Bipolare Störung / Schizoaffektive Psychose

  • Hallo,


    ich möchte mich kurz vorstellen.


    Ich habe die Diagnose Bipolare Störung im März 2020 durch meine Psychologische Psychotherapeutin erhalten, bei der ich seit Dez. 2019 in Behandlung bin.

    Zusatzdiagnosen sind: Panikstörung und Somatoforme autonome Funktionsstörung, Schwindel.


    Seit Oktober 2019 war ich krankgeschrieben, habe im April/Mai 2020 eine Wiedereingliederung in meinem Job gemacht und gehe seit dem 18.05.2020 wieder arbeiten, was mir aufgrund meiner aktuellen Symptomatik kaum möglich ist.


    Am 11.05. hatte ich nochmals einen Termin bei meinem Psychiater.

    Die Diagnose lautet jetzt Schizoaffektive Psychose F25.9G, gegenwärtig unter erheblichen Stimmungsschwankungen, mehrfach täglich zwischen manisch und depressiv mit akustischen Halluzinationen.



    Momentan werde ich gerade auf Medikamente eingestellt. Letzte Woche habe ich bei einer Tagesklinik in meiner Nähe angefragt, ob es freie Plätze gibt und stehe jetzt erstmal auf der Warteliste. Das ist sozusagen mein Rettungsanker, weil im Moment keine andere Möglichkeit sehe, es anders zu bewältigen.

    Auf diesem Wege suche ich Austausch und Gleichsinnte, denen es auch so geht bzw. die ähnlich ticken.



    LG

  • Servus,


    wie kommst du damit klar, dass innerhalb von 2 Monaten unterschiedliche (wobei die im Grunde gar nicht so extrem unterschiedlich sind) gestellt werden?


    Mich wundert es auch, dass so schnell eine Wiedereingliederung angegangen wurde, oder hat sich das wirklich alles grade erst verschlechtert?

    Oder meinst du, die Wiedereingliederung hat das gar bewirkt und es geht dir deswegen schlechter?


    Welche Medikamente sind nun angedacht?


    Was besagt die Warteliste, also gab es dazu eine etwas genauere Aussage, wie lange es dauern "könnte"?

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Tja, wie komme ich damit klar. Eigentlich gar nicht. Seit Oktober 2019 war ich ja wegen Depressionen krankgeschrieben, bis sich in der Psychotherapie herausstellte, das es da noch etwas anderes gibt. Ich muss aber auch zugeben, das ich meinen Psychiater nicht immer alles erzählt habe. Logischerweise nicht von manischen oder hypomanen Phasen, weil das ist ja eigentlich alles gut. Das mit den Halluzinationen, Stimmen und Geräusche, habe ich erst jetzt erzählt, weil ich mich immer geschämt habe, weil man denken könne, ich sei verrückt. Das habe ich erst während meiner Therapie erzählt und jetzt im Mai meinem Psychiater. Geahnt habe ich schon immer, das irgendwas nicht mit mir stimmt.


    So, da war die Wiedereingliederung aber schon eingetütet, eigentlich auf meine Veranlassung, weil ich wieder arbeiten gehen wollte. Nach der Wiedereingliederung habe ich gleich angefangen 10 Stunden zu arbeiten, weil es aufgrund Corona nicht anders ging, da in 2 Teams gearbeitet wird. Auf einmal waren auch die Stimmen wieder da und ein Auf und Ab der Stimmungen. Bei der Bipo Diagnose sagte meine Therapeutin schon, das es sich wahrscheinlich um Bipolare Störung mit Rapid Cycling handele.


    Vom Psychiater bekam ich Lamotrigin, wird eingeschlichen und Risperidon. Letzteres habe ich nicht richtig vertragen. Daraufhin habe ich am letzten Donnersta Quetiapin bekommen. 2 Tagen genommen, Zombiealarm. Kann ich nicht nehmen. Schon bei 50mg sediert. Geht gar nicht. Also will ich am nach Pfingsten nochmal zum Psychiater, um die Medikation wieder ändern zu lassen. Mal schauen......

  • Also will ich am nach Pfingsten nochmal zum Psychiater, um die Medikation wieder ändern zu lassen

    Schon passiert?


    Also wenn es bis Ende Juni klappt, dann hast echt viel Glück :)

    Aber es kann auch gut sein, dass dies mal ein für dich positives Corona-Nebenprodukt ist, da vlt grade weniger in die Tagesklinik wollen ...


    Für die Zukunft, immer wirklich offen mit allem umgehen, die Doc's können ja nicht wissen was uns in der Rübe schwebt.

    Aber ich denke jeder lernt aus Fehlern.


    Wie geht das nun mit dem Job weiter?

    Aktuell wieder krank, oder?

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Ja, schon passiert. Nehme jetzt wieder Risperidon.


    Ende Juni will mich die Klinik erstmal anrufen und dann zum Gespräch einladen. Dann werde ich weitersehen. Aufgrund Corona konnten die auch nicht so viele aufnehmen bzw. hatten einige Kliniken geschlossen.


    Natürlich werde ich offen damit umgehen. Bin auch froh, wenn man mit jemandem darüber sprechen kann, vor allem natürlich mit Menschen, die es verstehen.

    Dem Doc erzähle ich mittlerweile auch alles, egal wie unbedeutend es sein mag. Man weiß ja nie.


    Ja, aktuell bin ich wieder krank geschrieben. Muss sehen, wie das in Zukunft laufen soll, da ich zur Zeit auch Vollzeit arbeite, mir das aber nicht mehr so richtig zutraue, weil es mir zu viel ist.

  • Nun dann bleibt es mal abzuwarten, wie sich das mit der Klinik entwickelt.


    Soweit ich das im Kopf habe, kannst du ja erneut eine Wiedereingliederung machen, oder?

    Die sollte dann halt wesentlich langsamer funktionieren ,,,


    Weiter viel Erfolg und etwas Glück für eine baldige Aufnahme :)

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • So sieht es aus. Bin gespannt, wann sich die Klinik meldet. Kommenden Mittwoch habe ich wieder einen Termin beim Psychiater.


    Ich gehe davon aus, das man erneut eine Wiedereingliederung machen kann, da neue Diagnose, denke ich zumindest.


    Vielen Dank für Deine Wünsche.

  • Die Tagesklinik hat heute angerufen. Gesprächstermin am 29.06. und wenn die Voraussetzungen passen, erfolgt die Aufnahme 2-4 Wochen später.


    Hört sich doch schon mal gut an. Morgen wieder Termin beim Psychiater. Da kann ich das gleich nochmal besprechen.

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