Beiträge von dunge

    Die Strategie, sich "unentbehrlich" zu machen, finde ich eine gute.
    Am Beispiel der Hündin sieht man es gut. Man hat ja das Tier liebgewonnen, und möchte nur das Beste für das Tier. Und das wäre natürlich nicht gegeben, wenn man auf einmal fehlt.
    Dazu muss man sich ja nicht mal selber einen Hund anschaffen. Viele Tierheime bieten an, daß man mit einem Hund Gassi gehen kann. Wenn man mehrfach die Woche, immer den Gleichen, einen Hund ausführt, kann sich auch eine Beziehung entwickeln, die einen stabilisiert.
    Mir haben meine beiden Zwergkaninchen sehr über diese Phasen hinweg geholfen. Und das sind "nur" Hasen...

    Tja, so ist das, wir treiben ganz schön Raubbau mit unserem Körper.
    Du hast allerdings schon einen großen Schritt getan: Du akzeptierst Deine Krankheit und versuchst, mit ihr zu leben. Das ist schon mal ein gewaltiger Schritt.

    Nun, es werden eben wichtige Arterien blockiert und verstopft, was im schlimmsten Fall zu einer Thrombose führen kann. Ist also auch nicht so ganz ohne.
    Dagegen kann man viel aus Oma's Hexenküche machen. Kamillenaufguss darüber verteilen, oder Quarkwickel machen, eben alles, was eine Entzündung ziehen kann. Auch Kampfer und Ringelblume sind sehr hilfreich. Aber im Ernstfall bitte doch zu einem ungeliebten Doc.
    Wie gesagt, ich bin auch kein Mediziner, und ferndiagnosen sollte auch ein solcher nicht stellen.

    Hm, genau sagen, was das ist, wird Dir nur ein Doc können.
    Sicher kann es eine Knochenhautentzündung sein, könnte aber auch ein nach innen gerichteter, verkapselter Blutaguss sein.
    Den Plan, in einer Woche zum Arzt zu gehen, finde ich gut. Wir werden Dich dran erinnern, wenn es nicht besser geworden ist ;)

    Das ist schon harter Tobak.
    Aber das kenne ich auch von mir, bin auch nur durch Hilfe des Gesundheitsamtes, die auf mich zukamen, damals nicht aus der Wohnung geflogen. Immer schön selber einreissen, was man sich aufgebaut hat.
    Kann es sein, daß Dir das alleine Leben nicht gut tut, und Du in einer WG besser aufgehoben wärst?
    Ist nur so ein Gedankengang...

    Hm, es könnte so viel sein, ein Abszess, eine Entzündung, Mervenblockade usw.
    Da wir hier alle keine Ärzte sind, mein Rat, wenn es Montag nicht besser ist, ab zum Onkel Doc.
    Nur nicht auf die lange Bank schieben, den Schmerzen haben im Normalfall die sinnvolle Funktion, uns auf Schwachstellen oder Schäden im Körper hinzuweisen.
    ABer mir fällt da gerade etwas auf.
    Hattest Du nicht in letzter Zeit immer wieder Schmerzen an anderen Stellen? Ich habe da so den Arm in Erinnerung...
    Das könnte dann natürlich auch eine psychische Ursache haben, daß sich Dein momentaner Strass in körperliche Schmerzen manifestiert, einfach um Dir zu sagen, daß DU etwas langsamer machen solltest.
    Auf alle Fälle wünsche ich Dir, daß die Schmerzen so schnell vergehen, wie sie gekommen sind.

    Zitat

    Eine andauernde Melancholie, die mich jeden Tag ein Stück weiter für sich einnimmt klingt in jedem Fall nicht "Normal", aber ist es in meinem Fall ein Krankheitsbild dessen Behandlung es Bedarf ?


    Das ist eine Frage, die wir Dir hier nicht beantworten können, denn wir sind alles keine Mediziner.
    Sollte es aber schon eine Depression sein, evtl. sogar schon eine chronische, ist eine Behandlung angesagt.

    Zitat

    Naja, ich hab auf jedenfall einen Termin für meine erste Psychologische Beratung (?).

    Vielleicht koennt ihr mir ja sagen was bei dem ersten Termin da auf mich zukommt ? Ein wenig geht mir ja schon die Düse davor. Ich moechte ungern auf Medikamente gesetzt werden.


    Normalerweise verschreibt ein Psychologe keine Medikamente, das macht eigentlich ein Psychiater oder Neurologe.
    Und vor dem ersten Termin brauchst Du echt keine Angst haben, das ist erst einmal ein Abtasten, sich kennenlernen. Ob er eine Therapieform anbietet, die Dir helfen kann, wird sich auch recht schnell zeigen.
    Vielleicht wäre es aber gar nicht schlecht, zusätzlich noch einen Psychiater/Neurologen aufzusuchen, die haben eben noch ganz andere Möglichkeiten.
    Auf alle Fälle finde ich toll, daß Du etwas unternimmst! Viel Erfolg dabei.

    Hm, ja, wenn man so Deine Gedankengänge und Deine Fragen und Zweifel liest, stellt sich mir nicht die Frage, ob nicht irgendwann ein stationärer Aufenthalt Sinn machen würde, denn solche komplexen Inhalte können meiner Meinung nach nur stationär oder teil-stationär gelöst werden.
    Auf alle Fälle hast Du an einigem zu knabbern. Ob Du das alles alleine lösen kannst? Das kannst nur Du Dir ernsthaft beantworten.
    Eins gibt es noch, was ich anführen will:
    Wenn Du Dir einen Arm oder ein Bein brichst, gehst Du ja auch in ein Krankenhaus, um den Bruch behandeln zu lassen. Genau wie ein Bruch ist Depression auch eine ernsthafte Erkrankung, die sogar tödlichen Ausgang haben kann.

    Also, ich weiss nicht, ich versuche so oft wie möglich ohne starke Schmerzmittel auszukommen.
    Wenn das nicht klappt, wie jetzt im Moment wieder, dann gehe ich zum Arzt und lasse mich auf eine vernünftige Dosis von Schmerzmitteln einstellen.
    Politoxe, Du schreibst, dass Du die Schmerzen mit Speed bekämpfst. Meinst Du nicht, daß das ein Spiel mit dem Feuer ist? Klar, wenn ich zu meinem Schmerzdoc komme, setztder mich wieder auf Morphin. Der Unterschied ist aber, dass ich unter Anleitung und unter Beobachtung das Zeug nehmen kann, während Du ganz auf Dich gestellt bist. Meiner Meinung nach ist es keine Lösung, illegale Drogen ohne Aufsicht zur bekämpfung von Drogen heranzuziehen.
    Ich persönlich sehe Dein Handeln als sehr gefährlich!

    Also, zu den Brillen und Linsen kann ich nichts sagen, da kenne ich mich garnicht aus.
    Aber einen Tip für die überanstrengten Augen hätte ich:
    Solche Kosmetik-Pads in lauwarmen Kamillentee (am besten wirklich lose Kamille) tränken und dann rauf aufs Auge. Das wirkt Wunder.

    Hm, das konservative Heilen wurde ja schon ausreichend behandelt.
    Ich hätte da noch einen medikamentösen Tip:
    Ein Schmerzbalsam, BALSAMKA heisst das, ist sehr effektiv, ungefähr doppelt so stark wie Voltaren Schmerzgel oder ähnliches. Es stinkt zwar wahnsinnig nach Kampfer, aber es hilft, zumindestens mir und den Leuten, denen ich das angeboten habe. Aber vorsicht, nicht in offene Stellen oder gar die Augen bringen. Wie gesagt, das Zeugs ist scharf...

    Hallo Lotte
    Als alter vom Schmerz geplagter Mensch mit kaputten Knochen, Muskeln und Nerven kann ich Gane absolut nur Recht geben, was die Matratze betrifft. Eine gute Matratze kann wirklich Wunder bewirken.
    Wenn Du viel auf der Seite schläfst, würde ich Dir ein Seitenschläferkissen empfehlen, das gibt dem Körper halt, und den Muskeln Ruhe.
    Natürlich sind Massagen, Wärmebehandlung usw. empfehlenswert

    Ob mir jetzt die Therapie speziell geholfen hat, kann ich so nicht sagen, weil mehrere Therapien nebenher laufen, so wohne ich momentan auch in einer betreuten WG. Das ist schon eine Herausforderung, mit drei Menschen unter einem Dach zu leben und täglich mit fünf Menschen Umgang zu haben. Ich denke, alles zusammen hat schon bei mir zu einer Besserung geführt.
    Klar berichte ich, wenn ich beim Thera war :)

    Hallo zusammen
    Hier im Forum sind doch ein paar Leutchen, die unter chronischen Schmerzen leiden.
    Darum dachte ich mir, hier einen thread zu eröffnen, wo wir uns einmal über unsere Schmerzen und deren Bewältigung austauschen können.
    Zuerst würde mich mal interesieren, wie Ihr mit Euren Schmerzen umgeht.
    Was habt Ihr für Strategien?
    Nehmt Ihr Medis?
    HAbt Ihr irgendwelche anderen Hilfsmittel?

    Ich fange dann auch gleich mal an:
    Nachdem ich über zehn Jahre Morphin gegen die Schmerzen bekommen habe, bekomme ich zur Zeit "nur" Novalgin, Gabapentin und Saroten.
    Das hilft gegen die stärksten Schmerzspitzen, aber gegen den Basisschmerz wird zur Zeit nichts unternommen.
    Meine bevorzugte Strategie ist die Ablenkung. Ich sehe immer zu, irgend etwas zu tun, und sei es, bewusst einen Film zu sehen. Aber meistens tue ich etwas, bin hier im Forum, oder male oder zeichne. Je stärker die Schmerzen, umso mehr scheue ich Gesellschaft, die mich aber auch wieder ablenken würde.
    Hilfsmittel benutze ich gerade Unterarmgehstützen, ein Pflegebett, eine Heizdecke, und verschiedene Salben und Cremes, gegen die Muskel und Nervenschmerzen.

    Ja, da hast Du den wunden Punkt getroffen, denn ich finde auch selten etwas positives an mir.
    Aber genau dadurch machen solche Übungen ja auch Sinn. Diese Woche habe ich wieder Termin, gibt es den nächsten Schub positives.
    Dazu kommt, daß ich sehr Menschenscheu geworden bin und direkten Umgang meide.
    Aber genau deshalb gibt es ja Therapeuten, sonst wären die Ärmsten ja arbeitslos ;)