Schicke Dir ne Portion Mut und Kraft. Ich kenne diesen Zwiespalt. Es gibt ja auch immer wieder gute Tage oder Phasen, die Hoffnung machen, dass alles besser wird. Und dann wieder totale Enttäuschung und Grübelmodus, warum lügt er, warum verhält er sich so, ausgerechnet zu mir, usw. Man kommt da leider auf keinen grünen Zweig. Was Du beschreibst, finde ich gut - als Eltern funktionieren. Solltest Dich vielleicht noch vorsichtshalber drauf einstellen, dass das zeitweise auch mal bei ihm nicht so gut geht. Hat er die Reha eigentlich "freiwillig" angetreten!? Du schriebst ja von großem Streit vorher mit Polizei usw.
Beiträge von RunningFree
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... Also ich meine, selbst wenn ich ihn komplett "loslasse", wie es oft geraten wird, wird sich da bei ihm nix mehr groß ändern, glaub ich. So traurig es auch ist...
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Nicht so gut, aber das muss ja bei Euch nicht so werden. Wir sehen uns nicht mehr oft. Beziehung kann man das nicht mehr nennen, aber ne klare, ausdrückliche Trennung gab es auch nicht. Wir kennen uns halt ewig und ganz den Kontakt abbrechen möchte ich weiterhin nicht. Er konsumiert noch immer gelegentlich oder auch öfter, keine Ahnung. Ich frage nur noch ganz selten und hab meine ständigen Sorgen aufgegeben. Ändern kann ja nur er was. Ist aber natürlich andere Situation als bei Euch. Wir haben nie zusammen gewohnt, und jetzt hat eben jede/r wieder mehr sein Leben. Ich kann gut verstehen, wenn Du Dir das für Euch anders wünschst. Bin selbst leider an nem Punkt, dass ich nicht mehr denke, dass sich groß was ändert.
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Hey,
für ein längeres Telefonat findest Du bestimmt mal zwischendurch Zeit. Ich habe mir auch lange keine Zeit dafür genommen. Lief immer auf 180, auch weil mich die Probleme meines Freundes so auf Trab gehalten haben. Hab meine Freunde vernachlässigt, einige ganz aufgegeben, weil mir nicht gepasst hat, wie sie ihn sehen, hab mich total zurückgezogen, keine Hilfe gesucht, weil es nicht ins Leben gepasst hat. Es hat mir nix gebracht. Außer dass ich letztlich mit einem Bein in der Depression hing. Hör Dich mal in Deiner Gegend um. Bestimmt gibt es Beratung, die sich in Dein Leben einfügen lässt, und wenn es nur erstmal ein, zwei Gespräche sind, einfach, um erstmal klarer zu sehen. Ich drück Dir die Daumen!
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Hallo,
mit Druck aufbauen meinte ich das hier:
Für ihn ist eine räumliche Trennung auch die endgültige Trennung. Ich weiss nicht wieso vllt. Erpressung vllt. Weil er Sein Kind um sich haben möchte. Keine Ahnung.
Du sprichst da ja selbst von Erpressung, ich würde es vielleicht etwas milder als manipulativ bezeichnen - er will halt nicht, dass Du gehst. Einerseits natürlich nachvollziehbar, dass er Dich halten und auch checken will, ob es sich zu kämpfen lohnt. Andererseits sollte er lieber gucken, wie er die Reha gut für sich nutzen und sich stabilisieren kann und das nicht von Dir abhängig machen. Passiert aber glaube ich sehr oft. Klar wäre es schön, wenn es zu Hause klappen könnte. Kann aber nach eigenen Erfahrungen nur empfehlen, sich immer wieder vor Augen zu halten: Es zählen nur Taten, nicht was er jetzt verspricht.
Versuche vielleicht mal, etwas mehr auf Dich schauen. Ist ganz schön schwer, sich nicht selbst aus dem Blick zu verlieren mit Baby einerseits und einem Freund, der ständig zwischen Sucht und Entgiftung ist, um den man sich Sorgen macht.
Mit Angehörigenberatung meinte ich Gespräche erstmal nur für Dich selbst. Viele Drogenberatungsstellen bieten sowas an, und Selbsthilfegruppen speziell für Angehörige gibt es auch. Ich habe teils ganz gute Erfahrungen damit gemacht, vielleicht magst Du Dich ja mal im Internet umschauen. Diese Situation kostet viel Kraft deshalb ist Hilfe beim Sortieren gut,
liebe Grüße!
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Hi,
ja, ich verstehe Dich und kenne es vor allem auch zur Genüge, wie es ist, wenn man eigentlich rational weiß, was das einzig richtige wäre, aber es nicht hinbekommt, danach zu handeln und sich im Grübeln verstrickt. Hast Du schon mal Angehörigenberatung in Anspruch genommen?
Dein Freund sollte akzeptieren, dass Du einen Rückzugsort für Dich und Euer Kind brauchst, falls er rückfällig wird. Was auf eigene Wohnung für Dich hinausläuft. Ginge das denn? Klar, dass er nicht will, dass Du auszieht, weil er fürchtet, dass Du ganz gehst. Deshalb baut er Druck auf. Das wiederum schadet ihm in der Reha, weil er bestimmt viel davon abhängig macht, wie es mit Euch weitergeht und so beißt sich die Katze in den Schwanz. Aber das ist seine Baustelle, nicht Deine, und Aufgabe seiner Therapeuten, ihn zu begleiten.
Für Dich wäre ganz sicher wichtig, aus dem Karussell auszusteigen. Abstand zu kriegen - nicht unbedingt sofort für immer Trennung. Aber das weißt Du, wie Du schreibst. Versuche, Dir Stärkung zu holen, wo Du nur kannst, Beratung, Selbsthilfe für Angehörige, Freunde, Familie. Falls er sich stabilisiert, könnt Ihr wieder anders entscheiden.
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Hallo Emilia,
mein Mitgefühl, Sympathie, Verständnis für Dich. Fast exakt diese Phasen und Situationen habe ich auch mit einem Mann in sehr ähnlicher Lage erlebt. Erst eine lange Therapie, dann direkt Rückfall, wochenlange Koksabstürze, Verschwinden und Verstecken, seine psychische Krisen mit Selbstabwertung und Verzweiflung. Es hat mich mit in die Tiefe gezogen, auch wenn es nicht meine Krisen waren - einfach durch das ständige Grübeln darüber. Man ist da sowas von verwoben, auch wenn man nicht zusammen lebt und Finanzen noch so sehr trennt, dafür reichen doch schon das Gefühl, die gemeinsamen Pläne, die Hoffnungen. Und man muss selbst ausnüchtern, so weh es tut. Ehrliche Bestandsaufnahme und Abgrenzung ist schwer, aber auf Dauer wahrscheinlich unerlässlich, gerade wenn so eine gravierende Suchtgeschichte da ist. Es klingt, als seist Du auf dem Weg sehr weit. Ich weiß auch aus eigener Erfahrung, wie sehr man sich selbst immer wieder zur Ordnung rufen muss. Bei mir war es so, dass meine große Liebe zu ihm dabei mit der Zeit unter die Räder gekommen und so einem etwas undefinierbaren Gefühl gewichen ist. Egal ist er mir definitiv nicht, aber er muss jetzt alles größtenteils allein hinkriegen, damit leb ich eigentlich ganz gut - was mir zum Glück wieder wichtig geworden ist. Den Rest soll die Zeit bringen. Hast Du denn jemanden zum Sprechen, abseits von ihm? Das kann helfen.
Liebe Grüße von RF
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Liebe Ninjana,
Von meiner Seite einfach mal ganz viel Kraft und eine Portion Zuversicht für die kommende Zeit. Es kostet bestimmt viel Energie, die Trennung gerade jetzt durchzuziehen und beizubehalten, und ich wünsche Dir sehr, dass Du das gut schaffst. Und lass Dich bitte nicht verrückt machen - Dein Kind hat Dich, und das ist das Wichtigste! Es ist nicht hilfreich, jetzt herumzuunken, welche Schäden da vielleicht entstanden sein könnten. Oder sich das Hirn zu martern, warum das Kind mit diesem Mann entstanden ist. Du hast ihn geliebt und ihm vertraut und gehofft, dass er es irgendwann packt. Ich kann das so gut nachvollziehen. Aber auch, dass irgendwann die Grenze überschritten ist.
Bitte schau vor allem nach vorne und gut auf Dich und dass Du Unterstützung bekommst. Hast Du Freunde und Familie, die Dich jetzt begleiten können? Vielleicht findest Du ja in der Nähe eine Selbsthilfegruppe für Angehörige, wenn das wieder in Dein Leben passt - mir hat das sehr geholfen, wieder zu mir zu finden.
Liebe Grüße,
RF
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Hi Sunny789,
Du machst viel von diesem Freund von ihm abhängig - aber es geht um Dich und ihn und ob Du damit klarkommst, dass er süchtig ist. In Deinem Eingangstext hattest Du entsprechende Schwierigkeiten beschrieben, von wöchentlichen Abstürzen bis zur mangelnden Einsicht. Ich weiß, wie sehr man sich da verstricken kann. Siehst Du aktuell denn ernsthafte Bemühungen bei ihm, vom Koks loszukommen? Entgiftung/Reha/Psychotherapie oder ähnliches? Was meinst Du denn mit dieser Nummer, bei der er angerufen hat?
LG, RF
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Hallo michael39,
möchte mal fragen, wie es Euch mit dem Brief ergangen ist, falls Du ihn Deiner Frau bereits gegeben hast? Hast mein Mitgefühl und meine Solidarität, auch wenn ich in einer etwas anderen Situation bin. Dieses Abstrampeln und alles versuchen und immer wieder aufstehen und nochmal Brücke bauen und erneut damit auflaufen zehrt einfach so sehr.
Du schreibst, Du redest mit der Psychiaterin nicht mehr über die Sucht Deiner Frau, weil es Dir peinlich ist und Du es empfindest, als ob Du sie verrätst - vielleicht würdest Du Dich in einer Selbsthilfegruppe mit dem Thema besser aufgehoben fühlen? Mir hat das gut getan, gerade weil dort auf Augenhöhe gesprochen wird. Mein Freund ist seit langen Jahren kokain- bzw. crack-abhängig und auch mir hat das neben sehr viel Kummer auch immer wieder Scham und Selbstzweifel beschert und das Gefühl, ich hintergehe ihn, wenn ich das wo auch immer anspreche.
Möchte Dir auch sagen, dass ich klasse finde, wie Du Deinen Weg gefunden hast - was sicher oft sehr steinig war - und wie sehr Du nach einem Weg auch für Euch suchst. Du klingt sehr klar und gar nicht von oben herab. Umso mehr würde ich Dir wünschen, dass Deine Frau erkennt, dass Du eigentlich etwas positives für Euch als Familie möchtest, dass Deine Sorgen begründet sind und es eine Überlegung wert ist, Hilfsangebote anzunehmen. Ich hoffe, es ist okay für Dich, das anzusprechen, aber Du schreibst von Verachtung in Ihrem Verhalten, von wiederkehrenden Schuldzuweisungen an Dich für alle Konflikte, und dass Du sie verlierst, wenn Du mit jemandem das offene Gespräch suchst, das klingt nach viel Druck. Daher mal abseits der Sucht die hoffentlich nicht zu persönliche Frage: denkst Du, da sind von Euch beiden noch genügend positive Gefühle füreinander, um die Partnerschaft aufrecht zu erhalten? Falls ja, käme vielleicht zunächst einmal eine Beziehungspause oder Trennung auf Zeit in Frage, um als Signal an sie zu untermauern, dass Du es ernst meinst? Alles nur mal so Gedanken...
Ich wünsche Dir einfach, dass sich etwas bewegt,
liebe Grüße, RunningFree
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Hallo,
das Hin- und Hergerissensein kenne ich nur zu gut und dass man den Menschen nicht aufgeben möchte. Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass man gegen Kokainabhängigkeit als Familie mit so Mitteln wie Tür abschließen, Handy abgeben, "bewachen" und keinen Zugriff zu Geld gewähren ankommt. Ewig werden die Eltern nicht die private Entzugsklinik für ihn spielen können. Vor allem aber kommt es auf ihn an und ob er die Droge wirklich aufgeben will. Gibt's da nicht vielleicht sowas wie eine unabhängige Stelle auch im Falle von Soldaten, wo man sich mal neutral und anonym beraten lassen kann was auf ihn zukäme, wenn er sich vielleicht doch offenbart?
Bei meinem Freund sind nach einem Rückfall nach Langzeittherapie vor einem Jahr alle neuen Anläufe nur halbherzig verlaufen. Ich versuche deshalb, so gut es geht auf mich zu schauen, damit geht es mir einigermaßen okay. Bin unabhängig mit eigener Wohnung und Job und wir haben keine gemeinsamen Kinder. Die Hoffnung, dass er irgendwann dauerhaft aufhört, hab ich so gut wie aufgegeben. Wenn Geld da ist, wirft er schnell alles über Bord. Die Beziehung läuft auf kleinster Sparflamme. Ganz getrennt habe ich mich aber nicht, auch wenn Viele dazu geraten haben. Ich mag ihn einfach, und wir kennen uns seit über 30 Jahren.
Übrigens wohne ich auch in so einem Neubaugebiet mit scheinbar heilen Familien drumrum. Das ist doch auch viel Fassade. Würde versuchen, das auszublenden. Vor allem geht es jetzt drum, dass es Dir und den Kindern besser geht. Hattest Du schon mal telefonischen Kontakt zu Drogenberatung? Die machen auch Angehörigenberatung. Und die Selbsthilfegruppe, die ich kontaktiert hatte, trifft sich derzeit per Videochat - vielleicht gibt's sowas auch bei Dir, das spart Wege - nur als Tipp.
LG, RF
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Hallo Angehoerige,
denke, Du hast richtig gehandelt, erstmal eine räumliche Distanz zu schaffen. Den Kindern kannst Du das vielleicht erstmal mit einem Streit begründen, den Du Ihnen erst später genauer erläutern kannst. Grundsätzlich kann man das Thema aber schon auch einigermaßen kindgerecht versuchen zu vermitteln. Im Netz oder bei Angehörigenberatung findest Du dazu bestimmt Hinweise. Wie hier schon in anderen Fällen beschrieben, Kinder kriegen eh meist mehr von sowas mit, als man denkt.
Sonst wäre mein Rat ehrlich gesagt, die Hoffnungen erstmal nicht allzu hoch zu hängen, dass er das anpackt und ihn vielleicht auch nicht schnell wieder mit offenen Armen aufzunehmen, falls er sagt, dass er nix mehr konsumiert. So schwer das auch ist. Ich hab den Fehler immer wieder gemacht und bin immer wieder vor die Wand gelaufen damit und alles ist im Sand verlaufen. Letztlich kannst Du das natürlich nur selbst für Dich entscheiden. Du sagst aber ja, es geht Dir viel besser, seit er weg ist. Das ist eigentlich ziemlich deutlich. Seine Eltern können da nix machen. Er muss für sich entscheiden, ob er was ändern will und es angehen. Freunde sind da auch nicht immer die verständnisvollen Berater, ging mir auch so. Die regen sich schnell auf und raten reflexartig zur Trennung, bedenken aber nicht, wieviel da vielleicht mit dranhängt. Falls bei Dir greifbar wäre vielleicht eine Angehörigenberatung oder Selbsthilfegruppe hilfreich. Könntest Du mit den Kindern in dem Haus bleiben?
Liebe Grüße, RF
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Liebe Ninjana,
letztlich kann man nur für sich selbst entscheiden, was man schafft, mitzutragen. Vielleicht doch gar nicht so verkehrt, auch mal verschiedene Szenarien durchzuspielen. Ich kenne auch sehr gut, dass man sich nicht in Richtung Trennung raten lassen möchte. Da fühlt man sich noch kleiner, hilfloser und in die Ecke gedrängt. Dir geht's vermutlich wie mir lange, man hängt halt sehr an der Hoffnung, dass dieser Mensch, den man so mag, es schafft - manchmal mehr, als gut für einen selbst ist. Aber die eigene Hoffnung ist halt in dem Fall nicht ausschlaggebend.
Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich sagen: Stress dürfte Dir mit ihm schon ins Haus stehen, wenn Ihr zusammen lebt und ein Baby da ist. Ich glaube Dir sofort, dass er ein feiner Mensch ist und Ihr Euch liebt. Aber er wird mit sich zu tun haben, mit seiner eigenen Problematik, die viel nach sich zieht - ggfs Rückfälle, Konflikte mit Dir, finanzielle Probleme. Wovon lebt er, wie läuft die Beschaffung, falls er rückfällig wird? Das wäre wichtig, mitzubedenken, damit Du nicht mit in den Strudel gerätst. Bist Du finanziell unabhängig und hast eine eigene Wohnung für Dich und das Kind, wenn es hart auf hart kommt?
Mein Freund ist nach jahrelangem H-konsum mit anschließender Substitution in jungen Jahren seit mittlerweile über 20 Jahren mit K unterwegs. Für mich gibt es da kein "nur" - es ist für mich als Außenstehende die noch schlimmere Droge, weil er häufig Stimmungsschwankungen hat, unruhig ist, schnell aufgebracht, manchmal unterschwellig aggressiv. Und er wird es nach meiner Überzeugung nicht schaffen, das Zeug ohne mindestens nochmalige stationäre Therapie und Umfeldwechsel loszulassen. Und ob dann, weiß ich auch nicht. Er hat in der Hinsicht schon viel zugesagt und nichts gehalten. Ich versuche, das nicht mehr zu meiner Sache zu machen. UKs einfordern - darauf würde ich mich ehrlich gesagt nicht einlassen. Bist ja nicht seine Therapeutin oder die Drogenpolizei. Es ist sein Ding, und er muss da einen Weg rausfinden, in erster Linie für sich. Außerdem kann man diese Tests auch fälschen.
Es kann bei Euch viel besser laufen, und das wünsche ich Dir sehr, aber dass eine ambulante Therapie einmal pro Woche ausreicht, ist nach meiner persönlichen Erfahrung nicht sehr wahrscheinlich. Was spricht denn gegen stationär für eine Zeit, wenn er es wirklich schaffen will?
LG,
RF
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Hallo Ninjana,
Was Franz schreibt, passt auch auf meinen Freund. Nach dem Rückfall gab's zuerst einen wochenlangen Totalabsturz und seither stetiges Auf und Ab. Er dreht es sich immer so hin, dass es Gründe gibt, warum er gerade jetzt nicht raus kann aus seinem Umfeld, in die Entgiftung, Therapie, in betreutes Wohnen oder sonst was. Wir sind schon noch irgendwie zusammen, aber auf Sparflamme. Ich hab mich zurückgezogen und kümmere mich mehr um mich, seither geht's mir etwas besser. Hätte mich längst konsequent trennen sollen, ich weiß, denn wenn überhaupt, wird sich nur dann nochmal was bewegen. Aber ich bezweifle auch das....
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Ja, bleib unbedingt dabei, gerade in der jetzigen Lage und egal wie er das findet. Dass das alles schon jetzt nicht einfach ist, glaube ich Dir sofort. Klingt vielleicht hart, aber ich würde erstmal nix von ihm erwarten und versuchen, aus Selbstschutz zumindest innerlich auf Abstand zu gehen. Vielleicht kannst Du für Dich über Beratung hinaus neue Kontakte zu Leuten knüpfen, mit denen Du offen reden kannst. Hättest Du denn Selbsthilfegruppe in der Nähe? Findet natürlich momentan auch nicht oder nur eingeschränkt statt...
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Hallo,
vermutlich hast Du einfach gehofft, dass es dieses Mal gut geht mit ihm und Ihr glücklich werdet - ist doch erstmal menschlich. Wenn man jemanden mag, ist der Verstand nicht immer so mit am Start, wie es eigentlich gut wäre.
Wichtig wäre jetzt, für Dich selbst zu sorgen, Schritt für Schritt. Und vielleicht erstmal nicht in ganz großen Zeiträumen denken, also "Ich muss mein Kind alleine groß ziehen"... vielleicht bewegt sich ja was bei ihm, wenn er Vater wird - evtl auch noch nicht sofort, aber vielleicht ja mit der Zeit. Aber versuche bitte, Dir keine Vorwürfe zu machen, das bringt doch nix.
Wohnt Ihr eigentlich zusammen? Und wie steht er denn zu der Schwangerschaft? Die Leute... Lass sie einfach reden. Was einzig zählt ist, dass es Dir besser geht. Du sagtest es ja weiter oben - Krone richten und weiter geht's
LG
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Hi Ninjana,
schwierige Lage, aber finde gut, dass Du den Mut nicht verlierst und Dir überlegst, wie es für Dich weitergehen kann. Dass Geld an einen Suchtkranken Mist ist, weiß man ja selbst, trotzdem muss man das Ganze erstmal realisieren. Ich kann Dich da gut verstehen, weil es mir über einen ähnlich langen Zeitraum genauso ging. Todsünde seh ich nach wie vor nicht darin, eher Naivität oder vielleicht, dass ich mich hab allzu bereitwillig blenden lassen. Mir wurden auch immer wieder neue Gründe aufgetischt, warum angeblich dringend Geld benötigt wurde, von Essen bis zur Stromrechnung. Wenn dann noch Gefühle im Spiel sind, denkt man halt, man "hilft" und schaltet die Zweifel leider aus. Du hast ja jetzt alles klar auf dem Schirm, richtig so.
Wie geht es Dir denn mit der Vorstellung, Dich von diesem Mann zu trennen? Und was würdest Du als ernsthafte Hilfe ansehen, die er sich sucht? Er hat ja schon Therapien hinter sich, sagst Du - auch schon längere cleane Phasen?
Mein Freund hatte das auch alles durch, was Du von Deinem beschreibst, sich dann vor ca. zwei Jahren wieder zu stationärer Therapie durchgerungen, die auch durchgezogen und ist noch am Entlasstag rückfällig geworden. Soll natürlich nicht heißen, dass es immer so läuft, aber ich denke schon, dass Dein Freund - auch wenn alles gut liefe - Zeit bräuchte, um sich zu stabilisieren - Zeit, die Du mit Schwangerschaft und bald neu geborenem Kind ja eigentlich eher nicht hast... Deshalb such Dir auf jeden Fall alle Beratung und Unterstützung, die Du bekommen kannst. Wie ist es mit Freunden, Du sagst, Du kannst mit niemandem reden? Hast Du evtl die Möglichkeit, in eine Angehörigen-Selbsthilfegruppe zu gehen? Das fand ich wirklich hilfreich.
Liebe Grüße und ne große Portion Kraft schick ich Dir,
RF
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Ich versteh das, geht mir ähnlich. Hatte Dir übrigens gestern auch ne persönliche Nachricht geschrieben unter Konversation, kannst ja mal schauen, wenn Du magst. LG, RF
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Er muss selbst für sich entscheiden, ob er dort hingeht. Lass ihn das organisieren, sonst hat es nach meiner Erfahrung wenig Sinn und Du reibst Dich nur auf und erlebst dann tiefe Enttäuschung, dass er nicht dort hin ist. Was genau sind denn die Lügen, die Du ihm vorwirfst? In dem Moment, als er sagte, dass er auf die Station will, hat er es ja vermutlich auch so gemeint. Aber so ne Motivation über Tage aufrecht zu erhalten muss nicht klappen...
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Verstehe Dich gut. Scheinbar sind das ja vorübergehende Phasen bei ihm? Vielleicht könnt Ihr ja nach dem aktuellen Konsum nochmal offen sprechen. Versuche, das Lügen nicht persönlich zu nehmen. Das geht nicht gegen Dich, er ist suchtkrank und bräuchte therapeutische Hilfe. Das Problem mit der fehlenden Zeit für die SHG kenne ich - aber Du musst Dir ja nicht gleich einen wöchentlichen Termin vornehmen. Es kann schon gut tun, erstmal telefonischen Kontakt aufzunehmen und zu wissen, dass Du gelegentlich dort ein offenes Ohr findest. Gut, dass Du Dir Rat bei der Suchtberatung holst, die sind auch kompetent. Wünsche Dir, dass Du gute Ansprechpartner dort findest und Dir das weiter hilft.
Liebe Grüße, RF