Ich muss aufhören zu kiffen

  • guten Tag ich heiße Sascha... ich habe ein großes Problem... ich kiffe seit 23 Jahren jeden Tag ca 5 Gramm am Tag... um ehrlich zu sein liebe ich das einfach ... vor 8 Jahren habe ich 6 Monate nicht geraucht weil ich meinen Führerschein zurück holen wollte aber als ich ihn hatte am nächsten Tag sofort angefangen... ich muss dazu sagen dass dieses halbe Jahr die Hölle war ... nun ist jetzt wieder das gleiche passiert und muss mit Sicherheit bald meinen Führerschein abgeben ... dieses Jahr werde ich ca 1.5 Jahre abstinent sein müssen... mein Problem ist dass wenn ich es nicht schaffen sollte für immer aufzuhören sonder mich nur 1.5 Jahre durchquällen würde um den Führerschein zu holen um dann wieder anzufangen kann ich es auch gleich lassen den Lappen zu holen... meine Frage ist ob mir jemand sagen kann wie es nach 1.5 Jahren aussieht? Macht es auch zb spass zu Hause zu sein wie wenn ich am kiffen bin oder wird das bei Menschen wie mir nie wieder normal ? Denn wenn es so ist sollte ich vielleicht einfach akzeptieren solange zu kiffen bis Die Ärzte sagen hör sofort auf... ich weiss nicht weiter wäre sehr dankbar für Hilfe...

  • Servus Sascha,

    wenn man so lange wie du konsumiert, kann ich es schwerlich glauben, dass du deinen Konsum liebst!?
    Ich gehe mal davon aus, dass du nicht von Anfang an 5 g täglich geraucht hast, oder?
    Schon allein die Steigerung dieser Menge, um den gewünschten Effekt eben noch zu erzielen, sollte doch irgendwie zu denken geben …

    Deine Lage rechtlich einzuschätzen, geht natürlich nur laienhaft, aber ich gehe davon aus der nächste Führerscheinentzug wäre dann dauerhaft, oder?
    Allein das sollte ja schon aufzeigen, dass nun die Zeit gekommen ist, oder eben ohne Cannabis auskommen musst.
    Zudem sollte klar sein, ein Konsum über so eine Zeit hinterlässt unweigerlich irgendwelche gesundheitlichen Probleme.
    Bei Cannabis ist das meist im psychischen Bereich, wobei natürlich körperliche Probleme und Langzeitschäden auch nicht von der Hand zu weisen sind.
    Das zeigt ja auch deine Aussage, dass du dir gar nicht mehr vorstellen kannst wie es ohne Konsum funktionieren soll!
    Keiner kann dir genau sagen was nach eineinhalb Jahren ohne dieser Droge genau sein wird, dann aber wieder anzufangen wäre schon ein herber Rückschlag.

    Ich würde dir mal unser Partnerprogramm Lass das Gras empfehlen!
    Zusätzlich würde ich aber auch dringend angeraten, dass du dir Unterstützung in Hinsicht therapeutischer Begleitung bei einer Suchtberatung oder einem Therapeuten suchst.
    Es muss klar sein, dass es nicht einfach nur um den Entzug geht, das wesentlich größere Problem sehe ich im Bereich der dauerhaften Entwöhnung.

    Vielleicht beschreibst du aber dein Leben etwas genauer, wann du konsumiert hast, ob und was du arbeitest und ob es andere Dinge in deinem Leben gibt - abgesehen vom Kiffen.

    Grundsätzlich ist es aber gut das du dir Informationen und Meinungen für den anstehenden Kiffstopp suchst!
    Viel Erfolg!

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • hey Franz vielen Dank erstmal für die Antwort... also ich bin fast 38 und kiffe seit dem ich 15 bin echt richtig viel ... gras bestimmt ohne Frage mein Leben... ich kann nur an Orte fahren zb Wenn's in den Urlaub geht wo es gras gibt ... ich habe die letzten 7 Jahren in einem restaurant an der Bar gearbeitet... nun aber seit fast einem Jahr habe ich bei einem meiner besten Freunde als Fahrer angefangen zu arbeiten... er ist ein promi... mein leben wurde richtig gut.. hat sich wie nur Freizeit angefühlt... plus zu dem hatte ich eine amg sklasse unterm arsch die ich privat auch ganze Zeit fahren durfte... und das was passiert ist war natürlich eine Frage der Zeit wenn man so ein auffälliges Auto fährt... nun von sklasse in die sbahn und zurück in die gastro wenn hoffentlich corona mal vorbei ist weil jetzt bin ich richtig arbeitslos geworden... mein Kumpel sagte mir wenn ich mein Führerschein zurück hole und aufhöre nimmt er mich zurück... nur weißt du so als Beispiel wenn er zb sagt um 14 Uhr ist Feierabend dann freue ich mich auf Zuhause so ein rauchen entspannen was zocken online mit kumpels.... aber wenn ich nicht kiffe dann freue ich mich nicht auf den Feierabend weil alles langweilig ist und nix spass macht ohne kiffen.... und da bin ich an einem Punkt wo ich sage also ganz ehrlich vielleicht ist es bei mir auch einfach zu spät um genauso zu sein wie Menschen die noch nie gekifft haben

  • Servus Sascha,

    wenn dein Leben eigentlich genauso verlaufen ist, wie du dir es gewünscht hast, ist es schade das du deine Sucht nun einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.
    Auf der anderen Seite, um es auch mal klar auszudrücken, wer so Cannabis konsumiert, der fährt unter Drogeneinfluss!
    Meiner Meinung gibt es da kein wenn und aber, ich glaube nicht dass ich dir erklären muss, dass man beim täglichen Konsum solcher Mengen immer irgendwie berauscht ist.
    Das mal nur so am Rande, es ist nicht unser Anliegen dauernd in der Wunde herum zu bohren.

    So wie du alles beschreibst, kann man leider nur sagen, dass hier eine klassische Sucht vorliegt!
    Zwischen Job und Konsum muss einfach etwas mehr sein, leider bestimmt aber nur dies dein Leben.
    Der erste Schritt ist sowieso, dass man für sich anerkennt, dass eine Sucht Erkrankung vorliegt.
    Ein weiterer Schritt ist ein nötiges Hilfsnetzwerk, ohne dem du meiner Meinung nach nicht aus diesem Schlamassel herauskommst.
    Im Grunde kann sich glücklich schätzen, dass sie sogar den Job noch offengehalten wird und eine Wiedereinstellung möglich ist - solche Möglichkeiten haben sehr wenige.

    Natürlich kannst du nun hergehen und sagen, ich kiffe so lang da gibt es keine Hilfe mehr.
    Um ehrlich zu sein, natürlich spielt es eine Rolle wie lange man schon konsumiert, aber meiner Meinung geht es dann nicht letztlich nur um den Konsum, vielmehr eben um die Struktur des Lebens eines Süchtigen.
    Genau das zeigte auch deine Beschreibung, du machst einen Job (was vermutlich sowieso schon deine Rettung war, dass du nicht vollends abgestürzt bist) und ohne Cannabis kannst du dir dein Leben gar nicht vorstellen.

    In meinen Augen hast du nun zwei Möglichkeiten, der einfachste Weg (aber leider auch der gravierendste) dürfte ein Aufgeben sein oder du stellst dich eben deinem Problem.
    Letzteres ist nicht einfach, aber machbar!
    Wenn ich es richtig verstehe, hättest du nun ihr auch die Zeit, ist überhaupt wieder zu diesem Job zurückkehren könntest.
    Daher würde ich dringend einen sofortigen Konsumsstopp empfehlen und eben gleichzeitig nach therapeutischer Unterstützung suchen.
    Solch eine Unterstützung findest du bei den meisten Suchberatungsstellen, nur kann ich nicht sagen wie das im Moment genau ausschaut.
    Daher noch mal die Empfehlung:

    Ich würde dir mal unser Partnerprogramm Lass das Gras empfehlen!


    Übrigens musst du nicht werden, als wenn du noch nie gekifft hättest, das wäre sowieso ein Selbstbetrug.
    Wenn man es genau nimmt, bedeutet Konsum illegaler Substanzen auch enormen Aufwand und wenn man das später in andere Richtungen kanalisieren kann, kann es sich zu ganz tollen Dingen entwickeln.
    Und eines sage ich mit vollster Überzeugung - zu spät ist es nie!
    Ich kenne viele die so lange konsumiert haben wie du (auch heute Sucht Stoffe, wobei ich da keinen Unterschied mache) und viele haben es geschafft.
    Ehrlicherweise muss man dazu sagen, dass dazu auch Rückfälle gehören und sehr viel Anstrengung nötig ist, aber mit 38 sein Leben aufgeben wäre zumindest in meinen Augen keine Option!

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Franz


    Ich weiss nicht was ich sagen soll du hast recht mit alldem was du sagst .... habe einfach Angst vor der Zeit die kommt ich freue mich null drauf alles andere wäre gelogen... hab heute morgen versucht 2 Stunden nicht zu kiffen und es kam mir so vor als brauch ich das mehr als je zuvor vielleicht weil ich weiss ich muss aufhören... denkst du ein Entzug ist schwieriger wenn man Single ist und keine Kinder hat ? Oder hat das damit nix zutun ? Denkst du es ist sinnvoll abzuwarten bis Corona Zeiten vorbei sind und dann mit dem Entzug anfangen weil man dann irgendwie sich draußen mehr ablenken könnte oder lieber jetzt?

  • Servus Sascha,

    da die Entwicklung mit dem Virus gar nicht absehbar ist (ich gehe von Monaten, euch von zwei Wochen oder so aus) würde ich natürlich empfehlen, dass du das jetzt wirklich angehest.
    Jetzt machst du dir Gedanken darüber, auch wenn es noch fast unmöglich erscheinen mag, wer weiß ob du zu diesem Punkt so schnell wieder kommst?
    Sollte die aktuelle Krise irgendwann weitgehend überwunden sein, meint man vielleicht dann auch dass es trotz Konsum schon irgendwie weitergeht ;)

    Grundsätzlich sollte man sich einen guten Plan machen, das sind ganz einfache Dinge wie „wann kiffe ich das letzte Mal“, wie gestalte ich meinen Tag und was muss ich sonst noch vorbereiten?
    Aber hierbei kannst du auch hier und bei Last das Gras Unterstützung finden.

    Wenn man Suchtkrank ist und das Problem angehen möchte, muss man das in aller erster Linie für sich machen!
    Wenn man nun Kinder oder einem Partner hat, war es für manche leichter erscheinen, aber es hat immer den Haken - wenn man es nicht wirklich auch für sich selbst macht, kann er scheitern.
    Für eine Beziehung kann es ja auch maßgebende Veränderungen mit sich bringen, wenn der Konsum eingestellt wurde, weil sich einer oder beide in irgendeiner Art verändern.
    War der Grund für den Stopp nur der Partner, ist unter solchen Voraussetzungen zum Beispiel das Vorhaben zum Scheitern verurteilt, wenn beispielsweise eine Trennung kommen würde oder so.
    Ich denke bei Single ist es weder schwerer noch leichter, bei Single sollte man aber nicht glauben alles alleine machen zu müssen.
    Deswegen ist ja externe Unterstützung wirklich wichtig, das muss nicht immer eine Suchtberatung sein, aber ich weiß auch nicht ob es in deiner Umgebung (Familie) so eine engmaschige Unterstützung gibt.
    Zudem ist der Vorteil von Außenstehenden, dass die eben ohne emotionale Bindung ehrlicher und klarer argumentieren können.

    Letztenendes ist eine Entscheidung von dir nötig, wenn die in Richtung Stopp ausgerichtet ist, wirst du auch Lösungen finden!

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • hey Franz


    Vielen Dank für die Ratschläge... ich werde versuchen die Tage es anzugehen ... was mir selbst nicht gefällt ist dass ich total schiss davor habe als dass ich mich freuen sollte ja eigentlich die Freiheit zu bekommen bzw endlich ohne Drogen leben zu können... ich habe das Gefühl ich verarsche mich selber und somit wird der Entzug bzw das cleanbleiben extrem schwer für mich... 😞😞😞


    Ich schaff es mir einfach nicht einzureden dass kiffen schlecht für mich oder meine Psyche ist... hab echt durchs kiffen nie Panikattacken oder sonstiges.... ich muss aufhören um meinen Führerschein wieder zu bekommen und somit meine Arbeit... ob das die richtigen Motivations gründe sind ist dann so eine Frage... habe Angst vor der Zeit ohne kiffen wie ein Angsthase schäme mich schon fast dafür ... nur habe ich mal schon 6 Monate nicht gekifft und das war nicht schön Die Zeit vor allem nicht schön in meiner Seele... kaum hatte ich angefangen wieder zu kiffen war alles gut ...aber jetzt weiter zu kiffen und in der gastro zu versinken anstatt bei meinem Kumpel zu arbeiten ist einfach logisch gesehen dämlich .... naja keine Ahnung was ich sagen soll

    Einmal editiert, zuletzt von Sashko () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Sashko mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo Sashko, ich weiss was du meinst.. es ist schwer zu glauben dass man ohne einen durchzuziehen ein erfülltes Leben haben kann, weil das Kiffen einfach jede Chillerei versüßt und einem den ganzen Alltagslast von der Seele nimmt. Meiner Meinung nach könnte die Coronakriese deinen Entzug erschweren, da es das soziale Leben einschränkt und die ganzen damit zusammenhängenden Informationen an der Psyche kratzen...Zu der Single Frage würde ich Franz zustimmen (es ist wichtig dass du es für dich selber machst!), aber je mehr Tools du hast um dich vom Entzug abzulenken desto weniger Kopfschmerzen wirst du durchleben müssen. Ohne Soziale Kontakte und Hobbys bist du zu sehr alleine mit deinen Gedanken, die sich um den Entzug drehen werden beschäftigt. Und auch deine Psyche wird auf soziales Leben und physische Tätigkeiten (Bewegung, Sport, richtiges Essen) angewiesen sein. Fakt ist, dass es im Leben nur eine Art von glücklich sein gibt und dieses Glück findest du in dir selber ohne externen Einfluss von Substanzen. Das habe ich nach meinen 6 Jahren dauerkiffen(2-4g pro Tag, klar noch nicht so lange wie du aber auch du kannst es schaffen) auch gelernt und würde jetzt niewieder in mein altes Kifferleben zurück wollen... Viel Erfolg, glaube an dich du wirst es schaffen✌

  • Ich dachte das auch, dass ich nie ohne Drogen leben könnte. Es ist Unfug. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Man kann sich alles an- und abgewöhnen. Hat man sich erst mal was so angewöhnt wie du, dann steckt man halt bis über die Ohren drinne. Da gibt's keine leichten Abkürzungen mehr ins Licht. Ich hoffe du kannst einen Weg sehen oder das Leben gibt dir einen.


    Wird dein Leben so wie von einem Menschen, der nie gekifft hat? Keine zwei Leben gleichen sich. Du hast mit Schäden aller möglichen Art zu rechnen. Aber meiner Meinung nach hat jeder Schäden, und das macht keinen Unterschied darin, ob es ein lohnendes Leben ohne Drogen gibt. Ja, das gibt es. Auch mit Schäden, mit kleinen oder mit großen.


    Es ist in meinen Augen ein Problem, wenn man der Droge Wertschätzung entgegenbringt, wie du das noch tust. Das ist ein Grundübel. Drogen sind falsch. Von Drogen leben ist arm. Nicht im Sinne einer Abwertung, es ist einfach recht leer, beraubt, nicht reich, nicht erfüllt, nicht abwechslungsreich, nicht ernährend, nicht zum Wachstum anregend. Das zu wertschätzen ist nen alptraumhafter Irrtum, weil es den Weg zu so viel wirklich Gutem versperrt und Jahre des Lebens vergehen, manche finden nie mehr da raus. Ändere deine Sicht. Was bringst du da Wertschätzung entgegen? Was ist das? Was macht das? Was macht das mit deinen Zielen, Träumen, mit deinem Leben, deinen Chancen, deiner Zukunft, deiner Gesundheit? Was ist das kostbare daran? Warum ist das ein Weg zu deinen Zielen? Und welche sind das?


    Die Frage ist, ob man noch was anderes hat oder findet, was man wertschätzt. Etwas das motiviert und trägt. Partnerschaft, Natur, Freundschaft, Erfolg, Glaube, Freiheit, Abenteuer, Führerschein, AMG Mercedes, u.v.m.


    Ach ja, zum Titel: nö, du musst gar nicht aufhören zu kiffen. Die Frage ist nur, was du willst, und dann ob du konsequent sein wirst.

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzung, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

  • ich danke euch vielmals für die Kommentare...

    Ich weiss gerade nicht was ich sagen soll weil ich alles verstehe was richtig wäre aber trotzdem nicht weiss wie es ohne kiffen gehen soll... ich glaube auch einfach dass dieses aufhören nicht gesund sein kann weil ich mich so einem grossen Stress aussetze... hätte ich bloss nie damit angefangen

  • heute mal versucht nicht zu kiffen... wie soll man das aushalten ist wie eine Folter... einen geraucht dann gings wieder ... aber ich weiss dass das falsch ist und mich plagt mein gewissen... denkt ihr sowas wie Hypnose hilft ? Hab gehört es kann helfen aber kostet halt eine Menge Geld was im Moment schlecht ist da ich arbeitslos geworden bin ohne Führerschein

  • also zur Zeit ist mein Ablauf Zuhause bleiben höchstens mal kurz alleine spazieren sind halt corona Zeiten... ansonsten habe ich 7 Jahre in der gastro an der Bar gearbeitet 5 mal die Woche und hatte dann 2 mal die woche frei... seit dem Mai letzten Jahres war ich dann der Fahrer von meinem Kumpel... das war sehr cool und abwechslungsreich allerdings hatte ich da auch viel Freizeit weil mein Kumpel auch oft Zuhause blieb oder mich nur kurz an manchen Tagen brauchte .... also die Symptome würde ich etwa so beschreiben als kann ich nicht still sein Zuhause... mein Kopf dreht sich und wird rot... mein Gesicht sieht aus wie ein Stein ich kann nicht mal mehr lächeln weil einfach nix mehr witzig ist... kann meinen PC nicht mehr anmachen und online mit Kumpels zocken was ich sonst sehr gerne mache ... das mit dem nicht gut schlafen ist eh klar.... das schlimme ist dass auch nach 6 Monaten sich das letzte mal nix geändert hatte ... und das macht mich wahnsinnig wenn ich daran denke in einer Folter zu leben... dann kommen mir echt Gedanken wie ach scheiss drauf rauch weiter und bleibst eben in der gastro... was natürlich logisch gesehen die falsche Entscheidung ist... und danke nochmal für die Ratschläge und so weiss ich echt zu schätzen

  • Servus,

    hier mal eine Übersicht, was die meisten bei einem Cannabisentzug durchleben ==> Onlineausstiegsprogramm "Lass das Gras"
    Natürlich ist das eine pauschale Zusammenfassung, bei jeden ist es etwas anders, manche verspüren das ein oder andere weniger schlimm oder haben manche Symptome überhaupt nicht.

    Beim letzten Mal hast du aufgehört, soweit ich das richtig verstanden habe, dass du deinen Lappen wieder bekommst.
    Da war es vermutlich auch gar kein Thema, dass du dauerhaft abstinent bleiben willst, oder?
    Deswegen würde ich das jetzt nicht als Vergleich heranziehen …


    6 Monate nicht gekifft und das war nicht schön Die Zeit vor allem nicht schön in meiner Seele... kaum hatte ich angefangen wieder zu kiffen war alles gut

    Innerhalb dieser sechs Monate hat sich nichts verändert?
    Es gab keine Veränderung oder gar Besserung so nach und nach?
    Kannst du den Zustand deiner Seele etwas besser beschreiben und genauer ausführen?
    Natürlich waren die meisten „Beschwerden“ mit dem erneuten Kiffen wieder verschwunden, aber dir sollte klar sein das Cannabis eben nur überdeckt und ganz sicher in der Form nicht heilt.

    Hast du eigentlich schon mal in irgendeiner Weise psychische Probleme verspürt, also auch bevor du mit Cannabis angefangen hast?
    Bist du ansonsten körperlich gesund (Blutdruck, Organe usw.)?

    Wie schon erwähnt, braucht es für deinen Konsumsstopp eine Strategie!
    Einfach mal antesten und nicht kiffen, aber in der Hinterhand letztlich ja doch schon eine Tüte vor der Nase, so wird es meiner Meinung sicherlich nicht funktionieren.
    Meiner Meinung muss man sich einen festen Termin setzen und dafür eben notwendige Vorbereitungen treffen!
    Vermutlich wird dir das nicht gefallen, aber hier einige Ansätze dazu:

    • Konsumstoff verbannen, also komplett entsorgen (hier bietet sich zum Beispiel die Toilette an)
    • alle Utensilien welche du für deinen Konsum verwendet hast entsorgen (bitte keine größeren Rauchgeräte in die Toilette ;))
    • vitaminreiche Kost ungesunde Lebensmittel einkaufen
    • viele Getränke, am besten Wasser und Tee einkaufen (natürlich keinen Alkohol)
    • eventuell in der Apotheke Beratung einholen, spezielle Tees zur Entgiftung und Schlafförderung sowie pflanzliche Mittel (zum Beispiel Baldrian) zum schlafen und Entspannung
    • festen Tagesplan erstellen (zum Beispiel nach dem Frühstück eine Viertelstunde spazieren gehen usw.)
    • frühere Hobbys überdenken und eventuell entsprechende Besorgungen machen
    • Gesprächspartner für Motivation und ganz normale Unterhaltung suchen (natürlich Menschen die nichts mit Konsum zu tun haben, vielleicht Familie?)
    • Bisher gewohnte Aktivitäten eher vermeiden (also zocken am PC, was du vermutlich ja meist berauscht gemacht hast)

    Diese Liste, natürlich noch weiterführen, aber vielleicht fallen dir ja selbst einige Dinge dazu ein.
    Hierzu ist noch hervorzuheben, es geht hier wirklich nur um den körperlichen Entzug und dir muss unbedingt klar sein, damit ist die Sache ganz sicher nicht erledigt!
    Es braucht auch eine Art Aufarbeitung, meiner Meinung am besten eine therapeutische Begleitung, aber eines nach dem anderen :thumbsup:

    Ich denke du siehst, auf vermutlich wird es dir immer mehr und mehr bewusst, man muss die Sache genau planen und schon im vornherein einige Dinge klären.
    Wenn dich dein Kumpel wieder einstellen will, letztlich ja auch den Konsumsstopp verlangt, ist vielleicht auch er ein Ansprechpartner?
    Was ist mit deiner Familie? Hast du Geschwister?

    Meiner Meinung lebst du jetzt in einer Folter, klar wird sich die auf einen gewissen Zeitraum während des Entzugs und der Entwöhnung noch erhöhen.
    Jetzt aber so ein bisserl aufhören, wenn's dann doch nicht klappt wieder konsumieren und das Tag für Tag, das ist dann letztlich wirkliche Folter.
    Du solltest dir vor Augen halten, egal wie es damals war, du hast schon mal sechs Monate ohne Cannabis durchgehalten und das kann nicht jeder von sich behaupten.
    Darauf lässt sich aufbauen, aber letztlich nur wenn du wirklich mehr oder weniger alles dafür gibst :wink:

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Also nachdem ich das alles gehört habe, würde ich dir raten langsam step by step aufzuhören. Versuche erstmal auf 2g pro Tag zu kommen, danach auf 1g, bis du mit einem gute Nacht Joint zurecht kommst. Such dir einen Job damit die Zeit rumgeht und fange an Sport zu machen. Ob du deinen Führerschein bekommst finde ich hierbei nicht so wichtig, wichtig ist den extremen Konsum aus dem Alltag rauszubekommen, da es deiner Gesundheit alles andere als gut tut. Organisiere deinen Alltag, gib deinem Gehirn neue Impulse und Aufgaben damit sich neue Verhaltensmuster bilden können und die alte Routine langsam zerfällt. Lass das kiffen langsam los und halte nicht in Gedanken dran fest.Suche dir positive Energie (vielleicht ein Haustier zulegen oder ja doch ne Freundin die dich ablenkt und unterstützt).

  • tagchen nochmal zusammen


    Also beim letzten mal dachte ich ich schau mal wie es wird nach einem halben Jahr und machs davon abhängig ob ich wieder anfange...es hatte sich etwas minimal verändert aber von entspannen ohne gras war nicht die Rede...der Zustand meiner Seele wenn ich nicht kiffe ist halt total angespannt voller Langeweile was mich echt dann belastet wenn ich nicht kiffe... hatte ja mit 15 schon angefangen zu kiffen und war davor eigentlich psychisch gesund also keine Auffälligkeiten...körperlich bin ich gesund ...ja ich habe eine Familie also Mama Schwester Stiefvater die stehen voll hinter mir egal was ich mache ... habe jetzt 4 Kilo in 1.5 Wochen abgenommen weil ich so auf Stress Modus bin weil ich alleine schon weiss was mir bevorsteht.... und ob ich langsam oder gleich aufhören soll hmm... ich glaube ich bin eher der Typ fürs gleich vorallem weil ich mein Führerschein ja für den Job brauche daher kann ich mir da nicht soviel Zeit lassen ...

  • Hi,


    so, wie das alles klingt, würde ich mir wirklich überlegen, mir stationär Hilfe geben zu lassen.

    Aber auch das macht - meiner Meinung - nach echt nur Sinn, wenn du dich aufraffst und dahinterstehst.

    Weil eigentlich willst du ja nen Führerschein, den geliebten Job (den du wegen Kiff verloren hast) und dann wieder kiffen, um das mal alles auf nen Punkt zu kriegen.

    Das wird - auch dieses Mal - sehr wahrscheinlich nicht hinhauen.


    LG.Klaus

  • Hey Klaus


    Ich werde nicht mehr kiffen und fahren ... ich wünsche mir dass wenn ich 1.5 Jahre nicht gekifft habe und dann den Führerschein zurück bekomme und den Job dass ich wegen dieser langen Abstinenz nicht mehr kiffen möchte also kein verlangen mehr und ganz entspannt sein kann auch einfach nur Zuhause wie mit Gras aber halt ohne ... meine Angst ist einfach dass es nicht so sein wird ...

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