Beiträge von FaceLess

    Ich glaube, dass die meisten [lexicon='Ängste'][/lexicon] einfach aus Erfahrungen oder Erziehung heraus entstehen.
    Ich lese gerade eine Autobiografie über einen Menschen, der mit [lexicon='Angst'][/lexicon] und [lexicon='Panik'][/lexicon] lebt. Seine Oma hat ihm alle möglichen Schauergeschichten erzählt, damit er zum Beispiel nicht bei Regen draußen spielt. Es ist klar, dass das im Kind große [lexicon='Angst'][/lexicon] auslöst, meist legt man die im Laufe der Jahre wieder ab. Zumindest sollte das so sein, aber nicht immer klappt das. Die [lexicon='Angst'][/lexicon] ist so tief in uns verankert, und wenn man auch noch eine schlechte Erfahrung macht, die sich mit dem Beigebrachtem verbinden lässt, kann das viel [lexicon='Angst'][/lexicon] auslösen.
    Ähnlich wirken auch Filme, denke ich, denn wieso sonst sollte man [lexicon='Angst'][/lexicon] vor Geistern haben bzw davor, dass Nachts jemand mich "besucht", wenn ich schlafe? Je öfter man sowas sieht, desto stärker prägt es sich im Kopf ein.
    Es kann jedoch auch Phantasie sein, die einen alle möglichen Dinge ausmalen lässt, die Realität sich dann aber nicht mehr 100%ig von der Phantasie abspalten lässt.


    Das war jetzt eine Menge theoretisches Zeug, doch die Gründe meiner eigenen [lexicon='Ängste'][/lexicon] sind sowieso sehr naheliegend.

    Und das ist auch gut so.
    Weißt du, ich hatte auch [lexicon='Angst'][/lexicon], jahrelang, und doch habe ich es irgendwann gewagt. Ich landete im Krankenhaus, Psychiatrie, etc. Das war jedoch nicht der letzte Versuch. Im Gegenteil. Klar war noch [lexicon='Angst'][/lexicon] da, aber die war um einiges geringer als vor dem ersten Suizidversuch. So kam es, dass ich, wenn die Gedanken aufkamen, diese sich schnell verselbstständigten, Pläne fast automatisch entstanden und ich es immer wieder versuchte, ohne danach einen wahren Grund dafür bringen zu können. Aber die fehlende [lexicon='Angst'][/lexicon] bringt mich immer wieder in Lebensgefahr, und doch habe ich alles gut überstanden. Ich wünsche mir die [lexicon='Angst'][/lexicon] vor dem [lexicon='Suizid'][/lexicon] zurück, die ich vorher hatte.


    Vor meinem ersten Versuch bin ich freiwillig in die Psychiatrie gegangen, die Tage dort haben mir wirklich geholfen und wahrscheinlich einen Versuch verhindert. Inzwischen habe ich gelernt, dass es das Beste ist, sich professionell helfen zu lassen, stationär. Dort ist man sich sicher und es gibt die Chance, schneller aus der drohenden Lebensgefahr herauszukommen. Auch wenn ich sehr lange die lebensmüden Gedanken hatte, komme ich immer wieder an Punkte, wo ich froh bin, zu erleben, dass es auch anders geht. Und kommt es wieder einmal sehr arg, dann geh ich eben zur [lexicon='Krisenintervention'][/lexicon] in die Klinik, das ist nicht schön, aber eindeutig das Beste.


    Ich rate dir, dich in eine Klinik einzuweisen. Hab keine [lexicon='Angst'][/lexicon], dass sie dich nicht ernstnehmen, das tun sie schon. Dir kann geholfen werden, gegen deine Depression und die Suizidgedanken.


    Viel Glück dir,
    Face

    KoLeRa, vielleicht solltest du mit halben Wahrheiten anfangen.
    Als ich bemerkte, dass ich lesbisch bin, habe ich meinen Ex-Freunden auch nur gesagt, dass ich bisexuell wäre - das ist für diejenigen leichter zu verkraften. Seit wann weißt du denn, dass du lesbisch bist? Schon bevor ihr zusammen kamt?

    Ich kenne es, dass es mir nicht unbedingt besser ging, wenn meine Therapiestunde vorbei war. Man muss sich mit seinen Problemen beschäftigen, ohne wie gewohnt auszuweichen, und man erfährt manchmal Dinge über sich selber, die einen fertig machen. Außerdem spielte bei mir auch immer Scham mit, die rational immer eigentlich sinnlos war, dennoch kam sie einfach. Jedoch gibt sich das nach einiger Zeit oftmals. Weißt du, warum es dir danach schlechter geht?


    Ich finde es gut, dass du dein Studium weitermachen möchtest, wenn es das Richtige für dich ist. Und du hast das Beste getan: Dir Hilfe gesucht. Ich weiß nicht, wie du lernst, aber kannst du dir evtl den Druck nehmen, indem du während des Semesters anfängst zu lernen, sodass du dich sicherer fühlst? Oder machst du das bereits?


    Ich wünsch dir viel Glück :)

    Hey,


    also wie lange an die Schnittwunden kein Wasser sollte, weiß ich nicht. Aber ich denke, du kannst das mal ausprobieren, und wenn es zu unangenehm ist, dann lässt es erstmal. Hast du denn eine genähte Wunde?


    Mit der Krankenversicherung: Wohnst du noch bei deinen Eltern? Normalerweise sollten deine Rechnungen an DICH geschickt werden, unter deinen Namen, dann brauchst du deinen Eltern das nicht erklären. Und wenn du nicht mehr bei ihnen wohnst, dann solltest du sowieso deine neue Adresse angeben, dann kommt alles, was dich betrifft, auch wirklich nur zu dir. Oder öffnen deine Eltern deine Post?
    Wenn du bei einer Therapeutin bist, dann weiß ich auch nicht, was du da an Post bekommen solltest von der Krankenkasse. Alle Beantragungssachen werden an die Therapeutin geschickt, so weit ich mich erinnere. Und wenn alles übernommen wird (davon gehe ich aus), dann kommen auch keine Rechnungen. Es sei denn du bist privat versichert?
    Aber ich denke, dass es am Besten ist, wenn du mit deiner jetzigen Therapeutin weiter machst, zumindest wenn du mit ihr zurechtkommt. Weiß sie denn schon, dass du dich ritzt etc?

    Klar, ich sag jemandem, dass es total toll wirkt, geb ihm dann die Brausetablette und er fühlt sich high. Placebos sind schon lange kein Geheimnis mehr.
    Die Hörprobe erinnerte mich eher daran, in einem Kernspintomographen zu liegen, um einen herum dröhnt es, rumst, ist einfach nur laut. Habe da keinen Rausch gespürt, im Gegenteil, ich fands entspannend, lediglich die Enge in dem Ding hat mich beängstigt ;)


    Fazit: Ich glaub, dass es sich hier um einen Placebo-Effekt handelt, habe aber nichts dagegen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Musik zum Vermehrten Übergang zu richtigen Drogen führt.

    Du sagst, dass es dir derzeit einigermaßen gut geht und du hoffst, dass alles sich von alleine auflöst. Das hoffen wir wahrscheinlich alle und glauben, wenn mal alles besser läuft auch gerne, dass alles vorbei ist.
    Es ist hart, aber das ist oft nicht so. Wenns einem gut geht, dann gibt es irgendwelche Pfeiler dafür, an denen er sich festhalten kann, um nicht zu fallen. Bei manchen ist eine Depression beendet, wenn es Frühling wird und die Sonne scheint. In diesem Fall ist es aber wahrscheinlich, dass die Depression im Herbst wieder kommt und sich ein Kreislauf ergibt.
    Therapie ist aber oft dann am erfolgreichsten, wenn es einem gut geht, da man da besser an längerfristigen Problemen arbeiten kann und weniger von akuten Notfällen zurückgeworfen wird.
    Was ich damit sagen will ist: Warte nicht, bis es dir wieder schlechter geht, sondern nutze die Zeit, um dich - am besten mit Hilfe einer Therapie - zu stabilisieren und nicht erst in das nächste Loch zu fallen, denn es ist schwieriger, aus dem Loch zu krabbeln als auf der Erdoberfläche zu bleiben.
    Außerdem gibt es eh meist Wartezeiten von mehreren Monaten beim Therapeuten, also ruf so bald wie möglich an. Solltest du in zwei Monaten keine Lust mehr darauf haben, dann machst du eben keinen Termin aus, wenn du in der Warteliste weitergekommen bist.



    Und bevor du fragst ;) : Ich habe selber die Diagnose Borderline und weiß aus Erfahrung, dass Therapie anstrengend sein kann, jedoch ein guter Stützpfeiler ist, der mich das ein oder andere Mal vor tiefen Schlaglöchern bewahrt hat :)


    Viel Glück dir,
    FaceLess

    Du nimmst das Zeug seit Jahren? Dir ist klar, dass das [lexicon='Codein'][/lexicon] enthält, richtig?
    Ich habe das Paracetamol comp. nur eine Woche nach einer OP genommen, aber länger würde ich das nicht tun, da [lexicon='Codein'][/lexicon] schnell abhängig macht. Merkst du das?

    [FONT=Georgia, serif]Meine Damen und Herren,[/FONT]


    [FONT=Georgia, serif]Herzlich Willkommen im Irrgarten „Leben“.[/FONT]
    [FONT=Georgia, serif]Wenn Sie das Labyrinth betreten, sind Sie unschuldig und gutgläubig. Voller Erwartungen laufen Sie los, völlig ziellos, doch voller Hoffnungen. Vielleicht kommen Sie an der ein oder anderen Attraktion vorbei. Wir haben „Liebe“, „Freundschaft“, „Geborgenheit“, „Glück“, „Toleranz“, „Spaß“ und noch einige andere Sachen, die Sie sicher begeistern werden, im Irrgarten versteckt. Aber natürlich können Ihnen unter anderem auch „Hass“, „Krankheit“, „Angst“ und „Neid“ begegnen – halten Sie sich also in Acht![/FONT]
    [FONT=Georgia, serif]Sie müssen nichts tun, als durch das Labyrinth zu laufen und das, was Sie dort vorfinden, für sich zu nutzen oder daran zu zerbrechen. Sollte Letzteres der Fall sein, haben Sie die Möglichkeit, die Notausgänge an den Seiten zu benutzen – wir raten jedoch davon ab![/FONT]
    [FONT=Georgia, serif]Am Ende Ihres Irrlaufes erreichen Sie das wohlverdiente Ziel: Den Tod.[/FONT]


    [FONT=Georgia, serif]Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und Erfolg, meistern Sie Ihren Weg gut![/FONT]
    [FONT=Georgia, serif]Der Vorstand des Irrgarten „Leben“[/FONT]

    Ich glaube auch, dass du dadurch zu flüchten versuchst. Veränderungen lenken einige Zeit von anderen Sachen ab, zum Beispiel von deinen eigentlichen Problemen. Es ist aber auch eine Art, sich selber wieder besser wahrzunehmen, sich Beschäftigung zu schaffen und zu sehen, ob die Träume, die man schon so lange hat, in Wirklichkeit so schön sie, wie man es sich erträumte.
    Wenn man was verändert, lässt man etwas zurück, eventuell etwas, was dich an schlechte Zeiten erinnert. Vielleicht sind deine Freundschaften so beständig, weil du bei deinen Freunden an gute Momente denkst?


    Versuch es mit ausmisten, Neuanschaffungen, verändere das Aussehen, wenn du magst, aber lass nicht alles sofort fallen. Später könntest du es bereuen!


    Viel Glück dir