Mit Cannabis und Tabak gleichzeitig von heute auf morgen aufhören?

  • Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe mich eigentlich auch nur bezüglich meiner Frage hier angemeldet.

    Der Gedanke, bald mit beidem, also dem Rauchen und Kiffen von heute auf morgen aufzuhören, beschäftigt mich immer mehr.

    Gibt es Leute hier, die mir irgendetwas dazu sagen können, am besten aus eigener Erfahrung?

    Vielen Dank schonmal, bin sehr freudig gespannt auf eure Antworten.

    Liebe Grüße

  • Hallo Nickname3000,

    Erfahrung kann ich Dir leider nur mit Zigaretten berichten, aber das ist vermutlich keine Hilfe.

    Finde es auf jedenfall sinnvoll mit beidem aufzuhören. Was ich mir noch vorstellen könnte ist erst das Cannabis wegzulassen und danach mit dem Rauchen aufzuhören.

    Umgedreht würde ich es nicht machen

  • Moin,


    ich habe gleichzeitig mit Kiff & Kippen aufgehört.War am Anfang zugegebenermaßen manchmal echt hart, aber dafür hat man den ganzen Gestank auf einmal los.

    Wenn man "nur" mit dem Kiffen aufhört, raucht man ja meistens mehr Kippen, was nichts wirklich was hilft, aber einem dann richtig nervös macht.

    Das System hofft ja mit jedem Zug, der kommt, auf THC - und so ist der Frust dann doch recht hoch.


    Kann es nur empfehlen.


    LG.KLaus

  • Auch ich möchte dich begrüßen und meine Erfahrung teilen.

    Es gibt unterschiedliche Motivationen die Bindung an eine Substanz/ Substanzen i.A. zu lösen. Nehmen wir an, dass jemand den einfachsten Weg gehen möchte. Das heißt meiner Erfahrung nach sich selbst mit seinem Körper und dem Nervensystem der natürlichen Ordnung hinzugeben. Es ist irgendwann erkannt worden, dass Nikotin, Cannabis und auch andere Stoffe einen Zustand herbeiführen, der unnatürlich und "mehr als nötig" ist. Auch zu eintönige Lebensmittel bzw. ungesundes Essen wie zu viel Schokolade, sind aus dieser Betrachtung heraus unnatürlich/ nicht nötig. Wieso sollte ich den Körper bewusst in ein "mehr" führen, sodass danach wieder ein "weniger" erfahren wird?

    Hierbei ist der Verstand nicht gebunden - du kannst diese Betrachtung einnehmen und gibst dich dem Leben hin -

    Nimmst alles so an wie es sich dir zeigt. Dann gehört kein Gedanken mehr dir.

    Müssen wir hier weiter über einfach und schwer sprechen?

    Wir hören einfach auf/ lassen die Leere zu: Es ist egal was es ist -

    Wir sind immer genug und brauchen nichts Zusätzliches.


    Kommen wir zu einer Vermischung - Also einen bewussten Verzicht auf eine der beiden Stoffe ohne Gedanke an unsere Natur. Dazu brauchen wir einen bestimmten Grund. Nicht wir, sondern das Ego. Das Ego unterscheidet nämlich zwischen Cannabis und Nikotin als auch Schokolade. Wir wollen mit einer Sache aufhören, weil wir daraus einen Gewinn erzielen. Nicht wir, sondern das Ego. Und denk an das was ich vorher gesagt habe: Es ist nicht unsere Natürlichkeit. Wir wollen aufhören, weil wir davon etwas haben. Wir verzichten mit dem Aufhören in Wahrheit nicht. Nicht selten hören viele zuerst mit Cannabis auf, weil sie positiv getestet wurden (Führerschein), oder gesundheitliche/ finanzielle Probleme tauchen auf. Dann kann es im Extremfall sogar zu Lungenkrebs kommen. Jetzt will man mit dem Nikotin aufhören. Und im hohen Alter gilt selbst Schokolade als ungesund. Es kommt halt auf die Sicht des Egos an - Auf die Motivation warum man aufhört.


    Ich spreche hier von der Allgemeinheit. Natürlich gibt es überall Sonderfälle!

    Und so stellen wir uns jetzt die Frage danach was einfacher ist: Die Natürlichkeit, oder?


    Merkst du vor allem, wie unnötig kompliziert das Ego alles durch seine Annahme gemacht hat?

    Ich meine durch die Struktur: "Ich höre auf WEIL ....". Warum schauen wir nicht lieber generell auf das "zu viel" ?

    Jetzt ist auch klar wieso das Ego zumindest die Zigarette will, wenn der Joint nicht da sein kann.

    Und sollte die Zigarette nicht da sein muss sofort Schokolade oder eine andere Ablenkung her.

    Wir haben mit anderen Worten unnötige Abhängigkeiten geschaffen - vielleicht unser ganzes Leben lang.

    Allein durch die Trennung und den Annahmen etwas zusätzliches gebraucht zu haben.


    Wann wacht man auf?

  • Hallo Nickname3000,

    ich kann Dir dazu einiges aus meiner Erfahrung berichten :-) Aktuell bin ich seit Mitte April 2020 "clean". Habe von heute auf morgen aufgehört mit Kippen und Kiffen. Genau wie Ganesha es beschreibt, weil ich sonst auch einfach nur mehr Kippen geraucht hätte oder alternativ die Kippen durch noch mehr Joints ersetzt hätte... Leicht ist es nicht, aber ich habe diesmal den wirklichen Willen es zu schaffen. Aber nun mal von ganz vorne:

    Tatsächlich habe ich vor ca. 20 Jahren angefangen regelmäßig (täglich) zu kiffen als ich das erste Mal mit dem Zigarette rauchen aufhören wollte. Damals war ich 18 und fand es eine super Idee. Keine Kippen mehr aber dafür abends ein Tütchen oder max 2 zum Tagesausklang. Mit 20 habe ich dann schon Bong geraucht + trotzdem wieder mind. 1 Schachtel Kippen pro Tag...

    Dann mit ca. 21 nochmal mit Kippen aufgehört, aber weiter gekifft, was ca. 1 Jahr gut ging. Im Auslandsjahr dann, mangels Kiffe, wieder Zigaretten geraucht. Zurück in Deutschland dann wieder beides und schnell auch wieder Bong....

    Ein ständiges Hin und Her. Irgendwann wurde ich schwanger und habe von heute auf morgen aufgehört. Kaum hatte ich abgestillt (der Kurze war 9 Monate), hing ich wieder an den Kippen und kurz drauf auch wieder am Gras. Das Kiffen war dann ein paar Jahre on - off. Seit 2017 dann wieder täglich Gras und das mit steigender Tendenz. Zigaretten habe ich dazu immer geraucht. Viel Gras = wenig Zigaretten. Wenig Gras = viele Zigaretten. Ein Zusammenhang ist auch mit Alkohol zu erkennen. Viel Gras = wenig Alkohol. Kein Gras = Viel Alkohol = noch mehr Kippen.

    Jetzt bin ich also weg von den Rauchwaren, seit knapp 6 Wochen. Eine Depression hatte ich vorher schon. Vielleicht ist sie schlimmer geworden?! Gut geht es mir auf jeden Fall nicht. Ich merke auch, dass ich deutlich mehr Alkohol trinke. Ok, davor habe ich GAR NICHT getrunken. Mehr ist also relativ. Aber es ist tatsächlich regelmäßiger geworden. Der Alk kompensiert und ich finde das eigentlich ganz schön Scheiße.

    Ganz generell muss ich jedoch sagen, dass der Ausstieg mir leicht gefallen ist. Ich möchte seit Jahren irgendwie aufhören, auch für mein Kind, aber der Moment war nie passend. Die Versuche waren irgendwie nicht ernst genug gemeint, vom Kopf ja, aber vom Herzen war ich nicht so weit. Diesmal ist es anders. Der Impuls kam von heute auf morgen, völlig ungeplant. Der Kram war leer und das war es. Einfach aufhören. Nicht nachdenken. Einfach machen.

    Es fällt mir nicht so schwer. Keine große Gier, kein übermäßiges Verlangen. Die Erfahrung der letzten 20 Jahre sagt mir aber (leider!): Für mich funktioniert es nur konsequent mit BEIDEM aufzuhören - und das gleichzeitig. Und der Moment muss passend sein, damit meine ich die innere Einstellung, wirklich wollen, es fühlen. Aber da ist sicherlich auch jeder anders.

    Ich bereue meine Entscheidung überhaupt nicht. Bin mir allerdings bewusst, dass ich noch ganz lange nicht über den Berg bin. Gedanken wie "irgendwann kann ich vielleicht mal wieder EINEN Joint rauchen" sind da. Gleichzeitig bin ich mir über das Risiko im Klaren und werde da mind. noch sehr lange die Finger davon lassen.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg, Willenstärke und Kraft für Deinen Versuch!

  • SarahKnox auch wenn klar ist, dass hier nur Werbung gemacht werden soll, letzte Warnung, folgt weiterer sinnfreier Kontext, dann war es das bei uns hier!


    Eine Bewegung meines Fingers sperrt solch billige Werbetätigkeiten :P

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

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