Beiträge von dunge

    Zitat

    Werde Euch gerne auf dem laufenden halten. Schön dass es dieses Forum gibt, so fühle ich mich nicht mehr alleine mit allem.


    Es wäre schön, wenn Du uns auf dem Laufenden halten könntest. Man fiebert mit den Menschen hier ja doch immer mit.
    Daß Du Dich nicht allein fühlst, vielleicht sogar verstanden, ist eines der großen Vorteile dieses Forums. SuS hat mir auch wahnsinnig auf dem Weg in ein "normaleres" Leben geholfen.
    Und es ist einfach klasse, wenn man liest, daß es anderen genauso geht.
    Dann wünsche ich Dir viel Erfolg in der Klinik.
    Und ganz viel Kraft für das "aufräumen"

    Hallo Nase
    Ja, das ist in der Tat eine Möglichkeit, mit dem Schmerz fertig zu werden.
    Ich selber habe lange meditiert, also auch dem Schmerz seinen Raum gegeben.
    Leider komme ich nicht mehr in die notwendige Konzentration. Ich probiere es aber immer wieder.
    Bei chronischen Schmerzen hilft wirklich am Besten, hinschauen, akzeptieren, einen geeigneten Platz zuweisen und damit leben. Bei mir klappt es noch nicht so ganz, aber ich bin auf dem Weg

    Cannabis wird in der Medizin gerne als Schmerzmittel eingesetzt, besonders bei Krebs- und Aidskranken im Endstadium. Zum Einen bewirkt das Thc eine Schmerzlinderung, zum Anderen ist es Stimmungsaufhellend und drittens appetitanregend. Auch wird Thc in der allgemeinen Schmerztherapie eingesetzt.
    Das sind aber die Einzigsten Anwendungsgebiete, die mir bekannt sind für Thc in der Medizin.
    Ansonsten kann ich mich nur Gane anschliessen.
    Thc ist und bleibt eine Droge!

    Der Umgang mit akuten Schmerzen ist ein ganz anderer als der mit chronischen Schmerzen.
    Eigentlich hat der Schmerz ja eine sinnvolle Funktion, nämlich uns darauf hinzuweisen, daß an dem betreffenden Körperteil etwas nicht in Ordnung ist. Akutschmerzen machen mir auch wenig Probleme, denn man kann sie ja aktiv behandeln.
    Wenn die Schmerzen aber lange anhalten, über Monate und Jahre, dann sind sie chronisch. Oft ist auch die Ursache der Schmerzen schon behoben. Dann kann man nicht mehr so einfach gegen die Schmerzen vorgehen. Da braucht es ausgeklügelte Strategien, die auf jeden einzelnen zugeschnitten werden.
    Der Vorschlag der Meditation und bewussten Atmung von grany hat sehr viel an sich. Man kann zumindest die Schmerzen ein Stück weit aus dem Bewusstsein ausblenden. Nur was macht man, wenn der Schmerz so mächtig ist, daß es keinen Platz mehr für die Konzentration einer Meditation übrig lässt?
    Das muss mit Hilfe von Schmerztherapeuten oder gar mit Schmerzkliniken herausgefunden werden. Genau dafür sind sie da.
    Jemand, der diese Art von Dauerschmerz nicht kennt, hat es unglaublich schwer, sich da hinein zu versetzen.

    Sensitive Haut habe ich nur im Gesicht, wenn ich mich mal wieder wochenlang nicht rasiert habe und als Alm-Öhi durgegangen wäre. Nach dem Rasieren ist dann mein Gesicht auch sehr stark gereizt.
    Bei mir haben auch keine sensitiven Produkte oder pharmazeutische Errungenschaften geholfen.
    Durch Zufall bin ich an das Naturprodukt "Gelee Royal" geraten.
    Das gibt es in allen möglichen Produkten verarbeitet. Gelee Royal ist der Honig, mit dem die Bienenkönigin gefüttert wird. Mir hat eine Creme sehr geholfen.
    Kannst Dich ja mal erkundigen

    Hallo elfenstaub
    Das Gefühl der Ablehnung kenne ich sehr gut.
    Bei mir war es allerdings die Ablehnung von meinem Vater, weil ich Körperbehindert bin.
    Sein Sohn ein "Krüppel"? Das darf einfach nicht sein.
    Ich habe lange um seine Aufmerksamkeit gekämpft, sie aber erst bekommen, nachdem ich aufgehört habe, mich ihm anzubiedern. Ab da hatten wir, bis zu seinem ´Tod, ein zwar gespanntes, aber doch recht gutes Verhältnis.
    Vielleicht wäre es eine gute Idee, wenn Du erst einmal versuchst, mit Dir selbst ins Reine zu kommen...
    Das hat bei mir viel bewirkt, wobei ich auch immer noch daran arbeite.

    Eine SHG in Berlin kenne ich nicht.
    Aber ich kann Dich auf unsere virtuelle SHG hier im Forum hinweisen.
    Da geht es genau um diese Probleme.
    Vielleicht überlegst Du Dir mal, ob das etwas für Dich sein könnte?
    Ansonsten wünsche ich Dir viel Erfolg bei der Suche nach realen SHGs

    Hallo downunder20
    Eine dissoziative Störung heisst ja nicht, daß man nicht mehr aktiv sein kann oder nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Es ist eine Krankheit, die mittlerweile schon behandelbar ist.
    Ob allerdings der Lehrerberuf das Richtige für Dich ist, weiss ich nicht, denn ich kenne Dich ja nicht. Ich habe aber so meine Zweifel, weil der Lehrerjob es ganz schön in sich hat und Dich auch sehr fordern würde.
    Auch ich interesiere mich für Psychologie, auch wegen meinen Erkrankungen, aber auf die Idee, deshalb Psychologe zu werden, bin ich noch nicht gekommen. Auch ich leide an Depressionen. Schon allein deshalb ist, so denke ich, der Beruf nich das Richtige.
    Überlege Dir gut, was Du machen möchtest, auch auf die Halbtagsstelle bezogen.

    Das Lob bekommst Du von mir. Und das ein ganz Dickes!
    Ich finde es eine absolut tolle Leistung, daß Du Dich wieder dem Arbeitsleben stellst.
    Dafür ein dickes Lob.
    Dass in der Arbeitswelt eher die Dinge beachtet werden, die nicht so rund laufen, ist leider einfach so. Aber jeder macht mal kleinere Fehler. Dafür sind wir Menschen. Würdest Du keine Fehler bei der Arbeit machen, wärst Du entweder eine Maschine, oder aber Du würdest nicht arbeiten ;)
    Wenn Du es schaffst, die Nörgeleien oder die Kritik an Deinen Flüchtigkeitsfehlern hinzunehmen und zu akzeptieren, wird Dir das Arbeiten auch wieder richtig Freude machen.
    Und es würde das nächste dicke Lob geben :)

    Hallo Willow
    Der Ansatz von PixelDiebin, die Ursache des SVV zu finden, finde ich sehr wichtig.
    Dabei kann Dir eine Therapie helfen, die Ursache aufzustöbern und auch zu behandeln.

    Ansonsten, hast Du schon einmal ein Skill.Training gemacht? Wendest Du aktuell Skills an?
    Und wenn ja, welche?
    Weil ja nicht alle Skills immer helfen.
    Mir zum Beispiel helfen sehr harte Igelbälle, oder Eis auf der Haut.
    Aber jeder reagiert da anders. Auch das kann man in einer Therapie lernen.

    Wenn sich die KK schräg legt, dann versuche es mal bei Deinem Rentenversicherer.
    Denen ist ja daran gelegen, Deine Arbeitskraft zu erhalten, dadurch übernehmen die auch mal Massnahmen, welche von der KK abgelehnt werden.
    Was Du auch noch machen kannst, ist, Dir von einem der vielen Ärzte, vielleicht von mehreren, ein Gutachten ausstellen lässt, daß diese Massnahme dringend notwendig ist. Aufgrund solcher Gutachten bekam ich schon einiges bewilligt, was vorher abgelehnt wurde.
    Gerade bei neuropathischen Schmerzen lehnen die KK recht oft ab, weil die Schmerzen ja nicht messbar und nachweisbar sind. In meiner "Laufbahn" habe ich gelernt, daß eine freundliche Hartnäckigkeit oft am Meisten bewirkt.
    Ich drücke Dir die Daumen, daß Du zu Deinem Recht kommst, und das möglichst schnell.

    Natürlich kannst Du Dich selber einweisen. Dazu meldest Du Dich in der Ambulanz der Klinik und die verweisen Dich dann auf die passende Station. Mitnehmen wirst Du das ganz normale, Kleidung, Toilettenartikel, aber natürlich auch etwas zum ablenken, Musik oder Bücher zum Beispiel. Ich hatte immer Mal und Zeichensachen dabei.
    Die Dauer Deines Aufenthalts ist variabel. Ich war damals vier Monate in der Psychiatrie, es geht aber auch wesentlich kürzer, aber auch um einiges länger. Je nachdem, wie tief das Ganze bei Dir sitzt.
    In den psychiatrischen Kliniken gibt es auch einen sogenannten Sozialdienst. Die helfen Dir dann in Bezug auf Deine Wohnung oder schauen mit Dir zusammen, wie es weitergehen kann. Diese ganz enorme Hilfestellung bekommst Du.
    Wie das genau ist, wenn Du nicht KV-versichert bist, kann ich Dir jetzt garnicht sagen. Aber dafür sind dann die Sozialämter zuständig. Du kannst Dich ja bei denen mal erkundigen, die haben ja auch eine Auskunftspflicht. Ich sehe aber schon, daß eine stationäre Behandlung bei Dir Sinn machen würde.

    Hallo Lecram
    Deine Situation ist eigentlich sehr bezeichnend für eine Depression. Aber diagnostizieren muss das ein Arzt, und sowas bin ich nicht. Aber ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, habe mich voll fallen lassen.
    Wichtig wäre jetzt, Dich an jemanden zu wenden, der Nägel mit Köpfen macht.
    So könnte Dich Dein Hausarzt in eine psychiatrische Klinik überweisen.
    Du musst Dir aber im Klaren sein, daß Du freiwillig dorthin gehst. Zwangseinweisungen gibt es nur, wenn eine akute Fremd- und Eigengefährdung besteht.
    Du fährst zwar gerade Dein Leben an die Wand, aber das ist nicht die Eigengefährdung, die damit gemeint ist.
    Mein Tip ist, such Dir einen Arzt, der alles Weitere veranlasst.
    Alleine kommst Du aus dieser Situation nur sehr schwer und mit unglaublicher Kraftanstrengung raus. Aber es gibt Hilfe, man muss sie nur annehmen!

    Hm, das ist schon doof.
    Aber vielleicht war sie mit Deinen Enthüllungen auch nur massiv überfordert?
    Ich stelle mir vor, jemand, der mir etwas bedeutet, würde mir so etwas offenbaren. Dann glaube ich, würde ich auch überlegen, was ich tun kann. Und so kann ich mir schon vorstellen, daß sich an Deine Eltern zu wenden, die einzigste Möglichkeit war, die sie gesehen hat.
    Auf alle Fälle sehe ich darin den Willen, Dir helfen zu wollen und auf gar keinen Fall, Dir zu schaden.
    Aber, genau wie Inhawen auch, fände ich es gut, wenn Du trotzdem, oder gerade deshalb, den Weg zum Arzt finden würdest. Jetzt hast Du nichts mehr zu riskieren.
    Auch ein Gespräch mit Deinen Eltern wäre sinnvoll. Kläre sie auf, was Deine Probleme sind, wie sie sich äussern, was sie mit Dir machen. Je besser Deine Eltern bescheid wissen über diese Krankheit, umso besser können sie Dich unterstützen und Dir helfen, und selber auch besser mit Deiner Erkrankung umgehen.
    Auf alle Fälle wünsche ich Dir viel Kraft für den heutigen Tag

    Hallo amylee
    Das ist ja ein riesen Problem, das Du da mit Dir herum schleppst.
    Auch ich denke, dass Du das alleine nur sehr schwer meisten kannst.
    Dafür gibt es wirklich professionelle Hilfe.
    Angst oder Scham brauchst Du vor einem Arzt nicht zu haben. Die sind dafür da, sich um solche Dinge zu kümmern, und das vorbehaltlos.
    Wenn Du Angst hast, zu Deinem Hausarzt zu gehen, vielleicht weil Deine Eltern auch dort sind, dann suche Dir doch einen anderen Arzt, einen, der sich eventuell sogar auf Essstörungen spezialisiert hat. So etwas gibt es ja auch.
    Ob er Dich einweisen wird, kann ich nicht sagen, denn ich bin kein Mediziner.
    Auf alle Fälle geht eine Einweisung in eine Spezialklinik nur mit Deiner Einstimmung. Zwangseinweisungen kommen nur bei selbst- oder fremdgefährdung zu Stande, und das scheint ja momentan bei Dir nicht der Fall zu sein. Ein Therapeut, also Psychologe, wäre sicher auch schon eine gute Idee. Nur leider sind die Wartelisten sehr lang, bei guten Theras sogar ultralang.
    Wir hier können Dich moralisch unterstützen, Dir Ratschläge geben, Dich aufbauen, aber ändern kannst nur Du etwas. Und dazu gehört das Annehmen von Hilfe!

    Dass eine Thera schon mal Interesse an einer Behandlung zeigt, ist schon mal gut!
    Dass Du alleine lebst, ist bei diesem Hintergrund natürlich schlecht. Sonst hätte Dich jemand sanft darauf hinweisen können, wie Dein Essverhalten gerade ist.
    Und dass Du hier bei uns gelandet bist, finde ich gut. Klar, wir können keinen realen Kontakt ersetzen, aber wir können doch Rat und Hilfe leisten, zuhöre (zulesen). Ich hoffe, daß Du in einen regen Austausch mit gleichgesinnten kommst. Vielleicht wäre auch ein Postfach für Dich keine schlechte Idee. Da kannst Du über alles schreiben (natürlich nur solange es nicht unsere Regeln sprengt), was Dir am Herzen liegt, also nicht nur Themagebunden.
    Wenn Du Fragen oder Probleme hast, scheue Dich bitte nicht, Dich an mich oder ein anderes Teammitglied zu wenden. Wir haben ein offenes Ohr für Dich.

    Zitat

    Ich weiß jetzt auch gar nicht so genau, was ich hier bezwecken will mit meinem Geschreibsel.
    Es musste einfach mal raus, sonst erdrückt es mich noch!


    Na, genau dafür ist doch das Forum da, endlich mal alles sagen/schreiben zu können, was einen belastet und beschäfftigt. Und natürlich für den Meinungsaustausch.

    Eigentlich kann ich dir nur Mut und Kraft zukommen lassen, das Ganze weiterhin anzugehen.
    Mir ist klar, das es ein riesiger Kampf ist, zu Essen, die Waage, Deinen Körper anzunehmen. Aber der Kampf lohnt sich! Was meinst Du, wie stolz Du auf Dich sein wirst, wenn Du es schaffst, zu essen und Dein Gewicht wenigstens zu halten.
    Daß Du therapeutische Unterstützung hast, finde ich sehr gut. Denn alleine schafft man diesen Berg nicht.
    Hast Du denn sonst noch Unterstützung? Das wäre ja auch eine zusätzliche Hilfe.
    Ansonsten gibt es ja immer noch uns.

    Hallo HeinzW
    Nun, was das nun ist, ob es krankhaft ist, eine Persönlichkeitsstörung oder einfach nur eine Charaktersache, kann ich nicht beantworten. Das müssten Menschen, die das gelernt haben, beurteilen (Ärzte, Psychiater, Psychologen)
    Ich selber sehe eigentlich "nur" einen provokanten, rechthaberischen und selbstverliebten Menschen aus Deinen Zeilen. Wie man solchen Menschen näher kommen kann, weiss ich leider auch nicht, weil ich mich dem Umgang mit solchen Menschen entziehe.
    Was mich aber sehr beeindruckt hat, ist, wie Du damit umgehst. Du hast Dich aus den Streitereien herausgenommen, die ganze Sache neutral beobachtet und hast Deine Schlüsse daraus gezogen. Das ist schon eine absolut tolle Leistung!

    Hallo Hermine
    Deine Worte kommen mir so bekannt vor.
    Nicht, daß ich seit zwanzig Jahren Therapie mache, sondern Dein Bericht über die dunkelheit der Seele.
    An solch einem Punkt war ich auch mal, habe mich total von der Aussenwelt isoliert und mich in meiner verdunkelten Wohnung verschanzt habe. "Gerettet" wurde ich durch einen längeren Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, in der ich auch zur Zeit eine Traumatherapie mache.
    Hast Du so etwas auch schon durch? Wenn nicht, wäre das vielleicht auch ein weg für Dich?
    Liebe Grüße
    dunge

    Ich persönlich stehe der Therapie, auch der stationären, sehr aufgeschlossen gegenüber, denn sie hat mich aus einem unendlichen Loch heraus geholt, aus dem ich alleine nie wieder heraus geschafft hätte.
    Es gibt immer Gründe und Ursachen, warum man sich verändert, sich zurückzieht, sich der Aussenwelt verschliesst
    Und genau diese Ursachen müssen behoben oder zumindest verarbeitet werden. Eben dies wird in einer Therapie gemacht.
    Mir jedenfalls haben die stationären Aufenthalte in der Psychiatrie sehr geholfen.