Cannabis Entzug geplant - Gleichgesinnte?

  • Liebe Mitglieder :wink:


    Nach einigen gescheiterten Versuchen möchte ich nun bald einen neuen und hoffentlich erfolgreichen Versuch wagen, meinen Cannabiskonsum dauerhaft einzustellen:dm:. Gibt es hier im Forum Leute, die ähnliches planen oder seit kurzem sogar schon umgesetzt haben und Lust haben, sich auszutauschen? Ich würde mich über Gleichgesinnte freuen! :gj:


    :cx:

  • Servus,


    vllt solltest du auch etwas von dir erzählen, das auch andere ein Bild machen können.


    Generell würde ich dir mal unsere Partnerseite lass-das-gras.de empfehlen!

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Franz und hallo Mitglieder


    Da hast du natürlich recht :2:

    Also, kurz zu mir: Ich bin 28 Jahre alt und habe mit 16 angefangen zu kiffen. Anfangs nur ab und zu, doch irgendwie bin ich bei dem Zeug hängengeblieben. Seit ungefähr 8 Jahren konsumiere ich (mit einigen Unterbrüchen) täglich. Unter der Woche nur abends nach der Arbeit, am Wochenende oft auch schon tagsüber. Doch ich merke immer mehr, wie sehr ich mir mit diesem Suchtverhalten schade und dass es mich nicht weiterbringt. Hier ein paar negative Aspekte, um nur einige zu nennen:

    - ich fühle mich oft antriebs- und energielos

    - zeitweise leide ich unter Depressionen (wobei ich nicht genau weiss, ob diese durchs Rauchen ausgelöst oder einfach verstärkt werden):21:

    - Mühe, mich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren, auch wenn ich nüchtern bin (dies merke ich vor allem in Gesprächen, wo ich anfangs noch gut folgen kann, aber in Gedanken dann immer mehr abschweife)

    - sozialer Rückzug, wenig Freunde (von denen die meisten kiffen)

    - ständig Dinge aufschieben (morgen ist ja auch noch ein Tag..)

    - es ist teuer (habe mal nachgerechnet, wie viel Geld ich dafür schon ausgegeben habe – schockierend! :76:)


    Deshalb bin ich zum Entschluss gekommen, mit dem Kiffen aufzuhören. Reduzieren funktioniert bei mir auf Dauer nicht, dies musste ich in der Vergangenheit immer wieder feststellen. Ich weiss, was mich beim Entzug erwartet, da es ja nicht der erste ist :gt:. Den Entzug zu meistern ist das eine, noch viel schwieriger finde ich es jedoch, langfristig clean zu bleiben. Ich habe mich bereits bei einem Online-Programm angemeldet, welches mir die ersten paar Wochen als Unterstützung und für die Selbstreflexion dienen wird.


    Schön fände ich es aber auch, wenn ich mich mit Gleichgesinnten austauschen kann, die aktuell das gleiche durchmachen. Es hilft einfach, wenn man weiss, dass man damit nicht alleine ist (klar hole ich mir auch Support von meinen Nicht-kiffenden Freunden und meiner Familie, aber das sind alles Menschen, die selbst nicht wissen, wie das ist). Wenn also jemand unter euch ist, der sich gerne austauschen würde, meldet euch doch bitte:gj:


    Melody20

  • Servus Melody,


    wenn man so viele Jahre kifft, dann hinterlässt das Spuren ...

    So offen und ehrlich reflektieren aber nicht alle und das halte ich für ein sehr gutes Zeichen :)


    Alles was du beschreibst, kann auf den Konsum von Cannabis passen.

    Was Depressionen angeht, noch ein paar Worte ...

    Auslösen vielleicht, verstärken auch vielleicht, aber oft unterdrückt Cannabis auch solche psychischen Leiden und daher ist da ganz besonders drauf zu achten.

    Daher rate ich einen Therapeuten/Psychologen mit ins Boot zu holen, einfach das mal wer aus dem Fach drüber schaut und dich im Notfall begleiten kann - besser jetzt, nicht erst wenn es schlimmer wird ;)


    LG Franz

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Liebe Melody,liebe Alle,

    nachdem ich hier schon brav mitgelesen hab, hab ich mich auch entschlossen mich anzumelden und in diesem Thread mitzuschreiben. Auch deswegen, da ich derzeit auch wieder mal aufgehört habe.

    Zu meiner Vorgeschichte: Ich bin 31 Jahre, habe ca. mit 16 Jahren das erste Mal gekifft, die ganze Schulzeit dann auch nur sehr selten, ca. einmal in zwei Monaten oder so. Nach dem Abi ging es in die große Stadt fürs Studium und in die Freiheit. Natürlich haben wir als WG diese neu gewonnene Freiheit auch brav mit Kiffen gefeiert. Anfangs auch nur sporadisch, aber so mit 22 wars dann schon öfter bis hin zum täglichen Konsum, ich würde sagen die letzten 7,8 Jahre. In WG Zeiten noch mehr, aber die letzten 4 Jahre ca. meist nur ein Joint am Abend. Also ich würd sagen ich hab so 5-6 Gramm im Monat geraucht, mal mehr mal weniger. Bong hab ich zum Glück nie wirklich geraucht, außer früher wenn nur mehr wenig da war ;-)

    Ich hab in den Jahren schon immer wieder mal kürzere Pausen gemacht von Tagen oder Wochen und auch manchmal länger auf Reisen. Mich hat das Rauchen nie wirklich eingeschränkt, hab mein Studium in Normalzeit gut absolviert, immer daneben gearbeitet usw. Kiffen war schon einfach ein Lifestyle bei uns im Freundeskreis und gehörte dazu. Hab eigentlich auch immer erst nach getaner Arbeit geraucht, während des Studiums natürlich schon auch mal ab mittags und dann die Vorlesung sausen lassen ;-) Die letzten zwei Jahre bin ich dann auch schon auf schwächeres Outdoor-Gras umgestiegen, da ich dieses hardcore Indoor-Zeugs nciht mehr vertragen hab.

    So wirklich das Verlangen aufzuhören bzw. den Konsum aufs Wochenende zu beschränken hab ich seit 2 Jahren und es da auch immer wieder versucht, aber dann doch wieder regelmäßig angefangen, wir wir es ja alle zu gut kennen.Aufhören wollte ich weil ich einfach dachte dass es jetzt auch mal gut sei und es mir oftmals nicht gut getan (starkes Herzklopfen, leichte Paranioa manchmal) hat, vor allem dieses Grübeln und Denken während des high seins hat mich das auch nicht mehr genießen lassen können. Letztes Jahr im Herbst hab ich dann quasi unfreiwillig wegen eines Virus aufgehört und es dann wirklich fast 2 Monate ganz gelassen und danach einige Monate wirklich nur am Wochenende geraucht, wie ich es immer wollte.

    Mit Beginn dieses Jahres hab ich dann leider wieder schleichend täglich zu konsumieren angefangen, was bis vor genau 2 Wochen mit paar Ausnahmen angehalten hat. Vorletzte Woche war ich dann von der Arbeit aus eine Woche im Ausland, was sich für mich als gute Gelegenheit angeboten hat wieder mal aufzuhören. Zuerst dachte ich vielleicht mach ichs nur diese Woche, aber irgendwie wollte und will ich das jetzt mal wirklich eine längere Zeit (3-4 Monate) durchziehen und schau dann ob für mich ein ganz seltener Konsum (1-2 Mal im Monat) möglich ist oder ich es einfach überhaupt lasse. Diese erste Woche war natürlich schon ahrt, vor allem das Ein- und Durchschlafen und die Stimmungsschwankungen. War auch zweimal kurz davor dort vor Ort (es gab Gras an jeder Ecke) ein bisschen zu kaufen, um zumindest 1,2 Nächte wieder gut schlafen zu können, da ich ja dort auch arbeiten musste. Zum Glück bin ich standhaft gebleiben und habs nicht gemacht. Und auch so war das VErlangen zu kiffen die restliche Woche nicht sonderlich groß, was bei mir bei früheren Aufhörversuchen schon meist der Fall war. Also der "Entzug" in der ersten Woche beschränkte sich bei mir hauptsächlich auf Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen und ein wenig Benommenheit, diesmal auch kein nächtliches Schwitzen,was ich sonst immer hatte. Finds auch spannend, dass ich eigentlich bei jedem Mal aufhören irgendwie andere Erscheinungen hatte, die anstrengend ware und die Intensität des "Entzugs" generell abegnommen hat, was aber auch dran liegen kann, dass man einfach schon mehr weiß was auf einen zukommt.

    Zurück von der Arbeitsreise hab ich dann wirklich nicht wieder geraucht, obwohl ich auch jetzt noch einiges an gutem Zeugs (unangetastet) daheim habe.

    Mittlerweile kann ich eigentlich wieder recht gut ein- und durchschlafen, die verrückten Träume werden schon viel weniger. DIe Lust zu rauchen ist schon ab und an da und ich muss sagen ich bin theoretisch auch nciht zu 100% standhaft gebleiben, denn ich habe jetzt ein paar Mal einen Sticky mit CBD-Gras (in Österreich ist das mittlerweile legal und gibt fast überall zu kaufen) geraucht habe. Ich weiß natürlich, dass ein klein wenig Selbstbetrug dabei ist, da auch in diesem Weed so ca. 0,2% THC enthalten ist. Jedoch ist es nicht psychoaktiv, also macht überhaupt nicht stoned, ein ganz leicht entspanntes Körpergefühl gibt es jedoch schon. Ich kann jedoch in der Früh ganz normal ohne Matschbirne aufstehen und diese Gedankenschleifen wie bei THC-Gras gibt es einfach nicht. Natürlich bin ich mir der Gefahr bewusst, dass ich dadurch auch viel leichter wieder mal zu normalem Gras greifen könnt, jedoch hab ich bis jetzt null Bedürfnis danach, weil ich weiß, dass mir das nciht mehr gut tut. Im Nachhinein hab ich mir gedacht, wäre CBD wohl auch eine gute Alternative für die ersten Tage gewesen, da die Schlafprobleme und die Unruhe dadurch wohl auch abgemildert worden wären. Aber ich war auch ganz froh, denn ich finde die "Entzugssymptome" zeigen einem ganz gut, was Gras so biochemisch auslöst, verstärkt oder auch unterdrückt (wie z.B. das Träumen bei mir).


    Zusammenfassend bin ich jetzt also genau 2 Wochen quasi grasfrei, außer eben die CBD Stickies. Jetzt unter der Woche möchte ich auch die weglassen und vielleicht am WE mal einen davon genießen. Es geht mir soweit gut, ab und an schwankt meine Stimmung noch hin und her, was wohl auch daran liegt,dass es bei mir privat grad bisschen rundgeht. Mir gings jetzt am WE nicht so gut, weil Stress in der Liebe und da hab ich mich schon bei dem Gedanken ertappt einfach drauf zu scheißen und mich zu betäuben (einen zu rauchen, weil eh wurscht), bin zum Glück standhaft geblieben und habs nicht gemacht, auch weil ich mir vor AUgen geführt hab, dass ich jetzt die zwei harten Wochen dadurch nur kaputt machen würde. Wie ihr also seht bin ich noch lange nicht übern Berg und die Gefahr lauert hinter jeder Ecke. Obwohl ich auch schon paar Mal bei Freunden war, die kiffen und es mir da gar nicht schwer fiel abzulehnen.

    Mir ist sehr wohl bewusst, dass diese CBD Alternative auch nach hinten los gehen kann und ich dadurch bald wieder regelmäßig THC Gras rauche, aber derzeit bin ich fest entschlossen das nicht mehr zu tun.

    So, ich hoffe der Beitrag ist halbwegs leserlich trotz der Länge und er motiviert andere, die auch dabei sind aufzuhören. Ich freue mich über Kommentare, Zusprüche, aber auch Kritik. Ich werde dann wieder mal berichten wie es ist das CBD auch wegzulassen und ob sich die Entzugssymptome eventuell dadurch wieder verstärken. ICh finde es jedenfalls spannend und möchte herausfinden, ob es zukünftig für mich wirklich eine ALternative zu normalem Gras sein kann und ich es schaff auch das nicht täglich zu konsumieren.


    Alles Liebe

    Achja, udn warum ich mich deinem Thread angeschlossen hab, Melody? Da deine Vorgeschichte recht ähnlich zu meiner klingt, auch in einigen deiner Gründe warum du aufhören möchtest finde ich mich wieder. Bin schon gespannt was du zu berichten hast und wann du mit deinem Vorhaben beginnst :-)

  • Servus mundos,


    ich habe mal deine 2 Beiträge zusammengefügt, aber letztlich wäre es eh besser wenn du dein Anliegen in ein eigenes Thema packen würdest.

    So kann man gezielt antworten und muss nicht immer eine Antwort an die verschiedensten Mitglieder richten - da kommt man irgendwann echt durcheinander ...

    Nenne mir doch bitte einen Titel für dein Thema, dann kann ich den Rest entsprechend umsetzen.


    Grade weil es auch um CBD geht, könnte eine Diskussion entstehen, welche dieses Thema sprengen würde.


    LG Franz

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo mundos, hallo zusammen


    Das ist ja schön, dass du hier her gefunden hast! Ich dachte schon, dass hier eher nix los ist :du:

    Erst mal danke für deinen ausführlichen Beitrag. Da kommt mir vieles bekannt vor und ich denke, die meisten werden so oder eine ähnliche Vorgeschichte haben. Wir sind halt einfach beim Gras hängengeblieben Für viele ist das ja oft nur eine Phase, wie mit dem Alkohol in jungen Jahren auch.. Nach meinem schlimmsten Alkoholrausch damals mit ungefähr 17 kannte ich mein Mass und habe es bis heute nicht mehr überschritten. Beim Kiffen war das anders, dort gab es eben nie eine Grenze:21:


    Dann möchte ich dir natürlich gratulieren, dass du schon 3 Wochen durchgehalten hast, obwohl du ja offenbar mehrere Gelegenheiten gehabt hättest, etwas zu konsumieren:top: Ich drück dir die Daumen, dass es weiterhin bergauf geht und du standhaft bleibst!:thumbsup: Und ich würde mich wirklich freuen, wenn du wieder mal berichtest, wie es dir so ergeht.


    Ich starte meinen Entzug am Montag. Bin im Moment gemischter Gefühle.. Aber ich will es dieses Mal wirklich schaffen und kämpfen, um clean zu bleiben. Ich denke viel darüber nach, was alles auf mich zukommen wird. Ich meine jetzt nicht den Entzug an sich, sondern dass ich mein Leben wirklich komplett ändern muss, mir neue Gewohnheit schaffen, wieder ein soziales Netz aufbauen muss usw. Aber wir werden sehen, erstmal nehme ich Tag für Tag und jeder Tag, an dem ich nicht konsumiere, ist ein guter Tag!:top: Ich berichte euch dann, wie es läuft.


    In dem Sinne: Allen, die das gleiche durchmachen oder es planen, alles Gute auf eurem Weg! Und berichtet doch hier, wie es euch so ergeht. Es ist immer hilfreich zu wissen, dass es da draussen noch andere Menschen gibt, die das gleiche durchmachen und gegen ihre Sucht ankämpfen.


    Liebe Grüsse

    Melody

  • Hey Melody, das find ich ja großartig, dass du das jetzt angehst. Du wirst sehen es lohnt sich und nach ein paar härteren Tagen wird das immer besser. Ich muss sagen es fällt mir echt leicht derzeit. Das Durchschlafen ist mal so mal so, aber großteils klappt das super und ich wache auch erholt auf. Ich hab schon noch tagsüber mal immer wieder Phasen wo ich super müde bin in der Arbeit, aber weiß nicht obs die nicht auch sowies geben würd udn wird.

    Was vielleicht ein kleiner Unterschied ist bei uns, dass ich mein Leben nicht komplett ändern wollte oder will, weil es großartig ist und auch mit Kiffen war. Sprich soziale Kontakte, Arbeit, Freunde, Sport gabs auch immer schon zur Genüge. Bei mir war es wirklich diese dumme Gewohnheit und fehlende Selbstdisziplin, dass ich dann doch wieder jeden Abend zumindest einen geraucht hab. Und dann aber während des Rauchens es eigentlich bereut habe und mich darüber geärgert habe. Plus halt nicht diese volle Klarheit am Morgen und vor allem der STress immer wo was mitzunehmen und oft auch heimlich wo rauchen zu müssen. Das wollte ich nicht mehr.
    WIe gesagt rauche ich derzeit schon ab und zu das CBD und ich finds super, leicht entspannend und null "stonedness" :-)


    Hey, ich wünsch dir ganz viel Kraft udn Durchhaltevermögen für die erste Zeit. Sieh es als Chance dich bewusst neu und anders kennenzulernen und neue Seiten an dir zu entdecken. Ich glaube dann regelt sich das mit dem Leben ändern auch ein Stückweit automatisch, da du auf neue Interessen stoßen wirst. Ich kann mir vorstellen, dass das schlimmste auch bei dir nach 1-2 Wochen überstanden ist und es dann halt heißt konsequent zu bleiben. Man das aber schafft, wenn man das wirklich will. BErichte gerne regelmäßig wies dir geht und was dich am meisten beschäftigt.

    Alles Gute

  • Hi Leute

    Ich wollte mich mal mit einem kurzen Zwischenbericht melden. Werde das sporadisch machen, da hier im Forum nicht so viel los ist (kann aber täuschen, da vielleicht viele einfach mitlesen. Hab ich zuerst auch gemacht:gi:)

    Ich hab jetzt die erste Woche hinter mir und was soll ich sagen? Es läuft schon fast zu gut! Keine Entzugserscheinungen (schwitzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und was sonst noch so vorkommen kann). Auch verspüre ich keinerlei Verlangen, einen Joint zu rauchen. Ich denke zwar ab und zu ans Kiffen, aber die Gedanken verfliegen relativ schnell wieder und beschäftigen mich nicht über einen längeren Zeitraum. Es ist fast ein bisschen unheimlich, da ich das so aus der Vergangenheit nicht kenne!:50: Muss dazu noch sagen, dass ich mir Unterstützung in der Akupunktur geholt habe. Hatte sowieso einen Termin (am Tag vor meinem letzten Kiffertag) und hab dann das Thema Rauchstopp angesprochen, ohne näher zu definieren, was genau:gi: Mein Akupunkteur war total begeistert und versprach mir, mich zu unterstützen. Ich bekam ein Pflaster ins Ohr, an dem eine kleine Nadel befestigt ist. Dort bleibt es, bis es sich irgendwann von alleine löst. Ehrlich gesagt hab ich mir davon nicht all zu viel versprochen, aber ein Versuch war es wert. Ich habe nämlich schon oft gehört, dass Leute das Rauchen (Zigaretten) so aufgeben konnten. Nun ja, ich ging dann nach Hause, rauchte gemütlich meine Joints und konnte zuerst keinerlei Veränderung feststellen. Dann aber, am nächsten Tag, als ich meinen ersten Joint angezündet habe, hat mich der Geschmack regelrecht angeekelt!:dz: Es war nicht das Gras, das mich geekelt hat, dafür aber der Tabak. Die restlichen Joints hab ich dann nur noch pur geraucht. Das ging besser, trotzdem war es kein wirklicher Genuss mehr. Ich weiss jetzt natürlich nicht, ob es an dem Pflaster liegt oder ob ich momentan mental tatsächlich stark genug bin, aber das ist im Prinzip egal, solange es so weitergeht:gj:

    Zum Einschlafen lese ich immer ein Buch, bis ich irgendwann so müde bin, dass mir die Augen zufallen. Das funktioniert wunderbar!:fr: Bin gespannt, wie es in der nächsten Zeit laufen wird. Hoffe weiterhin so gut! Werde mich bald wieder melden und euch berichten. Wer Lust hat, soll doch gerne von seinen eigenen Erfahrungen schreiben.

    Liebe Grüsse und alles Gute

    Melody

  • Hallo Melody,

    hab mich schon gefragt wann es endlich so weit ist udn du einen ersten Bericht gibst. Erstmal gratulation, dass du mit dem AUfhören begonnen hast, echt stark von dir und der wichtigste Schritt. Und super, dass du kaum Entzugserscheinungen und auch kein Verlangen hast. Bei mir waren die ersten Tage vor allem was das Schlafen betrifft meist schon recht mühsam und auch so dann nciht sonderlich fit. Wie geht es dir tagsüber, bist du fit und kannst dich gut konzentrieren?


    Cool auch das mit der Akupunktur, ich denke schon, dass dies unterstützend wirken kann. Schau aber trotzdem, dass du es nicht zu leicht nimmst, denn hab schon von einigen gehört, bei denen die Entzugssymptome erst so nach 2,3 Wochen gekommen sind. Aber genauso kenne ichw elche, die viele Jahre geraucht haben und auch gar keine Symptome hatten bzw. dieseo so schwach waren, dass es ihnen kaum bewusst war. Du hast ja in früheren BEiträgen mal gemeint du willst auch deswegen aufhören, weil du gern dein Leben etwas umkrempeln, mehr soziale Kontakte knüpfen willst. Hast du da schon Pläne wie du das angehen wirst?


    Was ich von mir sagen kann ist, dass die ersten 10 Tage neben den Symptomen auch voller Energie udn Euphorie waren, das daann allmählich zurückgegangen ist und genau da besteht die Gefahr wieder rückfällig zu werden. Bei mir geht es jetzt in die 5. WOche ohne THC (CBD Gras schon) und ich hab ganz selten noch Einschlafstörungen und manchmal hüpft mein Gemüt auf oder ab. Was mir allerdings aufgefallen ist, dass es sich nicht viel anders anfühlt tagsüber (wo ich ja sonst auch immer nüchtern war), außer eben morgens nach dem Aufstehen keine Matschbirne. Bis ich wirklich wach bin, dauert es aber auch jetzt trotzdem seine Zeit ;-) Aber ich hab mich jetzt schon wieder manchmal mit dem GEdanken ertappt, ich könnte doch einen kleinen rauchen oder mal ziehen am J. von Freunden. Habs aber dann doch nie gemacht, außer eben dann das CBD.


    Alles Gute dir weiterhin und bleib stark :-)

  • Hallo Leute


    Es ist schon über 1 Monat her seit meinem letzten Zwischenbericht und ich wollte mich mal wieder kurz melden.


    Seit 7 Wochen bin ich nun clean, und damit meine ich wirklich clean ohne jeglichen Rückfall! Obwohl ich anfangs noch ziemliche Zweifel hatte, dass ich es durchziehen kann, gelingt es mir momentan echt gut. Klar hab ich ab und zu das Verlangen nach einem Joint, aber mit der nötigen Ablenkung geht auch das wieder vorbei.

    Ich weiss nicht, woran es liegt, dass es mir so gut gelingt. Ich vermute mal, dass meine innere Einstellung stimmt und ich wirklich clean bleiben möchte. So viele Jahre habe ich mich einfach nur zugedröhnt und meine Probleme mit dem Kiffen zu verdrängen versucht. Hier kommt aber auch ein wenig Ernüchterung ins Spiel. Ich hab mich der Illusion hingegeben, dass meine Probleme verschwinden werde, sobald ich mit dem Kiffen aufhöre. Dies hat sich natürlich nicht bestätigt, wär ja auch zu schön gewesen :rolleyes: So langsam zeigt sich mir der ganze Scherbenhaufen, der sich über all die Jahre so angesammelt hat und das ist einiges. Anfangs war ich mit der Situation ziemlich überfordert, weil es nach so viel ausschaut. Mittlerweile bin ich aber an einem Punkt angelangt, wo ich mich selbst immer wieder erinnern muss, dass ich das nur langsam und Schritt für Schritt angehen und bewältigen kann. Es gehört halt einfach zum Leben dazu und zwingt einen, nicht ständig die Augen zu verschliessen (bzw. die Probleme wegzuqualmen) sondern sich dem Ganzen zu stellen. Natürlich geht das besser, wenn man klar im Kopf ist und ein gewisses Energielevel hat - dennoch steht noch eine Menge Arbeit an.


    Vielleicht noch kurz zu meinem Befinden (für diejenigen, die ebenfalls aufhören möchten und wissen wollen, was sich verändert). Seit ich mit dem kiffen aufgehört habe, ... :

    - schlafe ich deutlich besser (zuvor bin ich oft mehrmals pro Nacht aufgewacht und hab dann, um wieder schell einschlafen zu können, am Joint gezogen)

    - dauert es morgens nicht mehr so lange, bis ich mich (einigermassen) fit fühle

    - bin ich weniger verpeilt

    - habe ich mehr Appetit

    - habe ich wieder vermehrt Lust darauf, mich mit anderen Menschen auszutauschen oder mal was zu unternehmen (vorher war der Joint meist die bessere Alternative)

    - habe ich einiges an Geld gespart

    Es wird sich bestimmt noch mehr verändern, denn rund 8 Jahre Dauerkonsum gehen nicht spurlos an einem vorbei. Auf jeden Fall bleibe ich weiterhin stark und halte mich an den positiven Veränderungen fest. Ich meld mich dann in ein paar Wochen wieder mit einem neuen Bericht (keine Ahnung, wie viele das überhaupt lesen aber wenns jemandem hilft, umso besser. Ansonsten ist es auch für mich persönlich gut, die Veränderungen schriftlich festzuhalten und verfolgen zu können)


    Ich wünsche euch allen viel Erfolg und Durchhaltevermögen, es lohnt sich definitiv!:top:


    Liebe Grüsse

    Melody

  • Toll geschrieben, super durchgehalten, perfekt umgesetzt.

    Viel Erfolg weiterhin :thumbsup:

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)