Beiträge von StevieW

    Hi LetoX,


    kann ich nachvollziehen. War selber eine lange Zeit drogenabhängig.


    In einer Psychiatrie hat mir mal ein Mensch, der wegen Heroinsucht dort war, gesagt: irgendwann habe ich Heroin genommen und es genossen, später habe ich es konsumiert weil ich nicht mehr ohne konnte. Oder so ähnlich. Der Klassiker, aber wenigstens eine wahre Geschichte eines Menschen, der sich um seine Gesundheit sehr bemüht hat.


    Und hier ist ein Buch, das ich mal gelesen habe: Bob, der Streuner: Die Geschichte einer außergewöhnlichen Katze von James Bowen


    Da geht es um einen ehemaligen Heroinsüchtigen namens James Bowen (der gleichzeitig der Autor dieses Buches ist), der viel erlebt hat und es dennoch geschafft hat von H und Methadon runter zu kommen. Das ist auch eine wahre Geschichte.



    Ich hoffe Dir damit weitergeholfen zu haben.



    Viele Grüße

    Alexander

    Hi,


    kann Dein Problem gut nachvollziehen, war selber mal spielsüchtig. Mir hat es geholfen über das sogenannte Schwarzweißdenken zu reflektieren. Dadurch ist mir bewusst geworden, dass es in bestimmten Situationen ok und auch richtig ist, nicht nur weniger zu übertreiben, sondern komplett auszusteigen. Vermutlich kennst Du den Begriff Suchtgedächtnis. Zieh es doch mal in Erwägung Dich in einer neuen Betätigung neu zu orientieren, in einer, in der Du nichts in Sachen Suchtgedächtnis befürchten würdest - am besten in einer, die Dir genauso sinnenfroh vorkommt, wie Deine Spielsucht.


    Hier habe ich noch einen interessanten Artikel zum Thema Suchtgedächtnis bekommen.


    Das Suchtgedächtnis löschen | PZ – Pharmazeutische Zeitung



    Viele Grüße

    Alexander


    p.s. eine Kleinigkeit noch: Lass Dir nichts von niemandem sagen, welche Sucht die schlimmere ist. Vor einigen Jahren habe ich mal gelesen, dass Spielautomatensüchtige sich besonders schwer tun.

    Hi Reka,


    die Erkenntnis im Leben etwas verändern zu wollen ist der erste Schritt, der besonders ist. Betrachte es als einen Lebenswandel, was Du gerade durchmachst.


    Mir hat mal eine schamanische Weisheit weitergeholfen, die ich im Internet entdeckt habe. Ich habe sie als Bild angehängt.


    Ansonsten kann ich Dir sagen: Selbstliebe ist m.M.n. etwas sehr Wichtiges im Leben.


    Vergiss nicht, dass wir in einem sozialen Staat leben. Es ist ok höflich und dankbar um Hilfe zu bitten. Es ist in jedem Fall ein Geben und Nehmen. Immer und überall.


    Was mir außerdem sehr geholfen hat, als ich meine Suchtprobleme hatte, war die Einsicht, dass jeder Mensch einzigartig ist und sich im Laufe seines Lebens unterschiedliches Wissen aneignet, dass man von anderen viel dazulernen kann, wenn man sich für ihre Hilfsbereitschaft dankbar begeistert. Ein Mönch hat mir mal gesagt "Der Guru ist überall" - diese Worte haben mir damals sehr geholfen.


    Von Antidepressiva rate ich Dir ab, denn ich habe von zwei Menschen gelesen, die ihre Libido durch AD-Konsum verloren haben und deshalb eine Klage bei Gericht eingereicht haben.


    Generell kann ich Dir Hypnose-Therapie empfehlen. Diese Seite beschreibt die Hypnose wissenschaftlich: Dipl_Knoerrich_Hypno_Schmerz.pdf


    Als ich in der Überschrift das Wort "Schmerzbehandlung" gelesen habe, habe ich nicht gleich begriffen, was damit gemeint war. Jetzt verstehe ich, dass es um xbeliebigen seelischen Schmerz geht.


    Deine Symptome - Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit und depressive Stimmung - sind Teile Deines seelischen Schmerzes.


    Yoga ist übrigens auch eine tolle Sache. Vielleicht hast Du eine Yoga-Schule in der Stadt, in der Du wohnst?



    Um auf Deine konkrete Frage bezüglich der Besserung einzugehen: meine Wenigkeit hat drei Standpunkte zum Thema Cannabis-Entzug kennengelernt - 1) der Entzug ist nach zwei Monaten vorbei ; 2) der Entzug ist nach drei Monaten vorbei und 3) der Entzug ist nach weniger als zwei Monaten vorbei (wenn Du im Vergleich zu Anderen mit dem Konsum nicht so übertrieben hast ;


    Hör auf Deine innere Stimme, Deine Intuition, auf Dein Gefühl, welche dieser drei zu Dir passt. Einfach abwägen. Und dann, wenn Du die eine für Dich entdeckt hast, erfreue Dich in Selbstliebe, Dankbarkeit und Hoffnung und sei sicher, dass die Veränderung dann und dann eintritt.



    Du bist eine starke Frau und schaffst alles, was Du Dir vornimmst.



    Viel Glück.

    Alexander

    Hi Domenik,


    dein Problem kann ich gut nachvollziehen, da ich selber mal aufgehört habe zu kiffen. Mir hilft nicht mehr damit anzufangen, dass ich mich über die Nachteile etwas detaillierter informiert habe. Genau genommen folgende zwei Dinge:


    1. THC-Konsum soll den Informationsfluss aus dem Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis unterdrücken.

    2. THC-Konsum soll das männliche Hormon Testosteron ins weibliche Östrogen umwandeln.


    Wenn dich interessiert, wo ich diese Infos her habe, kann ich versuchen die Quellen wiederzufinden.


    Neulich habe ich zu einem ähnlichen Thema einen Beitrag verfasst, vielleicht erweist er sich als hilfreich für dich:


    33, halbes Leben gekifft, jetzt ist Schluß damit.



    Mach's gut!

    Alex

    Hallo endlichthcfrei,


    ich hab selber mal aufgehört zu kiffen und kenne diese Gefühl sehr gut. Folgende Sichtweise hat mir sehr geholfen: als ich gekifft habe, habe ich einiges an Negativität in meinem Leben unterdrücken können. Als ich aufgehört habe, kam die Negativität wieder hoch. Mir wurde klar, dass ich den negativen Gefühlen und Gedanken lauschen sollte, um zu deuten, was konkret mir an meinem Leben nicht gefällt und einer Veränderung bedarf. Betrachte diese depressive Verstimmung als eine Art spirituelle Krise und versuche in Dich hinein zu horchen, auf Deine Intuition zu hören.


    Dieses Youtube-Video hat mir übrigens super gut weitergeholfen (vor allem der Punkt "Deine Seele wünscht sich Veränderungen" etc.): YouTube



    Viel Glück auf Deinem Weg =)



    Gruß

    Alex

    Hallo Wolferich,


    du hast geschrieben, dass du Anregungen suchst. Ich kann dir ein bisschen von meinen Cannabis- und Psychiatrieerfahrungen erzählen:


    ich habe insgesamt vier Psychosen hinter mir. Alle vier von Cannabis. Nach der ersten bin ich für zwei Monate in die Psychiatrie. Es ist besser geworden, dann ist eine gewisse Zeit vergangen und ich habe wieder angefangen. Der Konsum wurde wieder täglich und intensiv und so bekam ich meine zweite Psychose - wieder ein paar Monate Psychiatrie, dann nach der Entlassung weiterhin Neuroleptika genommen... irgendwann hat es mich dann wieder zum Kiffen gezogen und ich habe wieder damit angefangen - wieder Psychose. Genau so bei der vierten Psychose, die jetzt fast zwei Jahre her ist.


    Nun hab ich das Gefühl, dass ich diese Sucht losgeworden bin. Direkt nach dem letzten Psychiatrieaufenthalt bin ich für ein Jahr ins Ausland gezogen, zu meinen Eltern. Wollte dort ein neues Leben anfangen. Und nur dieses eine Jahr hat aus mir diesen, sorry für die übertriebene Wortwahl, "Dämonen" vertrieben. Denn die ersten sechs Monate habe ich täglich ans Kiffen gedacht. Ich dachte mir, bald fang ich wieder an (kannte dort aber noch niemanden, wo ich es hätte kaufen können), dann konsumiere ich seltener und weniger, weniger starke Sorten etc. pp. Also im Prinzip das selbe Denkmuster wie seit der ersten Psychose. Und nur dass ich dort ein ganzes Jahr lang keine Connections hatte (habe in einem Dorf gelebt und hatte keinen Führerschein), hat mich im Prinzip gerettet. Denn seitdem spüre ich gar kein Verlangen mehr damit anzufangen. Mittlerweile hält mich zusätzlich ein bestimmtes Wort davon ab, wieder anzufangen: Verpeiltheit. Ich kann nicht für andere sprechen, aber mich persönlich hat Gras echt verpeilt gemacht, v.a. während des Highs.


    Dann wollte ich dort doch nicht bleiben und bin zurück nach Deutschland gezogen ;)


    Lange Rede kurzer Sinn: hab keine Angst. Wenn du nicht mehr kiffen willst, dann willst du's auch nicht. So einfach ist es. In der Stadt in der ich lebe bin ich weiterhin mit Leuten befreundet, die kiffen. Es kommt oft vor, dass wir uns zu dritt / zu viert / zu fünft treffen. Alle kiffen fröhlich zusammen und ich tu's nicht und ich nicht. Nach scheiss Erfahrungen überlegt man nicht mehr lang, das passiert blitzschnell. "Nein danke" und das war's.



    In dem Sinne alles Gute!


    Halt die Ohren steif.



    Liebe Grüße

    Alex



    p.s. Du hast auch von Alkohol gesprochen. Bei meinem ersten Psychiatrieaufenthalt bin ich einem Typen begegnet, der eine Alkohol-Psychose hatte. Die Ärzte haben zu ihm gesagt, dass sie ziemlich schwer heilbar ist. Pass auf dich auf.

    Hallo Leute,


    besten Dank für Eure Antworten. Ich habe mir Ashwagandha-Pulver gekauft (auch indischer Ginseng genannt) und trinke täglich Tee damit. Angeblich steigert er die Lust. Bis jetzt merk ich nur sehr wenig davon, aber immerhin etwas. Das mit dem Urologen merk ich mir für die Zukunft, danke. Im Moment mache ich bereits eine Psychotherapie wegen einer anderen Geschichte, ich werde dieses Thema auch mal ansprechen. Vielleicht bringt es was.



    Liebe Grüße

    Alex


    p.s. jetzt hab ich noch eine Seite mit Yoga-Übungen zur Steigerung der Libido entdeckt: :)

    Hallo Leute,



    in den letzten Jahren habe ich hin und wieder Speed konsumiert. Vor ca. 4 Jahren war es 1 Jahr lang ca. alle 2 Wochen. Dann hab ich eine Pause eingelegt. Und in diesem Jahr bis vor ein paar Monaten 3-4 Monate lang jedes Wochenende. Speed hat mich immer unglaublich spitz gemacht und ich konnte die Sexualität gut genießen. Nun habe ich festgestellt, dass ohne Speed meine Libido viel schwächer ist und ich auch viel weniger Verlangen nach Sex habe.


    Deshalb meine Frage an Euch: Wird es mit der Zeit besser, wenn man kein Speed mehr konsumiert? Kann es so wie vorher werden? Wenn ja, wie lange hat es bei Euch gedauert? In einem anderen Forum habe ich mal gelesen, dass einer, bei dem es ohne Koks im Bett gar nicht mehr lief, nach einem Dreivierteljahr clean Sein es geschafft hat seine Libido zurück zu gewinnen und alles war wieder wunderbar.



    Viele Grüße

    Alex



    p.s. ich bin 31, männlich