Erstes Mal stationäre Entgiftung (Zopiclon) Angst........

  • Hallo!


    Ich war schon eine ganze Weile nicht mehr hier.

    Ich bin seit ca. 10 Jahren abhängig von Zopiclon, wobei ich denke, dass es am Anfang "nur" ein psychische Sucht war. Wobei ich gleich dabei sage, ich habe bis vor ca 1 1/2 Jahren, wo ich mich endlich zu einer Beratungsstelle getraut habe, die ganzen Jahre mit niemandem darüber gesprochen und weiß kaum mehr darüber, als meine eigenen Erfahrungen, wo ich aber natürlich auch bei ganz vielen Dingen keine Gründe oder Zusammenhänge weiß.zeit

    Durch den Caritas-Berater weiß ich inzwischen schon etwas mehr.


    Seit 3 bis 4 Jahren kommt auch noch Targin dazu, wobei ich mich da doch meistens an die verordnete Menge halte, aber wenn es mir besonders geht auch schon mal gar nicht. Dennoch ist das Zopiclon mit Abstand das größere Problem, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, mein Leben wieder ohne Zop zu ertragen mit all den Depressionen, Angstzuständen und Panikattacken, Albträumen, Selbstverletzungen, dem ewig verfluchtem gestörtem Essverhalten, den Erinnerungen/Flashbacks, Selbsthass, Selbstekel (wurde als recht kleines Mädchen missbraucht :emojiSmiley-25::emojiSmiley-25::emojiSmiley-25: ), ich hab das, wenn man es ab dem 15. Lebensjahr rechnet, wo es so richtig zur "Realität" wurde (und ich hab's jahrelang gar nicht kapiert, weil ich es nicht mehr wusste bzw. es mit meinen 2 Jahren so derart tief in mir vergraben hatte) 25 Jahre tief in meiner Seele und gut verschlossen in einem Safe weg gesperrt.

    Trotzdem hatte ich all diese Symptome, die stärker wurden und an eine Beziehung war gar nicht zu denken, die Einsamkeit find ich auch sehr schlimm.

    Doch das schlimmste ist die Angst und Panik und da fing ich i.wann an, das Schlafmittel Zopiclon, mit dem ich das 1. Mal während des 1. Klinikaufenthaltes in Berührung kam in 1/4 der Dosierung gegen die Panik zu nehmen. Tagsüber. Einfach mal versuchsweise, mit durchschlagendem Erfolg, die Panik war wie weg geblasen.

    Ja, so fing das alles an..... :emojiSmiley-20::emojiSmiley-20: ......Ich schäme mich auch ganz furchtbar!

    Natürlich verfolgte mich die Gewöhnung wie eine Klapperschlange,wodurch es zeitweise zu unglaublichen täglichen Mengen kam.


    Ich hab mich dann mit der Hilfe des Caritasberaters dazu durchgerungen, eine Entgiftung mit sofort anschließender stationärer Therapie über 15 Wochen anzustreben.

    Denn das ist kein Leben mehr, seit vielen vielen Monaten ÜBERlebe ich nur nur noch!!!

    Ständig zu den verschiedensten Ärzten wegen der Rezepte, teilweise irgendeinen Mist erzählen.

    Trotzdem, es ist soo lange, bis zum Sommer.

    Besonders werde ich meine Tiere vermissen, am allermeisten meinen Hund........ :66:


    Noch dazu hat einer meiner Kater FiV (umgangssprachlich "Katzenaids") und baut im Moment ziemlich ab.

    Ich werd ihn vllt nicht mehr wiedersehen, denn er soll erlöst werden, BEVOR er leidet, geschweige denn sich zu Tode quältr. Er ist jeden Monat beim Tierarzt. Bisher ging es ihm das ganze letzte Jahr ganz gut damit, mit monatlichen Immunaufbauspritzen.


    VERDAMMT WARUM KOMMT.DAS JETZT ALLES AUF RINMAL???


    Es gab schon etliche Monate Wartezeit auf die Klinik, doch diese Woche ist es nun so weit. :emojiSmiley-16:


    Meine Betreuerin meinte, ich soll lieber nicht bei anderen Betroffenen nach ihren Erfahrungen fragen, weil die so unterschiedlich seien, dass ich am Ende völlig gaga bin.

    Aber ich hab nzwischen eine SOO furchtbare Angst vor der Entgiftung, dass ich das Gefühl hab, Gaga hin, Angst her, viel schlimmer kann ers gar nicht mehr werden.

    Außerdem, Gaga bin ich eh schon.

    Ebenso mit meinen Albträumen, was ich mir da so zusammenphantasiere, das ist z,T. mit Sicherheit nicht sehr nahe an der Realität, ich kann dem also eh nicht entfliehen.


    Meine erste Frage gilt der Klinik, in die ich die ersten 12 Tage zur Entgiftung gehe. Das ist in


    Wallerfangen bei Saarlouis.


    War jemand schon mal da?

    Und was haltet Ihr allgemein von 12 Tagen, um Zop und Targin komplett zu entgiften?

    Mir kommt das so verdammt kurz vor. :emojiSmiley-45::emojiSmiley-33:


    Oder ist das möglich, ohne die absolut schlimmen Entzugserscheinungen?

    Die Panik, das schlimme Bauchweh u Durchfall vor lauter Angst, die RLS, die einen um Schlaf und Verstand bringen.

    Bekommt und wenn ja, was bekommt man möglicherweise, um die Entzugssymptome etwas zu lindern?

    Mir ist klar, dass das nicht überall gleich ist, wäre nur dankbar für ein paar Beispiele.


    Sorry für den ellenlangen Text.

    Ich hab mit zwar die Regeln durchgelesen.....oder sagen wir ich hab versucht, sie möglichst aufmerksam und konzentriert zu lesen, aber die Konzentrationsfähigkeit wird immer mehr von der Angst verdrängt.

    Ich hoffe darum sehr, ich hab nicht gegen Regeln verstoßen.


    Vielen Dank schon mal fürs lesen, wer sich das bis hierhin angetan hat!

    Und noch dankbarer wie ich für jeden noch so kleinen Rat.



    Ganz liebe Grüße und danke, dass es Euch hier gibt!


    Chrissie

    "Die kalte Schnauze eines Hundes ist mir lieber, als die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen."

  • Hallo Chrissie,


    ich hab wirklich keine Ahnung von stationären Entzug. Also schon, aber nur als Mitpatient. Aber ich hab dich gelesen und glaube nicht, dass du irgendwelche Regeln hier brichst oder einen ellenlangen Text schreibst. Ich find´s gut, dass du hier um Rat suchst.

    Frage mich aber, ob dich rationale Infos beruhigen können, oder ob das eher ein Gefühlsding ist und es hier mehr auf Gefühlsebene hilft, wenn man da hinschaut?

    Aber das wirst du bestimmt rausfinden, sobald erste Infos kommen.


    Kann verstehen, dass die Trennung von deinen Tieren hart wird. Aber ohne Witz, vlt. ist ja Internet o.ä. möglich, sodass du skypen oder sowas kannst? Und etwas mitnimmst, das dich tröstet, wenn du Heimweh nach deinen Vertrauten hast. Klar, ist nicht das gleiche, aber besser als unvorbereitet.


    Ich finde es stark, dass du dennoch deinen Weg zu einem gesünderen Leben gehst, trotz der vielen Schwierigkeiten und der großen Ängste. Das ist Mut.


    Wollte dir nur eine kleine Antwort dalassen, zeigen, dass ich dich gelesen habe und ein herzlich Willkommen zurück sagen :)

  • Servus Chrissie,


    in der Tat muss man die verschiedenen Informationen selbst richtig einordnen und verarbeiten.
    Ich hoffe deine Beraterin gibt diesen Tipp nicht immer in dieser Form an ihre Probanden raus, vielleicht war es aber auch er für dich gedacht, weil sie im Vorfeld schon gemerkt hat wie durcheinander du bist.
    Meiner Meinung sollte man sich sehr wohl vor so einer Behandlung informieren!

    Zu der Klinik kann ich gar nicht sagen, nach meinen Erfahrungen sind Klinikbewertungen kaum hilfreich, weil eben jeder andere Vorstellungen und Erfahrungen hat.
    In welcher Form diese Klinik einen Entzug medikamentös unterstützt, kann ich natürlich nicht wissen, aber ich gehe ganz sicher davon aus dass es um keinen kalten Entzug geht.
    Es würde auch gar nichts bringen, wenn man dir nun die verschiedensten Medikamente nennen würde, weil dies letztlich immer der behandelnde Arzt entscheidet und das von deiner persönlichen Situation abhängig macht.

    Das mit unseren Tieren ist immer ein großes Problem, egal ob man Entzug macht oder einfach aus anderen Gründen in eine Klinik muss.
    Manche Kliniken die eben weiterführende Entwöhnungsbehandlungen anbieten, haben sich auf dieses Problem ein wenig eingestellt und lassen Haustiere zu.
    Leider ist das sehr selten und scheinbar wird es auch nicht weiter ausgebaut, ebenfalls höre ich nicht davon, dass man in diese Richtung wesentlich mehr unternehmen würde.
    Eigentlich schon komisch, es haben sehr viele Menschen Haustiere, zudem sollte auch klar sein das gerade kränkelnde Menschen manchmal weniger soziale Kontakte haben, aber eben Haustiere halten.
    Es mag sich vielleicht komisch anhören, aber ich finde dass man Menschen auch hierbei wesentlich mehr unterstützen müsste.
    Damit meine ich, dass der Kostenträger zum Beispiel auch anfallende Kosten für eine Tierpension o. ä. übernehmen sollte …

    Generell finde ich es immer toll wenn Mitglieder nach vielen Jahren bei uns wieder mal vorbeischauen :)
    Ich schließe mich grany an, auch ich finde es sehr stark das du dir die nötige Hilfe gesucht hast und nun einen Entzug samt Entwöhnungstherapie angehst.

    Bitte halte uns auf dem Laufenden, ich wünsche dir viel Erfolg und Kraft für die sicherlich nicht einfache Zeit.

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Vielen vielen lieben Dank für Eure Antworten, dass Ihr Euch so viele Gedanken gemacht hat, das merkt man ja an dem, was Ihr geschrieben habt, auch für die lieben und freundlichen Worte, das tut soo gut!

    Auch das Gefühl, einfach willkommen zu sein! :emojiSmiley-04:
    Ich möchte und werde auf jeden Fall auch ein paar Dinge dazu schreiben, doch im Moment bin ich wirklich - selbst für meine Verhältnisse - extrem durch den Wind.

    Ich weiß ja nicht, ob das vielleicht gar nicht so was Ungewöhnliches ist und viele von Euch das, möglicherweise sogar viel mehr als einmal, auch schon erlebt haben.
    Wie auch immer, ich war jedenfalls absolut nicht darauf vorbereitet, Auf alles Mögliche, aber nicht darauf.
    Liegt aber vielleicht wirklich nur daran, dass ich noch nie in einer Psychiatrie war, sondern nur 2 x für einige Wochen in der Psychosomatik.
    Keine Ahnung, ich erzähl jetzt einfach mal.


    Als ich DO früh aufwachte und, wie immer, als erstes meinen Hund gestreichelt hab, bin ich schlagartig in Tränen ausgebrochen, was mich selbst total...ja..."überfallen" hat. Weil ich so traurig war, dass ich sie so lange nicht sehen würde.
    Wenn ich mich wegen irgendwas ausheulen muss, ist das ja ok, aber auf keinen Fall vor dem Hund. Ich bin kein Experte, aber schon der gesunde Menschenverstand sagt einem ja, dass man dem Tier damit keinen Gefallen tut, sondern ganz im Gegenteil. Denke ich.

    Ich persönlich glaube auch, dass sie sogar spüren, wenn sie der Grund dafür sind, aber ich schweife schon wieder ab.....


    Hab mich dann schweren Herzens zusammen gerissen und bin schnell aufgestanden und runter gegangen.

    Das sollte aber nur ein Beispiel dafür sein, was diese ganze Vorbereitung für ein Aufriss war, auch für meinen Freund, der ja in der Zeit den Hund versorgt. Für ihn vor allem organisatorisch, da er selbstständig ist und normalerweise auch schon mal Geschäftsreisen macht, die 1 oder 2 Übernachtungen mit einschließen. Auch ins Ausland, auch manchmal per Flugzeug, also alles nichts für unseren Hund, der in den ersten 3 Lebensmonaten fast 24 h am Tag mit seine Mutter und Schwester in einem Schweinestall (auf einem Schweinebauernhof, war eine "Ups-Begattung", die hatten eigentlich nur einen Hund) aufgewachsen ist, also auch tagsüber recht duster, nie raus, nie ins Tageslicht, kaum Kontakt zu Menschen, traumatisiert, manchmal etwas wüst, oft überempfindlich und - ängstlich, aber im Grunde ein ganz herzensguter lieber Hund.


    Wir haben auch noch mehr Tiere, draußen, das war SO eine Aktion, das alles vorzubereiten, dafür zu sorgen, dass alles einigermaßen weiterlaufen wird für mehrere Monate, immer mit dem Gedanken, dass ich die ganze Zeit nicht die Möglichkeit haben werde, auch nur einmal einziges herzukommen.
    Ich will mich nicht darüber beschweren, das wird schon richtig sein, aber es macht das packen und planen schwerer, wenn man nicht mal ein Vorgespräch hatte, keine Ahnung von den Sitten und Gepflogenheiten der Klinik hat.
    Ich hab mehr als die halbe Nacht gepackt, konnte dann auch nicht viel schlafen, als ich um 6 endlich fertig war.

    Um 9 mussten wir aufstehen, um 10 da sein.
    Man hatte mir gleich beim ersten Gespräch am Telefon gesagt, wenn ich zu spät kämen, könnte ich an dem Tag nicht mehr aufgenommen werden, was für mich die absolute Horrorvorstellung war, denn so viel Angst ich auch habe, war ich wie gesagt auch absolut heilfroh, dass es endlich so weit war.
    Die WE´s waren immer am schlimmsten. Als das letzte WE dann am MO Morgen den 10.2. endlich hinter mir lag, war ich so froh.
    Überhaupt, das muss ich wahrscheinlich ganz vielen von Euch nicht erklären, was man in den Wochen vorher durchmacht.

    Auch körperlich ging es mir immer schlechter, aber ich habs nie geschafft, zum Arzt zu gehen, außer einmal vor 3 Jahren, als ich einen Bandscheibenvorfall hatte und mich nicht mehr rühren konnte ohne vor Schmerzen fast zu schreien, da hatte ich keine Wahl (woran man mal wieder sieht, wenn man muss, dann geht es und das gilt für so vieles, aber anderes Thema).
    Mir ging es jedenfalls in den letzten 1 1/2 - 2 Jahren immer schlechter, ich hab einfach nichts mehr geschafft, ich hab nur noch vor mich hinvegetiert, Tag und Nacht, total unregelmäßig geschlafen.....und wirklich sehr gelitten. Da sind so viele Gegensatz. Z.B. geht man fast kaputt vor Einsamkeit, aber mann erträgt keine Menschen im Haus. Etcpppppp.......:emojiSmiley-51::emojiSmiley-51::emojiSmiley-51::emojiSmiley-51::emojiSmiley-51::emojiSmiley-51:

    Naja dann ging es eben los, wir waren sehr pünktlich da und standen dann mit gepackten Koffern in der Vorhalle, wo man mir an der Anmeldung sagte, der Arzt käme gleich.
    Der kam auch sehr schnell, aber was er uns gesagt hat, hat uns, besonders mir erstmal den Boden unter den Füßen weg gezogen.

    Er meinte nämlich, er müsse mich leider wieder nach hause schicken wegen Überbelegung, sie hätten in der Nacht so viele Notaufnahmen gehabt.

    Ich dachte ich hör nicht richtig. Es ist echt lange her, dass ich so krass das Gefühl hatte, es zieht mir den kompletten Boden unter den Füßen weg.
    Ich hatte einfach das Gefühl, ich hab es nun endlich geschafft und das wirklich mit allerletzter Kraft und nun bekomme ich endlichendlich Hilfe und dann........... rennt man so dermaßen vor die Wand.........:emojiSmiley-37:

    Ich war einfach sprachlos, völlig perplex.

    Das Gespräch hat natürlich dann insgesamt etwas länger gedauert, er hat auch mindestens 5 x gesagt, wie leid ihm das täte, aber es wäre nicht zu ändern.


    Nun hab ich ja am 26.2. den Termin für die Aufnahme in Dormagen.

    Komplett entgiftet! Sonst wird man nicht aufgenommen!
    Der Arzt hat mir dann einen neuen Termin für die Entgiftung dort gegeben, für FR den 21.2., er konnte mir aber nicht versichern, dass es dann klappt oder ob vielleicht wieder dasselbe abgeht.

    Jedenfalls werd ich diesmal anrufen, bevor wir dahin losfahren!


    Und ich müsse dann natürlich auch in der Klinik Dormagen anrufen und gucken, dass wir den Aufnahme-Termin nach hinten schieben, so ca. auf Mitte März. Wenn das mal klappt.....:emojiSmiley-15:

    Er meinte übrigens auch, 12 Tage wären viel zu kurz, das bräuchte mindestens 4 Wochen, weil es halt nicht reicht, einfach mal "schnell" das Zop runter- bzw raus zu dosieren, sondern dabei müsse man sich Zeit lassen, dem Körper auch Zeit lassen, dass wirklich der komplette Körper frei von dem Wirkstoff ist. Also wenn es jetzt grad mal aus der Blutbahn raus ist und dann mal 2 oder 3 Tage nicht mehr nachgeworfen wird, dann sei man noch lange nicht entgiftet, der Wirkstoff müsse aus dem ganzen Körper raus und das würde halt dauern.

    Außerdem käme es auch sehr darauf an, wieviel ich nehme zurzeit.

    Da haben die meisten der Fachmenschen, mit denen ich in den letzten 2 Wochen über die Entgiftung gesprochen hab gar nicht nach gefragt.


    So, jetzt ist es aber spät geworden und schon wieder so lang, ich bin echt nicht gut darin, micht kurz zu fassen, aber es tat ehrlich gesagt auch gut, das endlich mal jemandem bzw einigen Leuten zu erzählen, die auch wirklich wissen und nachvollziehen können, wovon ich rede.

    Also danke allein schon für´s lesen.


    Wie gesagt werde ich auch noch auf Eure Antworten eingehen, aber im Moment wüsste ich doch zu gerne, ob das tatsächlich etwas ist, was öfter vorkommt und womit man halt leben muss oder was Ihr sonst dazu sagt.


    Liebe Grüße und gute Nacht,


    Chrissie

    "Die kalte Schnauze eines Hundes ist mir lieber, als die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen."

  • Also wenn es jetzt grad mal aus der Blutbahn raus ist

    Entwöhnungskliniken sind nicht auf Entzug eingerichtet, daher zuvor Entzug in einer passenden Klinik.

    Es geht also nicht darum dass der ganze Körper entgiftet ist, nur um gewisse Werte - manchmal muss der nichtmal auf 0 sein, nur deutlich gesunken ...

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Das mit der Blutbahn und dem Körper und so kam nicht von mir, so hat es mir halt der Arzt erklärt.
    Ich hab keine Ahnung, für mich ist das alles neu.
    Und ich werd u.a. auch noch irre darüber, dass einem jeder Fachmensch was anderes erzählt!
    Woran soll man sich denn da halten, der eine sagt das, der nächste sagt beinahe das komplette Gegenteil..... :emojiSmiley-16:

    Die in Völklingen wollten mich sogar in FÜNF Tagen entgiften, von Zopiclon.

    Die Chefärztin der Entgiftungsstation meinte, das würde absolut reichen.
    Alle Fachmenschen, denen ich das erzählt habe, sind fast vom Hocker gefallen und meinten, das sei ja völlig absurd
    Meine Betreuerin, die dabei war und selbst der hauseigene Berater, bei dem ich vorher ein Vorgespräch hatte konnten das nicht fassen.

    Mein Sachbearbeiter von der Beratungsstelle sagte ja immer was von 3 - 4 Wochen.
    Als er dann aber merkte, wie schwer es ist, einen Platz für die Zeit zu kriegen, wo es noch hinkommt, dass ich zum 26. nach Dormagen kann, sagte er auf einmal zu mir, bei den Z-Substanzen sei das etwas anders als bei z.B. Benzos und das würde auch in 12 Tagen gehen.
    Weil er mit Müh und Not den Platz in Wallerfangen bekam, aber auch erst für den 13.2.


    Der Arzt in Wallerfangen wiederum meinte dann natürlich wieder was ganz anderes, nämlich dass DAS wiederum wäre totaler Schwachsinn sei.
    Und es würde mindestens 4 Wochen brauchen und man könne das auch im Voraus gar nicht so genau sagen, sondern müsse sehen, wie es läuft, was für mich sehr logisch klingt!!
    Problem ist nur, die brauchen in Dormagen schon einen halbwegs festen Termin, um mir ein Bett frei zu halten, das könnten sie 3 Tage, sagte deren Berater und das sei schon das absolute Maximum, eher eine Ausnahme.

    Ich erzähl doch hier auch nur, was mir erzählt wurde......:emojiSmiley-143:


    Ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll.
    Wenn ich mich jetzt für nächsten Freitag wieder innerlich darauf vorbereite, dass es klappt (nur rufen wir dieses Mal auf jeden Fall an, ehe wir zur Klinik losfahren!) und dann wieder vor die Wand renne......:emojiSmiley-47::emojiSmiley-37:
    Ich weiß nicht, ob ich mich lieber drauf einstellen soll, dass es wieder nicht klappt, was mir allerdings nicht grade gut tut, aber dann vermeide ich einen neuen Schock. Auch wenn der sicher sehr klein wäre diesmal.
    Oder soll ich versuchen dran zu glauben und mich wieder, wie letztes Mal daran festhalten (weil ich nun mal auch kaum weiß, woran sonst noch....)


    Eigentlich versuche ich beides zu vermeiden, nicht drüber nachzudenken und mich so gut und viel abzulenken, wie es geht, gehe so oft und lang mit dem Hund raus, wie ich es schaffe oder sitze mit ihm einfach draußen auf der Tierwiese und beobachten die Tiere. :emojiSmiley-173:
    Ich denke, dass das vielleicht das Beste wäre.....glaub ich.....mhh.....

    Entwöhnungskliniken sind nicht auf Entzug eingerichtet, daher zuvor Entzug in einer passenden Klinik.

    Was meinst du damit? Es IST doch eine Psyiatrische Klinik, von der ich die ganze Zeit rede, die mich wieder heim geschickt hat.
    Die führen (u.a.) ständig Entgiftungen durch. Das hat der Arzt auch gesagt, dass er deshalb Erfahrung damit habe und sich sicher wäre, dass das in 12 Tagen unmöglich sei.
    Die Entwöhnungsklinik ist die, wo ich danach hin soll, 15 Wochen stationäre Sucht- und Traumatherapie in Dormagen.



    Liebe Grüße und danke!

    "Die kalte Schnauze eines Hundes ist mir lieber, als die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen."

  • Und ich werd u.a. auch noch irre darüber, dass einem jeder Fachmensch was anderes erzählt!
    Woran soll man sich denn da halten, der eine sagt das, der nächste sagt beinahe das komplette Gegenteil..... :emojiSmiley-16:

    Was erwartest Du von einem Gesundheitssystem, dass ihre Definition von "Gesundheit" über die Abwesenheit aller aktuell bekannten Krankheiten definiert? Ich brauche mich nur auf meinen unvermeidlichen Tod zu fokusieren, darauf wie unvorbereitet er kommen kann - schon sehe ich wie nutzlos dieses Gesundheitssystem ist. Unterstützt es doch nur die Angst nicht normal zu sein/ im Gegensatz zu den "normalen" wie sie alle sagen "Probleme" zu bekommen. Mir nützen Krankheiten und Fachmenschen nichts mehr. Sie haben alle etwas gemeinsam: Die Lösung wird in der Außenwelt gesucht/ Platz für die Innenwelt ist nicht. Und ich spreche von der wirklichen Innenwelt, nicht von außen verpackte Sachen, die man versucht im Inneren auszubreiten. Dort muss nichts ausgebreitet werden. Kein Materialismus der Welt könnte auch nur eine Sekunde überleben.


    Egal wo du dich gerade äußerlich aufhalten tust... vergiss nicht wie da ein Materialismus ist. Besonders in der Achtsamkeit können neue Antworten liegen, neue Erkenntnisse. Dort ist auch unwichtig was dir andere sagen. Nur du kannst am Ende wissen und entschieden haben, dass es passt. Danke, dass Du bereit bist dich zu verändern und diesen Weg jetzt gehst. Vielleicht macht das jetzt noch alles keinen Sinn. Geh nur weiter deinen Weg und vergiss einfach nicht die innere Welt. Es gibt dort einen Zustand in dem wir von allem befreit sind. Es ist das Hier und Jetzt. Sei einmal bewusst dort und vieles wird sich verändert haben.


    Auch die Sucht ist eine Form von "nicht zulassen wollen".

    Was ist es in deinem "so sein", dass eine Wahrnehmung ohne Filter nicht zulassen kann? Und gehst du bewusst an deine Vertrauensgrenze? Ich meine, hältst du gewisse Phasen ohne Medizin aus/ ohne Drogen bis du dich selbst siehst "Ich MUSS jetzt etwas einnehmen" ? Kannst du dann dein Vertrauen sehen und über dieses Vertrauen hinausgehen? Meinst du dieses Vertrauen lässt sich verändern? Vielleicht um Minuten erweitern? Um eine Stunde? Denn weißt du... wenn wir vertrauen ist da keine Angst mehr. Wir haben überhaupt kein Verlangen mehr etwas an der Realität zu verändern. Mehr sogar - wir können wieder mit dem Herzen sehen und sind dankbar, egal ob gut oder schlecht.

  • Was meinst du damit? Es IST doch eine Psyiatrische Klinik, von der ich die ganze Zeit rede, die mich wieder heim geschickt hat.

    Ich hab nut unterstrichen, dass Entwöhnungskliniken(-einrichtungen) nicht auf Entzug eingerichtet sind.

    Also kein Bezug auf frühere bErfahrungen von dir ;)


    Die in Völklingen wollten mich sogar in FÜNF Tagen entgiften, von Zopiclon.

    Letztenendes unmöglich, aber wer weiß was die damit sagen wollten ...


    Ich erzähl doch hier auch nur, was mir erzählt wurde......

    Das zweifle ich doch nicht an, aber scheinbar hattest du da aus irgendwelchen Gründen ein anderes Gefühl ...?


    Oder soll ich versuchen dran zu glauben

    Meiner Meinung ja, ohne an sich und dem Vorhaben zu glauben, bringt es ja eh nichts.

    Natürlich kenne ich das, man will loslegen und wird abgewisen ...

    Aber das hat ja normal nicht mit dir zu tun, viele Stationen die ich kenne (und in die ich auch vermittelt habe) nehmen halt Notfälle auf und müssen dann Termine mit anderen Leuten absagen.


    Versuch dich zu entspannen und vlt mal Dinge noch zu machen, welche irgendwie ablenken und Spaß mit sich bringen.

    Leicht gesagt, aber 24 Stunden grübeln hilft auch nix.

    Was den Termin am 26. angeht, da denke ich, kann man vlt auch noch bisserl drehen - auch wenn die das jetzt sicher nicht so sagen würden.


    Ich halte jedenfalls nichts davon am System zu zweifeln, sicher kann man immer einiges besser machen, aber soooo schlecht ist es auch nicht.

    Vor 30 Jahren hat das noch ganz anders ausgeschaut, da gab es kaum Möglichkeiten.


    Meiner Meinung stellst dich ja gut auf alles ein, manches hat man oft nicht selbst in der Hand, aber wenn weiter dran festhältst, dann wirst es bestimmt irgendwie schaffen :)

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

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