Beiträge von grany

    Hallo Samuel,


    d.h. du fragst eigentlich danach, wie man mit rezidiven Selbstmordgedanken, Depressionen und Co. umgeht?

    Wobei dein Anliegen, so wie es für mich liest ja ein anderes ist, als es deine Ausgangsfrage vermuten lässt.

    Du willst vermeiden, dass du stationär musst, oder? So habe ich dich jetzt zumindest gelesen.

    Wieso nimmst du an, dass du wenn du dich ambulant meldest wieder stationär "musst"?

    Woran machst du fest, dass du dich bei diesen Stellen melden müsstest?

    Was ist dein Ziel, magst du darüber mal erzählen?

    Hallo Samuel,


    du fragst, weil du für dich einen Umgang damit suchst? Da hat es sich bewährt, etwas mehr von dir zu zeigen, zum Kontext in dem sich diese Frage für dich stellt. Denn so ist das etwas kryptisch und eine sehr offene Frage.

    Was meinst du mit Mist?

    Was meinst du mit Anfang?

    Sprichst du von einer Depression, die durch etwas ausgelöst wurde? Dann also sowas wie ein Jahrestag, oder eine Zeitspanne, die sich wiederholt, woran unangenehme Dinge geknüpft sind - also eine Art Trigger?

    Ich frage, weil ich dir nicht irgendeine Antwort geben möchte, die am Ende für niemanden hilfreich ist.

    • findet, dass Angst oft eigentlich Schutz ist
    • schickt Diebin trotzdem ein Mutankerlicht, im Angstnebel
    • ´s Leben ist mal wieder krass
    • muss trotzdem zur Arbeit fahren, ob Lockdown oder n´Meter Schnee
    • hat deshalb ein anderes Erleben bzgl. dieser Dinge
    • fühlt sich einmal mehr wie ein Alien
    • grüßelt die Nachteulen
    • schmunzelt über Herr Katze
    • arbeitet noch
    • kämpft um die Gesundheit
    • sieht gleichzeitig eine gute Richtung

    Hallo Karim,


    danke für das Kontextgeben. Klingt so, als wärst du (wieder) auf dem Weg in ein gutes Leben. Ich kann dir nur empfehlen, einfach eine Erstberatung einer ambulanten Psychotherapie wahrzunehmen und dort gemeinsam zu reflektieren, welche Form für dich gerade gut ist. Meiner Erfahrung nach ist es nicht wirklich wichtig, ob der Verhaltenstheraupeut so oder so arbeitet - sondern vielmehr, dass das Gesamtbild passt, also der Therapeut an sich und seine individuelle Arbeitsweise, seine Auslegung seiner Richtung in Bezug auf deine Bedürfnisse. Nicht das er der oder der Schule folgt.
    Einfach hingehen, selbst erfahren und statt ins Denken ins Tun kommen, schadet an dem Punkt nicht. Du hast sowieso die Erstberatung und dann probatorische Sitzungen. Eine reine Schmematherapie ist recht selten, und ehrlich gesagt eher beschränkend, da alles Vor- und Nachteile hat.Das fließt gewöhnlich als ein Zugang in Verhaltenstherapie ein und wird auch oft gar nicht so explizit gekennzeichnet, da es nicht um das oder um das Konzept geht, sondern der Zugang individuell ist und da aus dem Bereich und aus dem Bereich die Strategien dafür genutzt wird. Solange es dir da mehr um den Kontrollfaktor geht (wirkt bisschen im Zwischenton auf mich so), und du kein konkreteres Anliegen bzgl. Schematherapie für dich selbst zum Ausdruck bringst, bringt es auch wenig, dir darüber etwas allgemeines zu sagen. Du stehst erst am Anfang dieser Reise, so liest es sich. Auf mich wirkt es, als versuchst du die Kontrolle wiederzugewinnen und gehst deswegen so rum vor, z.B. schreibst du, du bist Einzelgänger, hast auf mich so wirkende Zwischentöne usw... - vielleicht geht es an diesem Punkt genau darum, aus diesen Mustern rauszukommen und sich auf neue Wege einzulassen, auch wenn sie unbestimmter sind.. z.B. mit jüngeren anderen in einer Suchtgruppe oder eben in einer Verhaltenstherapie, die nicht nur so oder so arbeitet, weil das gut für das Problem ist, wie du es siehst. Natürlich sollte man nicht völlig blind vorgehen und einfach willkürlich z.B. eine Psychoanalyse anfangen, wenn eine Verhaltenstherapie angefangen wird. Aber z.B. gibt es auch genügend Tiefenpsychologen, die auch z.T. schematherapeutisch arbeiten oder mal verhaltenstherapeutisch - je nach Sachlage. Und auch bei Schematherapie gibt es genügend unterschiedliche Zugänge - in Abhängigkeit vom Therapeuten. Will sagen: leg dein Augenmerk vielleicht nicht so dringlich auf eine gekennzeichnete Schematherapie-Kompetenz bei einem potentiellen Therapeuten. Das ist letztlich nicht wichtig oder ist da, wird aber gar nicht so benannt... meine Erfahrung.

    ja, das ist so ähnlich, bzw. die Kompetenzen sind gleich. Und wenn du eh Dissoziationen hast, ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass das mit Impulsen in irgendeiner Weise zusammenhängt.


    Direkt an der Impulssituation zu üben ist auch kaum möglich, denn dann ist es ja schon zu spät. Es geht darum Vorstufen kennen zu lernen anhand kleinerer Auslöser, wo Vorstufen der Impulsabfolge da sind, die momentan wahrscheinlich noch gar nicht von dir bemerkt werden können. D.h. da laufen Automatismen, für die man erst sensibel werden muss. Das geht über Achtsamkeit und indem die eigenen Abläufe in ihren kleinen Minischritten besser kennenlernt und nicht nur die "Haudraufmomente", die sich nicht mehr ignorieren lassen. Am Anfang glaubt man das gar nicht, aber nach und nach entdeckt man da eine ganze Welt, wenn man sich darauf einlassen kann. Meine Erfahrung ;)

    Der passive Teil sieht's, erkennt's, weiß, was das "Richtige" wäre... liegt aber leider im Dornröschenschlaf bzw. wird vom aktiven Teil in diesen versetzt, sobald er irgendwas in die Richtung versucht..

    Ja und da kann man ganz gut trainieren, achtsam damit umzugehen, z.B. wie der passive Teil passiv wird und wann und wieso in Dornröschenschlaf ist und wann der aktive Teil immer lauter wird. Auch wenn es oft wie Knopfdruck wirkt, passiert da ganz viel vorher und man kann lernen, das achtsam an sich wahrzunehmen.

    Hallo Karim,


    meine Fragen zurück: was willst du denn über Schematherapie in welchem Kontext wissen? Willst du dich in eine ambulante Schematherapie begeben? Meist ist Schematherapie ein Bestandteil von Verhaltenstherapie.

    Wie kommst du darauf, dass in der Suchtbera nur 20 jährige rumhängen?

    Und selbst wenn: was hast du zu verlieren?

    Ich kenne da mehrere Vorgehensweisen.

    Zum Einen natürlich medikamentös: Bedarfsmedis oder aber generell Medis, die die Impulskontrolle unterstützten.

    Zum Anderen: erkennen, dass Suizid nach solchen Triggern, ein automatisches Gedanken- und Impulsmuster ist. Der Knopf ist gedrückt, ja, aber man kann lernen den Knopfwiderstand zu erhöhen und irgendwann auch, dass, wenn der Kopf gedrückt ist, die automatische Reaktion abläuft... und man sie nicht mehr als Gefahr oder Leid empfindet.
    In meinen Diagnosen steht auch was von chronisch suizidal. Wenn ich merke, dass mich was in die Ecke drängt und ich mit Suizidimpulsen automatisch reagiere, begrüße ich sie inzwischen wie einen alten Freund und wink mal rüber, grins mir aber auch eins ab darüber, dass ich so reagiere. Das läuft dann ab á la "nice try"... Suizidgedanken,... kreativ seid ihr ja. Laut brüllen, mega Dynamik, von anderen Menschen abschneiden.. dann glaube ich mir selbst nichts, weder Gedanken, noch Gefühlen,... verbinde mich erstmal wieder mit mir (Handlungsmacht, Handlungsoptionen, was ist Jetzt real da) und dann mit meiner Umwelt. Vor vielen Jahren ging das alles nicht. Da bin ich jedem Impuls gefolgt und hab ständig Mist gebaut, von bis, quasi allen Mist durch. Mein Extherapeut hat nicht geglaubt, dass ich noch lange lebe und deswegen die Therapie beendet. Mittlerweile habe ich eine Impulskontrolle die auf maximalen Level läuft. Suizidialität ist ein Teil von mir, aber mehr wie ein allergischer Anfall, denn ein Überfall, der jederzeit schief gehen kann. Dauert halt paar Jahre. Geht aber durchaus.


    Verantwortung abgeben ist gut, aber langfristig ist es halt die Überlegung, dass das ein sekundärer Krankheitsgewinn sein kann. Etwas einzufordern / zu zeigen, was man sonst nicht kann bzw. sich nicht erlauben kann. Und Suizidalität setzt halt auch ganz schnell Schachmatt, kann auch Vermeidung sein (oder Schutz vor Überforderung), weil das immer Vorrang hat - da gilt es dann sich andere Schutz oder Vermeidungsstrategien beizubringen. Aber beim Thema Suizidalität ist halt immer auf Nr. sicher zu gehen. Nur wenn das eben über Jahre so läuft... kann man da mal vorsichtig in nem sicheren Rahmen drüberschauen.

    • drückt ebenfalls Katzendaumen
    • fragt sich aber natürlich auch, was Katze hat
    • hatte heute sehr sorgenvollen Tag
    • kam deswegen nicht zum Arbeiten
    • ist gerade von Dynamiken genervt
    • hat die Wäsche gerade ebenfalls erhangen :)
    • kämpft mit dem Immunsystem
    • könnte durchgängig schlafen
    • muss aber arbeiten dieses WE
    • findet das nicht so schlimm
    • wünscht allen ein schönes WE!
    • kommt für einen Moment zur Ruhe
    • ist so dankbar dafür
    • sieht gerade nicht nur Probleme, sondern auch Ressourcen
    • kriegt das schon hin
    • freut sich wie Bolle auf neues technisches Spielzeug für die Arbeit
    • schickt good vibes in die Runde
    • war seit über einem Jahr Aufschieberitis notgedrungen shoppen
    • hat das zugegebenermaßen online erledigt.
    • stellt sich gerade auf voller Bandbreite allen Vermeidungsthemen
    • findet deswegen alles doof, inklusive meinereiner
    • hat mal wieder eine schwere Nacht hinter sich
    • ist übel
    • schaut mit Sorgen auf den nahenden Arbeitstag
    • versucht das Beste draus zu machen