Angst/Panik/Depression - Was stimmt nicht mit mir ?

  • Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe auf diesem Wege vielleicht die ein oder andere Antwort zu bekommen, nach der ich so sehr suche.


    Ich weiß nicht mehr was mit mir los ist. Mir geht es einfach nur noch schlecht.


    Kurz zur Kindheit:

    Ich bin 23 Jahre, hatte eine relativ normale Kindheit. Materiell hat es mir nie an Etwas gefehlt. Meine Mutter ist eher eine ängstliche und unsichere Person, die sich schnell beeinflussen lässt. Liebe hat sie mir immer gegeben.

    Mein Vater hat für mich vieles an Materiellem errichtet ob Spielzeugturm etc. Er ist ein Perfektionist, der schnell an die Decke gehen kann, wenn es nicht so läuft wie es soll. Er kann nicht über Gefühle reden oder welche zeigen. Ich wurde mehr oder weniger darauf getrimmt, dass zu machen was die Eltern erwarten, da sonst der Liebesentzug kam. Als Kind wurde ich nie alleine gelassen. Man hat es mir nie zugetraut, es hieß nur" nein das kann sie nicht "... ich bin zur Unsicherheit und unselbstständigkeit erzogen worden.


    Meine Pubertät war der Hammer. Ich hab mich abgegrenzt und mein Ding durchgezogen.

    Bis zu meinem 15. Lebensjahr war auch alles super. Es gab zu Hause immer viel Ärger aber da konnte ich drüber stehen und mich abgrenzen. Ich wollte anders leben und nicht so wie meine Eltern.

    Mit 15. Hatte ich dann eine Panikattacke durch den Konsum von Haschisch. Sie nannten es schwarzer Afghane.

    Ich hab gedacht ich muss sterben, ich habe meine Freundin verwechselt und dachte ich wäre im Traum. - Der erste größte Fehler in meinem Leben

    Danach hab ich anders gelebt. Vorsichtig. Habe alles in Frage gestellt, hab mich nicht mehr viel getraut, aus Angst die Kontrolle zu verlieren. Hab mich immer nur in Situationen begeben, in denen ich den Überblick hatte.

    Naja es ging. Ich hab meine Ausbildung abgeschlossen. Gearbeitet, hatte Freunde. Es gab Momente da hab ich mich alles getraut. Und dann welche in denen ich lieber zu Hause blieb.

    Nach einiger Zeit fingen magenprobleme an. Durchfall immer wieder mit Panikattacken. Ich konnte nicht mal mehr arbeiten gehen. Alles drehte sich um meine magenprobleme. Zu Hause war alles gut, unterwegs bekam ich panik. Egal.wo ich war, ich musste als erstes wissen wo die Toiletten sind. Bin nirgends hin gegangen wenn dort keine Toiletten waren, oder wenn es einfach zu weit weg war.

    Magen und Darmspiegelung überstanden - nichts gefunden. Gut ab in die Psychosomatische Klinik. Lief die ersten paar Wochen ganz gut dort. Dann sagte mir die Therapeutin ich hätte eine Depression und damals beim Drogenkonsum Halluzinationen gehabt.

    Halluzinationen??

    Ich bin vor panik fast umgekippt. Das hat mich total aus der Bahn geworfen. Hab gleich an einen schlimmen Horrorfilm mit psychisch kranken Menschen gedacht. Panik pur. Naja weiter geht's. Ich war natürlich so dumm und hab nach Halluzinationen Schizophrenie, Psychosen gegooglet.

    2. Fehler in meinem Leben.

    Ich lief in der Klinik Rum wie ein Schluck Wasser, hab mich nicht getraut was zu sagen, hatte Angst dass man mich in die geschlossene steckt.

    Dann sagt einer der Mitpatienten was von gesteuerten Träumen, luzides Träumen. Man müsse sich sagen ich darf nicht einschlafen und wenn man dann einschläft kommt man dort hin. Kann allerdings auch schief gehen und es könnten Halluzinationen entstehen.

    Gut alles klar ich war fix und fertig. Abends im Bett hatte ich so eine Angst zu schlafen ich bin fast durchgedreht. Panik hinter panik. Aber nein es kam noch schlimmer. Auf einmal hörte ich einen Knall in meinem.Kopf, wie als wenn jemand die Tür zu haut. Es war schlimm. Dann kamen noch mehrere laute Schüsse im Kopf dazu. Ich hab gedacht jetzt ist es vorbei.

    Irgendwann bin ich dann schweißgebadet eingeschlafen, hab nicht.nehr darüber geredet und bin irgendwann aus der Klinik entlassen worden. Ich wollte nur meinen durchfall bekämpfen und komme völlig verstört wieder raus.


    Nun ... denke ich mehrmals am Tag darüber nach, und es.treibt mich in die Verzweiflung. Ich habe immer Angst etwas zu hören was nicht da ist. Manchmal finden meine Gedanken keine Ruhe und Rascheln und klappern hin und her. Dann bekomm ich auch gleich wieder Panik.. ich hätte mich nie mit "lauten gedanken" etc beschäftigen dürfen... ich fühl mich einfach kraftlos. Ich denke oft es hat keinen Sinn mehr, ich kann nicht mehr. Bald werde ich eh verrückt...


    Was stimmt denn nicht mit mir?

    Wieso bin ich so unsicher und lass mich so schnell beeinflussen....

    Was ist das? Depression? Angst? Psychose?

  • noch zur Ergänzung.

    Ich weine innerlich, so als wenn ich zerbreche. Ich denke immer ich schaff es nicht ich kann nicht und ich will nicht.. die Hoffnung ist ganz mal verblichen. So als hätte ich meine Gedanken und Emotionen nicht mehr im Griff..

  • Was stimmt denn nicht mit mir?

    Wieso bin ich so unsicher und lass mich so schnell beeinflussen....

    Was ist das? Depression? Angst? Psychose?

    Hallo Maymay! Diese Fragen können wir dir hier nicht beantworten, weil wir dich nicht kennen und weil wir weder Ärzte noch Psychologen sind. Aber ich kann dir eines sagen: Du bist mit ziemlicher Sicherheit krank. Krankheiten kann man entweder ertragen oder man kann sie behandeln lassen. Wenn man unter einer Krankheit so sehr leidet wie du es tust, wäre es jedoch nicht klug zu versuchen, sie einfach zu ertragen. Also mein Rat an dich: Suche dir einen Psychologen oder Arzt (oder zwei), lege ihm oder ihr den Text deines Beitrages oben vor und sage, dass du dringend Hilfe brauchst. Alles Weitere wird sich dann ergeben.

    Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggeworfener Zeit,

    deine Träume schiebst du endlos vor Dir her.

    Du willst noch leben irgendwann, doch wenn nicht heute wann denn dann,

    denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her!


    aus: "Kein Zurück" | (c) Peter Heppner (Wolfsheim), 2003

  • Hallo Maymay,

    nach deinen Erlebnissen in der Klinik kann ich nachvollziehen, dass es dir gerade nicht gut geht. Es klingt danach, dass du mit der aktuellen Situation überfordert bist, Hilfe brauchst und möchtest! Vielen Dank für deine Offenheit hier.

    Es gibt Therapeuten, die sich auf die Arbeit mit Angstpatient*innen spezialisiert haben, das könnte für dich das richtige Setting sein. Wenn du Unterstützung bei der Suche nach dem/der richtigen Therapeut*in brauchst, kannst du dich gerne bei uns melden!


    Ganz liebe Grüße,

    Fabienne von ConAction

  • Hallo Maymay,


    ich kann Dir nur aus der Erfahrung heraus nur anraten, so schnell als möglich Dir professionelle Hilfe zu holen!!

    Panikattacken/Depressionen, das sollte, nein, muss man zügig angehen!!

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