sexsucht

  • Hallo Stringer,


    schön, dass Du mir Mut machst. Einen Termin beim Therapeuten habe ich heute bekommen.

    Mal sehen, wie sich das anlässt.


    Danke und LG

  • Wie lange ist Wartezeit?

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzungen, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

  • Gestern hatten wir ein Gespräch, Ich habe ihm meine Probleme mit seiner Sucht eindringlich geschildert. Er lebt in einem Paralelluniversum, in dem ich ihn einfach nicht erreichen kann. Ende vom Lied war, dass er mir zwar zugehört hat, mich aber mit dem Argument, endlich ins Bett zu müssen, abtropfen ließ.


    Das war für mich in diesem Moment der absolute Tiefpunkt. Ich konnte nicht einmal mehr wütend sein. Ich glaube, ich muss mich trennen. Ich weiß nur noch nicht, wie ich das bewerkstelligen soll. Das Haus gehört uns beiden. So ganz freiwillig wird der nicht gehen und ich habe wohl keine Chance ihn rauszubringen.

    Ich kenne diesen Mann einfach nicht wieder, der, den ich damals geliebt und geheiratet habe, exisitiert einfach nicht mehr.


    Momentan bin ich ratlos. Ich denke, dass ich noch ein paar Wochen schaue, ob er reagiert und dann die entsprechenden Schritte einleite. Evtl. zu einem Anwalt gehe.

  • Ich finde man kann von hier nicht einmal diagnostizieren, ob die Sucht das Hauptproblem ist.


    Was du an Verhalten geschildert hast hört sich schon nach einer intensiven Triebhaftigkeit und Suchtverhalten an.


    Bei mir kommt es aber so an, dass du dir evtl. mehr Nähe, vielleicht auch Einfluss wünschst, wenn du deinem Mann vorwirfst, in einer Parallelwelt zu leben, dann heißt das für mich, dass du empfindest, er geht zu wenig auf dich ein, weniger als du es in einer Beziehung erwartest, oder vielleicht auch für angemessen hältst.


    Er genügt sich selbst, schottet sich ab, und entzieht sich.


    Interessant wäre, seine Sicht zu hören. Daraus können neue Aspekte hinzukommen. Vielleicht jedenfalls.


    Es wird aber deutlich, dass ihr aktuell weit voneinander weg seid. Und du findest dich auch mit der Stabilität der Situation konfrontiert, scheint mir. Demnach müsstest du vorhersebar bei Passivität hinnehmen, das alles genau so bleibt, wie es ist.


    Wenn eine Trennung an einem Punkt nach gründlicher Überlegung als kleineres Übel erscheint, dann wird dir wohl nur übrig bleiben, selber auszuziehen, wenn er nicht auszieht. Alternative wäre ja Verharren, oder übersehe ich was?

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzungen, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

  • Mein Mann beteuert immer wieder, dass er mich liebt.

    So wie er sich jedoch verhält, kann ich das nicht annehmen.

    Er nimmt mich nicht als seine Frau wahr, in dem Sinne, wie man eine Ehe führen sollte.

    Ich bin Haushälterin, Köchin, Gärtnerin, verdiene zusätzlich ganz gut, usw. usw., das macht mich wertvoll für ihn, aber körperliche Liebe kam über lange Zeit nur durch meine Initiative zustande.


    Ich will nicht, dass er mir einen Gnadenakt erteilt, sondern mich als Frau liebt, nicht als Haushaltsmaschine, die eben praktisch für Bequemlichkeit sorgt und die man hin und wieder notgedrungen etwas ölen muss.

  • Zum Sex gehören halt zwei. In einer Langzeitbeziehung Sex aufrecht zu erhalten kommt mir eigentlich als Ritt gegen Windmühlen vor.


    Im Normalfall verliert meines Erachtens die Frau das Interesse, da ein allzeit lästiges Überangebot von männlicher Libido herrscht.


    Außerdem nutzt sich die Sache mit einem Partner irgendwie auch mehr oder weniger ab, und man wird auch älter, wodurch das Feuer in jeder Hinsicht auch nicht noch dramatischer flammt.


    Hut ab vor allen die das langfristig am laufen halten, was ohne Zweifel harte Arbeit und edlose Anstrengungen bedeutet.


    Man kann sich selber auch nur bedingt aussuchen, welche Qualitäten man körperlich begehrt.


    Mag sein, dass andere es anders sehen, oder gar bessere Erfahrungen gemacht haben.


    Aber ich möchte es mal so beleuchten: unerfüllte Wünsche gehören zum Leben dazu, da kann man sich auf den Kopf stellen.


    Was jetzt nicht heißen soll, dass man nicht evtl. versuchen könnte, was zu ändern, wie auch immer.

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzungen, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

  • Mir geht es wie dir...meine Mann hat online sexsucht...ich dachte wir hätten es überstanden...und der Feind ist wieder da...es ging los vor 10 Jahren, dann gab es Pausen ... und nun ist die Sucht zurück. Ich bin mittlerweile müde...so müde...mein eigenes Leben liegt gerade in Scherben, habe meinen Job verloren und in der derzeitigen Situation traue ich mir nichts mehr zu....

    Ich fühle mich so leer