Was kann ich tun wenn Tochter unter Verfolgungswahn leidet

  • Hallo Petra,


    Geht in Paranoia oder Schizophrenie?

    Auf diese Frage kann man leider nicht so gut antworten, weil der Kontext fehlt. Vielleicht magst du noch mehr zur Frage schreiben oder deine Situation ein wenig skizzieren, sodass man dir besser antworten kann?


    Viele Grüße,

    grany

  • Hallo Petra :)

    Paranoia und Schizophrenie sind beides Diagnosen, die ein Laie gar nicht stellen sollte. Am besten wäre es, vorrausgesetzt deine Tochter möchte das auch, eine*n Therapeut*in aufzusuchen und das abklären zu lassen.


    Wie geht es dir damit?

    Aber grany hat Recht, erzähl doch mal ein bisschen was!


    Ganz liebe Grüße,

    Fabienne von ConAction

  • hi Fabian, leider ist das festgestellt. Immer wieder klinikaufenthalte ohne Erfolg, da sie die Medikamente ablehnt. Sie glaubt durch 1 Infusion radioaktiv verseucht zu sein und dürfte nichts essen und trinken. Die Nachbarn wollen sie angeblich umbringen. Aber sie lehnt klinische Hilfe ab.

    LG. Petra


    Erst vorgestern ist sie mit ihrem Hund auf der Suche nach hilfe einfach mit dem Zug irgendwo hingefahren und die ganze Nacht herumgeirrt. Am nächsten Mittag erst hat sie mich weinend angerufen und mich gebeten sie da abzuholen und ins Krankenhaus zu bringen. Das habe ich gemacht. Der Arzt hat ihr gesagt, das sie nichts böses in sich hat, aber er könnte erkennen dass sie länger nicht gegessen und getrunken hat, anhand einer Urinuntersuchung. Er hat ihr angeboten 3 mal ob sie in eine psychiatrische Klinik wolle. Sie sagt, dass braucht sie nicht. Er hat ihr noch gesagt, wenn sie nicht isst und trinkt schädigt sie Magen und Nieren. Mehr könnte er nicht machen. Hab sie dann nach Hause gefahren. Kann sie leider nicht zu mir nehmen, da sie unkontrollierte Wutausbrüche kriegt und mich dann beschimpft oder sogar schlägt.

    Mache mir trotzdem Grösse Sorgen um sie, kann aber nichts machen.

    Meine andere Tochter ist am 23. 6. 18 nach schwerer 7 jahrelanger Krebserkrankung verstorben. Jetzt habe ich Grösse Angst auch mein 2. Kind zu verlieren.

    LG. Petra


    sorry sollte Fabienne heissen, hat irgendwie Fabian draus gemacht.

    LG Petra

  • Servus Petra,


    habe mal deine letzten Beiträge in einen Beitrag zusammengefügt, so ist es leichter lesbar ;)


    Wenn m an schon ein Kind verloren hat, dann ist es verständlich, wenn man noch größere Sorgen mit sich rum trägt :(

    Ich bin etwas verwundert, dass man sie nicht da behalten hat, wenn es denn mit Nahrungs-/Flüssigkeitsaufnahme schon kritisch ist.

    Wenn sie auch zudem noch in gewisser Weise gefährlich ist, dann sollte man schon mal weitere Schritte überdenken ...


    Weitere Schritte könnten eine Einweisung sein, unter den von dir beschrieben Umständen könnte ich mir vorstellen, dass dies erfolgen könnte.

    Solch ein Schritt ist nicht einfach für Eltern, aber manchmal notwendig.

    Unterstützung würde da von der Klinik oder dem Hausarzt möglich sein, aber darum müsstest du dich kümmern.


    Da sie nicht bei dir wohnt, wie lebt sie denn eigentlich?

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • hi Franz,

    ja sie würde auch schon 1 mal zwangseingewiesen, verhält sich dann extrem ruhig und unauffällig, damit sie schnell wieder raus kommt. Ist ihr auch gelungen.

    Jetzt sägen die Ärzte, geht nur mit ihrem Einverständnis und sie sagt dann.....nein, das brauche ich nicht.

    Sie wohnt mit kleinem Hund allein in 1 Zimmerwohnung.

    Früher war sie mega sauber und ordentlich, jetzt herrscht Chaos. Sie will eine andere Wohnung in der früheren Wohngegend weil sie da glücklicher war und hat schon viele gepackte Kisten rum stehen.

    Da sie sich aber nicht beim Arbeitsamt kümmert, kriegt sie Sperren und keine Umzugsgenehmigung.

    Ihre einzige Kontaktperson bin ich, sonst will keiner was damit zu tun haben. Leider hört sie kein einziges Mal auf 1 Ratschlag. Laut Gesundheitsamt könnte sie mit ihrem Einverständnis betreutes Wohnen zu Hause haben, dann kann auch ihr Hund bei ihr bleiben. Will sie auch nicht annehmen. Ich kann ihr nicht mehr helfen, das können nur Fachleute.

    Habe momentan auch keine Kraft mehr.

    LG Petra

  • Hallo Petra,

    das mit deiner verstorbenen Tochter tut mir sehr leid, so etwas sollte niemand erleben müssen.

    Ich habe das Gefühl, du stehst mit deiner Hilflosigkeit ziemlich alleine da!
    Es gibt in Mörfelden-Walldorf den Sozialpsychiatrischen Verein, der eine Beratungsstelle auch für Angehörige hat (Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle, kurz: PSKB). Ich könnte mir vorstellen, dass es dir helfen würde, dort einen Termin zu vereinbaren und auf einige Fragen Antworten zu bekommen. Die Telefonnummer wäre die 06105-9222-200.


    Viel Kraft & liebe Grüße,

    Fabienne

  • Hallo Fabienne,

    ja es stimmt, ich stehe alleine da mit den Problemen. Lieben Dank für die Telefonnummer. Zum 1. 7.19 ziehe ich in die Nähe davon, deswegen schaue ich hier nicht mehr danach mir Hilfe zu holen, aber nach dem Umzug hilft mir die Info auf jeden Fall weiter. Danke

    LG. Petra

  • Hallo Petra,

    Dann hoffe ich natürlich, dass du den Umzug gut hinter dich bringen kannst. Wenn du bis dahin jemanden brauchst, um einfach mal dein Herz auszuschütten, kannst du dich auch gerne über unseren Live Chat melden!


    Wie ist denn gerade die Situation mit deiner Tochter?


    Liebe Grüße!

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