Entgiftung, oder fehlt eh der Wille?

  • Hallo, bin neu hier im Forum und wende mich an euch weil ich im Moment ziemlich feststecke...


    Ich bin 32 und nun mein halbes Leben mit kurzen Unterbrechungen abhängig. Los gings mit Cannabis, dazu kam dann Speed. Das überstanden wurde der Alkohol mein Problem, dazu über viele Jahre alles Mögliche... Das verlief trotz allem lange gesellschafts- und vor allem arbeitsplatzkonform, bis ich mich nach verlorenem Job, vor 2-3 Jahren selbstständig in eine einwöchige Entgiftung begab...

    Hatte nur abends, und nur Bier getrunken aber trotzdem ständig ne Fahne auf Arbeit...


    Das verlief besser als ich dachte, so habe ich monatelang nichts getrunken oder genommen, und das fiel mir sogar ohne begleitende Therapie relativ:2: leicht.

    Irgendwann kam ich auf die Idee mal Kratom zu probieren... Über Monate habe ich humane Mengen Kratom konsumiert, ab und zu ein, zwei Bier dazu, ging ne Weile gut, seit 1-2 Jahren bin ich bei mindestens 30g kratom und 2-4 Liter Bier am Tag.


    Hatte mir schon lang gedacht nochmal ne Entgiftung zu machen, das ging wegen Arbeit aber nicht, nun bin ich wegen Corona seit zwei Wochen in Zwangsurlaub, und so wies aussieht mindestens nochmal so lange. Habe schon mit der Ärztin auf der Entgiftung telefoniert.. ,,Sie dürfe eigentlich niemand aufnehmen (wegen Corona) , aber wenn ich mit Entzugserscheinungen (Delir o. Ä.) käme müsse sie mich als Notfall aufnehmen, sie sprach von einem Hintertürchen..."


    Nun drehe ich mich seit einer Woche im Kreis, zum einen behaupte ich keine starken körperlichen Entzugserscheinungen (Alk) zu entwickeln, zum anderen denke ich das mir einfach der Wille fehlt, und ich es auch alleine schaffen könnte?!?, da ich es mit Anstrengung auch schaffe 24h keinen Tropfen zu trinken, und das ohne zittern oder schwitzen. Allerdings bin ich Epileptiker und seit ich das Kratom nehme hat sich das mehr verschlimmert als in den schlimmsten Säuferphasen.


    Was denkt ihr? Kann die Entgiftung langfristig helfen, oder bin ich für die Abstinenz einfach noch nicht entschlossen genug und muss einfach nur den Arsch hoch kriegen?


    Im Voraus danke ich allen Antwortenden, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

  • Nun drehe ich mich seit einer Woche im Kreis, zum einen behaupte ich keine starken körperlichen Entzugserscheinungen (Alk) zu entwickeln, zum anderen denke ich das mir einfach der Wille fehlt, und ich es auch alleine schaffen könnte?!?, da ich es mit Anstrengung auch schaffe 24h keinen Tropfen zu trinken, und das ohne zittern oder schwitzen. Allerdings bin ich Epileptiker und seit ich das Kratom nehme hat sich das mehr verschlimmert als in den schlimmsten Säuferphasen.


    Was denkt ihr? Kann die Entgiftung langfristig helfen, oder bin ich für die Abstinenz einfach noch nicht entschlossen genug und muss einfach nur den Arsch hoch kriegen?

    Hi,


    also, mal 24h nichts zu trinken ist für viele Typen des Alkoholismus nicht wirklich ein Problem!Genau diese Tatsache macht es einem so leicht, sich da permanent selbst zu verarschen...

    Ich habe früher massiv gesoffen; wenn ich dann auf Tour war, war ich danach so kaputt, dass ich ein paar Tage nix anrührte!

    Hab dann noch massiv gekifft und so konnte ich mich super selbst blenden.

    Kratom ist ja - soweit ich weiß - ein Stoff, der opiatähnlich wirkt, also haste ne Doppelabhängigkeit aufgebaut.


    Ich kann dir keinen Rat geben, ob du das jetzt in der Situation alleine machen solltest oder nicht - meiner Meinung nach kann das sehr gefährlich werden.Delirium zum Beispiel.

    Was du aber durchaus in Angriff nehmen kannst, ist eine ständige Reduzierung beider Stoffe - das sind ja schon hohe Dosen, die du da einnimmst.

    Und dann nach der Coronamisere ein endgültiger Stop; wobei ich mich da jetzt schon um einen Platz zum Ausstieg mit anschließende Therapie bemühen würde...


    So bist du dann zumindest am Handeln!


    LG.Klaus

  • Hi, danke erstmal für deine Antwort.


    Ja bin definitv polytox ich würde dem Kratom sogar teils ein stärkeres Suchtverlangen zuschreiben, während man beim Alkohol wenn man es schafft nicht zu trinken eigentlich ganz gut drauf ist, wird man ohne Kratom depri und sehr antriebslos...


    Das Problem ist, dass ich mich schon länger in so einer Reduzierungsphase befinde... Habe vor ca. einer Woche das erste mal seit langem geschafft einen Tag nur minimal Kratom (ohne ernsthafte Rauschwirkung) und kein Alk zu nehmen. Ein paar Tage später das Selbe versucht, aber dann spät Abends doch 1L Bier...


    Auch nehme ich seit ca. einer Woche ca. nur die halbe Menge Kratom auf viele Einzeldosen verteilt, nur um nicht entzügig zu sein und um zu reduzieren, allerdings gestern und vorgestern wieder abends mit Ausreißern😣


    Denke mir halt ich sollte notfalls einfach ein wenig übertreiben, dann nehmen Sie mich als Notfall. Auch überlege ich, das nochmal mit meinem Arzt zu besprechen, auch wenn dieser nicht viel tun kann, da man als Notfall ohnehin keine Einweisung bräuchte?


    Eine langfristige Therapie im Anschluß, wäre in meiner Nähe wohl nur A. A. verfügbar, aber die pausieren derzeit auch wegen corona.

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