Weder Fisch noch Fleisch

  • Hey,


    bin Mitte 30 und zocke seit 10 Jahren. Mittlerweile habe ich auch das meiste verloren. Heißt keinen Kontakt zur Familie seit 2 Jahren und die Freundschaften sind mir ebenfalls abhanden gekommen. Zudem seit Februar arbeitssuchend. Will nun schon jeden Monat Bewertungen schreiben, aber bräuchte nen neuen Drucker und Bewerbungsbilder. Das Geld ist seit zwei Tagen weg. Davor in den 10 Jahren alles was mir je zu Gesicht oder auf's Konto kam. Therapie ambulant war nicht so der Hit. 2016 machte ich eine stationäre Therapie. Erfolgreich war diese nicht..


    Mit Alkohol hatte ich auch immer zu kämpfen Mal mehr und Mal weniger. Kurz bevor ich 2018 mit der neuen Arbeit (zu der Zeit) anfing hörte ich auf und bis jetzt ist das so was man vom Spielen überhaupt nicht behaupten kann. Da geht die Selbstzerstörung munter weiter und 2017 begann ich noch exzessiv zu kiffen. Von morgens bis abends an freien Tagen und an Arbeitstagen ab dem Punkt wo ich Zuhause war bis in die Nacht. Mittlerweile versuchte ich schon das aufhören in dem Bereich. Mal klappt es ganz gut bis gut und dann bin ich wieder drin, wenn dann zeitgleich auch noch das Geld verspielt ist oder war, ja dann lag ich auch schon Mal tagelang ohne mich um mich zu kümmern im Bett. Irgendwie hab ich diese Tage satt. Bisher war die Umsetzung nicht erfolgreich und das Kiffen hat mir auch nicht viel gebracht rückblickend betrachtet, außer, dass ich noch weniger Schulden abbezahlen konnte eher wurden es mehr durch die Zockerei und wenn mehrere hundert Euro im Monat für rauchbares Zeug drauf gehen..:wall:

  • Hi,


    ich erkenne mich da ein Stückweit wieder & kann dir nur empfehlen, dass du dir professionelle Hilfe suchst!

    Du bist "polytox", hast also diverse Süchte gleichzeitig und das mit der Zockerei frisst sich sehr tief in uns rein!


    Ich hatte bereits aufgehört, mir harte Substanzen reinzuziehen und jobbte in so einer Spielhalle.

    Mit der Zeit verlagerten sich meine Suchtmuster so vom Substanzgebrauch zum Zocken; die Muster waren die Gleichen: Beziehungsstress, Trennung etc

    War ne Weile sogar noch stolz darauf, mir kein Pulver mehr zu ziehen & merkte nicht, dass ich längst zum "zwei Euro Junkie" geworden war.


    Es war verdammt schwer, da wieder rauszukommen.Ich habe es geschafft, in dem ich meine Erfahrungen beim Pulverentzug anwendete, den Job aufgab und in keine Spielhalle mehr ging.

    Liest sich relativ easy, aber es war eine sehr harte Zeit!


    Zocken bedient die gleichen Bereiche im Belohnungszentrum wie Alkohol, Koks, Heroin etc - mit dem Unterschied, dass diese "Sensationsblitze" beim Zocken pro Minute zigmal ausgelöst

    werden, eben so oft, wie sich die Walzen drehen - daher ist auch die Spielsucht so schwer zu therapieren!


    Wie gesagt: Setze dich mit deinem Arzt in Verbindung, lege die Karten auf den Tisch und schau zu, dass du eine Langezeittherapie durchziehen kannst.


    LG.Klaus


    PS. Ein erster Schritt kann es sein, dich in den Spielhallen sperren zu lassen!

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