Beiträge von strider

    Wo habe ich jemanden als armselig bezeichnet? Das würde ich nicht tun. Es geht um die Situation. Um den Zustand. Um süchtiges Verhalten und dessen Konsequenzen, die derjenige doch trägt. Er selber schildert doch, dass alles nur noch um den Konsum dreht in der Freizeit = absolute Leere.


    Ebbe. Nur das Kiffen, es steht im Mittelpunkt. Ihm dient aller Zeitaufwand. Alle Kraft geht da hin.


    Zeit und Kraft, wo man Freunde treffen könnte. Wo man was machen könnte.


    Das ist die Definition von Sucht. Es steht mitten im Alltag als Lebensmittelpunkt, dem sich alles andere unterordnet. OK. Du arbeitest noch. Das ist schon mal was. Das ist etwas gesundes, und sicher auch befriedigend. Aber wenn man jetzt mal von der Freizeit spricht vom Privatleben.


    Und da es nur eine Droge ist, nur Konsum ist, ist dieser Lebensstil armselig. Der Süchtige muss gute Inhalte vermissen. Er hat nicht viel. Sein Suchtmittel. Dem opfert er alles, Freunde, Familie, Leidenschaft, Gesundheit, Lebenszeit, Träume, Hoffungen, Bedürfnisse.


    Und das ist armselig. Der Süchtige ist hier Opfer. Opfer seiner eigenen tragischen Handlungen. Was hat er denn noch, wenn er auf sein Leben zurück blickt? Soundsoviele Kilos weggemacht. Meiser des Jointdrehens, Mischungmachens, Eimerrauchens, Bongbastelns. Held des Kiffens, X Gramm an einem einzelnen Tag geraucht.


    Ja, das ist erbärmlich. Und genauso muss man das nennen.


    Ich sehe das als Irrweg. Als verfehlte Zeit. Sich selbst verkauft an die Sucht. Alles in die Sucht investiert.


    Das ist kein Urteil das ich hier über Spiegelbilder meiner selbst spreche. Ich hanb doch selber beste Jahre meines Lebens geopfert und konnte auch nicht anders.


    Das war keine gute Zeit. Das war erbärmlich, armselig, zum Heulen. Niemals will ich sowas wieder, und ich gönne es niemandem.


    Das einzig Gute daran ist, dass es nicht so bleiben muss. Das man das hinter sich lassen kann, seine Wunden lecken kann, sich konsolidieren kann, und dann LEBEN kann.


    Druffe Zeit ist für mich nicht das wahre Leben. Da wird man gelebt und was hat man denn schon. Das man in den Seilen hängt, und sich kaputt macht, und bereit ist, alles zu verkaufen für diesen billigen Kick.

    Was heisst du denkst, du hast einen Freund verloren? Du hast dir zum Ziel gesetzt ein Ritual aufzugeben, eine Droge, die deine Stimmung manipuliert. Wegen der Kosten für diese hochverfügbare, klebrige Stimmungsmanipulation.


    Weil du nicht mehr denken kannst. Weil du gefangen bist. Weil es armselig ist, erbärmlich, neben dem Arbeiten quasi hauptsächlich nur noch Drogennehmen zu haben.


    Natürlich ist es legitim und sinnvoll, sich entspannen zu wollen. Oder gute Laune zu haben. Aber doch nicht so. Gefangen und dann auch noch diesen Preis zu bezahlen, nicht mehr denken zu können, nichts mehr machen zu können, weil es alle Zeit einsaugt und die Lunge kaputt zu machen und das Gehirn zu verdrehen.


    Wenn du wütend bist, dass du keinen rauchen "durftest": Aggression ist ein normales Entzugssymptom.


    Vielleicht kann dich deine Sturheit retten vor der Droge und der Schadwirkung. Dass du dabei bleibst, aufzuhören. Später kann das helfen, was jetzt eine Gefahr ist: Gewohnheit.


    Aber ich denke das reicht nicht. Es ist wichtig, Ziele anzuvisieren. Dinge die dir wichtig sind. Dinge, die du tun kannst, wenn du frei bist. Wenn du Zeit über hast und Kraft.


    Ausserdem benötigst du nach wie vor Entspannung. Das geht jetzt nicht mehr auf Knopfdruck chemisch per Einnahme von Rauschgift. Wenn dir das jetzt zu kostspielig und gefährlich ist. Du benötigst effektive andere Entspannung.


    Ich kenne es so, dass es leichter ist, die Entwöhnungsphase erfolgreich umzusetzen, wenn man ein äußeres Gerüst hat. Selbsthilfegruppe, oder Therapieaufenthalt.


    Suchtverlagerung halte ich für legitim und sinnvoll. Zum Beispiel Sport. Vielleicht sehr gut Essen.


    Wichtig ist, dass du Raum erwirbst, wenn du die Droge wegkickst. Freiraum. Mit dem du was machen kannst. Eventuell sehr krasse, geile Sachen. Aber das ist kein Selbstläufer. Dafür musst du auch investieren. Dich aufbauen. Etwas aufbauen.


    Und beachten, dass es dich auch befriedigt.


    Drogennehmen und kiffen ist zwar recht armselig. Das heisst aber nicht, dass es ein Selbstläufer ist, oder selbstverständlich ist, das Leben einfach mit besseren, gehaltvollen Sachen anzufüllen.


    Ich habe in meiner Jugend viele Jahre gekifft und war hoffnungslos drauf. Dann auch lange jahre opiatabhängig. Die Sachen die ich oben geschrieben habe denke ich weiss so ziemlich jeder, der das hinter sich hat.

    Pass auf, du kommst da voll ins Rumeiern.


    Entweder du schaffst es vom Kiffen wegzukommen, oder du begibst dich zurück zu deinem Suchtmittel.


    Unsicherheit, Sehnsucht nach dem Bekannten, Rückfallgefahr sind Standard.


    Aber mach dir nichts vor. Es ist vielfach im Suchtbereich überprüft, dass wenn man einmal richtig drauf war, dass es dann kein "bisschen geregelten" Konsum mehr geben wird.


    Entweder du wirst frei. Mit aller Unsicherheit. Arbeit. Mit allen Fragezeichen, was werden wird. Was du draus machen wirst, wie du dich entwickeln kannst.


    Oder du kehrst zurück in dein bekanntes Gefängnis. Es mag mit Glück sein, dass du dann den Konsum in der Menge begrenzen kannst. Oder auch nicht. Aber du bleibst drauf. Du verlierst die Chance auf eine radikale Änderung.


    Mach dir nichts vor.


    Bleib auf dem guten Weg. Geh nicht zurück zum Alten. Du kennst das. Erinner dich, dass du von dem Schmutz nicht mal mehr denken kannst. Niemand braucht das. Absolut niemand. Du brauchst deinen Kopf und deine Urteilsfähigkeit.


    Lass diese entsetzliche Abhängigkeit hinter dir. Egal wenn es schwer wird, du Unsicherheit verspürst. Geh vorwärts. Gewöhn dich an neue Dinge. Ich halte es für unmöglich, dass du das bereuen wirst. Auch wenn es anstrengend wird.


    Bereuen wirst du, wenn du wieder Jahre kiffst. Das ist Fakt. Du würdest das irgendwann bitter bereuen. Wenn du erkennst, was du dadurch wichtiges und teures verloren und bezahlt hast.

    Wenn du Obst isst und viel trinkst, ist es normal, dass du eher beschleunigte Verdauung hast. Dann iss doch etwas, das mehr stopft.


    Verdauungsprobleme solltest du symptomatisch angehen. Da gibt es sicher irgendwelche Hausmittelchen die helfen. Sonst halt mal 100 Gramm Schokolade reinzimmern.


    Wenn du keinen Appetit hast, dann investier doch mehr Zeit und Geld in Einkaufen und Kochen. Ziemlich sicher gibt es Delikatessen, mit denen du dir den Appetit stärken kannst.


    Ja, es ist normal, dass deine Gedanken um deine Situation kreisen. Du hast jetzt eine Woche nicht gekifft. Du bist weit davon entfernt irgendwas überwunden zu haben.


    Du hast eine Einsichtt gewonnen, einen Entschluss gefasst.


    Ob du über den Berg bist und innerlich ganz zur Ruhe gekommen bist frag in Monaten.


    Wichtig ist, den Laden am Laufen zu halten. Dir den Alltag gut zu gestalten, dich zu motivieren. Dranbleiben ist wichtig, auf Kurs bleiben. Gedankenkreisen wird nicht einfach von einer auf die andere Woche weggehen. Richte dich damit ein. Finde Taktiken, damit befriedigend umzugehen. Du hast versucht, dich abzulenken. Gut. Versuch dich noch anders abzulenken. Oder erlaube dir z.B. das Gedankenkreisen, falls du es nicht wegkriegst.

    Entscheidend ist nicht wie groß Schäden und Fehlentwicklungen sind.


    Entscheidend ist: schlimmer geht immer... Lass es nicht so weit kommen, falls du in der Lage bist, irgendwie von den Drogen weg zu steuern, hin zu anderen, hin zu guten Sachen.


    Heilen wirst du durch Wegfall chronischer Vergiftungen, gute Ernährung, und durch alles, was dein Körper, Kopf und dein Gemüt zum Leben braucht. Beziehungen, Freundschaft, menschliche Nähe, Vertrauen, Abenteuer, Sport, Aufgaben, Spass am Leben, dich Kennenlernen, was für andere machen, vielleicht Teil einer guten Gruppe sein, Freundin, gute Leidenschaften für gute Sachen entwickeln, lernen. Keine Ahnung. Also ganz normale konstruktive Sachen, die jeder Mensch in seiner Enwtwicklung und später erfahren sollte und braucht.


    Dann wirst du dich berappeln, nachreifen, und irgendwann stabil in deinem Leben stehen.


    Ich kann nur wieder zu Sport und Aktivität und Abenteuer in der Natur raten, weil ich damit (sehr spät erst) sehr positive Erfahrungen gemacht hab.


    Hunger nach Sex ist normal, denke ich. Wäre sicher sehr gut, eine Freundin zu haben. Vollkommen normal, dass man zumal mit 19 Jahren verrückt nach einer Frau ist. Wenn nicht jetzt, dann halt später. Ist dann halt so. Aber Augen offen halten.


    Wichtig ist aber auch, einen geregelten Alltag zu haben. Mit Einmheiten von dem was du brauchst. Wo du auch deine Kräfte auslasten kannst. Sei es Arbeit, Lernen, Sport.


    Die Frage ist, ob du deinen Alltag irgendwie so gestalten kannst, dass du Drogen ausmerzen kannst, und deinen Alltag mit guten Sachen (das heisst nicht, dass es nicht auch anstrengend sein wird) anfüllen kannst. Ich konnte es mit 19 nicht eigenverantwortlich. Ich würde eher an deiner Stelle jetzt vor Ort Beratung und Hilfe suchen ...persönlich. Wer kann dir helfen? Dich beraten? Wer kann dich vielleicht auch einbinden? Dir sagen was du machen sollst? Also jemand, dem du vertraust.


    Und iss Leberwurst, dass enthält B-Vitamine, ist gut für die Nerven.

    Ich kann die ganzen negativen Alltagsemotionen gut nachvollzehen.


    Anspannung, Verkrampfung, Unsicherheit, auch die Reaktionen Zynismus, Aversion, Kälte. Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Elend, Trauer.


    Ich kenne das alles, es macht keinen Spass.


    Was man diesen unglücklichen Gefühlen zugute halten kann: Es ist authentisch, es kommt so aus uns. Es ist ein Teil von uns. Es ist ehrlich.


    Sicher gibt es auch einen ganzen Anteil an diesen unglücklichen Emotionen, die wir selber erst ins Leben rufen. Durch Fehlentscheidungen, Irrtum, falsche Haltung, Verfolgung destruktiver Ziele, oder manches mehr. Also wenn solche Emotionen gänzlich überhand nehmen muss das weder unverrückbar noch für immer so sein. Und ist es hoffentlich nicht.


    Ich stehe mittlerweile auf dem Standpunkt, dass ich lieber diesen Jammer ertrage, als mir fake Empfindungen mit Drogen zu geben. Ich kann dich nur dringend bestärken, setz dich dir selber und deinem Leben aus. Erkenne es an, wenn es dir so geht. Leugne es nicht, verdränge es nicht, zerstöre es nicht, betrüge dich nicht.


    Wenn du was dagegen machen willst, mach was dagegen. Mach dir die Mühe einen Weg zu finden, der wirklich eine Lösung oder Verbesserung darstellt. Wahrscheinlich gibt es ihn.


    Aber nicht mit dem teuren Weg deine Emotionen aus dem Weg zu vergiften.


    Es ist Unglück und Schwachsinn. Man schiesst sich ins Knie, alles wird schlimmer. Du weisst das.


    Ich will dich nur ermutigen deine Gefühle, mit Ehrlichkeit auszuleben.


    Ich finde es weit besser zwei h zu heulen, als sich Gift einzulassen.


    Daran gibt es gar keinen Zweifel. Prüfen lassen, ob eine Depression oder soziale Phobie diagnostizierbar ist, und dann einen Versuch der Medikation nach allen Regeln der Kunst ist was ganz anderes.


    Ich erachte Gefühle der Trauer und Verzweiflung als wertvoll. Im Vergleich mit Drogenrausch sogar als kostbar.


    Kritik: Dass du deinem Freund GBL zum ersten Malverabreicht hast, das ist nicht gut. Mach so was doch nicht mehr.

    Wo du es herkriegst ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass du Raum zum Rückzug kriegst, geschützten Rahmen zum Entwickeln, Nachdenken, Trauern. Und Gleichgesinnte, Zuspruch und Rat. Und normale Sachen machen kannst, Arbeiten, Sport, gesunde Geselligkeit.


    Wieso dürfte deine Mutter nicht wissen, wenn du dich hilfebedürftig fühlst? Wenn ihr nicht so ein Vertrauensverhältnis habt, dann hoffe ich du kriegst bald eine Vertrauensverhältnis wo anders. z.B. mit deiner Beraterin. Oder eben mit einem fähigen Therapeut, oder väterlichen Freund, einer vielleicht älteren Freundin. Keine Ahnung. Tante.


    Krank zur Arbeit gehen wäre eine schlechte Entscheidung.

    Ich hab vom Kiffen auchmal so leichten Tremor zurückbehalten glaube ich, oder von anderem Kram.Genauso wie Kiffen auch Gangunsicherheit erzeugen kann.


    Ich glaube aber nicht an die Angst vor eingetretenem Schaden. Angst nützt um eintretenden Mehrschaden zu verhindern.


    Nimm lieber B-Vitamine für die Nerven auf und lass das kiffen. Dann ist alles Roger. Wenn man Federn gelassen hat ist das so. Mund abwischen und weitermachen.


    Für Parkinson muss man glaube ich mehr Giftschaden erleiden als nur vom Kiffen kommt, oder vielleicht genetische Disposition. Kenn mich damit nicht aus. Aber Sorgenmachen hilft halt nicht. Höchstens mal wenn man dadurch zum Arzt geht, eine Krankheit entdeckt wird, und Therapie eingeleitet wird.

    Sieh es mal aus Sicht deines Vaters. Er hat gegeben was er konnte um dich aufzuziehen so gut wie er es schaffte.


    Du redest davon dein Leben wegzuwerfen. Wie würdest du vor ihm stehen, wie würde er sich fühlen? Wie traurig müsste er sein, dass du so viel zu mutlos warst? Sicher würde er noch die Schuld bei sich suchen. Das willst du vielleicht auch nicht wirklich.


    Bevor du irgendwann stirbst, lerne erst mal zu leben.


    Und du hast sicher Nachdenken, Erkennen, Verstehen nötig. Was zum Beispiel bei dir zuhause abläuft, was in dir abläuft. Was du brauchst, was dir schadet, wo das herkommt, wo man das sucht und sich holt. Therapie kann da helfen. Es reicht uns manchmal schon ein kleiner Fortschritt um wieder Sinn sehen zu können, und wieder Mut zu fassen.


    All so Sachen. Da geht einiges. Mehr als du dir vorstellen kannst. Mach dich auf deinen Weg. Ein fahrendes Schiff kann man steuern, sagt man, ein stehendes nicht.

    Ich wollte noch mal was ergänzen zu dem oben verlinkten depressiven Text. Wo sich jemand über die Last des Lebens und den Wunsch nicht geboren worden zu sein was von der Seele redet. Die Geschichte geht danach weiter. Dieser leidende Mensch hat sich nicht umgebracht. Er ist in der Geschichte später noch sehr glücklich und menschlich erfolgreich. Hat eine große Familie, viele Enkel und stirbt nach einem langen und erfolgreichen Leben alt und lebenssatt.


    Das ist auch allgemein ein wichtiger Punkt beim Leiden und extremen Stresssituationen: Die Mehrzahl ist vorübergehend, kann aber trotzdem leider monatelang sein und sich auch so anfühlen...


    Dass es vorbeigeht und wie viele neue, lange, und sehr andere Abschnitte in einem Menschenleben noch erlebt werden, sieht man in der Situation aber nicht. Noch weniger wenn man jung ist, und noch nicht gerade sehr viele sehr unterschiedliche bessere und schlechtere Sachen erfahren hat, sondern eher überschaubar, alles in einem Umfeld.


    Ich würde raten aus der Schusslinie bringen, dahin auszuweichen, wo mal zur Abwechslung keine Probleme und Bedrängnisse sind. Zu Freunden, nach draußen in die Natur, vielleicht einfach mal 5 h durch den Wald laufen mit einem Kumpel, zu interessanten Tätigkeiten, Hobbies, Menschen oder Arbeiten ausweichen.


    Zeit zuhause reduzieren.




    Wichtig ist jetzt das Leid zu mildern. Von dem ein großer Batzen immer noch mehr oder weniger ausgehalten werden muss.

    Was für Verständnis erwartest du denn von irgend einem Bürger für eine Opiatabhängigkeit?


    Was das Ganze bei Kollegen erschwert, wenn jemand womöglich Wochen und Monate solche Zustände hat, dann wirst du wohl einfach als Abhängiger erlebt.


    Nochmal: nach so langer Zeit ein Absetzen finde ich grundfalsch.


    Wichtig ist einen strikten Plan einzuhalten. Das ist das einzige Problem. Wenn man über ein paar Monate konstant und rigoros nach Plan abdosiert, dann hat man fast keine körperlichen Symptome mehr, und auch die Psyche stellt sich langsam auf den Wegfall der Abschirmung ein.


    Opiate absetzen nach Langzeitabhängigkeit ist einfach was die Verträglichkeit und Bewältigbarkeit der Entwöhnung betrifft eine dem Absetzen hoffnungslos unterlegene Strategie. So jedenfalls meine Erfahrung und Einschätzung.


    Gerade wenn man arbeiten muss: wenn man richtig ausschleicht ist man ganz einfach nicht nennenswert geschwächt. Kein Leiden, keiner kriegt was mit.


    Aber man hat das Zeug im Haus. Muss strikte Disziplin halten. Ich würde raten, jemanden einzuweihen. Bei dem man sich täglich die Dosis für den kommenden Tag holt.

    Ist das Schmerzproblem erledigt oder ist der Schmerz chronisch?


    Wenn man chronische Schmerzen hat, dann ist vielleicht Tramal weniger toxisch als Ibuprofen? Würde ich vielleicht dann nicht absetzen oder nur reduzieren, wenn es chronisch ist.


    Wenn der Schmerz vorbei ist, dann halt das Tramal ausschleichen. Mit einem richtigen Ausschleichplan.


    Herzlichen Glückwunsch dass du so hart und diszipliniert mit dir selber sein kannst, das Tramal direkt abzusetzen und so rumzulaufen.


    Aber ich denke das ist zu hart mit sich selbst.


    Einfach mit einem strikten Plan ausschleichen in 3, 6 oder 9 Monaten.


    Dann kommt die Psyche auch nach, und man regeneriert auch seine psychische Widerstandskraft.


    Arbeitsfähigkeit sollte dann auch sicher erhalten bleiben.

    Weswegen wurde das Tramal denn eingenommen? Also wegen der angenehmen Wirkung oder aus Nachlässigkeit? Dann hat man halt ein Suchtproblem.


    Natürlich haben andere dazu hundert Wertungen und Kommentare, zu allem was man angeblich ist und macht.


    Trotzdem bedarf der Zustand der Behandlung und Zeit, eher 7 Wochen oder 7 Monate Erholung als 7 Tage.


    Wenn das Tramal auf Grund von Schmerzen verordnet un eingenommen wurde, dann hat das "irgendwer" nicht zu werten. Bzw. es geht ihn einfach nichts an. Und ist ein ernster Zustand, der vernünftig ausheilen sollte, und nicht in 7 Tagen.


    Aber wie gesagt, das Reden über andere schafft ja auch Gemeinschaft, baut Stress ab, und hat offensichtlich hundert angenehme sinnstiftende Effekte.


    Deshalb schnell wieder gesund werden, und wieder die Lederhaut anlegen, die da draußen so notwendig und nützlich ist. Dummerweise macht Opiatentzug halt dünnhäutig. Dumm gelaufen! Und dauert, halt auch die psychische Regeneration - mitunter echt richtig lange!


    Ich würde mich krank schreiben lassen und den Schwätzern die lange Nase zeigen.


    Und ja, man hat trotzdem ein Recht zu atmen, wenn man krankgeschrieben ist. Man darf trotzdem leben. Egal was irgendwer (auch man selber) denkt.

    Ich habe nicht wegen eines Traumas zu Tramal gegriffen.


    Kenne aber die Opiatabhängigkeit um damit Spannungen und Probleme zu (versuchen zu) bewältigen.


    "Ich habe meinen Alltag gemeistert und funktioniert."


    Das mit dem funkionieren an der Arbeit mag ja geklappt haben. Aber als Mensch funktionieren und seinen Alltag wirklich meistern, dann finde ich sollte man auch etwas glücklich sein.


    Ich frage mich bei deiner Geschichte, ob du vor dem Tod der Eltern stabil warst, oder ernste Probleme hattest. Auch ob dein Job dich sehr stresst.


    Damit es dir besser geht, braucht man es wohl zu verstehen, was dich quält. Wenn das der Tod der Eltern ist, und sonst gar nichts, muss man vielleicht da ansetzen. Wenn es noch wo anders hakt, dann da natürlich auch hinsehen und ansetzen.


    Wie das geht, kann ich natürlich nicht benennen.


    Grundsätzlich sehe ich aus meiner Erfahrung, dass Drogensucht einfach die Verarbeitung und das Weiterkommen blockiert, und dabei noch eigene Schadwirkung einbringt.


    Deswegen: Du bist auf dem richtigen Dampfer, wenn du vom Tramal weg gehst. Das ist meine Überzeugung. Dort sind die Perspektiven. Leicht wird es so oder so nicht. Und es ist ein großes Projekt, dass irgendeine Planung, Ziel, Bestandsaufnahme, Strategie, kleinteilige Alltagsmaßnahmen erfordert.


    Einfach so wollen und machen ist schön und gut, sollte aber von ergänzenden und sinnvollen Maßnahmen flankiert werden.

    Hi. Wünsche dir viel Erfolg, und dass du dich mit sinnvollen und potenziell erfüllenden Sachen beschäftigst.


    Weißt du, woher du einen Bandscheibenvorfall in dem Alter hast?


    Was vermutest du denn, was "normales Leben" ist, oder was würdest du dir wünschen, oder wovon träumen? Selber Ideen, was du ausprobieren könntest?


    In was für einer Gegend wohnst du? Vielleicht kannst du Möglichkeiten in der Natur nutzen.

    Welcher Ton war nicht hilfreich?

    Naja der konfrontative, überdirekte Ton von mir. Sorry, wenn ich es mal wieder übertrieben habe.


    Ich finde es ganz gut, dass du versuchst, auszuziehen und vor den Aggressionen auszuweichen. Das finde ich erheblich klüger als einstecken. Und bevor es völlig eskaliert, auch klüger als Widerstand leisten.


    Außerdem kannst du dann vielleicht andere Leute mal kennen lernen, die ein anderes Verhalten und anderen Umgang miteinander haben. Und kannst dich darauf einstellen, dich ausprobieren und auch was lernen und weiterkommen.


    Vielleicht versteht ihr euch ja in ein paar Jahren besser, nachdem jeder was gelernt hat. Das kann sogar gut sein. Ich habe mich auch mit meiner Familie und meinem Bruder hinterher besser verstanden, als ich weggezogen bin. Später erst fiel mir auf, wie sehr ich ihn schätze, vor Ort nervte vieles nur.

    Also erstmal wusstest du scheinbar etwas über ihn nicht. Wenn er nur Kifferfreunde hat, dann war das doch scheinbar mal ein großes Thema für ihn.


    Andererseits hört es sich für mich so an, dass er sich ausgeklinkt hat.


    Was ist passiert? Er hat zu arbeiten, einen 6-jährigen Jungen mitzuversorgen, ein eigenes Kind gekriegt, eine Beziehung in der der Alltag einzieht mit hundert zwingenden Abläufen.


    Ich würde mal sagen er hat Probleme, die Rolle eines Familienvaters anzunehmen oder auszufüllen, und irgendwelche offensichtlichen Spannungen oder Interessenkonflikte konntet ihr beziehungsmäßig augenscheinlich nicht auflösen, oder euch nicht auf notwendige Abläufe einigen und diese umsetzen.


    Wenn er deine Mutterrolle angreift, dann ist das für mich ein weiteres Indiz, dass er Probleme hat, eine Vaterrolle einzunehmen. Oder/und in eurer Beziehung läuft irgendwas aus dem Ruder. Das ist natürlich unmöglich von außen zu sagen, bzw. ich kann nur spekulieren.


    Das und seine Sucht. Es kann auch sein, dass er auch kiffen würde, wenn zum Beispiel keine Kinder da wären.


    Entweder er will doch mitarbeiten und wendet sich euch wieder zu, und ihr könnt eure Spannungen ausgleichen, oder ihr werdet wohl getrennt weitermachen müssen.


    Du kannst ihn ja fragen, was er für sein Kind zu tun gedenkt, was nicht. Darüber wird er mal gründlich nachdenken müssen. Wenn er dir zuliebe scheinbar schon aktuell nichts machen zu wollen scheint.

    Erst mal und noch mehr in dem Alter geht es darum, sich der Zusammenhänge bewusst zu werden, so etwas bringt man nicht von selber mit. Zum Beipsiel Verhaltens- oder Beziehungsmuster, die man in jungen Jahren oft nur abgeschaut hat.


    Dass du hier Verwirrung zeigst, ob es Grund zur Aggression ist, wenn du duschen willst, wenn der Bruder es auch will, oder wenn du seine Hausarbeit anders machst, als er will, zeigt für mich dass die Wahrnehmung der Situation dein Hauptproblem ist.


    Ja, ich will sagen dass sie handlungsfähig ist oder besser gesagt offensichtlich genau das lernen muss.


    Sie wurde durch Umstände in eine Position der Ohnmacht gebracht, aktuell betreibt dass ihr Bruder (wahrscheinlich unbewusst) aktiv.


    An der Stelle ist es meiner Meinung nach ein Fehler/subotpimal (Schuld; ist aber nicht böse gemeint, im Sinne von Verurteilung, man kann es besser Mitverantwortung, aber noch besser Verantwortung nennen), sowohl auszuhalten, als auch einzustecken, als auch Fehler (an abwegigen Stellen) bei sich zu suchen.


    Aber mir ist doch klar, dass das für einen jungen Menschen alles Lernprozesse von Monaten und Jahren sind.


    Wie soll denn eine Bewährung in der Zukunft gegenüber solchen Leuten erfolgen? Ziel kann nur sein, sich in der persönlichen Konfrontation einmal behaupten zu können.


    Dass der Bruder den Widerstand nötig hat, und ich das sage, heißt nicht, dass ich die Vernatwortung zur Erziehung der Threadöffnerin aufladen möchte, keineswegs. Ich denke ihre Verantwortung sollte idealerweise sein, sich zu verteidigen und zu behaupten. Genau in dem Sinne denke ich sehr wohl, dass sie verantwortlich ist, Fehlverhalten aus dem Bruder heraus zu erziehen, wenn sie mit ihm unter einem Dach ist. Nicht um seinetwillen, um ihretwillen. Trotzdem ist es zusätzlich, nachgeordnet zur Selbstverteidigung, im Nebenaspekt nun mal auch ihr Bruder, der vermutlich auch unreif ist. Und ich will sie damit auch entlasten, nicht dass du etwa denkst, es ist ja mein Bruder, ich darf keinen Streit haben.


    Trotzdem bin ich hier Außenstehender, und interpretiere, und kenne mich jetzt auch nicht grundlegend mit solchen Sachen aus. Ich gebe nur das rein, was ich wahrnehme und was aus meiner Sicht Sinn macht. Wenn was davon in deinen Augen keinerlei Sinn macht, dann kann ich mich genauso gut auch irren oder fehlinterpretieren, etc.

    Manchmal muss es eben erst schlimmer werden, bevor es besser wird. Wenn du da keinen Widerstand leistest, dann sitzt du in der Falle. Dann qualifizierst du dich als gut geeignetes, willfähriges Opfer für alle Arten gewalttätiger Menschen.


    Geh in die Konfrontation, statt auszuweichen. Er braucht auch den Widerstand um sich weiterzuentwickeln. Zu lernen, mit was er nicht durchkommen wird. Andere werden ihn direkt die Treppe runterstossen, wenn er sie schubst. Auch manche Frauen.


    Und du hast es scheinbar nötig zu lernen, dich abzugrenzen und zu behaupten. Spätestes bei der Polizei wirst du das eh schnell lernen.


    Natürlich ist es nicht normal, beispielsweise angefeindet zu werden, weil man (jemandem!) ein Hemd falsch aufhängt, oder weil man duschen möchte, jemand anders aber auch.


    Meine Vermutung ist, dass du an der Stelle lieber das bequeme machst (Schnauze halten), als das ungemütliche (Deine Rechte durchsetzen).


    Damit bist du aber selber mitschuldig. Nicht mehr nur der Bruder mit seinen Ausfälligkeiten. Und das ist nicht gut, da solltest du was gegen machen. Dann geht's dir vermutlich auch besser, du fühlst dich gesünder, und hast weniger Aggressionen, die du dann auch noch aus Verwirrung gegen dich selber richtest.