Atemnot durch Canabis Entzug

  • Hallo zusammen,


    ich habe nachdem ich von der Polizei erwischt wurde, nach insgesamt 6 Jahren täglichem Konsum aufgehört zu Kiffen, in den ersten 2 Wochen habe ich kaum Entzugserscheinungen gehabt.


    Nun allerdings seit knapp 3 Wochen ganz starke Atemnot, ich wache teilweise nachts auf mit Atemnot, jede Anstregung ruft Schwindel hervor und ich fühle mich als wäre ein LKW über mich gerollt.

    Ich war auch insgesamt 4 Tage im Krankenhaus, wo alles Organisch überprüft wurde, ( Lungenfunktiontest, Blutgasanalyse, EKG und Röntgen aufnahmen wurden gemacht) alles ohne Befund.


    Nun habe ich mega angst ,dass ich da gar nicht mehr rauskomme, hat jemand von euch Erfahrungen zu diesem Thema ? Wie lange hat es bei euch gedauert bis die Psyche Verfassung sich wieder normalisiert hat


    Kenn jemand diese Art von Entzugserscheinung, bin wirklich kurz davor in eine Psychiatrische Klinik zu gehen, da keine Lebensqualität mehr vorhanden ist und ich so langsam auch sehr Depressive Charakterzüge annehme.


    Über Tipps und Erfahrungsberichte wäre ich euch wirklich sehr Dankbar,


    vielen Dank schonmal und liebe Grüße


    Vinc

  • Hi Vince,


    das was du beschreibst, beschreiben viele. Ich habe persönlich keine Erfahrung mit dem Thema und mit Drogen schon gar nicht. Aber wie gesagt, viele beschreiben ähnliches. Klinischer Entzug, warum nicht? Ich kann mir vorstellen wie schwer ein Entzug ist und denke deshalb, ist es besser, wenn man ihn nicht alleine sondern in Begleitung eines Arztes durchführen kann.


    SecretMe

    In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten.

    - Albert Einstein

  • Servus Vinc,


    das heißt, du bist jetzt 3 Wochen ohne Kiff?


    Wie lange hat es bei euch gedauert bis die Psyche Verfassung sich wieder normalisiert hat

    Das kann bis zu 3 Monate dauern, aber mit der Zeit schon spürbar besser werden.

    Also wenn sich nichts bessern würde, dann sollte man der Sache wirklich intensiver nachgehen ...


    bin wirklich kurz davor in eine Psychiatrische Klinik zu gehen, da keine Lebensqualität mehr vorhanden ist und ich so langsam auch sehr Depressive Charakterzüge annehme

    Zumindest eine Institutsambulanz wäre mal ein erster Schritt.

    Wenn aber Depressionen wirklich länger anhalten, dann muss was passieren!


    Gibt es generell psychische Vorerkrankungen bei dir oder im Familienumfeld?


    Du solltest dir überhaupt mal Gedanken machen, wie du eine dauerhafte Entwöhnung erreichen kannst.

    6 Jahre Cannabiskonsum dürfte man schon als Abhängigkeit ansehen, das braucht Aufarbeitung und das erreicht man am besten mit therapeutischer Hilfe - also Psychotherapie oder vlt auch Suchtberatung.

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Franz,


    erstmal danke für deine schnelle Antwort.


    Ich habe mich bereits auf die Warteliste in der Psychosomatik gesetzt, dies ist leider immer mit sehr langer Wartezeit verbunden.

    Momentan nehme ich auch bereits Mirtazapin (Anti Depressiva welches allerdings gar nicht hilft ......)


    Bin wirklich sehr verzweifelt und mir fehlt auch das nötige Vertrauen in mich, da ich denke es geht nie wieder weg und ich muss jetzt für immer unter diesen Umständen Leben, ich arbeite auch noch Vollzeit was täglich, was wirklich eine Qual ist mit meinen Symptomen ist.


    Ich halte dich auf dem laufende wie es mit mir weiter ging


    Viele Grüße


    Vinc

  • Momentan nehme ich auch bereits Mirtazapin (Anti Depressiva welches allerdings gar nicht hilft ......)

    Wie lange nimmst du denn dieses AD schon?


    Sinnvollerweise solltest dich vlt mal ne Zeit krankschreiben lassen oder eben Stunden reduzieren.

    Ansonsten ist natürlich wichtig, dass du auch bisserl was für deine Genesung unternimmst - also z.B. etwas sportliche Betätigung (muss ja nicht gleich Profisport sein), frische Luft schnappen, gesunde Ernährung und vlt ein altes Hobby hervor kramen :)

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hi,


    so ein Entzug kann schon mal merkwürdige Formen annehmen.Da du schnell gehandelt hast und dich körperlich hast durchchecken lassen, ist es unter Umständen wirklich die Psyche bzw

    auch Kopfsache...

    Hast du Geräte geraucht?

    Rauchst du noch Tabak, Kippen?


    Wie lange nimmst du denn dieses AD schon?

    Wegen den Depressionen solltest du dran bleiben; die Antidepressiva brauchen zumTeil einige Wochen, bis ein Spiegel aufgebaut ist.Bei einem Entzug ist eben in vielerlei Hinsicht immer wieder

    Geduld angesagt.

    Kann mich bei Franz anschließen, was das Rausgehen angeht, muss kein Sport sein - wird ja eh wegen der Symptomatik schwer sein.

    Ich hab chronisches Asthma und gehen jeden Tag mindestens 5km spazieren; Luft, Licht und Bewegung helfen mir, meine Neigung zu Depris einigermassen im Zaum zu halten und sorgen dafür,

    dass meine Lungenkapazität nicht weiter runter geht...


    Bleib auf jeden Fall abstinent, der Rest sollte sich mit der Zeit finden...LG.Klaus

  • Hey!


    Ich kenne das! Bin nun seit 5.5 Wochen abstinent und hatte ab der 2. Woche genau dieselbe Scheisse. Bei kleinster Anstrengung keine Luft mehr; dazu ein dauerhaft erhöhter Puls (auch im Ruhezustand). Habe auch 2.5 Jahre täglich gekifft. Hasch vom Feinsten, täglich zwei, drei, manchmal vier Joints.

    Konnte nicht mal mehr ins Fitnessstudio (mein zweites zu Hause) gehen, da ich keiner Anstrengung mehr gewachsen war. Ganz übel!


    Hatte auch Panikattacken deswegen. Seit der vierten, fünften Woche geht’s bergauf, ich kann langsam wieder trainieren. Jeden Tag ein bisschen schwerer. Letzte Woche noch Atemnot bei Kreuzheben mit 40kg. Gestern 50kg geliftet - 6 Sätze.

    Was bis anhin geblieben ist, ist der erhöhte Puls. Aber habe von diversen Leuten jetzt gehört, dass das zum Entzug gehört. Auch die Atemnot. Ist alles ein biochemischer Prozess des Körpers, der den Stoffwechsel erst nach 4 Wochen langsam wieder anfängt, einzupendeln.


    Aber versteh‘ dich. Bin auch mega beunruhigt, dass ich sogar einen Termin beim Kardiologen (nächsten Mittwoch) ausgemacht habe.

  • THC pfuscht in den Neurotransmitterhaushalt, also in die Mechanik des Fühlens und Denkens des menschlichen Gehirns rein. Und auch in die Steuerung vegetativer Funktionen des Nervensystems. Sechs Jahre sind kein Pappenstiel. Nicht jeder ist maximal robust gegen solche Eingriffe.


    Wir haben alle Federn gelassen mit jahrelangem Drogen einlassen. Diese jahrelange Schadwirkung muss eine gewisse Zeit stetig und letztendlich gründlich rauseitern. Das ist selten angenehm, aber es tut Not, wenn man sich gerne erholen möchte.


    Nicht zu überrascht sein von solchen Horrortrips beim Runterkommen. Wichtig ist vielmehr: Dran bleiben. Stabilisieren. Es heilt mit der Zeit, und wenn was nicht heilt, vernarbt es eben. So oder so erholt man sich und schafft sich eine Basis für ein besseres Leben.


    Es gibt einen Weg zur Heilung, und den hast du angefangen einzuschlagen. Bleib dabei!

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzung, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

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