Speed in der Liebe

  • Das klingt alles, als ob auch Dein Freund ohne Entgiftung und Therapie nicht weiter kommen wird. Beides setzt voraus, dass er erst einmal einsieht, dass er ein Problem hat, was bisher wohl leider nicht gegeben ist. Ich kann total nachvollziehen, dass Du verletzt bist wegen der Lügen und des Vertrauensbruchs, das kenne ich nur zu gut. Aber glaubst Du denn, dass es der erste Konsum seit März war? Ich will ihm das nicht absprechen, aber dass er seine Freunde nun auf neutralem Boden trifft, scheint mir keinerlei Garant dafür. Zudem klingt die Aussage "ich hatte halt mal Bock" schon nach ziemlich wenig Problemeinsicht... Wenn ich von meinen Erfahrungen ausgehe, kann ich nur sagen: ich habe meinen Freund nach seiner eigenen Aussage sehr oft auf Droge erlebt, ohne es zu realisieren. Manchmal hat er nach dem letzten Konsum sogar Schlaftabletten genommen, damit ich ihm seinen Konsum nicht anmerke...


    Aber gut, dass Du abgeklärterer bist. Ich wünsche Dir, dass Du das beibehalten kannst. Was meint er denn eigentlich mit Hilfe suchen? Hat er schon Mal was in die Richtung unternommen?


    Liebe Grüße, RF

  • Elaine ich finde man sollte dieses Thema in dein andere einfügen - sonst fehlt der ganze Zusammenhang und macht Antworten schwieriger.

    Anfangs dachte ich, es geht einfach nur grundsätzlich um die Frage.

    Jetzt vermischt es sich aber mit deinem anderen Thema und daher wird es eben schwieriger, wo man besser eine Antwort hinterlässt ;)


    Zur Frage an sich, man sollte auch bedenken, viele Süchtige leben auf der Straße oder haben zumindest keinen eigenen Wohnsitz mehr.

    Daher muss man manches einfach wieder neu erlernen oder aus der tiefen Versenkung holen - was ein Leben ohne Drogen bedeutet.


    Weiter hole ich jetzt gar nicht aus, weil ich erstmal deine Antwort abwarten will - 2 Themen oder eben wie vorgeschlagen, beide zusammenfügen ;)

    Eben mit deinem ursprünglichem Thema ==> Speed in der Liebe

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Franz, mach wie du denkst. Ich hatte hier nur auf Runningfrees Frage geantwortet. Und meine Frage leitete sich einst aus ihrem Thema ab. Mich würde aber interessieren, was sie zu allem sagt.


    Auf deine letzte Frage runningfree: er hat gestern per sms geschrieben, er suche sich Hilfe. Darum bat ich schon im März. Er wollte wenn dann SHG. Hat er nie gemacht. Ich habe ihn öfter mal gefragt, wie es ihm geht. Wie er klar kommt ohne Speed. Ich glaube, es war das erste mal seit März. Wir waren sonst jeden Tag zusammen und ich merke schon durchs Telefon, ja durch seine Art zu schreiben, wenn er drauf war. Wir stehen und wirklich sehr sehr nah und kleinste Veränderungen nehme ich sofort wahr. So glaubte ich zumindest. Dieses Mal war es wieder soweit. Wie gesagt, zur Bestätigung habe ich den Müll durchsucht.

    Ich denke nicht, dass er sich Hilfe suchen wird. Er will die Drogen einfach nicht aufgeben. Das höre ich raus.

    Ich muss einen cut machen. Aber das versuche ich seit letztem Jahr Oktober und scheitere jedes Mal. Dieses Mal tut es aber nicht so weh im Herzen. Ich konnte sonst nicht mehr essen oder schlafen und hatte richtig schlimme herzschmerzen.

    Ganz krass ausgedrückt, ich will den scheiß einfach nicht mehr.



    Wie ist denn dein Status? Wie geht es dir? Willst du nicht komplett ausbrechen aus dem ganzen?

    Liebe Grüße

  • Wäre es doll schlimm, wenn ich per sms oder WhatsApp nun Schluss mache? Wir haben so viel geredet über dieses Thema. Monatelang. Er hat mich hintergangen. Ins Gesicht gelogen. Bin ich ihn dennoch eine Trennung von Angesicht zu Angesicht schuldig? Ich habe schon einen Text verfasst, hadere, ihn abzuschicken. Für den Moment wäre es mir so am liebsten.

    Was sagt ihr?


    Ich sage noch dazu, dass seinerseits Tränen flossen gestern. Ehrliche Tränen.

  • Ich hatte hier nur auf Runningfrees Frage geantwortet. Und meine Frage leitete sich einst aus ihrem Thema ab. Mich würde aber interessieren, was sie zu allem sagt.

    Sie antwortet sich auch hier, wenn es in einem Thema ist :)


    Hallo Franz, mach wie du denkst

    Dein letzter Beitrag hat mich nun dazu veranlasst - das hätte ja eher in dein erstes Thema gepasst.


    Bin ich ihn dennoch eine Trennung von Angesicht zu Angesicht schuldig?

    Natürlich wäre es anders schöner, aber wer bestimmt wie du das nun durchführen sollst?

    Nur du ganz allein!!

    Früher hat man Briefe geschrieben, nicht jeder war durch irgendwas oder wen gezwungen das immer Live zu vollziehen.


    Vielleicht kannst du dich ja zu einer Mail entschließen, etwas ausführlicher erklären, aber letztlich muss dein Gegenüber so oder so akzeptieren was du mitzuteilen hast.

    Es wird seine Gründe haben, wenn du kein direktes Gespräch suchst, manchmal artet das ja nur aus und macht dann auch keinen Sinn.


    Ich würde so machen, wie du dich am besten fühlst - alles weitere wird sich zeigen ;)

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Elaine,


    denke auch, dass es da kein Richtig und kein Falsch gibt. Es gibt bestimmt gute Gründe dafür, dass Du Dich momentan nicht persönlich mit ihm auseinandersetzen möchtest und Dich deshalb eben kurz und bündig aus der Ferne trennst. Soll das nun endgültig so sein? Denkst Du, dass Du es schaffst, das ohne Unterstützung durchzuziehen?


    Du fragtest nach meinem Status. Momentan warte ich ab, was die Therapie bringt. Ich weiß ja gerade, dass er drogenfrei ist. Sollte er sich dauerhaft da herausarbeiten, möchte ich schon mit ihm zusammen sein. Ob er das aber durchhält, steht in den Sternen, und je näher das Therapieende rückt, desto mehr Risiken wird es geben. Die Rückfallquote ist einfach sehr hoch. Mehr als die Hälfte der Patienten verlassen die Einrichtung vorzeitig, dauerhafte Abstinenz schaffen etwa zwei bis drei Prozent, hieß es in einer Info zu der Therapie.


    Auch mein Freund scheint bisher noch nicht allzuviel Abstand gewonnen zu haben. Gestern sprachen wir darüber, mit welchen Gefühlen er auf die Zeit des Konsums blickt. Er meinte, das sei unterschiedlich: manchmal denke er einfach, er "könnte mal wieder". Und auch dass man ihm ja zumindest rein äußerlich die vielen Drogen-Jahre gar nicht so ansehe. Klang fast wie "Glück gehabt, dann kann's ja weitergehen!" Den hohen Preis hingegen, den er für den Konsum gezahlt hat, blendet er immer wieder aus, wie er selbst sagt. Das sei halt Sucht. Das ist einerseits ehrlich, und insofern ein Fortschritt - früher hätte er mir das so vermutlich nicht erzählt - aber es macht mir auch wieder klar, wie labil er und die ganze Situation ist.


    Sollte er wieder dauerhaft konsumieren, wird keine Beziehung mehr möglich sein, dann muss und werde ich mich trennen von ihm, auch wenn ich weiß, dass mir das schwerfallen wird. Aber ich habe es vor 20 Jahren schon einmal hinbekommen. Im Moment versuche ich, mich selbst zu stärken. Habe angefangen mit Sport, nehme mir mehr vor, war kürzlich mit meinem Sohn in Urlaub und konnte das genießen. Und wie schon in meinem eigenen Thema beschrieben möchte ich mir Rat in SHG oder Beratung/Therapie suchen, falls ich etwas geeignetes finde. Da ich berufstätig und alleinerziehend bin, ist das alles nicht so leicht zu vereinbaren. Mal sehen...


    Wünsche Dir, dass Du das alles gut hinbekommst. Vielleicht beginnt Dein Freund ja umzudenken, wenn Du tatsächlich dauerhaft weg bist. Meiner reagiert auf Zurückweisungen oder Kritik leider gerne mit Trotz und Rückzug. Ist ja erstmal am bequemsten...


    Liebe Grüße,

    RunningFree

  • Ich gehe davon aus, dass er sich seiner Droge jetzt erstmal wieder voll und ganz hingeben wird. Nach 5-7 Tagen wird er klar sein und denken. Ich würde sogar sagen, er hätte gute Chancen davon wegzukommen. Wenn wir zusammen sind schafft er es auch. Ich kann und will nur nicht Aufpasserin sein. Er muss Strategien finden auch ohne mich standhaft zu bleiben. Das hatten wir alles ausführlich besprochen. Er ging davon aus, er schaffe es so. Nun war die Sucht zu stark. Er konnte nicht widerstehen.

    Seine Reaktion allerdings ich solle nicht so übertreiben, er hätte halt einfach mal Bock gehabt, zeigt mir, dass er es entweder noch nicht begriffen hat oder verharmlosen will.

    Leider leider glaube ich, dass er erst richtig begreift, wenn ich wirklich weg bin. Dauerhaft. Nicht nur ein paar Wochen. Das wird natürlich sehr schwer. Ich weiß aber, alles andere ist toxisch für mich. Mir gehts so nicht gut. Ich vertraue nicht mehr und will nicht darüber nachdenken, ob er jetzt vielleicht wieder ballern geht.

    Ich möchte meine Energie voll und ganz in meine Kinder und mich stecken.


    Es ist alles hart. Du bist einst zurück gegangen, weil du ihn nicht vergessen konntest. Ich könnte mir gleiches für mich vorstellen. Auch in vielen Jahren emotional noch an ihm zu hängen.

    Dein Freund ist bestimmt ein toller Mensch, mit dem Herzen am rechten Fleck.

    Ich wünsche euch sehr, dass ihr das gemeinsam schafft. Vielleicht müsst ihr auch komplett das Umfeld wechseln. Wie alt ist dein Sohn? Wäre das alles möglich und vorstellbar für euch?

  • Hast Du Dich denn schon mal selbst beraten lassen? Ich hätte das schon zu einem viel früheren Zeitpunkt ins Auge fassen sollen. Stattdessen immer alles mit mir selbst abgemacht nach dem Motto ich schaff das schon. Und viele Jahre damit verbracht, immer wieder an ihn zu denken und in alten Zeiten zu schwelgen, bis ich es schließlich nicht mehr ausgehalten habe und dort hin bin und mich den Problemen aufs Neue ausgesetzt habe. So kann man seine Lebenszeit auch rumbringen ;)


    Deshalb würde ich Dir empfehlen, dass Du Dir Unterstützung suchst, um vielleicht einen Abschluss mit ihm zu finden. So eine Beratung kann glaube ich nochmal einiges zurechtrücken, was man sich gerne verklärt. Und auch mal helfen, zu überlegen, warum man sich eigentlich so sehr verstrickt in so eine Beziehung.


    Mein Sohn ist jetzt 11 und hat erst letztes Jahr Schule, Wohnort und Umfeld gewechselt, den möchte ich jetzt nicht schon wieder hier herausreißen. Mein Freund wird aber sein Umfeld definitiv wechseln müssen, wenn er auch nur den Hauch einer Chance haben will, nach der Therapie clean zu bleiben. Das weiß er auch, und es macht ihm Angst und Druck, aber die Einrichtung bietet da glaube ganz gute Begleitung an. Das Ganze kann auch bedeuten, dass er erstmal ne Weile weiter von mir weg ist, aber dann ist das halt so.


    Ein toller Mensch - Du bist lieb, danke! Klar ist er das für mich. Dir geht oder ging es mit Deinem Freund bestimmt ganz genauso. Leider überlagert die Sucht so vieles. Und man wird mit Lügen und anderem schwierigem Verhalten konfrontiert.


    Hast Deinem Freund Mal gesagt, dass Du nur mit ihm zusammen bleiben kannst, wenn er greifbare Schritte Richtung Abstinenz macht? Ich hätte ehrlich gesagt Zweifel, ob SHG da ausreicht. Du schreibst, er konsumiert Speed sein halbes Leben? Da wäre doch auch Mal eher was stationäres angesagt, oder?


    Liebe Grüße,

    RF

  • Ja, auf jeden Fall müsste er was RICHTIGES machen. Ich habe ihm gesagt, dass es nur ohne Drogen für uns weiter geht. Mehrfach. Wir waren ja im März richtig getrennt. Mit blockieren aller Kanäle. Er stand irgendwann vor meiner Tür. Wir lagen uns weinend in den Armen und er sah ein, er braucht Hilfe. Er hat aber leider gar nichts gemacht in diese Richtung. Dachte, er schafft es selbst.

    Aber vielleicht wollte er das auch gar nicht.

    Wenn ich bei ihm bin, kann er leichter drauf verzichten. Ich war nun am WE weg, ohne ihn und dann Zack hat er zugeschlagen. Aber so richtig. Am schlimmsten für mich, das Lügen. Er muss so krass süchtig sein, eigentlich würde er NIE die Kinder im druffen Zustand betreuen. Er weiß auch, dass das für mich nicht geht. Er hat’s trotzdem gemacht.

    An eine Therapie für mich habe ich damals gedacht, weil es mir körperlich wirklich sehr schlecht ging deswegen. Coabhängig vermutlich. Ich habe viel mit meinen Freundinnen geredet. Das hilft. Und mir Christian Hemschemeiers Zeug zu toxischen Beziehungen reingezogen. Das hat mir einiges klar gemacht, was ich rational auch wusste. Aber das Herz. Das verdammte Herz.

    Momentan geht es mir ganz gut. Ich bin ziemlich klar mit mir.

    Sehe die Kinder im Vordergrund. Wenn wir mal ehrlich sind, kann man ihnen doch keinen Suchtkranken zumuten.

    Wie kannst du das vereinbaren? Lebt ihr zu dritt zusammen? Bekommt dein Sohn was mit? Ich finde, wir sind es Ihnen schuldig, uns von Beziehungen fern zu halten, die nicht gut für uns sind. Aber da kommen wir wieder zum Herzen. Das und der Verstand sind so konträr. Ich weiß nicht, wie man das in Einklang bringt. Gerade gehts, aber ich fange irgendwann an, an die schönen Momente zu denken. Dann werde ich vermutlich schwach werden. Das zu überstehen gilt es.

    Ich hatte zuvor nie solche Beziehungen. Drogen waren nie Thema. Hatte mich bewusst gegen solche Partner entschieden. In ihn habe ich mich sehr verliebt. Rabert schrieb, das sei verlangen, diese Liebe auf den ersten Blick. Vielleicht war es das. Vielleicht ist es so einfach. Ich war Single und kam zuvor aus einer recht lieblosen Beziehung. Er war es der mein Herz aufblühen ließ.

  • Liebe Leute, das kommt mir alles so unsagbar bekannt vor. Ich habe ja einen Thread offen "PartnerAlki"... same shit... ich bin auch völlig fertig und erkennen soviele Parallele. Teller, duschen, ... all das war immer ein "Problem" und auf Pepp rauchen, alle 10 Min, der Aschenbecher quoll über...vllt lest ihr da mal und habt auch den ein oder anderen Rat. Je mehr Leute desto besser. Im Moment werde ich seit Montag komplett ignoriert, er hat sich eine Story ausgedacht um uns nicht zu sehen, bzw das Kind...mein Herz blutet... ich bin am Ende.

  • Ein Update. Ich habe ja die Trennung vollzogen. Nun hat er einen Teil seiner Sachen geholt und wir haben kurz telefoniert.

    Ich fühle mich schrecklich und beginne schon wieder zu zweifeln. Übertreibe ich? Ist er doch gar nicht süchtig. Ich fühle mich so dumm gerade.

    Ich fragte ihn, was er nun mache in Richtung Therapie. Er sagte:“nichts“. Momentan könne er das nicht, keine Zeit. Er muss eine Wohnung suchen usw. außerdem lässt er sich nun nicht mehr einreden, er sei süchtig. Er lebt sein Leben, wie er es für richtig hält und fertig. Wenn ich damit nicht klarkomme, und so habe ich ja auch entschieden, ist eine Trennung das beste.

    Das ist abartig hart. Nun zweifle ich jegliche angebliche Liebe zu mir natürlich an. So groß kann sie ja nicht gewesen sein, wenn dieses Scheißzeug so viel wichtiger ist.

    Wie gehe ich damit um?


    Mit meiner Großen habe ich auch gesprochen. Sie fragte nach ihm und ich erzählte ihr nun, dass er nicht mehr kommt, weil er eine Medizin nimmt, obwohl er gesund ist. Diese verändert ihn ganz doll und er will es auch nicht sein lassen. Sie sagte sofort,“also sowas wie Drogen!“ sie hat bitterlich geweint, versteht nicht, warum er es nicht lässt. Hat Angst ihn nie wieder zu sehen und vor allem seine Tochter nicht. Für sie gerade ganz schön schlimm.


    Ich brauche kurz ein Feedback, dass ich mir seine Sucht nicht einrede und übertreibe.

  • Ich brauche kurz ein Feedback, dass ich mir seine Sucht nicht einrede und übertreibe.

    Nach dem, was du bisher geschrieben hast, redest du dir seine Sucht nicht ein und du übertreibst auch nicht. Noch schlimmer ist, dass er die Situation nicht als die erkennt und akzeptiert, die sie ist, und eine nachhaltige Therapie und Verhaltensänderung ablehnt bzw. als nicht erforderlich betrachtet. In solchen Fällen ist Hoffnung und Optimismus fehl am Platz.


    Schütze dich und deine Kinder und lass ihn gehen. Das ist nicht leicht und tut sehr weh, aber ihr werdet mit großer Wahrscheinlichkeit so auf Dauer glücklicher leben.

    Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggeworfener Zeit,

    deine Träume schiebst du endlos vor Dir her.

    Du willst noch leben irgendwann, doch wenn nicht heute wann denn dann,

    denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her!


    aus: "Kein Zurück" | (c) Peter Heppner (Wolfsheim), 2003

  • Danke für deine Worte Rabert. Ich muss weiter loslassen. Das war vorhin sehr schwer. Ja, ich muss vor allem meine Kinder schützen. Wo Kinder sind, ist es drogenfrei. Das ist ganz einfach.

    Wir wollten morgen früh erst noch reden, wenn er den Rest holt, aber ich habe das jetzt erstmal abgesagt und auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben. Mir hat das heute gereicht.

    Ich habe ja einige deiner Beiträge hier schon gelesen, wie hast du denn den Absprung damals geschafft von deiner Freundin? Es ist ja schon echt schwer, dass alles hinter sich zu lassen und damit abzuschließen.

  • liebe elain, das ist genau derselbe scheiss wie bei mir. sorry die wortwahl... vllt können wir mal telefonieren? besteht die möglichkeit? deine sätze könnten meine sein, ich habe mich auch gefragt, ob ein tütchen pepp wirklich sucht ist... das ist so heftig... bitte kontaktiere mich, wenn du magst...lg

  • wie hast du denn den Absprung damals geschafft von deiner Freundin?

    Ich glaube, ich bin einfach so gestrickt. Ich gebe viele Chancen, aber irgendwann wird es mir zuviel, dann ist es genug und ich mache einen Schlussstrich. Dann legt sich bei mir im Kopf ein Schalter um, und es ist aus und vorbei. Ich bedaure, dass es enden muss, aber ich leide nicht darunter, dass ich es beendet habe, weil ich weiß, warum ich es beendet habe.


    Was ich aber vor allem gemacht habe ist aus Fehlern und Erfahrungen zu lernen. So habe ich nie wieder etwas mit einer Süchtigen angefangen, oder auch nicht wieder den Fehler gemacht - wie bei meiner ersten Frau - meine Lebensgefährtin formen zu wollen. Es erschreckt mich immer wieder, wenn ich in diesem Forum lese, dass die "Opfer" immer wieder den gleichen Fehler machen und eben nicht lernen, aus Erfahrungen keine Konsequenzen ziehen.


    Was ich in meinem Leben gelernt habe ist, dass Beziehungen nicht so ablaufen müssen, wie ich es immer wieder in diesem Forum lese. Mit meiner zweiten Frau bin ich nun seit über 30 Jahren zusammen und mit ihr heute noch glücklicher als am ersten Tag. Seit ich weiß, dass es so etwas gibt, dass so etwas möglich ist, weiß ich auch, dass ich vorher richtig gehandelt habe, wenn ich unerträgliche Beziehungen einfach beendete.

    Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggeworfener Zeit,

    deine Träume schiebst du endlos vor Dir her.

    Du willst noch leben irgendwann, doch wenn nicht heute wann denn dann,

    denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her!


    aus: "Kein Zurück" | (c) Peter Heppner (Wolfsheim), 2003

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