mir selbst hatte es lediglich einen geringen körperlichen Effekt und keinen kognitiven, trotz sehr hoher Dosis. Ich hatte keine Entzugserscheinungen und auch keine "Abstürze". Bin aber auch ziemlich medikamentenresistent.

    • ist zu oft hier und zu wenig bei anderen Dingen
    • bleibt mal ein zwei drei Wochen off
    • sortiert sich in der Zeit
    • wünscht allen eine gute Zeit :wink:

    Hallo Hummel,


    erstmal noch herzlich Willkommen hier :)


    Als ich deinen Post las, dachte ich, huiui, ganz schon viel los bei dir und viel aktueller Handlungsdruck, zumindest gefühlt.


    Bei mir ist ein ganz großes Fragezeichen, wieso du dich so in die Verantwortung nimmst, für deine Tochter zu sorgen. Natürlich - sie ist deine Tochter :). Aber sie ist 22 und studiert - also Erwachsen. Es klingt so, als wäre deine Identität als Mutter und insgesamt komplett mit der Vorstellung verwachsen, dass du für sie sorgen musst, finanziell, als Vorbild, und als Kompensation für den Vater und und und... Und dass du, wenn du diesen Anspruch nicht erfüllst - wertlos bist? Zudem ja noch auf Hilfe angewiesen bist und du gesellschaftlich im Abseits stehst (so liest sich das), ohne Hoffnung auf Veränderung.


    Vielleicht braucht es jetzt mal etwas anderes, über das du dich identifizieren kannst? Den Anspruch den du über dich bzgl. deiner Tochter stellst, wirkt für mich kaum erfüllbar (für alle, nicht nur für dich) und ehrlich gesagt, auch nicht angemessen für ein Mutter-Tochter-Verhältnis, bei dem die Tochter 22 Jahre alt ist.


    Wie du schreibst, dass die KK dich loswerden will, weil Reha, dass MDK dich für rehaunfähig hält etc. - erschließt sich mir alles nicht so ganz. Wieso heisst es, dass die KK dich loswerden will, wenn sie dir eine Reha vorschlägt? -> ist das deine Interpretation oder hast du dann wirklich keine KK mehr? Weil eine Reha ist ja eigentlich genau das Gegenteil: die Rehabilitation in die Gesellschaft/Gesundheit/Job und nicht der Rauswurf.


    Es liest sich sehr dynamisch. Überlegst die Wohnung und den Job zu kündigen, nach Berlin zu fahren, etc. - obwohl du beschreibst, dass das nicht so funktionieren kann. Woher kommt dieser Veränderungsdruck? Das hindert dich doch eigentlich daran, die Kompetenzen zu erwerben, die es jetzt bräuchte um dann nach dieser Phase genau das zu können, oder? Es klingt so, als wäre das du dich für deine Tochter "aufopferst" indem du entweder diesen utopischen Anspruch erfüllst, oder dich als "Entlastung" ganz entfernst -- jetzt sofort nötig und unabwendbar, dass deine Tochter sonst in Not ist. - Das liest sich sehr dynamisch. Ist deine Tochter denn in Not? Es gibt wohl finanzielle Unterhaltsprobleme, okay, aber man kann auch neben dem Studium jobben, einen Kredit aufnehmen, Bafög bekommen, klagen, etc - ganz ohne Mama oder Papas Hilfe. Das kann man mit 22 Jahren, ohne das es diese Pseudo-Entlastungen deinerseits braucht. Oder gibt es da andere Fakten? Du schreibst auch, dass sie konsumiert. Aber dass du nicht genau weisst, was und wie oft - ähhhh.... häh? Wieso sprichst du sie nicht darauf an, anstatt dich in "Rettungsfantasien" was du alles für sie tun und sein musst zu flüchten? Vielleicht braucht sie das, was du denkst gar nicht oder etwas anderes? Wenn du nicht mit ihr über den Konsum gesprochen hast oder über deine Sorgen, ihr nicht gerecht zu werden - wirkt das so, als wenn das ganze Augenmerk auf Sachen außerhalb abgelenkt wird, wie auf Finanzen oder was der Vater tut. Was passiert, wenn du von letzterem mal etwas Energie abnimmst und in wirklichen Kontakt mit ihr trittst und ihr auch zeigst, was du von dir als Mutter erwartest, inklusive Emotionen?

    Auch die suizidalen Gedanken verhindern ja derzeit, dass du weiterkommst.


    Schätze mal es fällt dir sehr schwer, das Jetzt zu akzeptieren, mal deine Tochter ganz aus dem Spiel gelassen? Was braucht es denn, damit du weiter stabil werden kannst?


    Das waren nur meine Gedanken dazu. Keine Ahnung, ob das nur bei mir so ankommt, aber ganz anders ist - musst du bewerten ;)

    gesund abnehmen und wenn es geht schnell so 1 kg vllt die Woche

    Das Ziel ist nicht gesund. Und vor allem: nicht nachhaltig. Kann man zwar schaffen, mit einer sehr harten Diät und viel Sport in 2 Monaten - aber der Effekt ist dann oft genug, dass in 5 Monaten dann bei 65kg stehst.


    Ein gesundes Ziel sind bsp. 2 kg/Monat ohne "Diät" aber mit Ernährungsumstellung und einer angemessenen Energiebilanz. Weiss ja nicht, ob du das dauerhaft verändern willst, dann sagt man allgemein, dass man sich so ernähren sollte, dass man kein "Verzicht" (außer vielleicht in den ersten zwei Wochen) spürt und sich jahrelang so ernähren könnte.


    Wenn man z.B. gewohnheitsmäßig ballaststoffarme Nahrungsmittel mag und isst, dann sollte man nicht alles von heute auf morgen ändern, sondern erst ein paar Sachen auf Alternativen umstellen, die "gesünder" sind, aber woran man sich gewöhnen kann. Dann kommt auch die Psyche mit und der Körper kann sich angemessen daran gewöhnen. Z.B. langsam die Zuckerstoffzufuhr umstellen auf Honig oder Zuckerrübensirup für ein paar Wochen und dann nach und nach den Geschmack umerziehen auf weniger Zucker bei einigen Dingen, etc. etc.

    Ist wie beim Sport: einen 20km Lauf muss ein Sportmuffel auch langsam antrainieren, mit z.B. 5 min täglich joggen und nach und nach wird der Sportmuffel zum Sportfreund. Wer gleich mit 10km- Dauerläufen einsteigt, ist zwei Wochen lang megastolz und mega ambitioniert, erzählt jedem davon und.... hört dann schnell wieder auf, weil es zu anstrengend ist, sich so schnell so krass zu verändern und das Niveau dauerhaft zu halten.