Beiträge von DHS_Hannah

    Hallo Sven,

    sicher ist das jetzt ein komischer Zufall, dass ich von der Drogenhilfe Schwaben jetzt hier antworte :winking_face:

    Daher erst mal kurz zur Info: Ich gehöre zu einem Team professioneller Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym. Wir sind von der Drogenhilfe 3 KollegInnen die hier aktiv sind.

    Nun zu deinem Beitrag:

    Ich sehe eine schizoaffektive Störung nicht als Kontraindikation - es gibt Einrichtungen, die sich darauf spezialisiert haben, auch Doppeldiagnosen zu behandeln - kann es sein, wo wollte sie denn gerne hin?

    Und nun zu deinen Fragen: Gehst du bei uns nach wie vor zur Angehörigenberatung? Ich könnte mir vorstellen, dass du viele deiner Fragen im Rahmen von so einer Beratung für dich beantworten könntest - finds aber natürlich trotzdem super, dass du dir hier auch mal Rat und andere Meinungen einholst - ich finde sowas kann sehr bereichernd sein und einen auch mal auf Ideen bringen, die man so vielleicht nicht hat.

    Meld dich gern zurück, auch gern per PN oder über redestoff.de oder unsere App "redestoff" (du könntest mich dort bei "Unser Team" auswählen) - wenn du lieber privat schreiben möchtest.


    LG
    Hannah vom DigiStreet Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Naja man kann es auch aus der Perspektive sehen: Lieber holt er sich das Geld von der Oma als dann (als Alternative, denn an Stoff wird er immer kommen (wollen)) illegale Dinge zu machen, wie z.B. Handel - was ihm dann noch mehr schaden könnte.

    Für mich hört es sich so an, als würdest du da schon sehr tief mit drin stecken auch. Wie geht es dir denn damit und würdest du dir mehr Abstand/Grenzen für dich selbst wünschen?

    Hallo jorika98,

    da kann dein Freund echt froh sein, dass er in dir jemanden hat, die sich so um ihn sorgt und kümmert! Super, dass er auf deine Unterstützung zählen kann wenn er etwas verändern möchte. Ich hör aber auch eine sehr große Verzweiflung in deinen Zeilen...

    Wie lemon schon gesagt hat... den Termin in der Beratungsstelle würde ich auf jeden Fall ausmachen. Es kann auch Ziel einer Beratung sein (ist es sogar oft) den Konsum zu relfektieren und die Motivation für einen Ausstieg oder eine Reduktion dort erst zu entwickeln. Zudem ist es schon oft auch gut, wenn Konsument*innen von einer "Fachkraft" hören, wann bspw. eine Abhängigkeit eine Abhängigkeit ist, wann Konsum risikoreich ist, etc.

    Du hast meiner Ansicht nach auch getan, was du tun konntest. Wenn er weiß, dass du für ihn da bist und ihn unterstützt, wenn er Unterstützung möchte - das ist wohl das wichtigste, was du als Freundin tun kannst.

    Und dann mag ich wie mein Vorschreiberin natürlich auch nochmal betonen: Vergiss dich dabei nicht, und schau auch wo deine Grenzen sind. Du darfst den Kontakt auch reduzieren, wenn du ihn nicht sehen willst, wenn er konsumiert hat und dies ihm auch offen sagen. Schau, was dir gut tut, wie du deine Freizeit (auch) verbringen möchtest und woraus du Kraft schöpfst. Wann genießt du die Zeiten mit ihm aktuell? Könnt ihr davon mehr gemeinsame Zeit haben?

    Auch gibt es in Suchtberatungsstellen die Möglichkeit, eine Angehörigenberatung zu nutzen (entweder vor Ort, oder auch online, z.B. unter: https://app.suchtberatung.digital/login

    Es ist außerdem natürlich auch möglich, dass ihr gemeinsam in eine Beratungsstelle geht. Oft hilft es, eine*n neutralen Dritten dabei zu haben bei einem Gespräch der/die vermitteln kann.

    Noch eine kurze Info zu mir: Ich gehöre zu einem Team professioneller Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym.

    Liebe Grüße
    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo H.Jessy

    erst mal ein großes Kompliment, was du da bisher geschafft hast! Nach so langer Zeit den Konsum zu beenden, war sicher schwierig und wie du auch schon schreibst... braucht es einen langen Atem und viel Kraft.

    Wie schon viele geschrieben haben: Da du nun in der Schwangerschaft den Konsum beendet hast kann man sicher nicht genau sagen, welche Symptome nun vom Entzug kommen und welche hormonell bedingt sind.

    Prinzipiell gibt es einige Hilfen, die man nutzen kann, wenn man den Konsum beendet. Z.B gibt es tolle Apps (https://www.quit-the-shit.net/qts), wenn du möglichst wenig "Aufwand" sag ich mal betreiben möchtest. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Onlineberatung (https://app.suchtberatung.digital/login) in Anspruch zu nehmen oder auch in eine Suchtberatungsstelle vor Ort zu gehen. Die können dir auf jeden Fall bestimmt viele hilfreiche Infos und Tipps geben, um die nächsten Wochen gut zu überstehen und dass es dir dann hoffentlich bald auch leichter fällt und besser geht (zumindest bzgl. der Entzugssymptome vom THC).

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    Wenn du noch fragen hast oder dich austauschen möchtest, meld dich gerne!


    LG
    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo Thassadar ,

    wow, da tust du echt einiges für deinen Freund um ihm zu helfen! Das hört sich auch für dich wahnsinnig zeitintensiv und auch nervlich anstrengend an!

    Nun aber gleich zu deiner Frage: Alles was du beschreibst zeigt, dass du als Freund immer verfügbar bist. Dass du Hilfe anbietest und auch aktiv hilfst, wenn es möglich und nötig ist.

    Aus meiner Berufserfahrung kann ich dir sagen, dass Unterstützung durch Angehörige super und wichtig ist - allerdings kann sie nur dann erfolgreich sein und wirklich helfen, wenn auch der/die Konsument*in selbst sich helfen lassen möchte.

    Und so wie ich das verstehe, möchte dein Freund oft gar keine Hilfe. Und dann werden auch all deine Bemühungen voraussichtlich im Sande verlaufen leider.

    Ich möchte dir gerne raten, dir auch klare Grenzen zu setzen. Wenn dich der Zustand belastet, dann hast auch du das Recht, Abstand zu nehmen. Ich glaube dein Freund weiß, dass er auf dich zählen kann wenn er dich braucht. Und dann wird er sich melden, wenn er bereit ist, Hilfe anzunehmen.

    Bzgl. der Oma: Welche Auswirkungen würde das denn auf eure Freundschaft haben, wenn er davon erfährt? Und was erhoffst du dir davon?

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    LG
    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo FlyingPower ,

    wow... danke an dich für deine offenen Worte. Das war sicher nicht ganz einfach - aber wie du schreibst kann das schon total helfen, sich einfach mal alles von der Seele zu schreiben was einen so beschäftigt.

    Ich finds super, wie du vieles schon geschafft hast, trotz den Belastungen denen du ausgesetzt bist! Das ist echt bewundernswert!

    Ich verstehe deine Gedanken, finde aber schon, dass du da ganz schön hart zu dir bist. Du hast da echt viel geschafft, und jetzt ist mal was "schief gelaufen" und du bist mal schwach geworden. Das darf passieren.

    Ich glaube dein Gefühl, dich selbst verloren zu haben - das haben ganz arg viele Mamas in den ersten Lebensjahren des/der Kindes/r - es dreht sich ja so viel um die Versorgung. Du schreibst aber auch, dass dein Partner sich bei deinem Rückfall um euren Sohn gekümmert hat. Wäre es möglich, dass er das auch mal macht, wenn du z.B. zum Sport magst oder ein bisschen Selfcare zu Hause machen magst?

    Du hast ja schon viele gute Ideen, was du tun könntest - vielleicht hilft es, mal mit einem Punkt anzufangen und nicht gleich alles auf einmal zu wollen?

    Noch eine kurze Info zu mir: Ich gehöre zu einem Team professioneller Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym.

    Meld dich gerne wenn du Fragen hast oder dich noch weiter austauschen möchtest!

    Viele Grüße

    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Ich hab dir mal drei Einrichtungen raus gesucht die nicht so groß sind und vom Angebot her gut passen könnten:


    Hoffe die kurze Übersicht hilft dir ein bisschen weiter. Meld dich gerne nochmal, wenn du weitere Fragen hast - für sehr spezielle Fragen würd ich dir empfehlen, direkt mit der Einrichtung Kontakt aufzunehmen. So bekommt man auch ein bisschen ein Gefühl dafür, was denn für einen gut passen können.

    Viele Grüße

    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo Kratieboy,

    ich hab den Verlauf hier bisschen gelesen.

    Du kannst dich gerne bei mir nochmal melden, wenn du mal andere Einrichtungsvorschläge haben möchtest. Ich arbeite hier bei uns hauptsächlich bei TheSo (Therapie Sofort) und kenne daher einige Einrichtungen.

    So wie es für mich beim ersten Lesen klingt, wäre für dich eine kleinere Einrichtung mit viel "Programm", gleichzeitig aber nicht zu viel körperlicher Anstrengung, sinnig. Natürlich kenne ich mehr Einrichtungen in Bayern, allerdings vermitteln wir deutschlandweit, somit könnte ich da gerne mal gucken, was in Frage kommen könnte. Wärst du denn auch bereit ein bisschen weiter weg zu gehen? Eine ambulante Nachsorge oder eine Adaption wäre dann ja auch wieder an deinem Wohnort möglich.

    Außerdem kann ich dir auch die neue Seite der DRV empfehlen: meine-rehabilitation.de (hier bitte auf die Angabe der Wartezeit nicht so viel geben - die Art wie die berechnet wird ist nicht so realistisch).


    LG
    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo Jurica,

    als ich deine Nachricht so gelesen hab, da hab ich deine Verzweiflung so richtig gespürt... das klingt echt nach einer schwierigen Situation, gerade für dich als Mutter.

    Erst mal eine kurze Info zu mir: Ich gehöre zu einem Team professioneller Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym.

    Nun nochmal zurück zu deinem Beitrag.

    Es klingt für mich so, als sei dein Sohn gut im Hilfesystem eingebunden (BWH, Termine in der Forensik) sodass er, wenn er Hilfe annehmen wollen würde, auch wüsste wo er sich hinwenden muss. Und natürlich hat er auch deine Unterstützung, da weiß er ja auch, dass er sich an dich wenden könnte.

    Ich habe ein paar Fragen zu eurer Situation aktuell: Lebt er bei dir? Und in welchen Situationen würdest du manchmal gerne die Polizei rufen?

    Bzgl. deiner Idee mit der Bewährungshilfe: Ich finde die Idee gut, allerdings musst du bedenken, dass er seine BWH von der Schweigefplicht entbinden müsste, damit ihr euch über ihn unterhalten dürft. Es ist immer gut, andere Personen noch "mit im Boot" zu haben.

    Letzendlich ist es natürlich immer so, dass der Wunsch zur Veränderung von ihm selbst kommen muss. Man kann ihn unterstützen, ihn vielleicht auch wenn ein da ein Funken Motivation ist ihn darin bestärken - aber wie du auch schon geschrieben hast - den ersten Schritt müsste er machen. Gibt es da bei ihm irgendwas?

    Wir können uns gerne auch privat austauschen wenn du das lieber möchtest.

    Du könntest dich dazu bei DigiSucht registrieren (https://app.suchtberatung.digital/beratung/registration?aid=2003) <- da kommst du direkt zu unserer Beratungsstelle und zu mir :smiling_face:

    Viele Grüße

    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo Ozy,

    erst mal ein Kompliment dafür, was du bisher schon geschafft hast! Den Entschluss zu fassen, den Konsum zu beenden, das ist echt ein großer Schritt und dass du schon so lange durchhältst, auch trotz deiner Ängste ist echt super!

    Du zählst ja schon ganz viel auf, was dich an deinem Konsum belastet hat und hast somit schon viele Gründe für dich gesammelt, wieso du nicht mehr konsumieren magst. Sicher wäre es hilfreich, dir diese Sachen auf einen kleinen Zettel zu schreiben und in deinen Geldbeutel zu tun - sollte dich dann mal wieder so ein Drang wie beim letzten Mal packen: Lies dir den Zettel durch und erinnere dich, wieso du aufgehört hast.

    Zusätzlich kann ich dir natürlich auch empfehlen, dich an eine Beratungsstelle zu wenden. Gerade wenn du Angst hast, das wieder Gefühle kommen werden, die du nur schwer aushalten kannst kann es gut helfen mit jemandem genau darüber zu sprechen und sich diese Gefühle "ein bisschen genauer anzuschauen".

    Dies geht auch online. Du kannst dich gerne bei mit (https://app.suchtberatung.digital/beratung/regis…72-cef8da13be12) oder allgemein bei DigiSucht (da findest du dann auch eine Beratungsstelle vor Ort): https://app.suchtberatung.digital/login

    Thymia kann ich mit den Tips für dich auch sehr zustimmen - kümmere dich gut um dich!

    Noch eine kurze Info zu mir: Ich gehöre zu einem Team professionelle Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym.


    Meld dich gerne, wenn du weitere Fragen hast oder auch einfach ein bisschen Austausch dir gut tun würde!


    Viele Grüße

    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo Rise&Shine,

    wow, erst mal Hut ab, wie du das geschafft hast und wie eisern du bist!

    Das hört sich echt ziemlich anstrengend an, was du da nun schon hinter dir hast.

    Kurze Info zu mir: Ich gehöre zu einem Team professionelle Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym.

    Nun zu deinem Anliegen: Aus meiner Praxiserfahrung kann ich dir sagen, dass es diese Symptome Wochen, bei manchen Menschen auch Monate noch anhalten können. Gerade dann, wenn man eben über einen längeren Zeitraum das Medikament eingenommen hat. Das sind jetzt erst mal natürlich keine schönen Aussichten.

    Allerdings glaube ich auch, dass du das Schlimmste echt schon hinter dir hast.

    Ich möchte dir nichts doppelt und dreifach erzählen aber mich würde interessieren, ob du denn schon mal verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung deines Schlafs (also z.B. Sport am Tag, Meditation (vielleicht ein begleitete Einschlaf-Meditation wenn du wach wirst), Handy-Verzicht abends, beruhigende Tees (z.B. gibt es Schlaf-Tees,...) probiert hast.

    Wenn nicht, können wir uns darüber gerne austauschen! Meld dich gerne!

    Viele Grüße

    Hannah vom DigiStreet Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo Bud,

    wir beschäftigen uns gerade intern (wir haben auch einen Jugendbereich) natürlich viel mit dem Thema.

    Und es wurde heiß diskutiert, auch in der Politik.

    Stand aktuell ist wohl, dass Jugendliche (u18) ja nicht konsumieren dürfen und sollten sie doch dabei erwischt werden, sollen sie wohl an Präventionsprogrammen teilnehmen müssen. Wir haben da bei uns z.B. den FreD-Kurs (https://www.drogenhilfeschwaben.de/angebote/jugendliche/fred/)

    Das fänden wir natürlich absolut sinnvoll, da Jugendlichen und jungen Erwachsenen so die Möglichkeit gegeben wird, den eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen und eine eigene Einstellung dazu zu entwickeln.

    Ich hab hier, auf der Seite vom Bundesgesundheitsministerium einige Infos (siehe ab Punkt 10) bzgl. dem Vorgehen gefunden: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/cannabis/faq-cannabisgesetz

    Kurz zu mir: Ich gehöre zu einem Team professionelle Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym.


    Viele Grüße

    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo BackToNormal,

    erst mal Respekt dafür, dass du es jetzt so durchziehst und es wohl auch schon über die "schlimmste" Phase geschafft hast! Da hast du einiges an Durchhaltevermögen bereits bewiesen!

    Kurze Info zu mir: Ich gehöre zu einem Team professionelle Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym. Nähere Infos über uns findest du hier: http://www.drogenhilfeschwaben.de

    Nun zu deinem Anliegen: Ich kann mich lemon da nur anschließen! Auch wenn Beratungsstellen nicht gleich eine Psychotherapie o.Ä. anbieten: Sie haben im Regelfall schnell Termine und können dich auf jeden Fall auf deinem Weg in die dauerhafte Abstinenz unterstützen. Drogenberater*innen haben umfangreiches Wissen zu Themen innerhalb der Rückfallprophylaxe und damit auch zum Umgang mit Entzugssymptomen und Suchtdruck.

    Für dich und was du beschreibst, würde ich dir auch Entspannungstechniken empfehlen. Es gibt auf YouTube/Spotify/... tolle geführte Meditationen. Außerdem können dir im akuten Fall (so wie du ihn in der Arbeit beschreibst) auch Atemübungen gut helfen.

    Hierzu mal ein Link (finde die Inhalte hier sehr hilfreich) https://www.pari.com/de/blog/atemno…siotherapeuten/

    Wenn du weitere Fragen hast, meld dich natürlich gerne bei mir!


    Viele Grüße

    Hannah vom DigiStreet Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo UncleLe,


    es ist schön zu lesen, dass sich jemand um den jungen Mann sorgt. Gleichzeitig schwingt da, so nehme ich es wahr, eine große Verzweiflung und Hilflosigkeit mit.

    Kurze Info zu mir: Ich gehöre zu einem Team professionelle Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym. Mehr über uns kannst du hier nachlesen: http://www.drogenhilfeschwaben.de

    Nun weiter zu deinem Anliegen. Ich kann Franz da wirklich zustimmen – Freiwilligkeit muss gegeben sein, damit du und andere adäquat helfen können.
    Ich würde auch empfehlen erst mal (vielleicht auch mit ihm zusammen) in eine Suchtberatungsstelle zu gehen und mal über Möglichkeiten zu sprechen.
    Die sind ja total vielfältig (Beratungsgespräch, ambulante Therapie, stationäre Therapie, erst mal „nur“ qualifizierter Entzug,…).

    Da du berichtest, dass es schon zu einigen schlechten Erfahrungen gekommen ist, würde ich außerdem immer (sollte nochmal Therapie anstehen) eine Besichtigung der Einrichtung vorab vor Ort empfehlen. So kann man die Atmosphäre schon mal wahrnehmen, Leute (auch Patient*innen) kennen lernen und besser einschätzen, ob man sich dort wohlfühlen kann.

    Die Anbindung an eine Beratungsstelle sehe ich aber als ersten wichtigen Schritt.

    Auch für dich kann ich nur empfehlen, dass du auch das Angebot einer Angehörigenberatung in Anspruch nimmst, da es sehr belastend sein kann (und die Belastung glaube ich auch bei dir raus zu lesen), in engem Kontakt mit einem Drogengebrauchenden zu stehen und helfen zu wollen. Dass du auch mit jemandem darüber sprechen und dir Tipps (auch für deine Psychohygiene) holen kannst, sehe ich als sehr wichtig an.


    Wenn du Interesse hast, kann ich gerne auch mal auf die Suche nach Beratungsstellen in eurem Umfeld gehen. Dazu müsste ich natürlich auch wissen, wo ihr/er/du ungefähr wohnt?

    Schreib mir gerne auch einfach eine private Nachricht!


    Liebe Grüße

    Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hallo seagull,

    ich hab dir mal noch rausgesucht, was ich noch kenne:

    Das ist einmal die Fachklinik Fredeburg - die haben auch ein spezielles Cannabis-Programm und eine spezielles Angebot für junge Erwachsene.

    Therapie für lebensjüngere Patientinnen und Patienten

    oder hier die Salus-Klinik Hürth. Die haben auch eine Abteilung für junge Erwachsene.

    salus Kliniken | Therapiekonzept


    Wie es aktuell läuft, hört sich ja echt gut an find ich! Wünsche euch natürlich, dass es so weiter geht - oft hat Sucht leider keinen linearen Verlauf, sondern Höhen und Tiefen. Trotzdem könnte ich mir auch gut vorstellen, dass ihn der Führerschein dann doch nochmal zusätzlich auch zur dauerhaften Abstinenz motiviert. Denn eine MPU ist wirklich zeit- und geldintensiv.

    Dass du die Ambivalenzen in dir siehst und reflektierst ist auf jeden Fall gut und wichtig. Hier einen Mittelweg zu finden ist sicher schwierig. In Drogenberatungsstellen ist oft auch eine Angehörigenberatung eingebunden. So wie ich das höre ist es vor allem wichtig, dass ihr weiter in so einem Kontakt bleibt und offen miteinander sprecht - da kannst du auch deine Sachen loswerden und ihr könnt euch damit sicher auch wieder annähern was den Vertrauensaufbau angeht.

    Viele Grüße

    Hallo seagull,

    ich muss erst mal sagen, dass ich es super finde, dass ihr euren Sohn unterstützt und ihm aktiv mit seiner aktuellen Situation helft.

    Gerade in psychotischen Phasen ist so eine familiäre Unterstützung sehr nützlich!

    Auch dass du so ein Verständnis hast und versuchst es auch weiter zu haben find ich super!

    So wie ich das hier lese machst du/macht ihr ganz viel schon richtig.

    Dennoch höre ich auch eine Verzweiflung bei dir und möchte dir daher ein paar Möglichkeiten nennen.

    Kurz zu mir: Ich gehöre zu einem Team professioneller Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym.

    Nun zurück zum Thema: Mein erster Impuls beim Lesen war, ob nicht eine stationäre Therapie für deinen Sohn hilfreich wäre - er war ja schon in Behandlung. Besteht bei ihm Bereitschaft für eine weitere? In Therapieeinrichtungen, gerade für so junge Menschen wie deinen Sohn, kann die Abstinenzmotivation und auch das eigene Risikobewusstsein erhöht werden. Außerdem werden dort auch Gespräche mit Angehörigen und den Patient*innen geführt, was auch dir helfen könnte. Diese Therapien sind therapeutisch wesentlich umfangreicher (auch zeitlich -> normal ca. 22 Wochen) als während Psychiatrie-Aufenthalte.

    Einrichtungen gibt es deutschlandweit, mit verschiedenen Spezialisierungen. Wenn du da Interesse hast, können wir da gerne noch genauer darüber sprechen.

    Was ich auch gut finde ist, dass du ihm die finanziellen Mittel aktuell nicht zur Verfügung stellst – wenn die Situation gerade kritisch ist, macht es sicher Sinn, zumindest vorerst das Taschengeld in „Naturalien“ zur Verfügung zu stellen. Das muss ja auch nicht für immer sein.

    Wenn du dich gerne noch weiter austauschen möchtest oder alltagspraktischere Tipps brauchst, meld dich gerne.


    Liebe Grüße

    Hannah vom Team DigiStreet der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hi Dani_dee,

    erstmal muss ich sagen, dass ich es total super finde, dass du gerade den Versuch startest, aufzuhören.

    Ich kann zwar nicht aus eigener Erfahrung berichten, dennoch habe ich durch meine mehrjährige Berufserfahrung vielleicht ein paar Tipps, die dir helfen könnten.

    Ganz kurz zu mir: Ich gehöre zu einem Team professioneller Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist natürlich kostenfrei und anonym (wir unterliegen der Schweigepflicht).

    Und zurück zum Thema :winking_face:

    Ich finds echt super, dass du bisher so durchhältst, auch wenn die Beschwerden und die Abgeschlagenheit dein „normales Leben“ ganz schön erschweren und bremsen.

    Es gibt verschiedene kurz- und auch langfristige Strategien, die du gegen den Suchtdruck anwenden könntest.

    Das was du hier tust, ist zB. schon mal ein guter Punkt - sich darüber austauschen, und auch den Frust loswerden, kann helfen.

    Gerne kann ich dir, wenn du möchtest, dazu ein paar mehr Infos und Ideen schicken?


    Liebe Grüße

    Hannah von DigiStreet (Drogenhilfe Schwaben gGmbH)

    Hi AnnA77,

    erstmal finde ich es total super, dass du dich mit dem Thema auseinandersetzt und die Medikation so intensiv reflektierst. Nicht leichtfertig damit umzugehen, ist total wichtig.

    Kurze Info zu uns: Wir sind professionelle Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir User*innen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym.

    Zur ersten Selbsteinschätzung könnte dir folgende Information weiterhelfen:

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Sucht 1957 folgendermaßen definiert: Sucht ist "ein Zustand periodischer oder chronischer Vergiftung, hervorgerufen durch den wiederholten Gebrauch einer natürlichen oder synthetischen Droge und gekennzeichnet durch 4 Kriterien:

    • Ein unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels,
    • eine Tendenz zur Dosissteigerung (Toleranzerhöhung),
    • die psychische und meist auch physische Abhängigkeit von der Wirkung der Droge,
    • die Schädlichkeit für den einzelnen und/oder die Gesellschaft."

    Nach der Definition im ICD-10, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebenen wird, soll die Diagnose Abhängigkeit nur gestellt werden, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien gleichzeitig während des letzten Jahres vorhanden waren:

    • Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, psychotrope Substanzen zu konsumieren.
    • Verminderte Kontrollfähigkeit in Bezug auf den Beginn, die Beendigung oder die Menge des Konsums.
    • Ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums, nachgewiesen durch substanzspezifische Entzugssymptome oder durch die Aufnahme der gleichen oder nahe verwandter Substanzen, um Entzugssymptome zu vermindern oder zu vermeiden.
    • Nachweis einer Toleranz gegenüber der Substanz, im Sinne von erhöhten Dosen, die erforderlich sind, um die ursprüngliche durch niedrigere Dosen erreichte Wirkung hervorzurufen.
    • Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen zugunsten des Substanzkonsums sowie ein erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen.
    • Anhaltender Substanzkonsum trotz des Nachweises eindeutig schädlicher Folgen.

    Quellen :

    Klaus Wanke und Karl Ludwig Täschner, Rauschmittel, Stuttgart 1985, S.1

    abhaengigkeit - drugcom

    Ich denke, dass dir vor allem der erste Teil helfen könnte, da die Medikation ja noch nicht so lange besteht.


    Wenn du dazu noch fragen hast, melde dich gerne.

    Ich kann dir auch vor allem empfehlen, mit deinen behandelnden Ärzt*innen über das Thema und deine Sorgen zu sprechen!

    Liebe Grüße

    Hannah von der Drogenhilfe Schwaben gGmbH

    Hi Claudi,


    erstmal finde ich es total super, wie selbstreflektiert du bist. Dass du deinen Konsum im Auge behältst schon mal ein guter erster Schritt.

    Falls du weitere Unterstützung dabei benötigst oder einfach nur Redebedarf hast, wende dich doch gerne mit einer Nachricht an uns. Wir sind gerne für dich da und helfen dir in deiner Situation, in der du dich gerade – so wie ich das verstehe – sehr unwohl fühlst.

    Kurze Info zu uns: Wir sind professionelle Sozialarbeiter*innen, die aufsuchend im Netz unterwegs sind. Dabei versuchen wir Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, im Besonderen zum Thema Sucht und Konsum. Unser Angebot ist selbstverständlich kostenfrei und anonym.

    Wir freuen uns von dir zu hören.

    Liebe Grüße, Hannah vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben gGmbH