Die Sucht muss ein Ende finden.

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  • Hallo an alle stillen und nicht stillen Mitleser.

    Nach vielen Stunden des Lesens habe ich mich nun auch hier angemeldet um einerseits meine Gedanken loszuwerden, andererseits aber um anderen zu zeigen das sie nicht alleine sind mit ihren Problemen.

    Ich bedanke mich schonmal für alle anderen die hier Threads eröffnet haben. So fiel es mir definitiv einfacher meine eigentlich private aber doch anonyme Story hier zu verfassen.


    Zu mir:

    21Jahre jung, 1.80m, 62kg

    Cannabis-Konsument seit dem 15. Lebensjahr


    Ich weiß garnicht so recht wo ich anfangen soll..

    Angefangen hat alles als Jugendlicher am Wochenende wie bei vielen mit einem Joint.

    Bis es relativ schnell immer mehr und mehr wurde.

    Mit 17 zur Ausbildungszeit wurde schon morgens ein Kopf geraucht, abends nach Feierabend dann nochmal 4 oder mehr.

    Damals hat das ganze noch euphorische Wirkung gezeigt. Die habe ich aber schon lange nicht mehr gespürt.

    Seit drei Jahren ist es einfach nurnoch stumpfes Köpfe rauchen damit der Sucht-Kopf sagt ja jetzt bist du zufrieden.

    Meine Ausbildung habe ich letztes Jahr mit 2.3 abgeschlossen (dicht wie eh und je bei schriftlich und praktisch) jedoch war vor das größte Problem morgens aus dem Bett zu kommen.

    Diese Antriebslosigkeit wird von Monat zu Monat schlimmer. Genau wie der Konsum bzw der Verbrauch an Cannabis. Von damals max 1g am tag sind heute 2 bis 2.5 g am Tag keine Seltenheit, vor allem nicht seitdem ich durch einen Bandscheiben Vorfall seit 2 Monaten Zuhause hänge.

    (Die ganze Situation lässt mich viel über alles aktuelle bzw. Wie es sich entwixkelt hat nachdenken da ich momentan einfach Zeit ohne Ende hab.

    Ich esse nichts mehr, gehe morgens um 6 schlafen, stehe um 14 Uhr auf und sitze den ganzen Tag am PC.

    Hobbys, Freunde und die Lebensfreude von früher sind schon lange weg. Kontakt mit der Familie wird auch immer weniger. Lediglich die Sucht begleitet mich immer tiefer ins Elend.

    Glücklich bin ich so schon lange nicht mehr und werde es auch mit kiffen nicht mehr das weiß ich(weil ich immer vor Augen habe was ich mir damit alles versaut habe). Ebenso bin ich mir bewusst das ich mit meinen Suchtverhalten niemals ein Gelegenheitskonsument werden kann. Zu oft schon den Rückfall am eigenen Leib erlebt.

    So bin nun auch ich hier mit diesem Thread am Start und möchte meinem Weg mit dem Ziel das Zeug nie wieder zu rauchen endlich einschlagen.

    Wie viele andere habe ich schon öfters den Willen gehabt aufzuhören jedoch hat die Sucht immer gesiegt. Und dem möchte ich endgültig ein Ende setzen.

    Ich bin mir bewusst das der weg schwer sein wird und viel kraft und vorallem zeit braucht das alte Suchtmuster gegen ein Muster des normalen Lebens zu tauschen.

    Jedoch habe ich durch die Erkenntnis, wer ich momentan bin und wer ich eigentlich sein möchte einen regelrechten Hass auf die Droge da sie mich in allen Lebenslagen einfach nur hindert, blockiert Ja schon fast lähmt.

    Finanziell kommt der Aspekt ja auch noch dazu. 300€ im Monat (letzten 12 Monate lang) sind locker easy zu Rauch geworden. Probleme mit Freundinnen, Familie und Kumpels sind zum größten Teil durchs kiffen gekommen.

    Ich will einfach Leben ohne morgens nur diesen "Kiff"Gedanken zu haben, ohne ein Stück organisches Material zum Mittelpunkt des Lebens zu machen.


    Aufgrund der ganzen Erfahrungsberichte bin ich fest entschlossen mir selbst treu zu bleiben und freue mich ehrlich gesagt darauf mich und das Leben ohne Sucht neu kenne zu lernen.


    Beitrag wird noch editiert da ich noch etliche Seiten schreiben kann, jetzt aber doch langsam müde werde haha :D

    Gekifft wird seit gestern NICHT mehr. (Irgendwann muss man ja anfangen)


    Freue mich über Leser und natürlich auch über die ein oder andere Antwort.

    Ich rate jedem der nicht glücklich ist mit seinem Konsum sich selbst zu reflektieren und sich damit auseinanderzusetzen was man von sich und seinem eigenen Leben erwartet. Ich persönlich, finde es traurig das ich erst so spät drauf aufmerksam geworden bin wie sehr mir Cannabis doch schadet. Bzw weiß man es schon vorher will sich es aber nicht eingestehen da die Sucht einen im Griff hat.


    Grüße NoMore420

  • Hi. Wünsche dir viel Erfolg, und dass du dich mit sinnvollen und potenziell erfüllenden Sachen beschäftigst.


    Weißt du, woher du einen Bandscheibenvorfall in dem Alter hast?


    Was vermutest du denn, was "normales Leben" ist, oder was würdest du dir wünschen, oder wovon träumen? Selber Ideen, was du ausprobieren könntest?


    In was für einer Gegend wohnst du? Vielleicht kannst du Möglichkeiten in der Natur nutzen.

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzungen, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

  • Hallo strider,

    Danke für deine unterstützenden Worte

    Der Bandscheibenvorfall ist meinen Beruf (Gartenbau) zu schulden und der Tatsache das ich mit meinen 60kg keine 220 Stunden im Monat aushalte. Hab dafür direkt im ersten Gesellenjahr meine Quittung bekommen.

    "Normales Leben" - ich denke normal ist für jeden was anderes. Wenn ich aber dran denke wieder ein normales Leben zu führen geht mir dabei durch den Kopf wie es in der Jugend war. Klar wird nichts wie vor ein paar Jahren aber mir geht's da eher um die Sozialen Aspekte die mir damals noch wichtig waren und heute einfach an einem vorbeifliegen. Sprich generell den Kontakt zu Menschen, mit gleichgesinnten Hobbys zu teilen, ehrlich gesagt möchte ich auch die Lebensfreude wiederentdecken denn momentan ist einfach alles trist und egal.

    Man möchte Menschen an seiner Seite haben für die man sich interessiert, die sich aber genauso für einen selber interessieren. Ich möchte einfach wieder mein normales Leben was ich früher ohne Sucht gehabt hab.

    Es wird ein anderes ganz klar, aber es soll möglichst ohne Sucht sein die mein Leben so aus der Bahn wirft wie die Marihuanasucht es tut..

    Natur habe ich zum Glück nahezu unendlich vor der Tür - Eifel sei dank

    Gut, dass du mich dran erinnerst..hat man kaum aufm Schirm wenn man die Tür nurnoch zum kaufen gehen öffnet.

    Da ich ja gelernter Gärtner bin habe ich sowieso immer Interesse an der Natur gehabt und auch einfach nur draußen zu sein. Durch die Arbeit hatte ich das natürlich 10h am Tag (Zumindest frische luft) da war ich froh abends drin zu sein aber jetzt in der Phase hier werde ich definitiv nochmal öfter raus in die doch so schönen Wälder gehen.


    Grüße

  • Servus NoMore420,


    was passiert denn nun wegen dem Bandscheibenvorfall?
    Ich nehme mal an du bist in Behandlung?
    Wie ist die Diagnose und wo ist der Vorfall?

    220 Stunden im Monat arbeiten sollte nicht der Normalfall sein, aber vielleicht schreibst du teuer noch etwas mehr dazu.
    Die Ansätze, wie du dir dein künftiges Leben vorstellst, finde ich gut!
    Natürlich muss man sich Gedanken machen, wie man seine Zukunft gestalten möchte, aber aktuell sind schon auch noch ein paar Dinge wichtig, dass überhaupt eine Zukunft ohne Cannabis möglich wird :1:
    Aufkommende Symptome des Cannabisentzugs kannst du mit folgenden Dingen etwas unterstützen:

    • viel frische Luft
    • wenn möglich etwas Sport
    • viel trinken, am besten Wasser und Tee
    • gesund essen
    • :s:

    Zusätzlich könnte dich unser Partnerprogramm „Lass das Gras“ unterstützen!

    So wie ich es verstehe, steckst du jetzt im Tag zwei oder drei ohne Cannabis?
    Wie geht es dir körperlich und psychisch?

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hi Franz

    Der BSV ist am untersten Wirbel der Lendenwirbelsäule und strahlt bis ins rechte Knie aus.

    Dadurch das wir im Gartenbau Saisonabhängig sind stimmen die 220 Stunden. 190 hätten es bestimmt auch getan aber ja..ich wollte geld verdienen. Hatte das auch nur dieses Jahr vor um mir ein Motorrad zu kaufen was ich auch gemacht habe und dann kam das Desaster.

    Danke für deine Worte und die Vorschläge um den Entzug etwas erträglicher zu machen.

    Heute ist der dritte Tag ohne und heute morgen war das Bett nass geschwitzt.

    Hände sind tagsüber immer etwas schwitzig und etwas zittrig bin ich auch. Hunger hab ich nur kaum aber hatte ich vorher auch nicht. Brauch alles Zeit und wie du sagst Disziplin.

    Dennoch ist die Klarheit im Kopf einfach atemberaubend und man fragt sich warum man sich immer so gedrosselt hat.

  • An L4/L5/S1 bin ich unter anderem schon operiert ;)

    Mach halt ne Reha im Winter, dann hast ne gute Zeit und das richtige Training!


    Weiter viel Erfolg!

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Wirst sehen, die Reha wird dir gut tun und eine Woche Verlängerung is sicher kein Problem - wenn du es willst ...

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    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)