Freundin in psychische Reha Drogen

  • Guten Abend,


    ich wollte gerne mal eure Erfahrung hören und was ihr dazu denkt. Meine Freundin hat erfolgreich einen Entzug (Drogen) gemacht und ist jetzt für 26 Wochen in eine Reha. Sie und ich sind noch nicht so lange zusammen. (4 Monate) Diesen Termin hatte sie für ihren Entzug selber gemacht. Sie ist Februar dort hin und gleich danach jetzt zur Reha. Ich merke jetzt am 2 Tag schon das sie weniger sich meldet! Ich weis auch das dort man ja Abläufe hat und dazu auch der Tag ausgefühlt ist. Sie macht das ganze für ihr Kind und für mich. Ich habe 3 Fragen: 26 Wochen wurden genehmigt... heißt das das man auch wirklich so lange dort bleibt? Wie soll ich mich melden bzw... ihr Luft lassen... das ganze ist nicht so einfach weil ich ihr auch nicht auf die Nerven gehen möchte. Bisher hat sie angerufen mal kurz... Auf was sollte ich mich vorbereiten was nach der Reha kommen kann?



    Danke für eure Antworten!


    MFG Dennis :wink:

  • Also ich hoffe mal, dass sie die Therapie erstmal für sich selber macht!


    Kennt ihr euch schon länger, oder erst diese vier Monate? Weil letzteres würde ja heißen du kennst sie clean gar nicht und musst sie quasi nochmal neu kennenlernen.


    Es ist nicht nur so, dass es für deine Freundin darum geht, sich in den Alltag, die Gruppe, Arbeit, Gruppen- und Einzeltherapie einzufinden. Sondern sie arbeitet ja sich selbst, die Vergangenheit Einstellungen, Sozialverhalten auf.


    Das sind Riesen Themen. Ich kenne es so, dass in den ersten Wochen oder Monaten Kontaktsperre herrscht! Das wird verbreitet so gemacht. Deine Freundin soll sich selbst und ihre Vergangenheit, Mechanismen ihrer Sucht, etc., etc. aufarbeiten.


    Es gibt in der anfangszeit nur die Konzentration auf sich, keinen größeren Raum, den ihre Beziehung einnimmt. An einem gewissen Punkt geschieht auch das, das heisst vielleicht in der Mitte der Therapie (je nach Konzept) können auch Gespräche mit den Eltern, deiner Freundin und einem Therapeuten stattfinden, oder eben mit dir.


    Ganz wichtig: deine Freundin muss das auch wollen, die Regeln müssen es zulassen, du musst es wollen.


    Die Einrichtung kümmert sich um deine Freundin. Sie haben aber auch Erfahrung im Umgang mit Angehörigen.


    Wenn Telefonate mit deiner Freundin erlaubt sind, frage sie ob und wie sie aktuell Kontakt halten will. Sag ihr, es interessiert dich, wie die Therapie abläuft, und bitte sie oder die Therapie um einen Plan des Standardablaufes der Maßnahme und der Hausregeln (da steht nämlich auch was zum Kontakt zu Angehörigen drinne).


    Lass ihr unbedingt Raum. Geh davon aus, dass sie all ihre Kraft braucht dort zu recht zu kommen, danach all ihre Kraft um sich auf sich zu konzentrieren, all ihre Kraft, von den Drogen wegzukommen. Mit der Reflektion und dem Status eurer Beziehung wird sie sich ganz sicher auch beschäftigen. Aber ich kann nicht sagen, wann das stattfindet. Hängt von dem Therapiekonzept ab. Auch, wie intensiv dieses Thema bearbeitet wird.

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzungen, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

  • Falls es eine Kontaktsperrre und Handyverbot geben sollte - unbedingt dran halten, sonst gefährdet das den Therapieerfolg noch mehr, der sowieso immer gefährdet ist in der Suchttherapie. Das Akzeptieren von Grenzen, damit auch Regeln, hat immer und aus guten Gründen eine besondere Bedeutung in der Suchttherapie.

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzungen, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

  • Ich wünsche Deiner Freundin von Herzen viel Kraft und Erfolg. Strider hat voll recht. Auf jedenfall solltest Du ihr das Gefühl geben , dass Du sie voll und ganz unterstütz , dass Du jederzeit an ihrer Seite bist und wenn Kontaktsperre dazu gehört , dann akzeptiere dies - für den Therapieerfolg ,aus Liebe zu ihr. Du kannst stolz und dankbar sein, dass Deine Freundin diesen Schritt geht .... ich beneide sie darum und hätte gerne auch diese Möglichkeit.

  • Danke für eure Antworten. Richtig... ich zeig ihr das ich da bin und sie Unterstütze...! Sie meldet sich und mal mit ein kurzen Telefonat oder per Whatsapp sogar mit Fotos und Sprachnachrichten. Ist wahrscheinlich ungewohnt... Aber sie sagt auch immer wieder das sie es für uns macht. Ja länger kennen ich sie aber erst seit Ende 17 des Jahres sind wir ein Paar. Ich hab sie so genommen und bin mit ihr den Weg. Sie will ja auch glücklich sein mit uns in der Zukunft! Ich Fahr mich zurück und zeig ihr die Liebe und das Vertrauen wenn sie mich braucht und die Zeit wird umgehen. Danke für eure Antworte! Wer hat das auch schon durch?


    MFG Dennis :-)

  • Ich wünsche Deiner Freundin von Herzen viel Kraft und Erfolg. Strider hat voll recht. Auf jedenfall solltest Du ihr das Gefühl geben , dass Du sie voll und ganz unterstütz , dass Du jederzeit an ihrer Seite bist und wenn Kontaktsperre dazu gehört , dann akzeptiere dies - für den Therapieerfolg ,aus Liebe zu ihr. Du kannst stolz und dankbar sein, dass Deine Freundin diesen Schritt geht .... ich beneide sie darum und hätte gerne auch diese Möglichkeit.


    Ich habe die Kraft auf meine Freundin zu warten, das sie mit der neuen Perspektive die Zukunft beleben kann... Wir glücklich werden!



    Danke für deine Worte!

  • 26 Wochen?


    Ist doch das Maximum oder?


    In der Regel kostet das die Klinik aus und hängt vllt. Noch ne Adaption dran.


    Ich hab verkürzt, aber es war ein Kampf...