Das Leben eines Dauerkiffers - Gesichter einer Sucht

  • Hoffnungsvoller Neustart?!?



    Mit 13 oder 14 Jahren habe ich das erste Mal gekifft. Mit 16 war ich bereits Dauerkiffer ... und das sollte ich noch lange Zeit bleiben ... weit über ein Zahrzehnt.


    Ob ich heute noch kiffe? Wie die Geschichte meiner Sucht geht? Wie war, wie ist meine Beziehung mit Mary Jane? Darum soll es hier gehen.


    Vor einigen Jahren, als mein Kampf mit der Sucht einen seiner Höhepunkte nahm und meine Verzweiflung besonders groß war, hatte ich u.a. in diesem Forum hier Erfahrungsberichte und Blogs von Menschen, mit einer ähnlichen Geschichte entdeckt und habe sie verschlungen. Zum ersten mal hörte ich Geschichten, die meiner eigenen (bisweilen erstaunlich) ähnlich waren.


    Das hat mir enorm geholfen und ich nahm mir vor, ebenfalls meine Geschichte aufzuschreiben und mit anderen zu teilen. Ich begann also, begleitend zu einem großangelegten Aufhörversuch, einen Blog namens "Kiffen oder Leben", bekam aber, in bekannter Kiffermanier, nie eine Kontunuität hin und schrieb schließlich gar nicht mehr.

    Der Wille meine Geschichte aufzuschreiben, blieb aber ungebrochen und so bin ich nun zurück und starte einen erneuten Versuch. Dieses mal hier in diesem Forum. Mal sehen.


    Als erstes, bevor ich loslege, will ichim Folgenden erstmal die besagten Einträge hier reposten , die ich damals in meinem begonnenen Blog "Kiffen oder Leben" schrieb.

  • Auszug aus "Kiffen oder Leben" (alter Blog), 1. Eintrag, 21.April2015:

    Titel: Dann will ich mal beginnen


    << Hier sitze ich nun wieder … zum zig-tausendsten mal … alleine in miner Wohnung, höre Jazz und rauche mir eine dicke Tüte. Das direkt mal zu Beginn, denn darum wird es in diesem, meinem Blog gehen: um Gras, Ott, Grüne, Pott, Dope, Ganja, Chadra, Mary Jane, Weed … und um ein Leben in dessen Bann.


    Ich möchte euch meine Geschichte erzählen, eine Geschichte umhüllt vom dichten Dunst des grünen Krauts. Ich möchte euch erzählen wie Mary Jane mich in den letzten Jahren begleitet hat … wie sie mein Leben in allen Bereichen beeinflusst und geprägt hat.

    Letzendlich ist es die Geschichte eines Süchtigen. Jetzt ist es doch schon so früh gefallen, dieses traurige Wort: Sucht. Aber ja, das ist „die Einsicht“ die zu diesem Blog geführt hat.


    Zunächst zu meiner Person!

    Ich bin in einer mittleren deutschen Großstadt aufgewachsen und wohne seit ca. 5 Jahren in einer großen Großstadt. Ich bin männlich, 26 Jahre alt und Student… ach ja, und ich bin seit ca. 12 Jahren Dauerkiffer.

    Eigentlich geht es mir Gott sei Dank sehr gut. Sowohl gesundheitlich, als auch Finanziell relativ und auch beruflich, also in der Uni, könnte ich noch das Ruder herumreißen (wenn auch nicht mehr lange). Die Fragen die sich auftuen sind innere orientierungsprobleme, wenn das Sinn macht.

    Momentan befinde ich mich seit längerer Zeit in einer … ich würde sagen inneren Kriesensituation. Ich stehe vor vielen Weichenstellungen und habe gleichzeitig das emmanente Gefühl keine wirkliche Persönlichkeitsentwicklung vollzogen zu haben. . Das alles ist mit dem Kiffen/der Sucht verwoben und teilweise in diesem/r Begründet.

    Diese Entwicklung zu einer reifen Persönlichkeit und einem gesetzten Charakter, will und muss ich nun unbedingt angehen, immerhin kommt bald das richtige Leben, also das Ende der Studentenblase und vor allem weil ich erstmalig auch das Gefühl habe, dem Ganzen nicht wirklich gewachsen zu sein.

    Und der erste Schritt dieser Entwicklung, soll ein endgültiger Bruch mit der langen Begleiterin Mary Jane sein.


    Was sind meine Gründe dafür mich auf diesem Weg mitzuteilen, warum schreibe ich meine Geschichte?

    Also die Gründe sind mir selbst noch etwas verschwommen, wie so vieles im Moment. Aber es gibt wohl 2 Hauptgründe, einen eher altruistischen und einen eher egoistischen. Für beide muss ich etwas ausholen (2. Tüte in arbeit).

    Die Inspiration kam in der Zeit seit „der Einsicht“ vor etwa 2 Jahren, in der ich mehrere Erfahrungsberichte dieser Art gelesen habe. Diese haben mir sehr viel gegeben, ich konnte mich in so vielen Beschreibungen von Erfahrungen und Gefühlen wiederfinden, dass ich einfach gemerkt habe, dass ich nicht alleine bin. Das wusste ich natürlich schon vorher, aber da ich ein in persönlichen Dingen sehr verschlossener Mensch bin, war es sehr wertvoll sich verstanden zu fühlen.

    <Besonders der Bericht eines Typs in meinem Alter, hat mir viele positive Gedanken und Einsichten vermittelt. Nach 10 Jahren Dauerkonsum; in einer ähnlichen Situation wie ich jetzt angekommen; begann er seinen Blog und nimmt den Leser mit auf eine 3-jährige Reise, raus aus der Sucht. Seine Erfahrungen und die Schlüsse die er aus seinem Leben zog sprachen mir so aus dem Herzen, dass es schon erschreckend ist wie ählich es denen ergeht die mit Mary Jane nicht umgehen können.>


    Ja und das möchte ich zurückgeben. Vielleicht gibt es ja wirklich jemandem der das hier Liest und dem das auf irgendeine Art hilft. Soviel zum ersten Hauptgrund.

    Der zweite hat damit zu tun, dass ich wie erwähnt sehr verschlossen bin. Eigentlich, bin ich ein eher extrovertierter Mensch, aber wenn es um Dinge geht wie Gefühle und persönliche Probleme, dann gibt es wirklich niemanden dem ich mich je geöffnet hätte. Weder im Familien- noch Freundeskreis, obwohl ich Gott sei Dank von beiden einen großen habe.

    Und deswegen möchte ich dies hiermit erstmals tun und mir, wenn auch anonym, alles von der Seele reden was ich halt irgendwie keinem mitteilen kann.

    Ich erhoffe mir davon zum Einen, einen therapeutischen Effekt allein durchs Mitteilen und zum Anderen, vielleicht sogar einen Lerneffekt im hinblick auf Offenheit in diesen Dingen.


    Wie wird das ganze aussehen?

    Einerseits werde ich noch diese Woche einen erneuten letzten Versuch starten, MJ den rücken zu Kehren. Dazu werde ich regelmäßig Statusberichte posten, wie es so läuft: Symptome, Gefühle, Gedanken, Rückfälle, Erfahrungen von denen ich meine Sie könnten helfen, oder ich möchte sie loswerden … sowas ungefähr.

    Dazwischen werden immer wieder Posts sein, in denen ich meine Vergangenheit vor allem (aber nicht nur), rund ums Kiffen aufarbeiten, sprich erzählen werde. Diese Berichte werden zu Anfang warscheinlich ausschweifend und ungeordnet sein, weil sich einfach vieles angestaut hat. Später sollen auch diese chronologisch werden und quasi in der Zeit meines ersten Joints beginnen und bis heute fortführen.

    Soweit zum Plan, mal schauen wie’s wirklich wird.


    P.S. Einmalige Rechtfertigung

    Grammatik und Zeichensetzung sind nicht mein Ding, wie Ihr warscheinlich schon gemerkt habt. Ich bemühe mich es lesbar zu halten.

    So, wir haben jetzt null Uhr … morgen früh ist Uni, ich werd mir jetzt noch eine Tüte genehmigen und dann ins Bett gehen. Ich bin irgendwie echt gespannt.

    Grüße Euch, K. >> (Ende 1. Eintrag)

  • Auszug aus "Kiffen oder Leben" (alter Blog), 2. Eintrag, 21.April2015:

    Titel: Aufhören zu Kiffen


    <<Heute werde ich ihn erneut versuchen, diesen so lang ersehnten und schicksalshaften Schritt. Ich werde heute meine, gefühlt 1000-ste letzte Tüte rauchen.

    Dies schreibe ich, während ich erneut hier sitze und meinen, ich glaube fünften oder sechsten J heute rauche. Die Uni habe ich geschwänzt (wie schon so oft in diesem erst zwei ein halb Wochen alten Semester), obwohl ich es mir im Moment absolut nicht erlauben kann. Aber was solls, einen ganzen Tag zuhause kiffend in Einsamkeit zu verbringen, hat bei mir immer noch priorität.


    Wie warscheinlich alle Leidensgenossen unter Euch auch, kann ich nicht mehr zählen, wie oft ich schon diesen letzten Joint geraucht habe. Meist waren es besonders dicke Abschiedstüten, eingebettet in melodramatische Rituale, wie z.Bsp. das Wegwerfen des letzten Zeugs an Silvester o.ä.. Nach dem Motto: „Noch einmal richtig High … noch einmal richtig verabschieden von Mary Jane und dann nie wieder zu ihr zurückkehren.“ Jaja von wegen.


    Obwohl ich endgültig eingesehen habe, dass es sich bei All dem nur um typische alte Selbstverarsche eines Süchtigen handelt, bin ich nicht in der Lage einfach so, jetzt und sofort den Joint auszudrücken und aufzuhören. –Bedeutet das, dass ich noch nicht soweit bin. Bin ich immer noch nicht reif für diesen Schritt?-

    Wie auch immer, die Vorstellung mitten am Tag zu stoppen und den gesamten Vorgang des Clean werdens bewusst zu erleben und dann heute warscheinlich auch nicht schlafen zu können, mache ich mir irgendwie gar nicht. Erfolgreiche Verdrängung!


    Ich hoffe, dass es sich nicht um reines „ich mach’s morgen“ handelt … „ich mach’s morgen“ das Kiffer-Mantra schlechthin und gleichzeitig die dickste Lüge die wir uns erzählen. Wahlweise gibt’s das Lügen-Mantra auch in Abwandlungen wie z.Bsp. „ab dann und dann wird alles anders“.


    Naja immerhin habe ich es bei meinen wenigen, zeitweise erfolgreichen, Aufhörversuchen auch so gemacht. Es muss so gehen. Also wird heute wieder gequartzt wie ein Schlot und möglichst stoned zu Bett gegangen. Und ab morgen beginnt ein erneutes Heraufrollen des Felsens auf den Gipfel … und diesmal soll er oben bleiben.


    Ich habe auch einige Maßnahmen ergriffen, damit ich morgen nicht direkt wieder zum Dealer fahre (wie in den letzten Wochen, entgegen der guten Vorsätze immer wieder geschehen). Zum Beispiel habe ich mich absichtlich pleite manövriert.

    Es gibt noch einiges zu sagen, aber das war es erst einmal. Ich bin viel zu Stoned um Gedanken halten zu können und das hier wühlt im Moment auch ganz schön viel auf. Wünscht mir Erfolg, ich melde mich.


    Peace! >> (Ende 2. Eintrag)

  • Auszug aus "Kiffen oder Leben" (alter Blog), 3. Eintrag, 15.August 2015:

    Titel: Vier Monate später - Status Quo


    Ich habe lange nichts mehr geschrieben, daher vorweg ein Bericht. Der Aufhörversuch im April, zu Beginn dieses Blogs, war zunächst relativ erfolgreich. Ca. drei Wochen hat die Abstinenz gedauert und ich begann mich bereits wesentlich besser zu fühlen … und dann … naja, schwach geworden und mal an ner Tüte gezogen, einige Tage später wieder und schon war ich wieder im alten Muster. Dann nach ein paar Wochen, habe ich mich zu einem weiteren Versuch aufgerafft, dieser hat ca. vier Wochen gehalten. Seit dem befinde ich mich in einer Endlosschleife, von abwechselnd starkem Konsum und kurzweiligen Aufhörversuchen. Das ist in etwa die Kurzform … ach ja, momentan konsumiere ich. -auch jetzt gerade-


    Und nun ?


    Der Wille aufzuhören, besteht immer noch und ist stärker als je zuvor. Ich lasse mich von den Rückfällen nicht entmutigen, auch wenn sie leider doch sehr häufig und extrem sind. Also, wie soll’s weitergehen? Ich plane erneut einen großen Aufhörversuch, ab Montag, heute ist Freitag. -ja ich weiß-


    Eines ist noch neu: ich taste mich langsam daran heran, mir Hilfe zu suchen. Ich habe mich über eine Drogenberatung und eine Selbsthilfe Gruppe informiert … wobei ich noch nicht weiß ob ich wirklich dort hingehen werde, da ich es doch sehr scheue mich anderen Menschen ‚face to face‘ zu öffnen. Aber allein dass ich mich mit diesem Gedanken außeinandersetze, ist das Ergebnis eines Prozesses und wäre ,noch vor kurzem, definitiv nicht der Fall gewesen.


    Wie stark diese Sucht in mir festsitzt. Ich fühle mich wie in einem sehr langwierigen Ringkampf. Es gellingt mir immer wieder kurzzeitig die Oberhand zu gewinnen, doch dann verbringe ich wieder viel Zeit auf der Matte. Auf jeden Fall geht der Kampf weiter, möge er noch sie lange dauern – und ich habe vor diesen Kampf zu gewinnen.


    Peace!>>(Ende 3. Eintrag)

  • Auszug aus "Kiffen oder Leben" (alter Blog), 4. Eintrag, 17.August 2015:

    Titel: Wie Alles begann (Kapitel 1)



    <<Meine Geschichte mit Mary Jane beginnt in eben jener, mittelgroßen deutschen Großstadt in der ich aufwuchs. Es war ungefähr im Jahre 2002, im Alter von etwa 13 Jahren.

    Ich ging mit meinem damals besten Freund (nennen wir Ihn S), auf meine erste Hausparty. Wir beide hatten bereits Kontakt mit Kiffern gehabt, wussten also ums Kiffen. Allerdings hatten wir MJ noch nicht persönlich kennengelernt. Im Laufe des Abends und mit steigendem Pegel, kamen wir auf die Idee, das erste Mal zu kiffen. Also riefen wir einen Freund und Klassenkameraden an der zu disem Zeitpunkt -in der wohl siebten Klasse- bereits ziemlich viel kiffte. Er chillte praktischerweise gerade bei seinem Dealer und Lud uns ein doch kurz vorbeizukommen. Heiß auf’s kiffen, fuhren wir mit dem Bus zur Bude des Dealers.

    Der erste Joint

    Dort angekommen sah ich zum ersten (aber nicht letzten) Mal eine Kifferbude. Als wir hineinkamen saßen unser Kumpel, der Dealer und irgendein Mädel -ich glaube dessen Freundin- völlig Stoned auf der Couch. Das Zimmer war etwa 20qm groß, und die Einrichtung bestand aus zwei Sofas, zwei riesigen Boxen aus denen laut HipHop lief und einem noch größeren Fernseher. Auf dem Tisch lagen Haufenweise Graß und Kiffutensielien.


    Unser Freund und der Dealer waren ihrerseits enge Freunde. Ich weiß gar nicht mehr genau ob wir überhaupt etwas gekauft haben, ich glaube eher dass wir nur kurz chillen und einen Joint rauchen wollten. Jedenfalls haben sich die beiden einen spaß mit uns erlaubt und eine fast pure, für uns viel zu dicke Tüte gedreht, von der wir viel zu viel geraucht haben. Vor allem da wir auch noch getrunken hatten. Ich wurde sofort mega-stoned. Der natürlich folgende Abkacker ging bereits in der Bude langsam los. Ich weiß noch wie die Musik plötzlich extrem unangenehm wurde. Deswegen und weil wir ja sowieso zurück auf die Party wollten gingen wir dann auch schon bald los.


    Nachdem wir losgegangen waren, ging es erst richtig los. Wir waren dermaßen stoned und zusammen mit dem Alk waren wir kaum in der Lage zu gehen. Unterwegs haben wir mehrfach gekozt und auf Bänken gelegen bis Schwindelanfälle nachließen. Für den Fußweg zurück (Busse fuhren keine mehr), der eigentlich eine halbe Stunde gedauert hätte, brauchten wir mindestens zwei Stunden. Danach ging es uns aber besser und wir waren mittlerweile sehr angenehm high.

    Als wir zurück auf die Party kamen, war diese gelaufen. Es waren nur noch die Gastgeberin und zwei Ihrer Freundinnen da. Wir wurden trotzdem empfangen und alles in allem endete der Abend ganz gut. Wir waren voll high, wurden von den Mädels massiert und haben mit ihnen bis tief in die Nacht gequatscht.


    An dem Abend haben wir die drei Mädchen, die wir vorher kaum kannten, kennen gelernt und es sind Freundschaften entstanden. Eine davon hält bis heute, denn eines der Mädchen ist heute meine engste Freundin. Sie wird in diesem Blog bestimmt noch einige Male Erwähnung finden, denn Phasenweise ähneln sich unsere Geschichten sehr.

    Der erste Kauf

    In der Zeit nach dieser ersten Tüte, gab es dann hier und da mal einen Zug und vielleicht auch den ein oder anderen ganzen Joint. Nach einiger Zeit, keine Ahnung wie lange genau, fuhren wir mit der Klasse in’s Arbeitsamt. Es ging um Bewerbung, Berufssuche und so. Ein relativ neuer Klassenkamerad, der von einer anderen Schule gewechselt war, hatte angefangen nebenbei ein bisschen Hasch zu Verkaufen. Um den Ausflug ertragen zu können, beschloss ich spontan mir einen 10er von ihm zu kaufen. Mein erster zehner … der erste von Tausenden.


    In dem folgenden Jahr wurde immer häufger und zu immer mehr Gelegenheiten gekifft Kiffen wurde auf der Schule unter gewissen Kreisen weit verbreitet. In dieser Anfangszeit war es eine noch neue und aufregende Erfahrung die in großer Gesellschaft regelrecht zelebriert wurde. Man kaufte sich noch gemeinsames Gras, <Es war die Zeit in der man -oder zumindest wir- sich nicht mit ein oder zwei Freunden traf, sondern in großen Gruppen von vier bis zehn Mann herumstreunte.>


    Naja, der weitere Verlauf ist glaube ich ziemlich klassisch. Kiffen wurde irgendwann zu einem Teil des Wochenendprogrammss, rutschte dann ziemlich Bald in die Woche hinein und irgendwann wurde dann auch in der Schule geraucht. Am Ende dieser Entwicklung trafen wir uns bereits vor der Schule um zu kiffen, in den Pausen wurde wieder geraucht und natürlich auch nach der Schule. Und dann den ganzen Rest des Tages. Es wurde fester Bestandteil des Alltags und begann mich und mein Leben maßgeblich zu beeinflussen. Und das sollte noch eine sehr lange Zeit so bleiden.


    Peace und euch alles Gute! >> (Ende 4.Eintrag)

  • Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
    1. Totale Blockade

    Auszug aus "Kiffen oder Leben" (alter Blog), 5. Eintrag, 25.August 2015:


    Totale Blockade

    Dieser Beitrag wird etwas sentimental, gar selbstmitleidig werden. Er wird nämlich meine ganz aktuelle, ich sag mal innere Verfassung etwas schildern. Diese ist momentan sehr merkwürdig. In mir herrscht, wie Ihr wahrscheinlich schon gemerkt habt, der große Wunsch mich von meiner Sucht zu befreien und mich entlich entfalten zu können. –Dieser Wunsch nach einem Neuanfang ohne Gras begann bereits vor vielen Jahren (ca. 2006) langsam aufzukeimen und wuchs seit dem kontinuierlich, anfangs konnten solche Gedanken allerdings noch erfolgreich weggekifft werden.- Um diesen Wunsch kreist mittlerweile ein großer Teil meiner Gedanken. Gleichzeitig befinde ich mich in einem Teufelskreis aus scheiternden Aufhörversuchen gefolgt von Phasen mit täglichen Konsum, die geprägt sind von Melancholie und Selbstvorwürfen. Dieser innere Kampf hat etwa während der letzten zwei Jahre begonnen gewaltige Ausmaße anzunehmen. Mittlerweile beherrscht er mich völlig und wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Mit anderen Worten, ich bin in meinem Leben völlig Blockiert und komme in keine Richtung weiter. Alles wird vernächlässigt, alles dreht sich um die Sucht, alle Kräfte sind in diesem Kampf gebunden und doch erringe ich keinen Sieg. Im Gegenteil, ich werde zerrieben und fühle mich an einen tiefen Abgrund gedrängt.


    Zunächst einmal zu meinem Studium. Außer in der Pubertät, habe ich es während der vielen Kifferjahre eigentlich immer geschafft Schule, Arbeit und Studium zu managen. Natürlich immer weit unter dem Niveau das möglich gewesen wäre, wäre ich nicht ständig dauerbreit bewesen gewesen und manchmal war es auch knapp. Aber immerhin hat es doch jahrelang gar nicht mal so schlecht funktioniert. –Das gleiche habe ich, und warscheinlich Ihr auch, bei anderen Dauerkiffern ebenfalls beobachtet. Allerdings nicht bei allen.– Jedenfalls hat sich das seit beginn der Blockade, also ca. seit zwei Jahre, zusehens geändert. Meinen Job habe ich neulich beinahe verloren, weil ich zu unzuverlässig geworden bin. Für die Uni tue ich nicht’s, ignoriere Fristen föllig und gehe kaum hin. Ich muss dazu sagen, dass mein Studiengang ziemlich bald ausläuft, d.h. ich muss mich eigentlich richtig heinhängen um fertig zu werden; sonst war alles umsonst. Und genau das riskiere ich gerade extrem indem ich es einfach komplett verdränge, zum einen natürlich durch’s Kiffen und zum anderen indem ich voll in meinem beschriebenen Film bin.


    Die lange Kifferei generell, aber vor allem die aktuelle Blockade bzw. der innere Kampf hat auch Auswirkungen auf meine Psyche und meine Gedanken … meine Persönlichkeit und Mentalität. Einige davon will ich erwähnen.

    Die Auswirkungen auf meine Gedanken würde ich als ein ‚Runterdrücken‘ bezeichnen. Ich versuche depressive Verstimmungen, Selbstvorwürfe, Enttäuschung und ähnliches zu unterdrücken, meine Grundstimmung ist trotzdem davon geprägt. All das wird immer wieder und fast schlagartig besser, wenn mal ein Aufhörversuch zeitweise klappt, kommt aber noch schlimmer wieder wenn der Rückfall da ist und ich mich wieder in meinem Grundzustand befinde, nämlich in vollem Konsum.


    Was ich besonders traurig finde sind die Auswirkungen auf meine Persöblichkeit, die durch das tägliche piefen über meine gesamte Jugend bis heute, meiner Meinung nach sehr gravierend sind. Ich habe das starke Gefühl nie eine wirkliche Persönlichkeitsentwicklung durchgemacht zu haben. Gefühle wie Wut, Trauer, Angst u.s.w. wie sie bei Konflikten Katastrophen oder ähnlichem auftreten wurden immer weggekifft. So habe ich es nie gelernt solchen Dingen mit Charachter zu begegnen und daran zu reifen, sondern mich immer in den Dunst geflüchtet der alles scheiß egal werden lässt. Aber auch positive Gefühle kenne ich nur verfälscht durch den Schleier der jeden Kiffer umgibt. Nüchtern sein ist für mich eine Sinnesveränderung, stoned sein der Normalzustand. Ich kenne mich gar nicht nüchtern. Ohne die Highness kann ich mich und meine Gefühle nicht verstehen … und die restliche Welt auch nicht. Dadurch habe ich wohl einige offene Baustellen und Komplexe. Diese Komplexe, zusammen mit den ständigem Niederlagen im Kampf gegen die Sucht haben dazu geführt, dass mein Selbstwertgefühl am Boden liegt.


    Was meine Psyche angeht so mache ich mir auch da zunehmend sorgen. Zum einen habe ich wegen meiner immer tiefer und tiefer werdenden Grundstimmung Angst in eine Depression abzurutschen. Zum anderen hatte ich in letzter Zeit, wenn ich sehr stoned war, mehrfach Zustände in denen meine Gedanken rasten ohne dass ich sie wirklich kontrolieren konnte. Sowohl in meiner Familie (Onkel), als auch mehrfach in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, gab es Fälle von durch Kiffen ausgelösten Psychosen, daher weiß ich was das bedeutet. Den Verstand zu verlieren ist etwas sehr grausames … es bedeutet sich selbst und alles zu verlieren.


    Ebenfalls in letzter Zeit dazugekommen und völlig untypisch für mich, ist der Konsum von Partydrogen (v.a. Ecstasy aber auch Speed). Mein ganzes Leben habe ich diese Stark abgelehnt und war nie auch nur versucht etwas anderes außer Kippen, Alk und Gras anzufassen. Seit Beginn der ‚Blockade‘ habe ich dann angefangen damit zu experimentieren, bis ich schon begann ein Konsummuster aufzubauen und es nun schon mehrfach passiert ist, dass ich mir fest vornahm an jenem Tag nichts zu nehmen und kurze Zeit später voll drauf war. Dies sehe ich als ein starkes Warnsignal, da ich ein sehr suchtaffiner Mensch bin und durch meine aktuelle Verfassung, die hier Thema war, warscheinlich noch mehr gefärdeter bin mir weitere Süchte einzufangen. Besonders gefährlich ist, dass dieser Konsum von chemischen Drogen vor allem (aber nicht nur) dann stark wird, wenn ich es geschafft habe einen Kiffaufhörversuch zu starten (Stichwort: Suchtverlagerung).

    So weit ein Paar verwirrte und unvollständige Gedanken zu dem was im Moment so in mir vorgeht. Morgen (bzw. heute, also am 21.08.15) werde ich einen erneuten Aufhörfersuch starten.


    Auf bald, peace!

  • Auszug aus "Kiffen oder Leben" (alter Blog), 6. Eintrag, 25.Dezember 2015:


    Erste Schritte zurück ins Leben

    Hallo! Ich bin zurück und will kurz berichten wo ich verblieben war, denn dieser Blog ist noch nicht vorbei. Ganz im Gegenteil, er fängt gerade erst an, denn ich habe vor mindestens bis Silvester 2017 hier zu schreiben und meine Reise zu schildern.


    Mein letzter Blogbeitrag ist nun 4 Monate her und hatte den Titel ‚Totale Blockade‘. Ich hätte ihn auch ‚Freier Fall in ein tiefes Loch‘ nennen können, denn das käme dem was ich zu der Zeit fühlte und was dem Beitrag folgte, noch näher.

    Um mein Ziel zu erreichen (endlich aufzuhören) hatte ich den Kontakt zu allen meinen Dealern endgültig abgebrochen und die Tür zu ihnen unwiederruflich zugeschlagen. Ich blieb selber Dauerkiffer (ich kiffte soviel wie seit sehr langem nicht mehr), hatte aber allen Kiffern in meinem Umfeld ebenfalls den Rücken zugekehrt. Da in diesem Zustand auch ein Kontakt mit meinen Nichtkifferfreunden nicht möglich war, vereinsamte ich völlig und verbrachte Wochen und Monate alleine mit meinen Gedanken und Mary-J. Es waren Semesterferien und ich tat in dieser Zeit nichts, gar nichts … außer natürlich smoken, smoken, smoken. Eine ganz merkwürdige Zeit. Gleichzeitig wollte ich mit jeder Faser endlich raus aus meinem Zustand, versuchte wirklich täglich aufzuhören … und scheiterte täglich. Meine mentale Verfassung (in besagtem Beitrag in Ansätzen beschrieben) verschlechterte sich noch weiter und ich lag innerlich am Boden.


    Mangels Dealer, begann ich mein Gras in Parks und ähnlichen Orten bei sehr dubiosen Gestalten zu kaufen. Nach einiger Zeit begann ich, in meiner Isolation, mit einigen dieser Menschen bei denen ich mein Zeug kaufte Bekanntschaft zu machen, darunter einige sehr traurige Wesen. Zunächst rauchte ich nur eine Tüte mit ihnen, nach dem Deal. Mit der Zeit chillte ich immer mehr mit einem dieser Typen der in meinem Alter war. Ich war immer noch die meiste Zeit allein, kiffend auf meiner Couch, aber wenn ich in Gesellschaft war, dann oft in Gesellschaft von Pennern und Junkies auch wenn nur für die Dauer einiger Joints. – Nichts gegen Penner und Junkies, sie sind auch nur Menschen denen das Schicksal übel mitgespielt hatte und teilweise sogar wertvolle Menschen. Aber in Ihnen sah ich doch auf erschreckende weise das Ziel meiner Reise in Menschengestalt vor mir.


    Wie gesagt war ich aber die meiste Zeit allein. Jeden Tag zog ich morgens schon los und besorgte mir mein Zeug, dann ging es auf die Coutch und ich rauchte exzessiv Tüte auf Tüte, zwischendurch knakkte ich immer wieder weg, weil ich dermaßen stoned war. Nachts drehte ich mir eine ‚letzte‘ Tüte und vernichtete das restliche Zeug, mit dem Schwur am folgenden Tag aufzuhören, nur um am nächsten Tag morgens früh wieder loszuziehen und das Ganze von Vorne beginnen zu lassen. Das wurde für Monate zu einem Ritual, ich warf wirklich jeden Abend Gras weg und kaufte mir jeden Morgen neues. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen und spielte erstmalig mit dem Gedanken eine Therapie zu beginnen. Ich ging sogar zu einigen Sitzungen einer Selbsthilfegruppe. Das brachte mir persönlich gar nichts, ich fand die ganze Veranstaltung ziemlich bescheuert und es hatte sogar negative Auswirkungen, dazu aber vielleicht in einem anderen Beitrag mehr. Mir wurde immer klarer, dass es so nicht weitergehen konnte; zumal mittlerweile die Uni wieder begonnen hatte und ich in meinem Zustand natürlich gar nicht daran Teilnehmen konnte obwohl es für mich im Moment unimäßig wirklich drauf ankommt ob ich dieses und nächstes Semester zu Potte komme. So keimte, aus dem massiven inneren Leidensdruck, gepaart mit dem Druck von außen den das Leben auf uns alle ausübt, langsam ein neuer Wille … eine neue Energie.


    Dann kam der November. Erstmalig seit langer Zeit schaffte ich es an einem Montag mit größter anstrengung nicht zu Kiffen und blieb 3 Tage clean bis zum erneuten Rückfall. Ich hatte mir aber bewiesen dass es geht und hatte daraus neue Kraft geschöpft und wollte nicht aufgeben. Am darauffolgenden Montag versuchte ich es erneut und diesmal blieb ich bis zum Wochenende clean und diesmal hätte ich sicher noch länger durchgehalten, wäre nicht Folgendes passiert. Um meinen Erfolg zu feiern traf ich mich mit einem guten Freund, nennen wir ihn D. Er ist allerdings ein Raver und konsumiert auch chemo-Drogen , und dass nicht zu knapp –D ist selber relativ neu in der Drogenszene und hat in den letzten 2 Jahren einen sehr interessanten Weg beschritten, aber auch zu ihm in einem anderen Beitrag mehr.- An diesem Abend habe ich mich völlig betrunken und bin mit D auf eine Technoparty gegangen. Es kam wie es kommen musste und ich habe mir dort Ecstacy geschmissen und bis weit in den nächsten Tag durchgefeiert. Anschließend habe ich mir was zu kiffen besorgt, „natürlich nur“ um wieder vom Ecstacy runterzukommen. Naja den rest des Wochenendes habe ich wieder kiffend auf der Couch verbracht und mich für das geschehene Gehasst. Im Nachhinein denke ich, war sowohl das Saufen als auch das Schmeißen ganz klar Suchtverlagerung; und auch den Rückfall im Anschluss habe ich warscheinlich unterbewusst extra herbeigeführt. Darauf weißt auch das hin was in der nächsten Woche geschah.


    Am darauffolgenden Montag, riss ich mich wieder zusammen und startete einen neuen Aufhörversuch. Ich blieb wieder bis zum Wochenende clean und wieder ging ich am Wochenende wie ferngesteuert zu D. Natürlich redete ich mir ein, dass es diesmal nur ein Paar Bier werden würden und dass ich den Fehler der letzten Woche keinesfalls wiederholen würde; und was passierte? Schon nach den ersten Bieren begann ich Speed zu ziehen, eine Droge auf die ich gar nicht klarkomme. Im laufe des Abends folgten noch viele Lines und dazu Ecstacy. Dieser Abend, oder besser diese 2Tage, denn ich Feierte natürlich erneut bis weit in den nächsten Tag, waren eine völlige Eskalation. Zum Ende des 2. Tages besorgte ich mir wieder was zu rauchen, natürlich wieder aus Sucht, aber diesmal wirklich auch um wieder klarzukommen, denn ich war noch voll drauf und verkroch mich zuhause. Ich lauschte meinem Gedankenkarussel das hin und her schwankte zwischen sinnlosen unzusammenhängenden Gedankenschnipseln und völligem Selbsthass. Ich war völlig Fassungslos über mein Verhalten.


    Ich will dazu sagen dass ich bei diesen Aufhörversuchen im November, zwar unter starkem Suchtdruck stand, aber es ging mir mit jedem Tag wesentlich besser als während der zu Anfang beschriebenen Zeit im Loch. Vor allem mental bedeutete die kurze Abstinenz immer einen gewaltigen Aufschwung und ich war jeden Tag stolz auf mich, leider nur um das dann jeweils wieder alles umzuwerfen.-


    Den Sonntag verbrachte ich, wie so oft in den letzten 2 Jahren, damit (kiffend) meine Situation und die Fehler der näheren und ferneren Vergangenheit durchzudenken. Aber irgendetwas war anders. Die Zeit im ‚Loch‘ und die totalen Kontrollverluste der letzten Wochen hatten etwas verändert. Die Einsicht dass es so nicht weitergehen kann war mir schon lange gekommen, aber an diesem Wochenende hat sie sich in ihrem Wesen verändert. Ich kann das nicht wirklich beschreiben, aber irgendeine Art von Schalter wurde umgelegt. Ich war völlig schockiert darüber was aus mir geworden war und vor allem darüber, was ich zu werden im Begriff war. Ich hoffe das macht irgendwie sinn.


    Am nächsten Tag, Montag den 23.11.2015 startete ich wieder einen Aufhörversuch. Diesmal hatte ich gar keinen Suchtdruck. Kiffen war keine Option mehr, ich drehte mich nicht mehr um und blickte starr nach Vorne.

    Das ist nun 32 Tage her und ich bin immer noch clean.


    Es geht nun auf allen Ebenen aufwärts und ich arbeite an allen Baustellen die meine Vergangenheit hinterlassen hat. Ich kümmere mich viel um mich selbst und widme mich aktiv meiner Persönlichkeitsentwicklung. Ich bin wieder viel unter Leuten (Nichtkiffern) und besuche meine Familie wieder regelmäßig. Auch in mein Studium hänge ich mich nun rein und arbeite die angerichteten Schäden schritt für schritt auf. Ich habe sogar begonnen Sport zu treiben. Mental bin ich auf dem besten Weg, ich fühle mich gut, habe keinen Anlass mehr für negative gedanken; Selbstwertgefühl und Stimmungslage sind von Tag zu Tag besser. Ich bin leicht wie eine Feder.


    Aber das Pflänzchen ist noch zart und es werde bestimmt noch Stürme kommen, also drückt mir die Daumen dass ich diesen Weg den ich nun beschritten habe weitergehen kann.


    Ich wünsche Euch allen, alles Gute.

    Peace!

  • Auszug aus "Kiffen oder Leben" (alter Blog), 7. und letzter Eintrag, 07. Januar 2018:


    Zwei Jahre Später


    Mein letzter Eintrag vom Dezember 2015 ist nun etwas mehr als zwei Jahre her. Der Vorsatz diesen Blog als ein regelmäßiges Tagebuch meines Kampfes gegen die Sucht zu gestalten hat also nicht so ganz geklappt. Vielleicht ist aber gerade diese Tatsache authentisch, denn immerhin geht es hier um das Leben eines Dauerkiffers, und was ist da charakteristischer als Vorsätze nicht einzuhalten.


    Aber was ist denn nun der Stand der Dinge? Bin ich noch ein Kiffer? Führe ich den Kamof noch? Habe ich ihn aufgegeben? Oder gar gewonnen?


    Eine eindeutige Antwort fällt mir schwer, aber eines kann ich sagen: in besagtem letzten Eintrag berichtete ich stolz davon seit dem 23.11.2015 nicht mehr gekifft zu haben (zu der Zeit also seit etwas mehr als einem Monat), diese Aussage kann ich stehen lassen. Ich bin nun also seit über zwei Jahren abstinent!


    Ich benutze hier sehr bewusst den Begriff der Abstinenz anstatt davon zu sprechen Nichtkiffer zu sein, denn der Kampf geht definitif weiter. Denn ich kämpfe immernoch mit den Nachwirkungen meines langen Dauerkiffer-Daseins. Abstinenz alleine reicht nicht sich von einer derart langen Suchtkarriere und ihren Folgen zu befreien. Darüberhinaus gibt es ja auch Ursachen die überhaupt in so etwas hineinführen. All das Aufzuarbeiten, da bin ich nun dabei, aber ich stelle fest: dies ist noch ein langer Weg. Ich denke aber, dass dies nicht verwunderlich ist, denn der zweijährigen Abstinenz steht immerhin weit über ein Jahrzent des Dauerkonsums gegenüber.


    Dennoch ist mit der stabilen Abstinenz ein wirklich gewaltiger Schritt gemacht und ich habe dadurch erst den Raum dafür geschaffen an meinen wirklichen Baustellen zu Arbeiten. Gerade, da ich dies niederschreibe, erinnere ich mich auch wieder wie groß dieser Fortschritt eigentlich ist. In den Ersten Monaten war mir das überaus bewusst, da sich durch diesen Abschied von Marie Jane mein ganzes Leben verändert hatte, aber über die Zeit habe ich es wohl vergessen was es bedeutet einen von der Droge freien Alltag zu haben.

    Soweit erstmal ein Statusbericht. Bald mehr zu meiner Reise, vielleicht stimmt es ja diesmal.


    Euch alles Gute. Peace!


    -ENDE BLOG-AUSZUG-

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