Beiträge von Mycro

    Hallo,


    manche kennen mich vielleicht aus dem Cannabis Tagebuch Thread.

    Diese Sucht habe ich besiegt, würde ich sagen, ich bin jetzt seit über 5 Monaten clean und auch kein Bedürfnis mehr danach.

    Leider hat sich das ganze nun in die Spielsucht umgeschwenkt. Ich bin seit ca. 2 Jahren spielsüchtig. In meiner Hochzeit der Cannabissucht habe ich die Spielsucht etwas hinter mir gelassen.

    Seitdem ich aufgehört habe ist diese wieder verstärkt nach vorne gekommen.

    Ich habe vor ca. 2 Jahren das "Glück" gehabt 22.000€ im Online Casino zu gewinnen. Daraufhin hat mich die Sucht erst richtig gepackt.

    Hauptsächlich spiele ich in Online Casinos, ab und zu in Spielotheken.

    Meine Freundin weiß Bescheid und ich will komplett aufhören.

    Nach 2 Wochen Pause ist es heute wieder zur Eskalation gekommen - mal wieder 450€ verspielt. 450€. Im Nachhinein frage ich mich auch was bei mir kaputt ist im Kopf.


    Ich werde hier wieder Tagebuch führen. Es soll mein letzter Versuch sein, bevor ich mich lokal in Therapie begebe.


    Ich halte euch auf dem Laufenden.


    Viele Grüße

    Mycro

    Alles gut, mich stört das nicht. Jeder Beitrag der beim Entzug helfen kann ist hier erwünscht. :)


    Im Sozialen hat es mich nie so beeinträchtigt. Bin aber tatsächlich jetzt viel mehr mit Leuten unterwegs, die gar nichts konsumieren (Freundeskreis meiner Freundin)

    wow 5 Monate Glückwunsch wer weiss die Träume gehn vllt gar nicht mehr auf Graskonto ;) Könntest du mal beschreiben was sich in deinem Alltag jetzt alles verbessert hat? Ich meine jetzt weniger die Entzugsphase sondern jetzt, wo Gras null Einfluss auf deinen Alltag hat und die Auswirkungen durch die Wirkstoffe verflogen sein dürften was ist an nem ganz normalen Tag heute anders als damals wo du täglich gekifft hast? Welche Probleme sind behoben, welche besser geworden, welche geblieben?

    Besser geworden sind: Kurzzeitgedächtnis, Fähigkeit sich zu konzentrieren, Satzformulierungsschwierigkeiten und Motivation durch den Tag zu gehen und vor allem Gefühle zu zeigen und zu verarbeiten
    Verschwunden sind: Craving, Panikzustände, der Drang ständig was dazuhaben
    Welche sind geblieben: Schwierigkeiten mit dem Haushalt. Aber ich glaube das liegt auch in meiner Natur :D

    Moin, Glückwunsch zu dem Monat! Schau mal bei mir im Thread vorbei, ich bin mittlerweile seit über 100 Tagen clean. Ich kenne das Bedürfnis mal wieder rauchen zu wollen. Aber leider gehören wir beide zu der Art "Nie wieder". Da braucht man sich keine Hoffnungen machen.
    Dafür lebt es sich doch nüchtern auch wieder ganz gut, oder nicht? :)

    Tag 103 - nun sind wir schon dreistellig! Rückblickend bin ich echt stolz auf das was ich geschafft habe. Trotz exzessiven Konsums und Zweifeln, ob ich jemals wieder ohne Weed kann, kann ich mittlerweile sagen - Ja, ich kann es und es geht mir sogar gut damit.
    Die Illusion, dass ich das Weed brauche, ist verschwunden. Zu lange habe ich mir selbst eingeredet, dass ich rauche, um endlich mal entspannen zu können. Meine Freundin spielte wohl auch eine sehr große Rolle dabei. Wir sind nun über 3 Monate zusammen und mit jedem Tag, den ich mit ihr verbringe liebe ich sie mehr. Sie hat stets zu mir gehalten, egal wie angepisst, schlecht gelaunt oder mürrisch ich mich ihr gegenüber verhalten habe.
    Auch gilt ein großen Dank euch. Kleine Rückfragen oder Feedback hat mich weiterhin motiviert clean zu bleiben.
    Und ich kann nun mit Stolz und ohne jeglichen Rückfall verkünden, dass ich jetzt über 100 Tage ohne ausgehalten habe.

    Hey ihr lieben.
    Hätte da auch ein paar Fragen....
    Habt ihr gewusst das ihr ein Suchtproblem habt? Habt ihr es verdrängt? Oder konntet ihr gar nicht dagegen ankämpfen?
    Meint ihr als Angehöriger kann man irgendwie Einfluss haben?

    Bei mir hat es ein wenig gedauert bis ich wirklich realisiert habe, dass ich ein Suchtproblem hab. Davor habe ich es eine lange Zeit lang verdrängt.

    Solange du nicht Familienangehörige mit blutunterlaufenden Augen siehst, passt doch alles in den träumen

    Ich habe tatsächlich schon wilderes erlebt.


    Tag 62 - mir geht's mittlerweile sehr gut und ich merke fast nichts mehr vom Entzug. Ich weiß gar nicht was ich noch dazu schreiben soll, aber mir geht es viel besser.

    Hallo meine Liebe,


    erstmal toll, dass du den Entschluss gefasst hast aufzuhören! Wenn du magst, kannst du dir gerne mal meinen Thread durchlesen: Bevor sich mein Leben in Rauch auflöst


    Dort habe ich relativ regelmäßig Tagebuch geführt - ich selbst bin seit fast 60 Tagen nun weg vom Gras.
    Und ich kann dir sagen - ES WIRD BESSER!


    Die ersten 2 Wochen sind definitiv die Schlimmsten. Das mit der Appetitlosigkeit, Gefühlsausbrüchen, Ängsten und alles kann ich sehr gut nachvollziehen. Lass dich davon nicht runterkriegen, du bist stärker als dieses Kraut. Die Entzugssymptome lassen schon stark nach 1,5-2 Wochen nach, nach 4 Wochen hatte ich mit fast gar keinen Entzugssymptomen mehr zu kämpfen und jetzt sind es nur noch leichte depressive Phasen. Ansonsten geht es mir blendend!


    Bitte halt uns auf dem Laufenden und zieh das durch. Tu es für dich.


    Liebe Grüße
    Mycro

    Tag 59 - Morgen nullt es wieder.


    Über das Gröbste bin ich durchaus hinweg. Ich habe aber teilweise Phasen, wo alles langweilig erscheint, ich mir denke "Ach, jetzt kiffen das wärs mal wieder" und man keine Lust auf irgendwas hat.
    Diese Phasen halten manchmal Minuten, manchmal Stunden und manchmal sogar bis zu mehrere Tage an. Mittlerweile geht's mir aber wieder ziemlich gut. Diese Phasen werden auch immer seltener, man sollte es aber nicht unterschätzen denke ich.


    Und @Philster - Rückschläge sind normal, ich kenne die von meinen vorherigen Entzügen. Wichtig ist, dass du dir nur nicht denkst "Fuck it, jetzt kann ich ja wieder richtig loslegen", sondern dass du weiter machst wie bisher. Sieh es einfach als kleinen Ausrutscher.


    Edit: Die Träume sind immer noch sehr gemischt. Ich träume mittlerweile zu 50% gute Träume und zu 50% schlechte Träume. Sie sind aber mittlerweile nicht mehr so extrem, dass ich schweissgebadet aufwache, sondern eher "Man das war ja n doofer Traum" und ich dann gut aufstehen/weiterschlafen kann.

    Tag 52- merke teilweise die depressiven Phasen, die auch über Stunden/Tage andauern.
    Bleibe weiterhin stark und versuche mich dann immer abzulenken.
    Der Entzug begleitet einen, auch wenn man denkt man ist durch, wohl immer noch

    Das allein dick unterstrichen im vorherigen Post. Natürlich ist das mit einer der Gründe warum man aufhören sollte, aber sollte nicht der einzige Grund sein. So war das gemeint.
    Oh doch, ich habe mich weniger mit Menschen getroffen, habe Termine vor mir hingeschoben und mich nur mit meinen Kollegen zum Kiffen verabredet. Außerdem hatte ich mehr Probleme mich zu artikulieren, wenn ich mal nüchtern war. Und selbst wenn ich high mit meinen Kollegen war, waren wir meistens leise und haben uns angeschwiegen und irgendwelche Videos geguckt (anfangs war das natürlich nicht so, das kam mit der Zeit).
    Die Motivation kommt mit der Zeit, aber natürlich muss man sich aufraffen.. Ich habe damit auch noch so meine Probleme, aber das wird besser.

    Bin auch jm der weniger kommentiert aber gerne erfahrungsberichte liest finde es schon interressant hilfreich und teilweise ermutigend. Was mich interressieren würde is nach wie vielen tagen ihr wieder wacher, aktiver und aufgeschlossener wurdet? Vor allem die Versschlossenheit dass ich mit andern Menschen nix anfangen kann und will und die dauernde antriebslosigkeitund geistige abwesenheit wären für mich gründe um aufzuhören, aber nüchtern is dass ganze halt schwerer auszuhaltn hat bei mir die letzten Male immer zu Rückfällen geführt bin aber auch nie über 2 Wochen rausgekommen.

    Bei mir hat sich das im Sinne von "Lust auf Smalltalk" geäußert. Während meiner Kifferzeit fand ich belanglose Gespräche so anstrengend und unnötig. Ich konnte kaum länger als 5 Minuten zuhören. Da ich schon immer ein eher extrovertierter Mensch gewesen bin, hatte ich nie Probleme damit überhaupt mit Menschen zu reden. Die Lust auf Smalltalk kommt seit ca. 10-15 Tagen langsam wieder. (Also nach ca. 4 Wochen) Ich kann wieder mit meiner Mutter über sinnlose Themen reden ohne dass ich mich zu schnell langweile. Aber das allein sollte für dich keine Motivation sein aufzuhören. Das wach und aktiver werden dauert bei mir auch noch an, wobei ich phasenweise richtige Schübe bekomme und Lust habe was zu machen.
    Bin jetzt mittlerweile bei Tag 45. Und gestern war auch wieder ein Tag, wo ich etwas schlecht gelaunt war - heute dafür umso besser. Sei dir bewusst, dass das Ganze auch je nach Dauer des Konsums (ob du 10 Jahre gekifft hast oder ein Jahr macht einen Unterschied) auch unterschiedlich lange dauert. Man sagt, wenn man den Erfahrungsberichten trauen kann, bis zu 3 Monate bis sich das ganze halbwegs stabilisiert hat.

    Das freut mich wirklich sehr zu lesen. Heute ist Tag 41 - einundvierzig Tage in denen ich am Stück nicht gekifft habe.
    Meine Downphasen werden weniger, ich muss dazu sagen, dass sie beim ersten Entzug noch schlimmer waren. Meine Freundin ist mir eine unglaubliche Stütze dabei.
    Was ich dir aber versprechen kann ist, dass mit jedem Tag, den du nicht kiffst, dein Körper sich weiter erholt und deine Entzugssymptome immer nur weniger werden. Klar gibt es mal schlimmere oder bessere Phasen, aber im Endeffekt wird es nur besser. Ich bin froh den Entschluss gefasst zu haben.
    Ich muss dazu sagen, dass ich teilweise jetzt Gedanken bekomme ala "Jetzt kann ich ja mal wieder kiffen, ist doch eigentlich nichts dabei, mir geht's doch viel besser!", aber ich weiß, dass dies mein Sucht-Ich ist. Ich weiß, dass ich innerhalb von kürzester Zeit wieder anfange exzessiv zu kiffen und ich weiß, dass es mir schadet. Was mir auch hilft ist dann meine alten Beiträge zu lesen und an die erste Zeit im Entzug zu denken. Es ging mir so schlecht und dreckig, das Gefühl will ich niemals wieder haben. Diese Angstzustände, innere Unruhe, ich hatte Angst zu Arbeiten, was ist wenn ich nie wieder richtig funktioniere? Und jetzt fühle ich mich einfach viel wohler und besser. Und das alles ohne Gras.


    Ich muss dazu sagen, dass ich es auch erst geschafft habe aufzuhören als es "Klick" gemacht hat bei mir. Davor habe ich im Endeffekt immer wieder zur Bong gegriffen.


    Mir hat vor allem eine Frage, die ich mir selbst gestellt habe, geholfen.
    "Möchtest du, dass deine (zukünftige) Tochter einen Freund wie dich hat?"
    Diese Frage konnte ich mein Leben lang mit ja beantworten - bis zu dem Zeitpunkt, wo es mit dem Kiffen zu viel wurde. Mittlerweile kann ich mit Stolz wieder sagen "Ja!".


    EDIT: Kleiner Tipp noch an dich. Führe auch ein Tagebuch. Gerade in der Anfangszeit hat es mir viel Kraft gegeben. Und ich werde es auch aufmerksam verfolgen und kommentieren, die Gedanken runterzuschreiben hilft ungemein!

    Moin pamuk,


    danke für die Rückmeldung.
    Ich habe durchaus auch noch schlechte Phasen, in denen meine Laune einfach unten ist und ich unmotiviert bin. Da ich aber weiß, dass diese Stimmungsschwankungen noch vom Entzug kommen, verschwinden diese auch meist schnell. Es geschieht halt alles im Kopf. Und mittlerweile bin ich wieder Herr darüber, was darin passiert.
    Außerdem (habe ich vergessen zu erwähnen) träume ich immer noch sehr schlecht. Habe meistens Albträume und nur selten gute - das Schlafen ist eher anstrengend als erholsam, aber da ich fast jeden Morgen neben meiner Freundin aufwache, hält sich das auch in Grenzen.
    Es ist unglaublich wie viel Kraft sie mir gibt.


    EDIT: Tag 37 ist heute :o

    Heute ist Tag 35.


    Was soll ich sagen? Ich denke kaum noch ans Kiffen, Entzugserscheinungen sind zu 99% verschwunden und mir geht's prächtig.
    Die Anfangszeit war hart, aber es lohnt sich zu kämpfen. Ich kriege von jeder Seite nur positives Feedback.
    Es war die richtige Entscheidung aufzuhören und ich werde es weiterhin durchziehen.