Beiträge von StevieW

    Hallo Sinalana,


    auch ich hab recht ähnliche Erfahrungen gesammelt. Mach dir keine Sorgen, das geht wieder weg. Ich kann dir Bewegung an der frischen Luft ans Herz legen - unternimm nach jeder Mahlzeit einen Spaziergang und dreh auch vor dem Schlafen eine Runde draußen - dann kannst du besser ein- und durchschlafen.


    Eine warme Dusche oder eine Badewannen-Session tun auch so richtig gut in solchen Fällen - möglichst vor dem Schlafen.


    Wenn du an Gott glaubst, könntest du nach dem Aufwachen ein Gebet sprechen, mir hat es immer wieder geholfen.


    Kontrastduschen früh am Morgen ist auch super um den Tag munter zu beginnen. Ich kenne die Methode: kalt - warm - kalt - warm - kalt - warm - kalt ;


    Meditation ist auch ein etwas Tolles.




    Berichte gelegentlich, wie es dir geht und halt die Ohren steif.


    Liebe Grüße

    Grüß dich papsi,


    ich hatte auch mit Libido-Problemen zu kämpfen, verursacht durch verschiedene Substanzen und Entzüge und kann dir aus meiner Erfahrung Folgendes ans Herz legen:


    - Bewegung (z.B. Spaziergänge, Fahrradfahren), Liegestütze (jeden zweiten Tag, wegen Muskelentspannung)

    (Spaziergänge gerne im Wald oder einem Park, wo es Bäume gibt, man sagt nicht umsonst, dass Bäume Energie spenden, ich persönliche habe in blöden Lebensphasen Bäume umarmt. Versuche, was die Bewegung und Sport allgemein angeht, ein gesundes Maß zu finden, nicht zu viel, nicht zu wenig, das bringt deinen Hormonhaushalt ins Gleichgewicht)

    - Verändere etwas Zuhause, wie bspw. die Beleuchtung - vielleicht bringt auch das etwas, kannst ja gerne mit deiner Partnerin besprechen, so als Idee

    - Wenn du an Gott glaubst hilft Beten

    - Wenn du hinter deiner Ernährungsweise stehst, würde ich sie so lassen


    Ich weiß, wie bescheuert so eine Libidogeschichte sein kann und wünsch dir dabei alles alles Gute.

    Hallo Hoffnungsstrahl,


    auch ich habe gelegentlich mit Zwangsgedanken zu kämpfen. Ich kann dir Bewegung und jede Menge Selbstliebe ans Herz legen. Als würdest du versuchen auf jedes einzelne Bedürfnis von dir realistisch einzugehen. Sei dir selbst dein bester Freund und versuche dir alles zu gönnen. Auch beten hilft, wenn du gläubig bist.


    Bei mir wurden die Zwangsgedanken so viel weniger.

    Zitat

    Und jetzt kommts: Angst macht mir nicht der Entzug mit seinen Erscheinungen SONDERN dass ich einfach nicht weiss was mit mir anfangen. Dass ich nicht weiss, wie ich mich beschäftigen soll. Und vor meinem Gefühlschaos, da ich sehr viele Etappen in meinem Leben einfach weggekifft habe anstatt mich damit auseinander zu setzen. War ich gefühlsdusselig, kiffte ich. Fühlte ich mich schlecht, kiffte ich. Fühlte ich mich froh, ja dann kiffte ich.

    Hallo neuanfang,


    toll, dass du dein Problem erkannt hast und beschlossen hast es anzugehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht nur Sport toll ist, dass Bewegung ganz allgemein - Spazierengehen, Fahrradfahren. Ich weiß nicht wie es bei dir war, als ich jedoch gekifft habe, saß ich meistens zuhause rum (auf der Couch oder auf nem Stuhl), oder lag im Bett, oder stand nur rum in einer Clique von Leuten, mit denen ich gemeinsam gekifft habe. Wenn man anfängt sich tagtäglich zu bewegen, tut es dem Körper und der Seele gut, der hormonelle Haushalt kommt ins Gleichgewicht und man kehrt zu seiner wahren Natur zurück - Lebensfreude ;-)


    Alles Liebe

    Hallo Neelrammairim,


    ich habe auch so etwas hinter mir. Keine Angst, du bist nicht allein damit. Entzüge habe ich mehrere hinter mir. Im Moment bin ich in einer eher depressiven Phase und zu vielem muss ich mich zwingen. Mir hilft es nach dem Aufstehen einen Spaziergang zu machen. Außerdem bete ich zu Gott. Heute habe beim Beten im Park einen Baum umarmt im Glauben daran, dass es hilft - und es hat geholfen. Ein Pfarrer hat mir heute auch Hoffnung gemacht und gesagt, dass die Zellen im Organismus mit der Zeit ausgestauscht werden.


    Dir wird es bestimmt besser gehen. Liebe dich selbst und überfordere dich nicht. Ich an deiner Stelle würde Meditation ausprobieren. Am besten in einer Gruppe, aber auch im Internet gibt es vieles darüber.


    Liebe Grüße

    Hallo Igraine und Franz,


    Franz Alles klar, weiß ich Bescheid. Ich berichte gerne mehr, da hast du nämlich recht.


    Igraine Verstehe. Es war die Tête-à-tête-Chatlust, die in mich gefahren war, einfach nicht beachten. Alles klar - zum Thema Ambulanz. Du hast "Momente in denen ich die Liebe zwischen meinen Kindern und mir besonders apüre" geschrieben. Solche Momente sind viel wert. Ich wünsche dir, dass dein ganzes Leben aus solchen Momenten besteht.


    Nun etwas ausführlicher zu mir: meine Diagnose lautet paranoide Schizophrenie, allerdings hatte ich schon länger keinen Schub mehr, also alles gut, was das Psychotische angeht. Ich komme beim Abbezahlen von zwei Krediten, die ich mir genommen habe, kaum hinterher. Anfang 2021 habe ich einen Termin bei der Schuldnerberatung. Ich habe das Gefühl, dass das ganze Leben aus Konkurrenz besteht. Als müsste ich es nicht nur mir sondern auch den anderen um mich herum beweisen, dass ich was drauf habe. Da ich eine längere Zeit krankgeschrieben worden war, wurde ich vom Jobcenter aufgefordert, Erwerbsminderungsrente zu beantragen, was ich gemacht habe. Das geschah, nachdem ich eine Ausbildung zum Übersetzer machen wollte - auf diesen Wunsch hin wurde der ärztliche Dienst des Jobcenters eingeschaltet und ich wurde als weniger als drei Stunden täglich belastbar begutachtet (in einer sog. sozialmedizinischen gutachterlichen Stellungnahme). Meine Konzentrationsfähigkeit ist schlecht, mein Gedächtnis ist auch nicht so besonders. Demnächst werde ich einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen, weil diese beiden Probleme - Konzentration und Gedächtnis - mich so fertig und arbeitsunfähig machen, dass mir das sinnvoll erscheint. Zuerst hat es mir ein Mensch vom Sozialdienst angeboten, was ich jedoch abgelehnt habe. Nun habe ich es mir überlegt und habe vor so zu handeln. Denn die zwei o. e. Probleme sind so belastend, dass ich mir im Grunde genommen tatsächlich schwerbehindert vorkomme. Ich sehne mich sehr nach einer liebevollen Beziehung. Träume regelrecht davon, wieder mal einen lieben Menschen an meiner Seite zu haben, mit dem ich das Leben genießen kann. Intime Geschichten hatte ich schon länger nicht mehr und wünsche mir auch sie, natürlich. Hin und wieder ist die Hoffnung so groß, dass sie "zu groß" ist, könnte man sagen. Wenn sie zu groß ist, dann fange ich selbst aufgrund der Hoffnung an zu leiden. Obwohl es nichts weiter ist, als zu hoffen. Wobei ich an dieser Stelle sagen möchte - ich hoffe nicht nur, ich tu auch was, z.B. habe ich mich bei einer Singlebörse registriert und schon ein Date gehabt - war leider ein Flop. Ich hoffe, dass es Euch nicht zu viel Text war.

    Nichts bereitet mir Freude

    Selbst das Dichten ist 'ne Last

    Meine Zeit ich eh vergeude

    Ist mir Latte - kurzgefasst


    Plötzlich scheint mir alles anders

    Tralala lala lala

    Lalalala lalalala

    Lalala lala lala

    Hallo Igraine,


    damit meinte ich, ob es etwas gab, wo du zu dir bzw. jemand zu sich selbst gesagt hätte "Jetzt fühle ich mich endlich so, wie ich mich schon immer fühlen wollte".


    Toll, dass du es es angehen kannst. Ich bin auch in psychiatrischer Behandlung (und kenne es auch sich zu Boden gedrückt zu fühlen) - konnte es also auch angehen. Mal schauen, was die nächste Zeit bringt. Ich freue mich für dich - dass dieses Gefühl von dir bereits in der Vergangenheit ist. Was heißt Ambulanz eigentlich konkret? Bist du regelmäßig in einer Klinik ohne dort zu übernachten?


    Bei mir ist es so, dass ich seit ich mir Hilfe geholt habe mehrere Male in stationärer psychiatrischer Behandlung gewesen bin (mehrere weil ich die Behandlung immer wieder abgebrochen hatte) und nun zu einem Psychiater gehe, alle vier Wochen ca. Diesmal weiß ich, was es bedeutet zu vertrauen und das Leid anzugehen.


    Ich würde gerne mit dir privat schreiben, gelegentlich, hast du Lust?

    Wer weiß, was uns das Leben alles bringt

    Es birgt so viel, es birgt und birgt… ;-)

    Was in Erfüllung geht, welch‘ Absichten wir formulieren

    Wann bin endlich der, der‘s Tanzbein schwingt

    Hi Leute,


    seit ca. neun Jahren klappt kaum etwas in meinem Leben. Ich will nicht unbedingt großartig ausführen was und warum. Ich fühle mich wie ein abgeschwächter Versager. Was sagt Ihr dazu? Hat jemand von Euch so eine Phase hinter sich gebracht, wo ein Lebensmoment alles geändert hat, oder so?



    Herzliche Grüße

    Alex

    Hi LetoX,


    kann ich nachvollziehen. War selber eine lange Zeit drogenabhängig.


    In einer Psychiatrie hat mir mal ein Mensch, der wegen Heroinsucht dort war, gesagt: irgendwann habe ich Heroin genommen und es genossen, später habe ich es konsumiert weil ich nicht mehr ohne konnte. Oder so ähnlich. Der Klassiker, aber wenigstens eine wahre Geschichte eines Menschen, der sich um seine Gesundheit sehr bemüht hat.


    Und hier ist ein Buch, das ich mal gelesen habe: Bob, der Streuner: Die Geschichte einer außergewöhnlichen Katze von James Bowen


    Da geht es um einen ehemaligen Heroinsüchtigen namens James Bowen (der gleichzeitig der Autor dieses Buches ist), der viel erlebt hat und es dennoch geschafft hat von H und Methadon runter zu kommen. Das ist auch eine wahre Geschichte.



    Ich hoffe Dir damit weitergeholfen zu haben.



    Viele Grüße

    Alexander

    Hi,


    kann Dein Problem gut nachvollziehen, war selber mal spielsüchtig. Mir hat es geholfen über das sogenannte Schwarzweißdenken zu reflektieren. Dadurch ist mir bewusst geworden, dass es in bestimmten Situationen ok und auch richtig ist, nicht nur weniger zu übertreiben, sondern komplett auszusteigen. Vermutlich kennst Du den Begriff Suchtgedächtnis. Zieh es doch mal in Erwägung Dich in einer neuen Betätigung neu zu orientieren, in einer, in der Du nichts in Sachen Suchtgedächtnis befürchten würdest - am besten in einer, die Dir genauso sinnenfroh vorkommt, wie Deine Spielsucht.


    Hier habe ich noch einen interessanten Artikel zum Thema Suchtgedächtnis bekommen.


    Das Suchtgedächtnis löschen | PZ – Pharmazeutische Zeitung



    Viele Grüße

    Alexander


    p.s. eine Kleinigkeit noch: Lass Dir nichts von niemandem sagen, welche Sucht die schlimmere ist. Vor einigen Jahren habe ich mal gelesen, dass Spielautomatensüchtige sich besonders schwer tun.

    Hi Reka,


    die Erkenntnis im Leben etwas verändern zu wollen ist der erste Schritt, der besonders ist. Betrachte es als einen Lebenswandel, was Du gerade durchmachst.


    Mir hat mal eine schamanische Weisheit weitergeholfen, die ich im Internet entdeckt habe. Ich habe sie als Bild angehängt.


    Ansonsten kann ich Dir sagen: Selbstliebe ist m.M.n. etwas sehr Wichtiges im Leben.


    Vergiss nicht, dass wir in einem sozialen Staat leben. Es ist ok höflich und dankbar um Hilfe zu bitten. Es ist in jedem Fall ein Geben und Nehmen. Immer und überall.


    Was mir außerdem sehr geholfen hat, als ich meine Suchtprobleme hatte, war die Einsicht, dass jeder Mensch einzigartig ist und sich im Laufe seines Lebens unterschiedliches Wissen aneignet, dass man von anderen viel dazulernen kann, wenn man sich für ihre Hilfsbereitschaft dankbar begeistert. Ein Mönch hat mir mal gesagt "Der Guru ist überall" - diese Worte haben mir damals sehr geholfen.


    Von Antidepressiva rate ich Dir ab, denn ich habe von zwei Menschen gelesen, die ihre Libido durch AD-Konsum verloren haben und deshalb eine Klage bei Gericht eingereicht haben.


    Generell kann ich Dir Hypnose-Therapie empfehlen. Diese Seite beschreibt die Hypnose wissenschaftlich: Dipl_Knoerrich_Hypno_Schmerz.pdf


    Als ich in der Überschrift das Wort "Schmerzbehandlung" gelesen habe, habe ich nicht gleich begriffen, was damit gemeint war. Jetzt verstehe ich, dass es um xbeliebigen seelischen Schmerz geht.


    Deine Symptome - Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit und depressive Stimmung - sind Teile Deines seelischen Schmerzes.


    Yoga ist übrigens auch eine tolle Sache. Vielleicht hast Du eine Yoga-Schule in der Stadt, in der Du wohnst?



    Um auf Deine konkrete Frage bezüglich der Besserung einzugehen: meine Wenigkeit hat drei Standpunkte zum Thema Cannabis-Entzug kennengelernt - 1) der Entzug ist nach zwei Monaten vorbei ; 2) der Entzug ist nach drei Monaten vorbei und 3) der Entzug ist nach weniger als zwei Monaten vorbei (wenn Du im Vergleich zu Anderen mit dem Konsum nicht so übertrieben hast ;


    Hör auf Deine innere Stimme, Deine Intuition, auf Dein Gefühl, welche dieser drei zu Dir passt. Einfach abwägen. Und dann, wenn Du die eine für Dich entdeckt hast, erfreue Dich in Selbstliebe, Dankbarkeit und Hoffnung und sei sicher, dass die Veränderung dann und dann eintritt.



    Du bist eine starke Frau und schaffst alles, was Du Dir vornimmst.



    Viel Glück.

    Alexander

    Hi Domenik,


    dein Problem kann ich gut nachvollziehen, da ich selber mal aufgehört habe zu kiffen. Mir hilft nicht mehr damit anzufangen, dass ich mich über die Nachteile etwas detaillierter informiert habe. Genau genommen folgende zwei Dinge:


    1. THC-Konsum soll den Informationsfluss aus dem Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis unterdrücken.

    2. THC-Konsum soll das männliche Hormon Testosteron ins weibliche Östrogen umwandeln.


    Wenn dich interessiert, wo ich diese Infos her habe, kann ich versuchen die Quellen wiederzufinden.


    Neulich habe ich zu einem ähnlichen Thema einen Beitrag verfasst, vielleicht erweist er sich als hilfreich für dich:


    33, halbes Leben gekifft, jetzt ist Schluß damit.



    Mach's gut!

    Alex