Cannabis Horror Erfahrung!

  • Hallo,

    ich hatte vor 4 Monaten gleich mehrere Bad Trips. Ich werde diese Erinnerungen und Gefühle kaum mehr los. Wenn ich es versuche zu beschreiben, wie nun, finde ich, in Worten ist es schwer zu erklären. Aber ich versuche es🙄 Ich war mit meinem besten Freund, meiner Freundin und ein paar anderen am Fluss und wir rauchten gemütlich 2-3 Joints. Zuerst alles entspannt, jeder lachte, das Gefühl von Freiheit setzte wieder ein, ebenso war alles super. Doch dann schlug es komplett um. Was ich nun beschreibe, ist im normalen Alltag noch immer zum Teil ein Problem. Ich bekam Angst, die ständig stieg und stieg. Dass ein Mensch eine solche Angst fühlen kann, war mir nicht mal im Ansatz bewusst. Ich dachte, der Zustand wird nie mehr aufhören, jetzt hat mich die Welt da, wo ich nie hinwollte. Aufeinmal hatte ich Angst vor allen, meiner Freundin, meinem besten Freund und vorallem den anderen. Ich dachte mir, dass das Leben mich genau dahinwollte und ich nun verloren habe. Ich hörte die Stimmen der anderen in mir. Ich hörte sie reden: du bist ja erbärmlich lächerlich! Du kannst ja nichts, deine freundin liebt dich nicht, etc. Aufeinmal wurde mit schlecht, meine Angst explodierte, ich hatte Todesangst. Ich hörte jeden über mich im Kopf nur noch lachen. Sie lachten immer lauter. Dann lief ich ins Auto, mein Puls war bei 200. Sie kamen, ich sperrte mich ein. Keiner verstand, was mit mir los ist, dann klopfte jemand gegen mein Auto. Ich dachte, jetzt wollen sie mich umbringen. Ich dachte, meine Freundin hat mich jetzt da, wo sie mich haben wollte, am Ende. Ich wollte daraufhin mit dem Auto in den Fluss fahren, da mir alles sagte, dass ich mich jetzt umbringen muss, damit ich das Leid beenden kann. Ich hörte im Kopf jeden sagen: Markus, tus!!

    Bis heute verfolgt mich das, sitze ich im Bus, denke ich mir, wieso mich jemand ansieht. Will er auch, dass ich endlich „sterbe“? Ebenso höre ich manchmal die Stimme von demjenigen, die sagt: ja, ich bin mit dir verbunden, du bist lächerlich, ich werde dich finden. Und wenn ich aus dem Fenster im Bus sehe, dann sehe ich im Augenwinkel, dass mich jeder anschauen würde. Meine Angst expodiert. Schaue ich aber dann bewusst dorthin, sieht mich eigentlich gar niemand an. Jeder schaut nur aufs Smartphone. Was ist das? Ich kann kaum mehr jemanden (aber erst seitdem!), in die Augen schauen, ohne diese Angst zu spüren.

    Bei einem anderen Bad Trip hörte ich die Stimme von einer Freundin neben mir. Mir war todesschlecht, ich kotzte fast. Meine Stimme sagte, wenn ich stark bin kotzt sie und nicht ich. Ihre Stimme sagte dauernd: lass mich in Ruhe, ich bin doch nicht so arm wie du! Aufeinmal war mir nicht mehr schlecht. Meine Stimme sagte: du hast gewonnen, du bist frei

    Daraufhin lief die Freundin aufs Klo und kotzte. Alle anderen waren schockiert, dass sie das tat. Aufeinmal hörte ich wieder ihre Stimme, die sagte: du hast den Test bestanden, jetzt bist du frei

    Seitdem kiffe ich nicht mehr, leicht wird es besser!😔🤭🙄🙄

  • Servus Markus,

    seit wann konsumiert du eigentlich nicht mehr?
    Vielleicht lieferst du uns noch einige weitere Informationen wie zum Beispiel, wie lange du schon konsumiert hast, mit welchem Alter du begonnen hast usw. …
    Hattest du in deinem Leben schon mal irgendwelche psychischen Auffälligkeiten oder Probleme?

    Die meisten Konsumenten kennen solche Dinge wie du beschrieben hast, mir persönlich ging es auch so, wenn ich zu viel gekifft habe.
    Das war für mich auch der ausschlaggebende Grund warum ich seit vielen Jahren nicht mehr konsumiere!

    Solche Erfahrungen können natürlich viel bedeuten und es muss nicht immer gleich eine Psychose o. ä. sein.
    Dennoch sollte man dies nicht auf die leichte Schulter nehmen, wenn diese Symptome eben nicht nach Konsumsstopp aufhören.
    Deswegen habe ich auch gefragt, ob es schon mal psychische Krankheiten gab.

    Grundsätzlich würde ich aber meinen, wer solche Erlebnisse hat, sollte künftig von Cannabis die Finger lassen.

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Dass ein Mensch eine solche Angst fühlen kann, war mir nicht mal im Ansatz bewusst. Ich dachte, der Zustand wird nie mehr aufhören, jetzt hat mich die Welt da, wo ich nie hinwollte.

    Und trotzdem wirst du in einiger Zeit denken: Es geht wieder irgendwann krasser. So läuft das Leben sonst auch. Du hast einfach nur eine neue Erfahrung gemacht die du noch nicht einordnen kannst. Versuch das erlebte anzunehmen.


    Was deinen Zustand angeht empfehle ich dir dringend zum Arzt zu gehen. Hört sich für mich stark nach einer Psychose an die sich weiter verstärkt. Absolut verboten ist jetzt der erneute Konsum. Bitte komme nie wieder auf die Idee dich dem Cannabis hinzugeben. Es wird immer eine weitere Stufe geben/ es könnte immer noch schlimmer kommen.

    Sei dankbar für alles indem du es da lässt wo es jetzt schreit.

    Niemand sagt, dass Cannabis für alle eine Bereicherung ist.

    Dafür muss man sich aber von der materialistischen Weltanschauung trennen.

    Nur weil es in den Medien so propagiert wird und generell als "cool" und easy gilt...

    Cannabis ist mittlerweile extrem stark und auch haben sich über die Jahre extreme Fortschritte in der Anzucht gemacht.

    Teilweise begegnen dir Produkte mit 24, 27 und mehr Prozent THC. Nur eine Generation früher sprechen wir von 12-14 Prozent THC. Das ist einfach mal Faktor 2-3. Und wir sprechen nur von Maria. Extrakte, Öle, Hasch und andere Formen übertreffen das bei Weitem!


    In den nächsten Tagen würde ich mir ein kleines Netzwerk aufbauen. Schau mal was du an Selbsthilfegruppen und Psychologen findest. Ebenfalls wären Einzelstunden sinnvoll (Kriegt man recht schnell auch privat bezahlt). UND gib dir Zeit. Es braucht noch Monate bis sich der Geist von so einem Erlebnis erholt hat. Es dauert, aber es wird so sein. Vertraue dir und schau jetzt wie sich alles erholt indem du dich vom Cannabis fern hältst.

  • Ich habe zwar überhaupt keine Erfahrung mit der Droge, aber mit dem was Du schreibst, dachte ich sofort an ärztliche Betreuung. Ich würde mir schnellstmöglich einen Psychiater suchen. Das war mein Gedanke.

  • Beitrag von SparklingHill6715 ()

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